Lafontaine geht zu Fidel - Seite 3 |
| 27.07.2007, 09:48 | klarsoweit | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Bei uns wird täglich gegen das elementarste Menschenrecht - nämlich das Lebensrecht - verstoßen. Wer sich zur falschen Zeit am falschen Ort befindet und ein gewisses Alter nicht überschritten hat (ungeborenes Kind), kann nach ein paar Formalitäten auf Staatskosten getötet werden. Eine Demokratie ist nicht per Definition gegen Menschenrechtsverletzungen immun. Ich will jetzt nicht Kuba verteidigen. Aber wenn man denkt, man wäre etwas besseres, sollte man sich erstmal den Bereich vor der eigenen Haustür genau anschauen. |
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| 27.07.2007, 10:45 | WebFritzi | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Zeig mir bitte auf irgendeiner offiziellen Liste der UNO, dass das eine Verletzung von Menschenrechten ist. Für dich mag es eine sein, aber für die Mehrheit der deutschen ist es keine. Und das zählt!
Richtig. Siehe USA (wenn man das als Demokratie ansehen will
).
Ich denke nicht, dass ICH etwas besseres bin, sondern, dass unser System ein besseres ist. Und das ist es. Punkt. |
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| 27.07.2007, 11:39 | klarsoweit | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Womit man mal wieder sieht, daß alles nur eine Frage der Definition ist. Auch eine Organisation wie die UNO kann sich irren. Es gibt genügend Beispiele in der Vergangenheit, daß man durch eine geschickte Definition "was ist Mensch", Menschenrechte nach Belieben ausschalten kann. Und wenn man Pech hat, steht man auf der falschen Seite (Indianer oder Schwarze in den USA, Juden im 3. Reich, usw.).
Es geht nicht darum, was du von dir denkst, sondern darum, wie wir unsere Demokratie sehen und diese als das Non-Plus-Ultra anderen Ländern vor die Nase halten. Wie gesagt: ich will Kuba und schon gar nicht Castro verteidigen. Und wir mögen auch das bessere System haben. Dennoch gibt es hier deutliche negative Auswüchse und wenn es einem Politiker wie Lafontaine gelingt, dies in Wählerstimmen umzumünzen, brauchen sich die anderen Parteien nicht beschweren, daß sie an eben diesen Stellen gepennt haben. Und um einem Mißverständnis gleich vorzubeugen: ich bin kein Fan von Lafontaine. Aber auf einer sachlichen Ebene gegen ihn zu argumentieren ist kein leichtes Unterfangen. |
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| 27.07.2007, 14:07 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Das würde ich dann mal dem Nationalen Ethikrat und der UN Charta der Menschenrechte überlassen, ob das ein Verstoß gegen ein Menschenrecht ist. Allein schon die Formulierung "Wer ... sich befindet" (Persönlichkeit, Selbstbestimmung) "getötet" (menschliches Leben) induziert eine stark in der Frage verwurzelte persönliche Meinung, die zudem nicht mit der des demokratisch gewählten Gesetzgebers übereinstimmt. Übrigens musst du auch nochmal die Definition des Staates nachsehen, ob das, was ich denke, dass du beschreibst, wirklich "auf Staatskosten" geschieht... Leider sehr offtopic, aber bin gerne bereit für eine Diskussion in einem neuen Thread darüber. |
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