Studenten-Beschimpfung

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Ben Sisko Auf diesen Beitrag antworten »
Studenten-Beschimpfung
Ich beziehe mich auf http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...,367425,00.html

Der erste Prof hat da natürlich kräftig danebengegriffen, aber der im zweiten Teil hat die Lage ganz richtig erfasst, denke ich.

In den mathematischen Studiengängen ändert sich das in der Regel spätestens nach dem zweiten Semester, aber in anderen Fachbereichen hat man den Eindruck, dass das Studenten-Verhalten von Jahrgang zu Jahrgang schlimmer wird...

Eure Meinung dazu?

Gruß vom Ben
kurellajunior Auf diesen Beitrag antworten »

Tja was soll ich sagen, ich bin schließlich im ersten Anlauf auch durchs Vordiplom gerasselt, habe bei vielen Vorlesungen nur halb hingehört oder bin nicht oder zu spät erschienen. Habe einen Semester (6) Notenschnitt von 2,15 und ein B.Sc. mit 1,3 und bin damit der Beste von 8 aus meiner Firma in dieser Ausbildungsrichtung. In meinem Kurs bin ich damit auf 9 von 31 oder so.

Meiner Einschätzung nach war der Ton ähnlich persönlich aufgewühlt wie meine Zensiererei Augenzwinkern Ich nehme einfach an der Prof war ehrlich entsetzt. Und wenn ich da an LOEDs Einstellung zur Uni denke... Wie dem auch sei, solange Achtung gewahrt bleibt sollen Studis machen was sie wollen, wenn sie nicht in der Lage sind die ERgebnisse zu bringen, dann sollten sie entweder zur Uni gehen, oder sich einen Job suchen. Inhaltlich stimme ich beiden Profs voll zu.

Jan
 
 
Ben Sisko Auf diesen Beitrag antworten »

Also nicht hingehen oder nicht zuhören, dagegen hab ich nix, das muss ja jeder selber wissen (nicht zuhören ist so lange ok, wie es ausreichend Plätze gibt).

Aber meine Erfahrungen aus den Wiwi-Vorlesungen ehen so aus: Hörsaal wird zur Cafete umfunktioniert inkl. Lautstärkepegel, sowohl in überfüllten wie auch in mäßig gefüllten Sälen.Kurz vor den Klausuren wird gemoppert warum es keine Eingrenzungen des zu lernenden Stoffes gibt (ist ja in der kurzen Zeit auch kaum zu schaffen...) und die Vorjahres-Klausuren werden "gelernt".

PISA für Hochschulen sähen vermutlich noch viel verheerender aus.

Gruß vom Ben

PS: Komme mir gerade so vor Lehrer , obwohl ich garantiert kein vorbildlicher Student war. Was mich halt nervt ist die Respektlosigkeit gegenüber den Dozenten und Kommilitonen...
AD Auf diesen Beitrag antworten »

Kommt mir alles doch sehr bekannt vor, aus meiner Zeit als Assistent an der Uni. Schließlich habe ich da auch Übungen vor ca. 40 - 50 Studenten halten müssen, die reinste Strafe...
Ben Sisko Auf diesen Beitrag antworten »

Vor Mathe-Studenten? In welchem Semester?

Ich hatte ja die Theorie geäusserst, dass sich das Ganze in der Mathematik ab dem 3. Semester relativiert...
AD Auf diesen Beitrag antworten »

Ach was, die Übungen vor Mathe-Studenten waren das reinste Vergnügen - das waren im Hauptstudium dann ja nur 5 - 15 Leute. Ich rede von Statistikübungen (Grundstudium) für Ingenieure und WiWis.
Ben Sisko Auf diesen Beitrag antworten »

Dacht ich´s mir... Big Laugh
kurellajunior Auf diesen Beitrag antworten »

Bei uns im Kurs hat es sich sehr schnell eingebürgert, dass die Leute, die am meisten mitmachen wollten vorne saßen und nach hinten nahms ab. Dass ich in der ersten Reihe saß sollte zu denken geben verwirrt

Solange, die die lernen wollen nicht gestört werden, is mir fast egal was die Studis machen (essen, lesen, Computer spielen...) Aber wenn es so laut wird, dass hinter der zweiten Reihe keiner mehr den Prof versteht, dann wirds hässlich, sollen sie doch draußen quatschen.

Jan
Leopold Auf diesen Beitrag antworten »

Ist es nicht so, daß die Wirtschaftswissenschaften zu den Ausweichstudiengängen gehören? Daß also neben wenigen wirklich an der Sache Interessierten vor allem Leute das studieren, die so recht nicht wissen, was sie eigentlich an der Universität sollen? Die vielleicht auch nicht so helle sind?
AD Auf diesen Beitrag antworten »

@Leopold

Kann ich so nicht bestätigen. Sicher auch weil es ein Numerus-Clausus-Fach ist, habe ich bei den WiWi-Studenten im Mittel bessere Mathematik-Leistungen als bei den Ingenieur-Studenten festgestellt - zumindest an der Uni, wo ich war (wird nicht verraten, welche). So waren es wohl eher viele der Ingenieur-Studenten, die auf ihnen eigentlich unliebsame Fachrichtungen ausgewichen sind.

Zur "Ehre" der Qualität unserer Ingenieurabsolventen geben solche Studenten dann aber auch überproportional häufig ihr Studium auf, woran die Mathematikprüfungen einen nicht unwesentlichen "Verdienst" tragen... Augenzwinkern
kurellajunior Auf diesen Beitrag antworten »

Leo, Leo
eine böse, gemeine, verachtende aber meiner Erfahrung nach zutreffende Einschätzung smile
Bei uns waren die BWLer entweder überzeugte Arschlöcher und haben mit Freude mit ignoriert mit was für Zahlen (Menschen, Existenzen, etc.) sie da hantieren. Oder gelangweilte der Art: "Damit kann man wenigstens Geld verdienen"

Jan
JochenX Auf diesen Beitrag antworten »

auf die gefahr hin, dass das oftopic wird:
eienr meiner besten freunde ist wiwi - und er ist mehr als nur in ordnung

der wiwi an sich ist ein völlig normaler mensch - diese studentengattung wird erst komisch, wenn viele davon auf einem haufen sind
[da fällt mir dann viel ein (ich denke nur an ihre fachschaft, die mich mehr an einen kleinen verkaufsladen erinnert) und in der orientierungsphase treten die wiwis nur in 100ergrüppchen auf, die im schnitt mehrere promill alkohol im blut haben]

"Die vielleicht auch nicht so helle sind?" kann man aber wirklich nicht sagen.

einfache regel: man lässt sie in ruhe, dann lassen sie dich in ruhe.
wollte ich nur gesagt haben.
Ben Sisko Auf diesen Beitrag antworten »

Ich stimme Leopold zu. NC ist es an unserer Uni vor 2 Jahren geworden, der erwies sich aber als nicht so hoch im Nachhinein (schon die Existenz eines Zulassungsverfahrens scheint viele potenztielle Studenten abzuschrecken; kann man da schon auf die Ernsthaftigkeit schließen?).
Bessere Mathematik-Leistungen als bei den Ingenieuren überraschen mich, da dürfte deine Uni nicht repräsentativ sein, Arthur.

"Die nicht so helle sind", naja vielleicht sollte man den Wiwi-Studenten hier nicht unrecht tun. Aber anders herum kann man es vielleicht vertreten: Unter den "nicht so hellen" Studenten ist der Anteil an Wiwi-Studenten imho recht hoch.

Und damit ich nicht als vorurteilsbehafteter Mensch rüberkomme (wenn man nur diesen Thread betrachtet, könnte man darauf kommen): Meine Freundin studiert BWL und ich habe den höchsten Respekt vor ihr (weder WEGEN noch TROTZ des Studienfaches).

Gruß vom Ben
phi Auf diesen Beitrag antworten »

So richtig schlimm wird es wenn man nicht mal in der 1. Reihe die Worte des Professors vernehmen kann, weil direkt hinter einem vier Menschen sitzen die eine halbe Stunde lang lauthals darüber diskutieren was sie heute wohl zu Mittag essen werden... unglücklich

Obwohl ich letzten Winter nur Gasthörer war, hab ich solche 'Studenten' um Ruhe gebeten...

Ob man die auch mit Anwalt bekämpfen kann?
JochenX Auf diesen Beitrag antworten »

sagt mal, was gibts bei euch für vorlesungen?
ich konnte den prof auch in den hinteren reihen sitzend (gut!) verstehen, und das problem, dass andere leute zu laut reden, hatte ich eher sehr selten.
und gegen leise reden sollte eigentlich keiner etwas haben,vor allem kann es euch ja egal sein, ob person A person B fragt, wie diese umformung denn jetzt funktioniert (und ich hoffe mal, über solche gespräche regt ihr euch nicht auf) oder eben was es zum essen gibt.

man kann es auch übertreiben oder es ist wirklich schlimm bei euch.....
phi Auf diesen Beitrag antworten »

Sagen wir´s mal so: am Anfang der Vorlesung redet die Hälfte leise...ab dem ersten etwas komplizierteren Beweis reden alle leise und ein paar laut. Dieser Prozess schaukelt sich dann solange hoch bis die Professorin plötzlich schweigend mit fragendem Blick in die Runde guckt (oder ein intressierter Student 'Ruhe' brüllt) . Einmal hätte sie fast ihre Sachen gepackt und wäre gegangen...ja ich glaube es ist schlimm.
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