Äquivalenzrelationen |
| 16.11.2008, 11:25 | f(x) | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| Äquivalenzrelationen Sei ~ eine Relation auf der Menge M, die sowohl symmetrisch als auch transitiv ist. Folgender "Beweis" soll zeigen, dass ~ dann auch reflexiv ist. Ich weiß, dass das nicht stimmen kann, finde aber den Fehler nicht. Beweis: Seien x,y beliebige Elemente aus M mit x~y. Dann gilt auch y~x (Symmetrie). Da x~y und y~x, gilt auch x~x (Transitivität, wobei dies der Spezialfall "x=z" ist). Wo ist der Fehler? Ich glaube, dass x,y,z für die Transitivität verschieden sein müssen, habe das aber nirgends gefunden. Danke Jan |
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| 16.11.2008, 13:27 | tmo | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
RE: Äquivalenzrelationen
Wer garantiert dessen Existenz? Der Beweis zeigt nur, dass Elemente, die mit mindestens einem anderen Element in Relation stehen, auch mit sich selbst in Relation stehen. |
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| 16.11.2008, 17:42 | f(x) | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Okay, stimmt. Aber selbst wenn wir davon ausgehen, dass jedes Element mit mind. einem anderen in Beziehung steht, folgt daraus noch nicht, dass die Relation reflexiv ist. ZB: Auf der Menge x~y x-y ist eine gerade Zahl 0 Jedes Element steht mit mind. einem anderen Element in Relation. Trotzdem ist sie nicht reflexiv. Irgendwo ist da noch was faul. |
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| 16.11.2008, 17:46 | tmo | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Die Relation ist nicht transitiv. Z.b. gilt und , aber nicht . |
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| 16.11.2008, 22:12 | f(x) | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
In meinem vertrauenswürdigen Lineare-Algebrabuch (von Beutelspacher) steht, dass sie transitiv ist. Wahrscheinlich ist genau da der Haken. Transitivität gilt wohl schon dann, wenn für alle paarweise verschiedenen Elemente x,y,z die Beziehung x~y und y~z => x~z gilt. Also darf man den letzten Beweisschritt nicht durchführen. |
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| 16.11.2008, 22:34 | Jacques | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Hallo, Das Entscheidende ist: Der Mechanismus greift doch nur, wenn das Objekt x auch tatsächlich einen „Relationspartner“ y hat. Reflexivität bedeutet aber, dass alle Elemente der Bezugsmenge mit sich selbst in der Relation ~ stehen. Du musst also nur eine nicht-linkstotale Relation als Gegenbeispiel angeben: Die Relation ist symmetrisch und transitiv, aber nicht reflexiv, denn es gilt nicht 3 ~ 3. Sobald man noch Linkstotalität voraussetzt, ist die Relation aber auf jeden Fall immer auch reflexiv. // edit: Übrigens wird bei der Definition der Transitivität nirgendwo gefordert, dass die entsprechenden Objekte verschieden sein müssen. Die Definition lautet einfach: |
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| 16.11.2008, 22:48 | f(x) | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Okay, danke! Jetzt ist das Problem gelöst. |
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