Äquivalenzrelationen

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f(x) Auf diesen Beitrag antworten »
Äquivalenzrelationen
Hallo!

Sei ~ eine Relation auf der Menge M, die sowohl symmetrisch als auch transitiv ist.

Folgender "Beweis" soll zeigen, dass ~ dann auch reflexiv ist.
Ich weiß, dass das nicht stimmen kann, finde aber den Fehler nicht.

Beweis:
Seien x,y beliebige Elemente aus M mit x~y.
Dann gilt auch y~x (Symmetrie).
Da x~y und y~x, gilt auch x~x (Transitivität, wobei dies der Spezialfall "x=z" ist).

Wo ist der Fehler?
Ich glaube, dass x,y,z für die Transitivität verschieden sein müssen, habe das aber nirgends gefunden.

Danke Jan
tmo Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Äquivalenzrelationen
Zitat:
Original von f(x)
Beweis:
Seien x,y beliebige Elemente aus M mit x~y.


Wer garantiert dessen Existenz?

Der Beweis zeigt nur, dass Elemente, die mit mindestens einem anderen Element in Relation stehen, auch mit sich selbst in Relation stehen.
f(x) Auf diesen Beitrag antworten »

Okay, stimmt.

Aber selbst wenn wir davon ausgehen, dass jedes Element mit mind. einem anderen in Beziehung steht, folgt daraus noch nicht, dass die Relation reflexiv ist.

ZB:
Auf der Menge
x~y x-y ist eine gerade Zahl 0

Jedes Element steht mit mind. einem anderen Element in Relation.
Trotzdem ist sie nicht reflexiv.
Irgendwo ist da noch was faul.
tmo Auf diesen Beitrag antworten »

Die Relation ist nicht transitiv.

Z.b. gilt und , aber nicht .
f(x) Auf diesen Beitrag antworten »

In meinem vertrauenswürdigen Lineare-Algebrabuch (von Beutelspacher) steht, dass sie transitiv ist.

Wahrscheinlich ist genau da der Haken.
Transitivität gilt wohl schon dann, wenn für alle paarweise verschiedenen Elemente x,y,z die Beziehung x~y und y~z => x~z gilt.
Also darf man den letzten Beweisschritt nicht durchführen.
Jacques Auf diesen Beitrag antworten »

Hallo,

Das Entscheidende ist: Der Mechanismus



greift doch nur, wenn das Objekt x auch tatsächlich einen „Relationspartner“ y hat. Reflexivität bedeutet aber, dass alle Elemente der Bezugsmenge mit sich selbst in der Relation ~ stehen.

Du musst also nur eine nicht-linkstotale Relation als Gegenbeispiel angeben:



Die Relation ist symmetrisch und transitiv, aber nicht reflexiv, denn es gilt nicht 3 ~ 3.


Sobald man noch Linkstotalität voraussetzt, ist die Relation aber auf jeden Fall immer auch reflexiv.


// edit: Übrigens wird bei der Definition der Transitivität nirgendwo gefordert, dass die entsprechenden Objekte verschieden sein müssen. Die Definition lautet einfach:

 
 
f(x) Auf diesen Beitrag antworten »

Okay, danke!
Jetzt ist das Problem gelöst.
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