Stichprobenversuch?!

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patrickpfeiffer Auf diesen Beitrag antworten »
Stichprobenversuch?!
Hi,
ich bin zwar psychologie student, muss dennoch Statistik in einem semester belegen. Dabei hat sich aber dann doch mehr interesse herausgebildet.

ich würde gerne wissen, wie ich an einen versuch der folgendermaßen aussieht, herangehen muss, da verschiedene Faktoren eine rolle spielen. hoffe es geht so wie ich es mir vorstelle smile

es wird ein Lerntest gemacht zum Kurzzeitgedächtnis;

dabei werden Personen aus folgenden altersgruppen in deutschland getestest:

10-15
15-20
20-25
25-30
30-50
50-70
70+

neben dem Alter, werden die Personen noch nach Schuform, Schulabschluss bzw Universitätsabschluss und passende Qualifikation und tätigkeit klassifiziert.

Letzteres werden auch Personen mit unterschliedlichen psychischen Befinden befragt und eingeordnet, wie z.b.
eher depressiv neigend
sehr zufrieden und glücklich
psychisch "kank"
Zellerli Auf diesen Beitrag antworten »

Hey patrickpfeiffer, Willkommen an Board!

Also wie du an den Versuch "rangehen" musst, weiß ich nicht und das ist irgendwie auch kein mathematisches Thema.

Mathematisch wird es natürlich dann, wenn du eine Aussage treffen willst darüber wieviele Leute x befragt werden müssen und wieviele mindestens das Merkmal y vorweisen müssen, sodass man eine signifikante Aussage hat.

Dazu aber braucht es konkrete Fragen von deiner Seite, sonst weiß keiner, was du willst Augenzwinkern
patrickpfeiffer Auf diesen Beitrag antworten »

ahaa, ok.

also gehen wir mal davon aus, dass strichproben genommen werden, welche zufällig variiert jeweils 100 personen pro bundesland betreffen, also 16x100

den versuch kann man natürlich beliebig erweitern auf 1000personen pro bundesland.

also wäre die anzahl der personen dann X

und ist y feststehen, oder kann ich sagen dass dieser sich aus den übrigen werten ergeben würde?




danke



ps: um noch etwas zum anlass meines posts zu sagen; natürlich interessiert mich auch ein solcher versuch, aber es sollte nur ein beispiel sein. man könne auch andere beispiele wählen. es geht nur darum, die komplexivität zu erkennen, die sich hinter solch einer aufgabe verbirgt. mein lehrer meinte nämlich auf die antwort meiner aussage ("es würde sich bei dieser schließenden statistik garnicht um wirklich schwere mathematik handeln"), dass meine annahme falsch sei, und sich, sobald vor allem mehrere faktoren auftreten, sehr sehr schwer sein werden könne
Zellerli Auf diesen Beitrag antworten »

Also gut:

Wahrscheinlich würde den Wissenschaftler dann interessieren: Ab wann kann ich mit ausrechend hoher Sicherheit sagen, dass wirklich der Anteil an Nasenblutern in NRW erhöht ist gegenüber dem Bundesdurchschnitt.

Denn wenn der Nasenbluterdurchschnitt 10% ist und NRW von 100 Leuten 15 hat, dann ist das ein Fall, der trotz normaler Nasenbluterquote in NRW trotzdem (für den Menschen: unglaublich) häufig auftritt.

Wieviele Leute aus jedem Land muss ich prüfen, damit schon eine Erhöhung von 1% in der Stichprobe als signifikant angesehen werden kann. Das bedeutet: mit ausreichend hoher Sicherheit ist es auch eine echte Erhöhung.

Je mehr Merkmale man hat, desto mehr Merkmale, die nur sehr gerine Auftrittswahrscheinlichkeiten haben, sind dabei. Solche Merkmale muss man mit immens hohen Stichprobemumfang prüfen. Denn bei 1% Bettnässern sind 2, 3 oder mehr Bettnässer in einer 100er Stichprobe keine Seltenheit. Und wenn es in der Stichprobe garkeinen Bettnässer gibt, darf man natürlich nicht schließen: in NRW gibts keine Bettnässer.

Zu allererst überlegt man sich, welche Aussage man prüfen will, bzw. wie das Ergebnis der Studie aussehen soll (sollen nur Nasenbluterquoten gelistet werden oder soll man die Abhängigkeit von Nasenbluten und Bettnässen prüfen, soll NRW gut dastehen oder möglichst schlecht?)
In der Theorie berechnet man zuerst (anhand von geschätzten Größenordnungen), wieviele Menschen befragt werden müssen und nach welchen Merkmalen um eine der beschlossenen Punkte sauber prüfen zu können.
Im Experiment findet man heraus, welche relative Häufigkeit (=praktisch gefundene Wahrscheinlichkeit) ein Merkmal hat.
In der Theorie berechnet man dann wieder, wie aussagekräftig die Untersuchung ist und welche Ergebnisse man tatsächlich als fundiert veröffentlichen kann, bzw. welche keine große Aussagekraft haben.
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