Ist Überintelligenz eine Behinderung?

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johko Auf diesen Beitrag antworten »
Ist Überintelligenz eine Behinderung?
Viele Eltern beklagen sich auch im Internet, dass ihre Kinder so schlecht in der Schule bewertet würden, obwohl sie doch einen so hohen IQ hätten. Extra Schulen werden für Hochintelligente angeboten. Was haltet ihr davon? Habt ihr eigene Erfahrungen? Einige von euch werden sicher davon zumindestens am Rande betroffen sein. Auf was sollte Schule Prioritäten setzen? Welchen Weg nehmen Überintelligente nach der Schulzeit ?

fragt Johko
Poff Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Ist Überintelligenz eine Behinderung?
Jaa, Überintelligenz ist eine Behinderung und das Problem liegt
nicht WENIG daran auch, dass der GEWÖHNLICHE LEHRER
damit NICHT (gut) zurecht kommt und im Zuge dessen das
sogar torpediert.

In Verbindung mit der Unterforderung etc. kann sich dann leicht
und schnell eine Mischung ergeben, welche aus einem

hochintelligenten Kind schnell mal 'nen 'Idioten' machen kann ...


Augenzwinkern
 
 
jama Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
In Verbindung mit der Unterforderung etc. kann sich dann leicht
und schnell eine Mischung ergeben, welche aus einem

hochintelligenten Kind schnell mal 'nen 'Idioten' machen kann ...

Dem kann ich nur kommentarlos zustimmen ...

Zitat:
Auf was sollte Schule Prioritäten setzen?

In erster Linie sollten sie überhaupt die "Begabten" erkennen... So anspruchslos die Schulen in den USA auch sein mögen, die Lehranstalten erkennen dort immerhin die Begabten und vermitteln diese nach der Schulzeit gekonnt international (!) weiter. In Deutschland passiert derartiges seltener. Vielleicht auch, weil die Kontakte dafür fehlen.

Gruß,

Jama
sommer87 Auf diesen Beitrag antworten »

ich bin ja auf ner IGS, bei der normalerweiße die guten gefördert und die schlechteren unterstützt werden sollten.

grade in mathe fühle ich mich im unterricht aber mit ein paar anderen ein wenig unterfordert.
das heißt nicht, dass ich alles perfekt kann.

nur wir halten uns meist mit dingen auf, die wir schon 25 mal besprochen haben.
und wenn einer was nicht kapiert hat, wird es immer gleich allen noch zig mal erklärt.

das ist in machen fällen sicherlich nicht verkehrt.
aber es würde manchmal sicher auch mehr bringen, es einfach dem schüler / der schülerin alleine zu erklären und die anderen was anderes machen lassen.

zumal die, die es net kapieren eh meist am wenigsten zuhören und auch die übungen dann nur teilweise machen.

die schule für hochbegabte ist sicherlich nicht falsch, nur denke ich auch, dass wir erstmal alle auf einen annähernd gleichen stand an "bildung" gebracht werden sollten.
dann können die mehr begabten später (zB nach der 10.) besser gefördert werden.
es sollte einfach alles, besser abgestimmt werden bei unserem schulsys.

in der 9ten war unser hauptprob, dass wir immer wegen den haupt leuten alle 5mal machen mussten.
das ist für eine hauptschul klasse auch nicht schlimm. (ich habe nichts gegen Hauptschüler, viele freunde von mir sind welche!)
nur fühlen sich die real und gymi leute dann unterfordert und spätestens beim 3mal erklären der selben aufgabe schalten die dann ganz ab.

zu dem hohen IQ:
nur mal am bsp meiner alten klasse:
wir waren 1/3 hauptschüler, 1/2 realschüelr und noch 3-4 leute, die aufs gymi weiter gehen wollten.
ich denke, dass wir alle zusammen die gleichen chancen gehabt einen normalen realabschluss under mindestens einen guten hauptabschluss zu bekommen.

nur war weder von den eltern noch von einigen schülern selbst auch nur ein bischen wille da, etwas für die schule zu tun.

durch ihre "faulheit" haben mache nichtmal den hauptschulabschluss bekommen.
es kommt vor, dass mache den wirklich nicht schaffen (können).
nur die leute aus meiner klasse hätten es geschafft.
mit nur ein paar mal mehr HA machen und etwas aktivität im uricht.


ich bin der meinung, dass wir schon in der grundschule anfangen sollten, grade auch die eltern, dass alle auf einen wissensstandart kommen (ausnahmen gibt es natürlich).
und dann in den folgenden jahren ein besseres IG-System verwenden, in dem jeder das selbe lernt, nur die besseren, nach ihren leistungen mehr gefördert werden, die nicht so guten aber auch unterstützt und gefördert werden.

hier zu diesem thema finde ich das IG-System wirklich gut.
nur ist es an meiner schule leider etwas falsch umgesetzt worden. (mMn)
Daniel Auf diesen Beitrag antworten »

Hmm Das ist ein Thema mit dem ich mich oft ausseinander setzen durfte. Ich denke es ist keine behinderung aber es wird zu einer wenn die anderen damit falsch umgehen.

Was sagt der IQ über einen aus ? Das man Intelligent ist? Was ist Intelligent? Ist eine Person mit IQ 150 etwas besseres als eine Person mit IQ 100 ? Nein eben nicht.

Das ist ein thema wo ich schnell einmal rot sehe. Ich musste mich oft scon damit rumschlagen weil ich selber schon bei einem Offiziellen Test "Hoch-Intelligent" abgeschlossen habe.

Was ich am schlimmsten finde sind Institutionen wie "MENSA" ... HALLO?!? denken die Damen und Herren das sie etwas besseres sind nur weil in ihrer "exklusiven" gesellschaft nur Hochintelligente verkehren? Solche Institutionen die sich unter dem vorschein Personen mit höherem IQ zu vördern für was besseres halten, die machen die "hoch iqler" zu etwas schlechtem.

Ich habe dankend abgelehnt, denn auf solche gesellschaft kann ich verzichten.

Mfg

Daniel smile
Mathespezialschüler Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Ist Überintelligenz eine Behinderung?
Ich möchte nicht sagen, dass ich "überintelligent" bin, ich bin es auch nicht, aber ab nächstem Jahr (11.Klasse) gehe ich in einem Mathespezialkurs. Ich find das sehr gut, dass Schüler so gefördert werden, da ich mich im jetzigen Matheunterricht doch recht stark unterfordert fühle. Ich kann, wenn ich dann in diesem Kurs in der Kursphase insgesamt 50 Punkte (also 2 Halbjahre 1- und die beiden anderen 2+ oder jeweils besser) schaffe, beim Studium das Semester Lineare Algebra I und Analysis I weglassen. Das möcht ich schaffen und später studieren.
Ich finde solche Förderungen also toll. Nur sollte besser darüber informiert werden (indem z.B. Schulen gefragt werden, ob es begabte Schüler gibt). Ich hab jetzt in letzter Zeit auch gehört, dass es auch in dem Sek I-Alter freiwillige Mathegruppen oder z.B. auch Schulen, die schon wenig vertiefenden Matheunterricht anbieten (gleiche Stundenanzahl, aber mehr Beweise und sowas), gibt.

Mein Fazit: Schülerförderung ist sehr gut, aber es sollte unbedingt besser darüber informiert werden und mehr Werbung dafür gemacht werden.
sommer87 Auf diesen Beitrag antworten »

@daniel: mit der MENSA bin ich ganz deiner meinung.
aber mitlerweile löst der EQ ja langsam den IQ ab. (oder hat sich da schon wieder was geändert?)

wo hast du denn den IQ-Test gemacht?
Gabs das mal bei euch in der Schule?

@Max: Die Förderung kannte ich z.B. nicht.
Aber ich glaube auch, dass da unsere Schule am schluss gefragt werden würde. :P

Als Beispiel: In meiner alten Klasse war ein Mädel, dass mit 6 Jahren oder so aus Afganistan nach Deutschland gekommen war. Konnte fließen Deutsch.
Ist in Englisch und Franze die Beste. Neben bei lernt sie immer mal ne neue Sprache, weil ihr "langweilig" ist.
In der 7ten haben wir dann noch Spanisch bekommen.
Da ist sie auch von Anfang an die Beste.
Jetzt in der 10ten hatte die Spanischlehrerin, die von einer anderen Schule kommt und nur Spanisch an unserer Schule unterrichtet, ihr eine Art Stipendium für einen Sprachkurs für Hochbegabte aus allen Länder über die Sommerferien angeboten.

Kein anderer Lehrer hatte davon etwas gesagt.
Nur die Spanisch-Lehrerin, die 3 Schulstunden die Woche bei und Unterricht macht.

Da frag ich mich dann, warum nur sie davon weiß, und warum nur sie die "Begabung" festgestellt hat.
Bekommen das nur bestimmte Schulen mit?
Können nur Lehrer mit Spezial-Ausbildung eine solche Hochbegabung feststellen?

Ich schließe das zweite mal aus, aber es ist schon etwas komisch Augenzwinkern
Poff Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von sommer87
...
Kein anderer Lehrer hatte davon etwas gesagt.
Nur die Spanisch-Lehrerin, die 3 Schulstunden die Woche bei und Unterricht macht.

Da frag ich mich dann, warum nur sie davon weiß, und warum nur sie die "Begabung" festgestellt hat.
Bekommen das nur bestimmte Schulen mit?
Können nur Lehrer mit Spezial-Ausbildung eine solche Hochbegabung feststellen? ...


NEIN, das liegt ganz EINFACH daran, dass die ANDEREN LEHRER
das NICHT wollen.


Die Anerkennung der Hochbegabung bei einer fremden Person
MINDERT fast immer auch die eigene Einschätzung des
betreffenden Lehrers VOR sich SELBST.

NUR die wirklich guten Lehrer haben damit KEINE Probleme,
im Gegenteil die erfreuen sich an solchen Schülern ....

nur sind 'wirklich-gute' Lehrer meiner Meinung nach, die Ausnahme


smile
johko Auf diesen Beitrag antworten »

Vielen Dank schomma zwischendurch für die Antworten. :]
Zusatzfrage in Anlehnung an den MENSA - Einwand: Wie gehen AUS EURER SICHT die Mitschüler damit um? Wie die übrige Umwelt? Was ist besonders positiv daran, was besonders negativ.

Johko
Leopold Auf diesen Beitrag antworten »

Ich möchte aus meiner Erfahrung als Lehrer und Staatsbürger anmerken, daß wir in Deutschland generell ein "Mittelmäßigkeitsproblem" haben. Das beziehe ich nicht nur auf die Intelligenz. In Deutschland kommt man besonders gut durch, wenn man nicht auffällt: nicht allzu hübsch, nicht allzu häßlich, nicht allzu stark, nicht allzu schwach, nicht allzu klug, nicht allzu dumm usw.
Wer in irgendeiner Weise vom Durchschnitt nach oben oder unten abweicht, bekommt Probleme. Es soll sich auch ja keiner anmaßen, eine Meinung zu äußern, die nicht der allgemeinen Überzeugung entspricht!
johko Auf diesen Beitrag antworten »

@ soso, ein Lehrer: Wink

Ich weiß ja nicht mehr, wie es heute ist und habe früher am Internat in der Regel - Ausnahmen gabs allerdings auch - nur schwache Schüler unterrichtet. Kann es sein , dass Lehrer vom System zur Beschränkung auf die Erhaltung der Mittelmässigkeit ver"donnert" werden? verwirrt

Johko
sommer87 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Poff
...
NEIN, das liegt ganz EINFACH daran, dass die ANDEREN LEHRER
das NICHT wollen.
...


Das denke ich allerdings auch.

Aber ich frage mich dann: WARUM wollen die das nicht??

Ich als Lehrer würde vor Freude im Karre springen.
Wenn man solch einen SchülerIn ein Stipendium geben kann heißt das für mich, dass ich als Lehrer fast alle richtig gemacht habe und ein Talent gefunden und weiter gefördern habe.

Im Sport und in der Musik will danach jeder sein Kind zu solch einem "Talent-Finder" schicken.
Interessiert das in der Schule keinen?!?!?
Ich denke doch mal schon.
Es ist doch wie eine Auszeichnung sagen zukönnen, dass man einen Hochbegabten-SchülerIn hervor gebracht hat. (mMn)


Zitat:
Original von johko:...
Zusatzfrage in Anlehnung an den MENSA - Einwand: Wie gehen AUS EURER SICHT die Mitschüler damit um? Wie die übrige Umwelt? Was ist besonders positiv daran, was besonders negativ....



Meinst du damit, was die Mitschüler / Umwelt denken, wenn man zu dieser "MENSA-Elite" zählt??

Ich würde mich für Leute die ich kenne freuen, wenn sie Hochbegabt wären.
Vorraussetzung, dass sie nicht überheblich und besserwisserisch sind.
(aber dass ist die oben Beschriebene auf keinen Fall!)

Ich finde, dass es immer auf das Verhgalten ankommt.
Man kann ein Hochbegabtes Arschloch sein, aber auch ein Hochbegabter, der genau den selben scheiß mitmacht, wie alle anderen.
Sich mit Freunden trifft, und in seiner Umwelt "aktiv am Leben teil nimmt".

Es wäre für mich nur ein Problem, wenn dieser Hochbegabte immer nur Hochtrabende Sätze mit irgendwelchem Schwachsinn, den keiner hören will, der aber seiner Meinung nach zum Thema passt, redet.
Jeden unterbricht und BESSERWISSERISCH verbessert (ich habe nichts gegen Kritik oder Verbesserungen solange sie "normal" rüberkommen!!) als wäre er der besste und einzige, der das so richtig machen kann und alle anderen in seinem Schatten stehen und da auch nie raus kommen werden.

Es sollte ein ausgleich zwischen IQ und EQ vorhanden sein!
johko Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Im Sport und in der Musik will danach jeder sein Kind zu solch einem "Talent-Finder" schicken. Interessiert das in der Schule keinen?!?!?


DEN Eindruck habe ich allerdings auch! Big Laugh Big Laugh Big Laugh
Leopold Auf diesen Beitrag antworten »

Begabte Kinder werden von ihren Mitschülern oft schief angesehen. Viele können es einfach nicht verstehen, wenn jemand sofort etwas kapiert und um der Sache selbst willen, einfach aus Interesse, nachforscht und lernt. Vielen erscheinen solche Schüler als Streber (die es im Einzelfall auch einmal geben mag). Während die Mehrheit der Schüler nach 5 Stunden binomische Formeln immer noch nicht ganz verstanden hat, gibt es immer auch welche, denen schon nach den ersten 5 Minuten langweilig wird, weil ihnen alles klar vor Augen liegt.
johko Auf diesen Beitrag antworten »

Gibt es da einen Trend? Was könnte dagegen unternommen werden? Was auch für Lehrer verbessert?
Poff Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von sommer87
...
Das denke ich allerdings auch.
Aber ich frage mich dann: WARUM wollen die das nicht??


@Sommer

stell dir einfach vor du hättest selbst Kinder, die wären nicht
schlecht in der Schule, aber auch keine Knaller ...

du selbst hättest dich mühsam(st) durchs Studium gerackert,
mittelmäßig angeschlossen ... aber egal du hast den 'Stempel'



Soo nun triffst du als Lehrer in der Schule auf einen Schüler,
der nahezu alles was du ihm an Aufgaben präsentierst mit links
bewältigt und in nicht wenigem verspürst du schon dass er dir
heftig ÜBERLEGEN ist, ..... dich 'rettet' nur deine größere
Erfahrung NICHT dein Können.


Zudem ist dein Schüler, der wahrscheinlich sehr wohl dein
Wackeln unterbewusst erkennt oder verspürt,
-- weil er dich eben immer mal wieder verblüffen oder in echte
Bedrängnis zu wissen weiß, auch noch vor der ganzen Klasse ---
etwas 'vorlaut aufmüpfig',
... anders passt das einfach nicht zusammen.


DEINE Kinder können da bei WEITEM nicht mithalten.
Darum weißt du GANZ GENAU und dass du dich selbst Tage
dafür abmühen müsstest, wass dieser 'freche Pimpf' fast im
Schlafe zu absolvieren scheint .....


Was denkst du ??

du würdest das unterstüzen oder meinem dem
muss es (endlich) mal gezeigt werden ....
wer wo was der 'Chef ist' und wie der Haase läuft ...

deine eigenen Kinder habens ja auch nicht 'besser'
warum dann noch Fremdlinge als Konkurrenten 'fördern'
wär ja schon fast Verrat an deinen eigenen Kindern ...
...


smile
.
Mathespezialschüler Auf diesen Beitrag antworten »

@Leopold
Ich muss sagen, meine Klasse is ganz tolerant, was meine Mathebegabung angeht. Ich mach auch ziemlich viel Mathe freiwillig und die wissen das auch, aber eigentlich sagen die meisten nicht, ich sei ein Streber, sie sagen eher, ich sei verrückt (ironisch gemeint), akzeptieren es aber so und wir sind trotzdem Freunde und können auch was Mathe angeht ganz normal darüber reden und sie sagen nicht gleich "Och ne, lass mich in Ruhe mit deinem Mathekram" oder Ähnliches. Im Gegenteil, manche sind sogar interessiert dran. Ich weiß allerdings, dass ich da in einer sehr toleranten Klasse bin und es in vielen anderen Klassen ganz anders aussieht.

@johko
Also an meiner Schule allgemein erkenne ich eigentlich auch nur die oben beschriebene Toleranz. Also eher einen Trend in die richtige Richtung. Aber ich glaube nicht, dass man diesen Trend auf alle Schulen ausweiten kann!!
Ich finde, im normalen Unterricht sind schon in manchen Fächern auch auf einem Gymnasium noch unterforderte Schüler. Ich denke, man sollte auch da noch eine Leistungsunterscheidung durchführen. Dann hätten es auch die Lehrer einfacher, da sie z.B. in Mathe mehr mit Beweisen und so machen könnten. Im normalen Unterricht kann man als Lehrer bei den Aufgaben vielleicht manchmal gar nicht die Begabung des Schülers erkennen (aus welchen Gründen auch immer, ein Grund wäre z.B., dass die Schüler so unterfordert sind, dass es ihnen keinen Spaß mehr macht und sie sie gar nicht mehr melden oder Ähnliches). Es ist also auch nicht allzu einfach, zumal ich denke, dass viele Lehrer auch so denken, wie Poff gesagt hat:

Zitat:
Original von Poff
NEIN, das liegt ganz EINFACH daran, dass die ANDEREN LEHRER
das NICHT wollen.

Die Anerkennung der Hochbegabung bei einer fremden Person
MINDERT fast immer auch die eigene Einschätzung des
betreffenden Lehrers VOR sich SELBST.


So denkt eine sehr große Mehrheit der Lehrer!!!! Viele wollen also gar nicht erst begabte Schüler fördern, deswegen muss man sich fragen, ob man es überhaupt für die Lehrer vereinfachen (verbessern) soll.
Leopold Auf diesen Beitrag antworten »

Was den Mathematik-Unterricht betrifft (gilt ähnlich aber auch für andere Fächer), wird viel zu wenig Wert auf Verständnis gelegt und viel zu viel gepaukt und auswendig gelernt.
Einmal ehrlich: Ein Schüler, der aus f(x)=x² die Ableitung f'(x)=2x herstellen kann, aber nicht einmal weiß, wie der Graph der Quadratfunktion aussieht, geschweige denn sich unter der Steigung etwas vorstellen kann, was kann der eigentlich? Dem kann ich hundert Aufgaben der Sorte "differenziere f(x) = 2x³-6x²+7x-1" vorlegen, er wird sie alle lösen - und trotzdem von der Sache keine Ahnung haben. Wenn er einmal mit Glück das Abitur bestanden hat, wird er nur noch verächtlich über die Mathematik reden, weil er sie nie anders erfahren hat als ein Herumjonglieren mit Symbolen: auf der einen Seite weg, auf der anderen dazu, Hochzahl vor und erniedrigen (oder erhöhen? aus unerfindlichen Gründen mal das eine, mal das andere), aus sin wird cos (komischerweise aber aus cos nicht sin), ...
Ich habe mir einmal den "Spaß" gemacht, Fünfkläßlern das "Differenzieren" beizubringen. Ich habe ihnen gesagt: "Wenn f(x)=x³ ist, dann ist f'(x)=3x²". Verständnislosigkeit. Dann habe ich gesagt: "Und wenn f(x)=x^4 ist, dann ist f'(x)=4x³. Wer weiß, wie das mit f(x)=x^5 geht?" Nach kurzem Zögern meldet sich einer mit der richtigen Antwort. Dann habe ich weitere Beispiele gebracht. Immer mehr Schüler kannten die richtige Antwort. Am Schluß hat sogar das Umbenennen der Variable in y,z,t,... und der Funktion in g,h,... keine Probleme mehr gemacht. Sogar Polynome waren mit dabei. Alle Schüler konnten differenzieren! Und das nach 10 Minuten Unterricht! Allen, deren Schulzeit schon um einiges zurückliegt, will ich sagen, daß zu diesem Zeitpunkt weder Potenzen noch Variablen bekannt waren, von Funktionen ganz zu schweigen!
Natürlich konnten die Schüler, denen das Ganze äußerst rätselhaft war, nicht differenzieren, sie wußten ja gar nicht, was sie taten, sie handelten rein formal ohne Sinn und Inhalt. Vielleicht dachten sie auch: "Heut' macht der Lehrer aber etwas Lustiges mit uns ..." oder vielleicht eher "Jetzt ist er aber ganz durchgeknallt ..."
Für mich war das einfach ein Versuch zu testen, wie leicht man einem Schüler einen Formalismus beibringen kann. Wie schwer ist es dagegen, der Form auch einen Inhalt zu geben!
Aber genau auf diesem formalen Niveau (und nicht darüber hinaus!) arbeiten doch viele Elftkläßler, und unsere Bücher und die Art, wie Mathematikunterricht oft abläuft, belassen sie auch auf diesem Niveau und ermöglichen ihnen, ihr Scheinwissen zu verkaufen.
Ich hoffte, nach dem PISA-Schock würde es besser werden. Es gab gute Ansätze. Aber wenn einmal etwas in der Mühle der Kultusbürokratie ist, erkennt man es danach nicht wieder. Im Moment sehe ich nicht, daß es besser wird.
Poff Auf diesen Beitrag antworten »

'Nur' durch generelles Umdenken in den Zielsetzungen könnte
es besser werden. Aber dazu bedürfte es großer Umwälzungen.


Das wird kaum kommen dazu ist zuviel im Unreinen ...
ich denke, wenn dann kommts erst wirklich durch 'Revolution'
von unten ....

so wie einst die 68er auch eine große Veränderung eingeleitet
haben, so mag es auch wieder kommen wenn der Druck
groß genug ist. Und der wird größer werden, weils nämlich
weiter und weiter bergab geht

und andere aus Emporkömmlingsländern mit ganz anderen
Motivationen zeigen werden wie und wo's langgeht.


Was die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung im Generellen
angeht, bin ich sehr wenig optimistisch ....
das bezieht sich nun nicht auf das Schulwesen speziell,


verwirrt
sondern auf die Entwicklung ganz allgemein
Daniel Auf diesen Beitrag antworten »

@sommer: das war ein offizieller test, es war sogar von Mensa zu dem ich gehen konnte aus folge eines Projektes zu dieser Zeit. Das Projekt war schulisch.



@Johko: Genau das ists eigendlich was ich meine einrichtungen wie MENSA lassen schüler vor ihren mitschülern schlecht da stehen. Die anderen Mitschüler denken das die Person mit einem höheren IQ sich für etwas besser hält. MENSA steht da mit ihren zig tausend mitgliedern ja als grosse gruppe da die den leuten soetwas zu vermitteln versucht. Und somit geraten diese schüler bei ihren mitschülern in verruf.
sommer87 Auf diesen Beitrag antworten »

@Mathespezialschüler:
Zitat:
Original von Mathespezialschüler:
@Leopold
Ich muss sagen, meine Klasse is ganz tolerant, was meine Mathebegabung angeht. Ich mach auch ziemlich viel Mathe freiwillig und die wissen das auch, aber eigentlich sagen die meisten nicht, ich sei ein Streber, sie sagen eher, ich sei verrückt (ironisch gemeint), akzeptieren es aber so und wir sind trotzdem Freunde und können auch was Mathe angeht ganz normal darüber reden und sie sagen nicht gleich "Och ne, lass mich in Ruhe mit deinem Mathekram" oder Ähnliches. Im Gegenteil, manche sind sogar interessiert dran. Ich weiß allerdings, dass ich da in einer sehr toleranten Klasse bin und es in vielen anderen Klassen ganz anders aussieht.


kann ich mich restlos mit meiner Klasse anschließen! Augenzwinkern

@Poff:
Zitat:
Original von Poff:
stell dir einfach vor du hättest selbst Kinder, die wären nicht
schlecht in der Schule, aber auch keine Knaller ...

du selbst hättest dich mühsam(st) durchs Studium gerackert,
mittelmäßig angeschlossen ... aber egal du hast den 'Stempel'.......


Das klingt alles logisch und macht Sinn.
Nur frage ich mich dann, warum ist dieser Mensch dann Lehrer geworden.
Der Soziale Gedanke fehlt mMn komplett.

Aber es gibt auch Lehrer, die wie beschrieben ihr Studium geschafft haben, und "nicht ganz so gute" Kinder haben, sich aber trotzdem für begabte einsetzen.

wenn ich mal die eigenen kinder weg lasse und nur von dem mittelmäßig abgeschlossenen studium ausgehe, muss ich sagen, dass es dann scheint, als hätte der lehrer dann minderwertigkeitskomplexe.
ein lehrer ist auch ein mensch. und menschen sind nicht perfekt! sprich, sie machen fehler.

wenn jeder forscher einen neuling, der mehr weiß als er, unterdrücken würde, würden wir uns seit jahren nicht mehr weiterentwickeln, weil keiner will, dass ein anderer besser ist.

zurück zur schule:
es ist natürlich auch klar, dass der wille des lehrers drastisch sinkt, wenn der begabte schüler besserwisserisch und überheblich rüber kommt.
aber wenn er ganz normal, nett und freundlich ist, hat es mMn nur noch etwas mit der einstellung und der selbstsicherheit des lehrers zu tun

@leopold: Ich denke, dass Deutschland noch sehr lange braucht, bis es einsieht, dass nicht alles ganz klatt läuft und änderungen vorgenommen werden müssen (nicht nur im sinne der schule, sondern auch mit renten und finanzen und allem weiteren. aber das ist ja ein anderes thema)

mit den ganzen sinnlosen formeln hat es mMn zwei seiten.
einmal wie du beschrieben hast, wissen die wenigsten, was sie tuen.
anderer seits lernt man so aber meist "logisches denken" und kombinieren.
außerdem leiten wir im unterricht meist mit aufgaben wie den binomischen formeln andere formeln her und beweisen etwas.
somit wird dass ganze doch wieder runder.

nochmal @Poff:
Zitat:
so wie einst die 68er auch eine große Veränderung eingeleitet
haben, so mag es auch wieder kommen wenn der Druck
groß genug ist. Und der wird größer werden, weils nämlich
weiter und weiter bergab geht


mit dieser zeit habe ich mich in den letzten wochen mehr als genug beschäftigtAugenzwinkern
nicht alle ideen waren falsch.
nur sollte beim nächsten mal die umsetzung deutlich verändert werden!
johko Auf diesen Beitrag antworten »

Tja, da will ich mal aus dem Neeneekästchen plaudern: 8)

Ich wollte "zum Verrecken" Pauker werden(, was dann ja auch fast dazu geführt hätte Augenzwinkern ). Damals hatte man aber nur noch mit Mathe und Beifach reelle Aussichten auf eine Anstellung. Da habe ich als Latein-Griechisch- Kunst-Freak eben notgedrungen Mathe und Physik studiert. Das hat allerdings dazu geführt, dass ich mir nie Sorgen um meine intuitionelle Unterlegenheit Superschülern gegenüber zu machen brauchte. Ich sah meine Aufgabe nicht im fachlichen Wettkampf und konnte mit Matheassen gut leben. (Das ist ja wohl auch hier so und auch an meiner Signatur zu erkennen.. smile )Umgekehrt habe ich eher ein Problem bei Supermathematikern als Lehrer gesehen. Ich sehe einen guten Lehrer als Obstverkäufer: Was nützt ihm und den Kunden 1A- Ware, wenn er sie nicht präsentieren kann, sondern im Karton lässt? Ein guter Verkäufer verkauft auch normale Qualität so, dass wenigstens einige Vitamine rüberkommen.
Das mit dem Formelpauken habe ich auch immer irgendwie unterbinden können, indem ich meine Aufgaben entsprechend formuliert habe und Formelsammlungen immer erlaubt habe. Besonders witzig fansd ich immer, wenn ich einen 13er beim "Spicken" erwischt habe. Dann habe ich mich gern daneben gesetzt und ihm erklärt, wo sein mühsames Elaborat in der daneben liegenden Formelsammlung zu finden ist.
Damit habe ich mir aber den Unwillen vieler älterer Kollegen zugezogen, die dann letztlich auch deswegen für meinen frühen Abgang gesorgt haben. Der Hauptvertreter dieser Gruppe war allerdings in meinem Alter und hatte sich im ersten Jahr als BIO/Chemie-Lehrer mühsam einen dicken Unterrichtsvorbereitungs-Ordner mit präzisen Fragen und antworten gebastelt. Diesen Ordner hat er in den folgenden Jahren nachgebetet und gewerkelt und auch exakt die Antworten dort verlangt.
Die 68er -Ideen haben etwas vom Paukunterricht weg geführt, ihre Realisierungen sind dabei aber weit über das Ziel in Richtung Gleichmacherei hinweg geschossen- nämlich auf unterem Mittelstniveau bereits in der Grundschule mit sich potenzierenden Folgen für die weiterführenden Schulen. Wie meist, hatte man eine gute Idee, aber nicht die richtigen Lehrer in ausreichender Menge dafür. Und später nicht den Mut, das Abitur NICHT zu einer Massenware verkommen zu lassen und Kindern auch Unannehmlichkeiten zuzumuten, die anderswo in der Welt unvergleichlich höher sind.

johko
Poff Auf diesen Beitrag antworten »

Sehr schöner Beitrag 'johko',

nicht in dem was das für dich für Folgen hatte,
sondern in dem Sinne was du an Faktum überhaupt schilderst
und in der Art WIE du das schilderst.

Es stehen hier schon sooviele Beiträge (Threads) von dir
zu denen ich noch eine 'Unmenge' zu sagen hätte,
aaber einfach die Zeit nicht dazu habe ...
dafür ...


Wink
sommer87 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Poff
Sehr schöner Beitrag 'johko',

nicht in dem was das für dich für Folgen hatte,
sondern in dem Sinne was du an Faktum überhaupt schilderst
und in der Art WIE du das schilderst.

Es stehen hier schon sooviele Beiträge (Threads) von dir
zu denen ich noch eine 'Unmenge' zu sagen hätte,
aaber einfach die Zeit nicht dazu habe ...
dafür ...


Wink


da kann ich mich nur anschließen.

grade im bezug auf deine arbeit mit dem spickern muss ich sagen, dass mMn diese methode deutlich mehr bringt, als die arbeit wegzunehemn und eine 6 zuerteilen.

ich finde immer, dass man nicht alles wissen muss.
man sollte nur wwissen, wo alles drinnen steht Augenzwinkern
johko Auf diesen Beitrag antworten »

Danke, freut mich, auch im Internet ab und zu mal Selbstdenker zu finden. Über "die Folgen" macht euch mal keine Sorgen. Da bin ich nach 17 Jahren lange drüber weg , und als Privatgeleerter lebt es sich erste Sahne.. :]
Johko
Mathespezialschüler Auf diesen Beitrag antworten »

Ich hab auch mal meinen Lehrer gefragt, warum wir ein Tafelwerk benutzen dürfen. Ich finds gut, wenn man es so macht, wie johko und die Schüler nicht zwingt, alle Formeln auswendig zu lernen. Aber bei manchen Themen find ich es dann auch doch wieder sinnlos. Z.B. hatten wir in diesem Jahr Potenzen. Wozu machen wir 1-2 Monate nichts anderes als Potenz- und Wurzelgesetze, wenn man in der Arbeit dann doch wieder im Tafelwerk nachschauen kann. Mit dem Erlauben eines Tafelwerks kann man auch des Gegenteil des Gewollten erreichen.
Wenn ich als Schüler schon weiß, dass ich in der Arbeit die Formeln alle vor mir habe, wozu soll ich dann im Unterricht überhaupt aufpassen??
Die meisten Schüler sind sicher engagiert, auch wenn sie es nicht so gut können und hören im Unterricht trotzdem zu. Für die finde ichs ja auch ok, wenn sie es benutzen dürfen. Nur können halt andere Schüler, die keinen Bock haben, im Unterricht zuzuhören, das schamlos ausnutzen. Ich möchte damit nur sagen, beachtet nicht nur die positiven Sachen!!!!
johko Auf diesen Beitrag antworten »

@MSS:

Keine Angst, das filterte ich schon mit der Aufgabenstellung, der Menge und der Gewichtung raus. 8)
Im übrigen ging es in meinem Beispiel um erlaubte Hilfsmittel, die aus falscher Bequemlichkeit ignoriert wurden. Auch im Auto nutzt mir der Wagenheber oder die Bremse nichts, wenn ich sie nicht sinnvoll bedienen oder sinnvoll einsetzen kann. Augenzwinkern
Hier läuft es mit den Workshops und Formelsammlungen doch genau so (nicht).
In diesem Zusammenhang möchte ich aber noch auf eine wichtige Beobachtung hin weisen:
In der Jhgst.11 waren Schüler von Real- und Gesamtschule infolge ihrer von Beweisen weniger berührten Lehrpläne immer fitter in den Rechenfertigkeiten als Gymnasiasten und konnten damit dem Unterricht deutlich besser folgen.
gruss Johko
sommer87 Auf diesen Beitrag antworten »

@MSS:
wie johko schon geschrieben hat muss man auch trotz formelsammlung aufpassen.
ich glaube kaum, dass jeder nur anhand von 3-4 formeln sofort alles kapiert.

man muss erst lernen, die formel richtig einzusetzen und vorallem, wo sie richtig eingesetzt werden muss.

ansonsten wäre der gesamte unterricht sinnlos Augenzwinkern
aber natürlich gibt es auch wenige, die es mit der sammlung schaffen würden.
zum teil mit glück, zum teil auch mit können.

ich denke, es sollte ein mittelding geben.
so schwierigere formeln wie z.B. der sinussatz oder cosinussatz, die man doch mal leicht durcheinander bringen könnte sollten auf sammlungen stehen.
es bringt mMn niemandem etwas, wenn man sowas auswendiglernt.
höchstens man will landvermesser werden.

aber z.B. die ganzen potenzregeln aufzuführen fände ich etwas übertrieben Augenzwinkern

@johko:
solange die aufgabenstellung und anzahl etwas vermehrt ist finde ich die formelsammlung gut.
es sollte nur kein großer nachteil/vorteil zu anderen klassen entstehen.

zum thema körper hatten wir einmal eine arbeit geschrieben ohne formelsammlung.
der paralellkurs durfte jedoch eine sammlung benutzen.
jedoch waren die aufgaben soviel schwerer, dass fast keiner alles in der zeit geschafft hat.
da gibg es dann wiederum unserem kurs besser, der die formeln auswendig konnte Augenzwinkern
abraxas Auf diesen Beitrag antworten »

hmm. dann geb ich hier auch mal meinen senf dazu... als baWü bewohner und schavan-reform erleidender muss ich sagen, dass das "umdenken" seitens der kultusmaschinerie schon längst eingesetzt hat. und weil wir's so dringend nötig haben, kommen gleich mehrere neue reformen... unter anderem dürfen lehrer ne stunde länger arbeiten (d h 25 h pro woche), die studienfahrten wurden gestrichen, alle möglichen ausflüge wurden ebenfalls gestrichen und in der oberstufe werden- und das ist das schönste, jetzt mathe, deutsch und eine gewählte fremdsprache auf EINEM niveau für ALLE schüler durchgezogen. kein LK und deswegen langeweile, weil die einen über und die andren unterfordert. ich mein: ich sitz grad in der schule. wir haben englisch. wir sollen für ein referat recherchieren... aber ich tus nicht, sonder schreib hier einfach mal was...... und warum? weil wir schon die xte stunde an diesem beschi**enen referat rumhocken.... nur weil es immer wieder welche gibt, die englisch wohl eher als gk hätten nehmen sollen... aber nein. das heisst jetzt kernkompetenzfach... ich für meinen teil les im unterricht immer meinen hemingway in der letzten reihe... schreib meine arbeit mit im schnitt 12-13 punkte und geh dann wieder--- vom unterricht krieg ich gar nix mit... so gehts mir in deutsch auch und in mathe mittlerweile auch... ich würd am liebsten jetzt von der schule gehen, weil es keinen sinn macht. keinen. keinen. aber ich brauch das abi fürs studium.

naja, es nützt wohl alles zetern nicht, ich dös mich jetzt durch den rest des schultages... Schläfer gottseidank hab ich meinen Hesse dabei... dann wird das nicht ganz so langweilig Augenzwinkern
sommer87 Auf diesen Beitrag antworten »

hm, ja.
das kann ich mir vorstellen, dass das mehr als langweilig für dich ist.
da hab ich ja noch glück, dass der herr koch sowas noch nicht geplannt hat :P

diese generele gleichsetzung auf ein niveau find ich wie auch schon oben gesagt eher leistungs verschlechternd.

aber sei froh, dass du wenigstens immer n lehrer hast.
bei uns fällt ständig was aus (kann man aber wohl nicht vergleichen da ich IGS bin und du gymi bist).
in diesem schuljahr haben wir schon mehr als 100 fehlstunden gehabt (hab die mal alle augeschrieben)
das wären bei meinem stundenplan über 3 wochen ohne unterricht!!!
und da sagt noch wer die unterrichtsgarantie ist geboten?!?! das ich nicht lache.

aber back to topic:

könntes du und auch ein paar andere nicht zu euren lehrern gehen und ien paar "zusatzaufgaben" holen?
es kann doch nicht sein, dass ihr so langsamm vorgeht, dass mache bald einschlafen verwirrt
abraxas Auf diesen Beitrag antworten »

was heisst hier bald... ich schlafe permanent, wenn ich nicht lese... naja, stunde is aus... meld mich vielelicht heut nachmittag wieder... zusatzaufgaben sind out, lehrer sind auch so schon gestresst genug darauf ham die kein bock mehr... Augenzwinkern zusatzaufgaben stell ich mir selbst zu haus... aber schule... naja...
sommer87 Auf diesen Beitrag antworten »

grmpf,

da sind wir wieder bei der "übermotivation" macher lehrer. X(

na dann noch viel "spaß" beim "lernen" Augenzwinkern
wadde Auf diesen Beitrag antworten »

Hallo,

ich möchte anmerken, dass es Spezialschulen für Hochbegabte in Deutschland bereits gibt. (siehe: Spezis) Da ich eine solche Schule besuche (Manos - Dresden: Manos), kann ich natürlich nur schwerlich an dieser Diskussion teilnehmen, denn lernschwache Schüler existieren in unserer Schule praktisch nicht. Aber ich will versuchen, meine Sicht über die deutsche Bildungssituation darzustellen.

In meinem Heimatland (Sachsen) stellt sich diese sehr gut dar. Das Land tut viel um Begabte Schüler zu fördern. Dies zeigt sich z.B. im SRZ (Schülerrechenzentrum Dresden: SRZ) dar, dies ist eine bundesweit einzigartige Einrichtung zur Förderung von informatisch bzw. elektronisch begabten Schüler. Diese Einrichtung könnte ohne die Unterstützung des Landes (im speziellen der TU - Dresden) nicht betrieben werden.

Es gibt noch andere Angebote, wie die Sächsiche Physikolympiade (unsere Schule ist übrigens Mitveranstalter dieser) und die Sächsiche Informatikolympiade (das SRZ ist Mitveranstalter dieser: INF).

Auch im Fach Mathematik herrscht in Sachsen eine große Unterstützung bezüglich der Spezialschulen (an unserer Schule nimmt jeder an der Matheolympiade teil).

Die Industrie unterstützt auch diese Begabtenförderung (Infineon ist ein großer Unterstützer der Informatik- und Physikolympiade).

Aus den Medien dürfte vor allem die Schule St. Afra in Meißen bekannt sein, diese stellt aber nicht die richtige Sächsische Begabtenförderung dar. Viele die aufgrund ihrer ungenügenden Fähigkeiten nicht an der MANOS akzeptiert worden, sind dann am St. Afra angenommen worden.
Tets Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Ist Überintelligenz eine Behinderung?

Wenn man auf sich zurechtgeschnittene Schulen braucht um sein können zu entfalten wird die Begabtheit zur Behinderung Augenzwinkern
(bitte nicht zu ernst nehmen :])

Wobei man, bevor man überhaupt zu diskutieren beginnen kann, zuerst einmal die Begriffe Hochintelligent und Behinderung definieren müsste
wadde Auf diesen Beitrag antworten »

Man ist hochintelligent, wenn man mindestens durchschnittliches Potential hat und bereit ist dieses vollständig auszunutzen. Behinderung bedeutet, allein aufgrund von Faulheit sein gutes Potential nicht auszunutzen.

Man kann die Menschen, denen von der Natur wenig Potential gegeben wurde, nicht als behindert abstempeln.
Tets Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von wadde
Man ist hochintelligent, wenn man mindestens durchschnittliches Potential hat und bereit ist dieses vollständig auszunutzen. Behinderung bedeutet, allein aufgrund von Faulheit sein gutes Potential nicht auszunutzen.
Das is aber deine persönliche Definition die wenig mit den gängigen Definitionen zu tun hat Augenzwinkern

Zuerst sollte man klären ob Intelligenz ein objektiv berechenbarer Faktor ist

Dann sollte man klären nach welchen Kriterien der IQ berechnet werden kann, bzw. welche Arten von Intelligenz es gibt

Nun könnte man die Frage aufwerfen : Ist man "Überintelligent" wenn man spezielle Förderung braucht um seine geistigen Kapazitäten zu entfalten, oder ist Intelligenz nicht vielmehr ein Massstab um die Fähigkeiten eines Menschen, Problemstellungen zu lösen, vor allem in der Gesellschaft, festmachen zu können

Kann man von Hochbegabtheit sprechen wenn man ein mathematisches Genie ist aber in zwischenmenschlich Beziehungsproblemen nie eine Lösung findet ? Ja man kann von einer mathematischen Begabtheit sprechen, aber nicht von einer hohen Intelligenz im Allgemeinen...

Was ist eine Behinderung, man könnte dies im biologischen oder gesellschaftlichen Kontext betrachten, oder auch nach psychologischen Standpunkten - aber das lass ich mal lieber offen Augenzwinkern

Ich lern mal besser für meine Prüfungen traurig
wadde Auf diesen Beitrag antworten »

Ich denke nicht, dass "Intelligenz" berechnet werden kann. Diese sollte viel mehr durch Lernwilligkeit ersetzt werden.

So kann durch Vorlegen neuer Probleme diese Eigenschaft der zu prüfenden Person herausgefunden werden. Man sieht, ob diese Person bereit ist, die Aufgabe zu lösen oder nur durch ein gutes Ergebnis der Prüfung getrieben wird.

Letztendlich kommt es bei diesem Test auch nicht darauf an, ob die Aufgabe 100% richtig gelöst wurde, sondern nur ob die Person bereit ist, neue Ideen aufzunehmen und neue Ideen zu entwickeln.

Außerdem ist wichtig, ob er diese Idee anderen anschaulich mitteilen kann. Es nützt nichts, wenn ein Genie in seinem stillen Kämmerlein sitzt, wunderbare Ideen entwickelt, aber diese der Welt nicht zeigen kann.
Tets Auf diesen Beitrag antworten »

Ja da kann ich nur zustimmen, meine Sichtweise bezüglich eines Punktes will ich aber noch verdeutlichen
Zitat:
Letztendlich kommt es bei diesem Test auch nicht darauf an, ob die Aufgabe 100% richtig gelöst wurde, sondern nur ob die Person bereit ist, neue Ideen aufzunehmen und neue Ideen zu entwickeln.

Letztendlich werden die unterschiedlichen Bewertungskriterien zusammengefasst, eine zu subjektive Bewertung würde ich ablehnen
Poff Auf diesen Beitrag antworten »

Ich denke hier wurde auch etwas 'vergessen'

und zwar wurde die besonders begabte oder intelligente Person
in eine Position gebracht aus der heraus man verlangen können
müsste, dass sie selbst das Nötige ergreift um ....


Dies gilt aber nur SEHR eingeschränkt für noch ganz junge
und wenn die Eltern selbst keine Zugänge dazu haben, kann von
dieser Seite her auch kaum was groß nützliches kommen.


Dies bemerke ich z.B. daran, dass die Eltern Tests brauchen,
damit das überhaupt erstmal festgestellt wird. :-oo
Wären die Eltern in dieser 'Materie' vertrauter, bräuchten sie
solche Tests nicht um das zu erkennen, sondern würden das soo
schon 'sehen' ...


Damit will ich sagen, in der richtigen Umgebung düfte das
nicht soo das Problem sein, aber dort wo das persönliche
Umfeld weniger stimmt, stärker von Außen abhängt, da kanns
recht fix 'schieflaufen' ... wenn die Angebote von draußen nicht
'stimmen' ....

und das tun sie oft nicht ...


smile
Doppelmuffe Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Behinderung bedeutet, allein aufgrund von Faulheit sein gutes Potential nicht auszunutzen.

aja.
ich stelle mir gerade vor, wie du einem blinden erklärst, dass er seine augen nur aufgrund von faulheit nicht benutzt verwirrt

Zitat:
[...]So kann durch Vorlegen neuer Probleme diese Eigenschaft der zu prüfenden Person herausgefunden werden.

noch ein blödes beispiel von mir: du kriegst in einem test einen eimer voll erbsen und sollst sie zählen. das machst du auch, weil du deine 15 punkte haben willst. dein ergebnis ist 100% richtig. nach dem test kriegst du einen neuen eimer. diesmal mit pfefferkörnern. dass du dich aber nicht zählhungrig draufstürzt liegt weniger an deiner mangelnden zähl-willigkeit, sondern mehr daran, dass dir (erbsen-)zählen nicht gerade interessant vorkommt.

was ich damit sagen will: wenn man schon bewertet, dann muss man auch alle faktoren berücksichtigen: iq, eq, lernfähigkeir etc. alles auf eine zahl reduzieren geht nicht. es muss schon differenzierter sein.
solche bewertungen braucht man nämlich vor allem in der wirtschaft:

wenn ich jetzt ein großes erbsenzähunternehmen habe, dann wird mich wohl auch mehr interessieren, ob du zählen kannst - für die motivation kann ich dann anderweitig sorgen. jemanden, der alles zählt, was ihm unter die finger kommt, sich aber andauernd verzählt, kann ich nicht gebrauchen.

ein weiterer exkurs: meine meinung zu iq-tests:
sind gut, wenn man jemanden auf tauglichkeit für nen bestimmten job prüft (-darf nicht einziges kriterium sein). privat nur für "mentalen längenvergleich" zu gebrauchen, und daher unnütz.


und jetzt in einem weiten bogen wieder zur ausgangsfrage:

sehen wir uns die definition von intelligenz

Zitat:
Der Begriff Intelligenz umfaßt allgemein die geistigen Fähigkeiten des Menschen. Dazu gehören insbesondere Denkvermögen, Auffassungsgabe, Rationalität, Logik, Urteilsvermögen und Kreativität. (wikipedia)


und behinderung

Zitat:
Von einer Behinderung spricht man bei individuellen Beeinträchtigungen, die umfänglich, schwer und langfristig sind.


an.

(wir sehen: inelligenz quasi gleich IQ. )

man kann also
a). intelligent, aber anderweitig behindert (=eingeschränkt) sein, z.b. mangelnde soziale fähigkeiten... (wurde schon angesprochen) das eine muss mit dem anderen aber nicht einhergehen.

b). wegen der eigenen intelligenz (von anderen) eingeschränkt (=behindert) werden.
- das kommt wohl vor. manche leute verwechseln z.b. überintelligent mit arrogant - das erleichtert die kommunikation nicht gerade.
ausserdem sind überintelligente auch nur menschen. bei denen es mit der lernmotivation manchmal auch hapert. (besonders, wenn jemand alles sofort versteht und sich anhören "darf" wie die "deppen" sich's noch ein fünftes mal erklären lassen)
und noch einiges mehr. (da sollten vielleicht auch leute sprechen, die es am eigenen leib erfahren haben.)

so, das wars von meiner seite.
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