Frage zu Integralschreibweise

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mercany Auf diesen Beitrag antworten »
Frage zu Integralschreibweise
Hallo,

in dem Text den ich gerade über Integrieren lese, ist zeitweise von einer anderen Schreibweisen die Rede. Mich würde gerne interessieren, ob zwischen den unten genannten ein Unterschied besteht.


und

Aus dem Zusammenhang würde ich das jetzt nur so interpretieren, dass man bei speziell nach der Variable "x" integrieren soll.

Aber da bin ich mir auch nicht so sicher! unglücklich


Könnte das vielleicht mal wer aufklären.... Danke schön!



MfG
mercany
AD Auf diesen Beitrag antworten »

Normalerweise ist Konvention, dass das den rechten Abschluss des Integrals bildet. Nach dieser Konvention gehört f(x) nicht mehr zum Integral , sondern ist ein äußerer Faktor. Falls das Integral zudem ein bestimmtes Integral sein soll, dann ist in diesem Fall die Variablenverwendung verwerflich: Einmal das als Integrationsvariable, aber dann auch noch als andere Variable mit irgendeiner Bedeutung - das sollte man tunlichst unterlassen.

Aber vielleicht hast du das ja aus einem Buch, in dem eine andere Konvention gepflegt wird. Augenzwinkern
Leopold Auf diesen Beitrag antworten »

In der Mathematik ist es durchgehend Konvention, das Integral mit dem Differential usw. abzuschließen. Aber es ist eben nur eine Konvention, eigentlich spräche nichts dagegen, es anders zu machen, denn zwischen und besteht eine formale Multiplikation. (In den Anfängen der Integralrechnung glaubte man sogar, daß das eine echte Multiplikation zwischen einer endlichen Größe und einer unendlich-kleinen positiven Größe ist. Die Nicht-Standard-Analysis hat diesen Zugang wieder aufgegriffen und in logisch einwandfreie Form gebracht.)

Warum schreibt man eigentlich und nicht einfach ? Auch das ist eine Konvention. Die zweite Schreibweise gilt einfach als falsch, obwohl eigentlich nichts gegen sie spricht - außer vielleicht der größeren Lesefehlerhäufigkeit bei schlechtem Schriftbild.

Ich meine aber, schon gehört zu haben, daß die Physiker das Differential oft an den Anfang stellen, also



schreiben. Wenn die das mit ihrem mathematischen Gewissen vereinbaren können und es für ihre Zwecke praktikabler ist, dann lassen wir sie.
mercany Auf diesen Beitrag antworten »

Danke euch beiden für die interessanten Aufklärungen!

@AD
Ich glaube nichtmal umbedingt, dass der Funktionsvarialbe, in meinem Falle x, mehrer Bedeutungen zugeschrieben.
Auf jeden Fall geht das so aus den Beispielen nicht hervor!

Sollte dies jedoch der Fall sein, dann sollte ich vielleicht wirklich daran zweifeln, ob diese Anleitung umbedingt sehr wahrheitsgetreu ist. Augenzwinkern

Ich meine, das gilt ja für jeden Fall: Wenn ich eine Funktionsvarialbe mit mehreren Bedeutungen habe, dann ist das generell "immer" sehr verwerflich!




Gruss
mercany
iammrvip Auf diesen Beitrag antworten »

Hallo Wink

Werde ich auch kurz noch meinen Senf dazu geben. Wie schon gesagt machen das die Physiker sehr gerne. Wie auch schon gesagt, stellt das Integral ja nichts anderes als das Produkt aus der Breite und Höhe eines Rechtecks unter dem Graphen von mit unendlich kleiner Breite.

Nehmen wir die Summendarstellung und machen die Breite unendlich klein:



Also haben wir ja nur ein Produkt aus Breite und Höhe (bildlich gesprochen). Deshalb kann man sie auch getrost "drehen".




Ein Beispiel hab ich noch aus einer Physikvorlesung:

Haben wir



Das ergibt ja einen Zylinder. Integrieren wir über das Volumen:



(Wie man sieht genau das Volumen das Zylinders Augenzwinkern .)
AD Auf diesen Beitrag antworten »

Solange sie die Übersicht behalten, sollen sie doch ihre Integrale schreiben, wie sie wollen. Vielleicht dient es ja auch nur der Verwirrung des Lesers... Kürzer ist es jedenfalls nicht.
 
 
iammrvip Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Arthur Dent
Solange sie die Übersicht behalten, sollen sie doch ihre Integrale schreiben, wie sie wollen. Vielleicht dient es ja auch nur der Verwirrung des Lesers... Kürzer ist es jedenfalls nicht.

Big Laugh Big Laugh

Wie es einem gefällt eben Augenzwinkern . Wahrscheinlich Gewohnheitssache.
JochenX Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von iammrvip
Nehmen wir die Summendarstellung und machen die Breite unendlich klein:



also damit übst du glaube ich auch schon recht gut, unübersichtliche bücher zu schreiben, iammrvip.
1) wo kommt denn ganz plötzlich a und b her?
2) was sind diese x_i? insbesondere: sind das x-werte (f(x_i)) oder intervalle mit gewissen breiten (delta x_i)?
3) was ist n? sollte dein limes nicht eher n gegen unendlich laufen lassen?
Frooke Auf diesen Beitrag antworten »

Ich will auch noch meinen Senf dazugeben:

Man könnte doch nun allzuleicht folgende Schreibweise

so interpretieren:

Ich geb also Arthur recht... (@Leopold: Klar kann man es rein theoretisch auch anders machen, aber ich finde gewisse Konventionen auch ok, damit man Missverständnisse vermeiden kann...)
iammrvip Auf diesen Beitrag antworten »

@LOED
Sry...ich schreibe ja auch keine Buch, dann würde ich es auch nicht so schreiben Augenzwinkern .

Zitat:
Original von Frooke
Ich will auch noch meinen Senf dazugeben:

Man könnte doch nun allzuleicht folgende Schreibweise

so interpretieren:

Könnte man, aber das wurde ja vorher eingeführt und geht auch aus der Rechnung hervor Augenzwinkern .
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