Konvergenz bei Nullstellenbestimmung mit iterativen Verfahren |
| 23.03.2006, 19:16 | 555_Nase | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
| Konvergenz bei Nullstellenbestimmung mit iterativen Verfahren schreibe gerade an meiner Facharbeit zum Thema Nullstellenbestimmung mit iterativen Verfahren, also Intervallhalbierungsverfahren, regula falsi und Newton Verfahren. Was ich allerdings noch nicht verstanden habe sind die Konvergenzkriterien......das scheint ja auch für die Startwerte wichtig zu sein, bzw. die Vorraussetzung für eine korrekte Bestimmung des Startwerts. Ich verstehe nur nicht wie man diese Funktion auf ihre Konvergenz untersucht oder wie auch immer die Beziehung zwischen dem Oberbegriff der Konvergenz und den Verfahren besteht... Ich wäre um Hilfe sehr dankbar, da ich irgendwie nichts passendes finde was mir hilft.... Schonmal DANKE! Bei Fragen bitte einfach fragen! |
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| 24.03.2006, 20:30 | Abakus | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
| RE: Konvergenz bei Nullstellenbestimmung mit iterativen Verfahren Welche Konvergenzkriterien hast du denn und wo liegt genau der Knackpunkt? Grüße Abakus
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| 24.03.2006, 20:47 | mercany | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Meinst du da die Kriterien, damit das Verfahren überhaupt konvergiert oder eher die Fälle, die in Punkto Konvergenz auftreten können - oder beides?
Welche Iterationsverfahren beschreibst du denn? Gruß, mercany |
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| 25.03.2006, 16:46 | 555_Nase | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Also ich such Kriterien mit denen ich bestimmen kann ob ein Punkt zu der Nullstelle konvergiert, meinetwegen auch zu einer bestimmten Nullstelle, falls es so etwas gibt. Ich habe schon herausgefunden das man nachdem man die Nullstelle berechnet hat den Startpunkt auf seine Konvergenz testen kann. Da gibt es ja irgendwas mit Linearer und quadratrischer Konvergenz. Eine zusätzliche Frage zum Newton Verfahren: Ich habe gelesen das man am Anfang ein Intervall suchen muss in dem die Nullstelle ist, andererseits hab ich gelesen das man nur den richtigen Startpunkt braucht (und ich denke das man den mit diesem Konvergenzzeugs bestimmen kann). Was ist denn nun richtig, oder besser, und einfacher? Aber danke für eure Antworten, ich hoffe ihr könnt mir helfen! MfG 555_Nase |
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| 25.03.2006, 17:18 | mercany | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Keine Ahnung, ob es soetwas gibt. Ich denke, man sieht das halt während der Nährung, indem man das Verfahren benutz. Es gibt allerdings bestimmte Kriterien, die die Funktion in einem bestimmten Intervall erfüllen sollte, damit die Nährung auch klappt!
Soweit ich weiß, konvergiert das Newton-Verfahren mit quadratischer Konvergenz, also vom Typ Konvergenzordnung 2. Zur Konvergenzordnung ansich: Lineare Konvergenz liegt vor, falls es ein gibt, sodass gilt Konvergenz der Ordnung mit bedeutet, dass es ein gibt, sodass gilt
"Den richtigen" Startpunkt, finde ich etwas weit hergeholt. Indem du dein Intervall um die Nullstelle möglichst gut eingrenzt, erhälst du ja schon einen eine Stelle, die ziemlich nah an deiner Nullstelle liegt. Je näher das ist, desto schneller konvergiert dein Verfahren auch. Zur Konvergenz allgemein, können folgende Fälle auftreten. - die Folge divergiert - die Folge divergiert, jedoch beschränkt. Sie ist z.B. periodisch - d.h. sie oszilliert. - die Folge konvergiert, jedoch gegen eine andere Nullstelle Dazu habe ich irgendwann hier im Forum auchschonmal eine Frage gestellt. Musst du mal suchen... Gruß, mercany |
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| 25.03.2006, 17:37 | 555_Nase | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Zu den beiden Konvergenzordnungen, die hab ich auch schon öfters gesehen, ich frag mich nur wie man die anwendet, wäre sehr sehr sehr nett wenn du vllt anhand eines beispiels die konvergenzordnungen erklären könntest... Das mit den Fällen die auftreten können wollte ich auch mit rein bringen, hab auch schon beispiele, ich hoffe nur der platz reicht aus am ende...*g* MfG 555_Nase |
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| 25.03.2006, 17:44 | Leopold | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Ein hinreichendes Kriterium beim Newton-Verfahren ist das Folgende. sei im Intervall zweimal differenzierbar und für alle gelte entweder oder (der Graph von ist also über entweder gänzlich konvex oder gänzlich konkav). Wenn und verschiedene Vorzeichen haben, dann besitzt in genau eine Nullstelle . Man erhält sie als Limes der durch rekursiv definierten Folge : Für den ansonsten beliebigen Startwert hat man zu verlangen, daß und dasselbe Vorzeichen besitzen. Es gibt natürlich Kriterien, die mit weniger Voraussetzungen auskommen. Diese sind oft aber nicht so einfach überprüfbar. Ein Beispiel: Natürlich ist eine Nullstelle von . Zeichnet man sich die Graphen von und , so erkennt man, daß unendlich viele Nullstellen besitzen muß (es sind ja gerade die Abszissen der Schnittpunkte der beiden Graphen), alle in . Die am weitesten rechts liegende negative Nullstelle muß in liegen. Versuchen wir es mit dem Intervall 1. Überprüfen der Randvorzeichen von : Das ist offensichtlich aufgrund des Verlaufs der Graphen der Exponentialfunktion und der Cosinusfunktion. 2. Überprüfen der Vorzeichenbedingung für : Auch das ist offensichtlich, denn der erste Summand ist stets positiv und die Cosinusfunktion ist in nicht negativ. 3. Einen Startwert festlegen: Wegen 2. haben wir für den Startwert zu verlangen. Man kann daher selbst nehmen. Nach dem Satz muß bei dieser Wahl des Startwertes das Verfahren gegen die gesuchte erste negative Nullstelle von konvergieren. |
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| 25.03.2006, 18:07 | 555_Nase | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Also da bin ich begeistert, eine perfekte Erklärung! Besten Dank!
Das ist dann die Notwendige Bedingung oder? |
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| 25.03.2006, 18:12 | Mathespezialschüler | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Nein, es ist eine hinreichende, keine notwendige! @Leopold Hast du absichtlich nur vergessen oder einfach als selbstverständlich schon vorausgesetzt? Gruß MSS |
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| 25.03.2006, 18:27 | 555_Nase | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Kann mir vielleicht jemand von euch Spezialisten eine Quellenangabe in Form eines Links geben? Ich finde nämlich nichts, wäre herrlich! MfG 555_Nase |
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| 25.03.2006, 18:45 | Leopold | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Diese Bedingung ist, wie ich glaube, nicht erforderlich. Wenn man sich eine Skizze zeichnet, leuchtet das auch ein. Aufgrund der Forderung an ist der Graph ja überall konvex bzw. überall konkav. Wenn da noch ein Hoch- oder Tiefpunkt liegt, stört das nicht. Beachte auch, was ich für den Startwert der Folge verlange. |
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| 26.03.2006, 17:09 | 555_Nase | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Kann mir jemand sagen wozu diese Konvergenzbedingung gut sein soll? < 1 MfG 555_Nase |
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