Konstante Funktion

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Anne86 Auf diesen Beitrag antworten »
Konstante Funktion
Einen schönen Abend.

Ich soll folgendes zeigen.

Sei holomorph auf dem Gebiet . Dann gilt

konstant konstant.


Also die Richtung ist einfach.
Aber wie kann ich die andere Richtung am besten zeigen?

Gruß Anne
system-agent Auf diesen Beitrag antworten »

Spontan fällt mir das Maximumsprinzip ein. Da gehts es ja gerade darum, dass in einem bestimmten Gebiet ein lokales Maximum hat und dann folgt daraus schon, dass konstant war.
Leopold Auf diesen Beitrag antworten »

@ system-agent

Du "zäumst hier das Pferd von hinten auf". Sätze wie das Maximumprinzip ergeben sich später aus Eigenschaften wie der hier zu zeigenden. Augenzwinkern



Es seien



die kanonischen Zerlegungen in Real- und Imaginärteil. Es gelten die Cauchy-Riemannschen Differentialgleichungen (der Index bezeichnet die entsprechende partielle Ableitung)



Es sei nun konstant. Gilt , so folgt sofort , und die Behauptung ist bewiesen. Wir nehmen daher an:



Die letzte Gleichung wird nach bzw. differenziert. Man erhält die beiden Beziehungen





Man multipliziert die erste Gleichung mit , die zweite mit und subtrahiert die Gleichungen voneinander:



Mit den CR-Differentialgleichungen ergibt sich hieraus:



Wenn man umgekehrt die erste Gleichung mit , die zweite mit multipliziert und wieder subtrahiert, erhält man unter Verwendung der CR-Differentialgleichungen entsprechend



Man quadriert die zuletzt erhaltenen Gleichungen und addiert sie:



Hieraus kann man ziemlich starke Folgerungen für ziehen (beachte, daß alle Größen reell sind). Nämlich?
Und wie führt man die Sache zu Ende?
system-agent Auf diesen Beitrag antworten »

@Leopold

Meinst du man könnte auch mit dem Offenheitssatz argumentieren (den wir in der Vorlesung vor dem Maximumsprinzip bewiesen hatten):
Weil hol ist, muss offen in sein. Nun ist aber konstant für jedes , also entweder , dann trivial oder . Für ist ein Kreis in , also insbesondere nicht offen, also muss konstant sein.
WebFritzi Auf diesen Beitrag antworten »

Es kommt halt immer drauf an, wieviel der Fragesteller schon weiß. Leopolds Ansatz ist der elementarste. Genauso wäre ich da auch rangegangen, da man halt nicht weiß, wie weit Anne in ihrer Vorlesung schon ist.
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