Algebra im Endomorphismenring |
| 06.06.2010, 17:51 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Sly | Algebra im Endomorphismenring Hallo Leute! Bearbeite zur Zeit eine Aufgabe in Algebra und bin im Prinzip gefühlsmäßig sehr nah dran an der Lösung. Es fehlt mir im Grunde nur eine Sache, die ich bisher noch nicht beweisen konnte. Nur um dieses kleine Problem geht es mir hier gerade. (Die Aufgabe dahinter lasse ich mal weg.) Gegeben sei also ein Körper K und ein K-Vektorraum V. Es sei Für alle Wie ichs auch drehe und wende, bisher klappt es nicht. Ich habe bisher immer so versucht anzusetzen, dass ich mir eine Basis Leider klappt das nicht so einfach, da ich keine Rechtsabgeschlossenheit des Ideals gegeben habe. D.h. wenn ich mir Hat jemand eine Idee? |
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| 06.06.2010, 19:09 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Elvis | Das geht so nicht. Ist z.B. |
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| 06.06.2010, 21:30 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Manus | Das ist ja auch gar nicht gefordert. Er sagt ja nur: WENN |
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| 06.06.2010, 22:49 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Mystic | Ist jetzt vielleicht ein bißchen unausgegoren, aber könnte man nicht die Endomorphismen |
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| 06.06.2010, 23:03 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Manus | Naja, ich weiß nicht, ob das weiterhilft, aber im endlich-dimensionalen Fall (der ja nach deiner Basis oben vorzuliegen scheint), ist die Aussage trivial, falls du zeigen kannst, dass das Ideal eine einzige invertierbare Matrix enthält. (Dann erhälst du die Einheitsmatrix als Polynom in dieser Matrix und damit wäre das Ideal schon der ganze Ring...) @Mystic: Müsste man da nicht zunächst mal sicherstellen, dass man die |
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| 06.06.2010, 23:41 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Mystic |
Nein, wenn man eine Summe der Form hat, dann genügt es wegen der Linksidealeigenschaft von I, dass die |
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| 06.06.2010, 23:55 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Sly | Ja ich habe oben vergessen, explizit zu erwähnen, dass V endlichdimensional ist. @ Mystic: Ich kenne dieses Konstruktionsprinzip der Lagrange Interpolationsformel leider nicht. Was sind denn diese @ Manus: Ja dann wäre es natürlich trivial. Das ist aber eine zu starke Aussage in diesem Kontext und wird wohl nicht immer gelten. |
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| 07.06.2010, 00:34 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Mystic |
Ok, ich werde meine Bezeichnungen ein bißchen anders wählen...Es sei B eine endliche Basis von V und B' die größte Teilmenge von B mit und für jedes sein, denn f stimmt ja mit der rechtsstehenden Summe für jedes |
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| 07.06.2010, 08:34 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Manus | Was machst du da, wenn die |
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| 07.06.2010, 09:25 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Sly |
Genau das ist der Clou. Der obige Ansatz ist deshalb schon mehrmals auch auf meinem Papier gescheitert. |
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| 07.06.2010, 21:45 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Sly | Ich habe obiges Problem leider nicht lösen können. Ich habe nur eine sehr abgeschwächte Form zeigen können. Allerdings habe ich gemerkt, dass mir das in der ursprünglichen Algebra-Aufgabe sogar schon reicht. Das Problem ist für mich somit gegessen. Falls es wen interessiert: Die abgeschwächte Behauptung ist, dass |
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| 09.06.2010, 09:04 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Mystic | Edit: Sorry, hier stand Unsinn... Hatte da eine Idee von der ich dachte, sie funktioniert, aber das scheint doch nicht der Fall zu sein...
Habe aber trotzdem noch eine andere vielversprechende Idee, aber brauche noch etwas Zeit, um genauer zu prüfen, ob da nicht wieder ein Trugschluß dabei ist... |
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| 11.06.2010, 14:13 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Mystic | Okay, hier also, wie versprochen, ein neuer Beweisversuch... Vielleicht hat ja jemand die Geduld bzw. den Biss, sich das durchzulesen und zu überprüfen (Sly?)...
Im folgenden sei dazu Ich benötige dann für den eigentlichen Beweis folgendes Lemma: Zu jedem wobei Beweis: Nach Voraussetzung gibt es ein Dazu ergänze ich v zu einer Basis B von V, und zwar so, dass es eine Teilmenge B' von B gilt, sodass Der Beweis der eigentlichen Behauptung ergibt sich dann unmittelbar aus der Summendarstellung für irgendeine Basis B von V... |
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| 11.06.2010, 19:49 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Sly | Ich sehe hier wieder ein entscheidendes Problem. Im Allgemeinen gibt es nicht DEN Komplementärraum zu irgendwas, sondern zumeist unendlich viele. Das führt ja dazu, dass du bei jedem Beim Endausdruck für |
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| 11.06.2010, 22:34 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Mystic |
Ja, ist echt peinlich, wenn einem sowas erst in Erinnerung gebracht werden muss...
Ich bin inzwischen auch selbst schon draufgekommen, dass man die Basis, welche sich hier eignet, keinesfalls beliebig vorgeben darf, sondern induktiv so konstruieren muss, jedes neu dazukommende Basiselement in einem gewissen Sinn "kompatibel" ist mit den anderen... Die Details dazu muss ich mir allerdings erst überlegen, und falls mir etwas einfällt, melde ich mich wieder... Auf jeden Fall schon jetzt vielen Dank für die Durchsicht meiner bisherigen "Beweiseversuche" und die fachkundigen Kommentare dazu...
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| 15.06.2010, 22:44 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Mystic | Ok, auf zu einem weiteren (allerdings nun wirklich letzten!) Beweisversuch, der nun hoffentlich nicht mehr (oder zumindestens nicht mehr so einfach) zu widerlegen sein wird...
Im folgenden bezeichne 1. Alle R-Moduln M, insbesondere also auch 2. Die Endomorphismen von
Im folgenden seien ferner Man beachte, dass diese Bedingung wegen der Einfachheit von V als R-Modul gleichwertig dazu ist, dass es zu jedem Des weiteren sei Lemma: Sind Beweis: Durch Induktion nach k, wobei der Induktionsanfang k=1 durch (*) gemacht wird...Nehmen wir also nun an, dass k>1 ist und die Behauptung für k-1 schon gezeigt sei... Sei dann Wir wissen dann nach Induktionsannahme, dass womit dann wegen der Einfachheit von folgt... Angenommen unsere Behauptung wäre falsch, d.h., er würde immer gelten Dann wäre aber die Abbildung wohldefiniert und man zeigt leicht, dass sie auch R-linear ist...Nach Obigem ist was der Induktionsvoraussetzung für k-1 klar widerspricht, denn Ist also B eine Basis von V, sodass B' eine Basis von U iund B\B' eine Basis von W ist, so können wir für jedes Basiselement b in B' ein q.e.d. Edit: Aaarg, bei jedem Durchlesen sehe ich immer noch kleine Fehler oder Ungenauigkeiten, die "Logik" des Beweises dürfte aber nun wirklich stimmen... |
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| 16.06.2010, 11:15 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Sly |
V ist einfach, aber nicht alle R-Moduln...aufpassen da! Auch wenn du es ja nicht verwendest. Nach mehrmaligem Durchlesen sieht mir das richtig aus. Schön
Ich habe mir die Tage auch noch ein paar Gedanken über die Aufgabe gemacht. Es müsste doch nicht allzu schwer sein zu zeigen, dass jedes Linksideal in Die ursprüngliche Aufgabe, die zu diesem Problem führte, war nämlich, genau das für maximale Linksideale (und entsprechend eindimensionale Unterräume U) zu zeigen. Wie erwartet, war meine Lösung dazu letztendlich richtig, aber weitaus komplizierter als nötig. Hat man jedenfalls obige Aussage, ergibt sich unsere Behauptung ziemlich schnell daraus. Ich hab zwar zu obigem Ideen im Kopf, bin aber gerade zu faul, es aufzuschreiben. Vielleicht später, wenn ich mehr Zeit und Lust habe. |
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| 16.06.2010, 17:42 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Mystic |
Ja, das gilt ja nicht einmal für den regulären R-Modul R...Hatte da leider wieder einmal ein temporäres Blackout...
Ich denke, im Grunde genommen ist das nur eine etwas andere Formulierung von dem, was ich oben gezeigt habe... |
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| 16.06.2010, 18:33 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Sly | Richtig, aber wesentlich einfacher, wie ich gerade sehe: Zunächst stelle ich fest: Nun ist ein linksartinscher Ring mit verschwindendem Jacobsonradikal schon halbeinfach. Außerdem ist Diese Tatsachen wenden wir nun an. Sei Nun gilt für alle Damit Sei nun Folglich |
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