Problem mit Grenzwert |
| 11.04.2009, 10:23 | Lerisah | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
| Problem mit Grenzwert Was mach ich da falsch ? Um eine Polstelle zu finden, nehme ich ja den Nenner und setze ihn 0: x² - 9 = 0 So da kommt logischerweise -3 / +3 raus. Also sind meine Polstellen bei -3 und +3. Weil ich ja wissen will, um welchen Pol es sich handelt, mache ich jetzt eine Grenzwertbetrachtung, d.h. ich suche mir Zahlen die einmal etwas kleiner und einmal etwas größer ist als 3. Dann schaut man welches Vorzeichen die Ergebnisse haben. Wenn die ausgesuchten Werte sehr nahe an der Polstelle liegen, wird der Wert des Ergebnisses sehr groß sein. Das Vorzeichen dieses Wertes bestimmt außerdem die Richtung der Polstelle, also Minus nach unten und Plus nach oben. So weit so klar... Jetzt steht da als ausgesuchter Wert, der kleiner ist als -3 : - 2,999 (1. Wieso sind -2,999 MEHR als -3 ?) 2. Ich kriegs nicht hin die Gleichung vom Grenzwert aufzustellen
Also: Stimmt diese Gleichung ? Als Ergebnis soll dann da -333 rauskommen. Wäre euch echt dankbar, wenn ihr mir helft, ich mach mein Abi nämlich im Alleingang (Fremdenabitur) und das ist teilweise gar nicht so einfach, sich das alles selbst beizubringen
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| 11.04.2009, 10:46 | Mazze | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Stell Dir die Zahlen auf dem Zahlenstrahl vor und markiere zwei Zahlen. Die Zahl die weiter rechts steht ist größer. Und auf dem Zahlenstrahl steht nunmal die -2.999 weiter rechts als die -3.
Die Grenzwertbetrachtungen wie Du sie hier machst sind natürlich fast schon "grob fahrlässig", aber so haben wirs an der Schule auch gemacht. Allerdings solltest Du hier auch exakt aufschreiben was Du eigentlich haben willst. Dich Interessiert das Verhalten der Funktion im Punkt 3. Du suchst also und Dies sind die Schreibweisen für den Rechtsseitigen Grenzwert und den Linksseitigen Grenzwert. Das hier
verstehe ich noch nichtmal. Wieso solltest Du den Grenzwert für x gegen -2.999 anschauen? Dort ist doch alles wunderbar wohldefiniert. Was Du sicherlich meinst ist auszurechnen um eine Näherung für das Grenzverhalten zu bekommen. Dies ist übrigens das rechtsseitige Verhalten. Für linksseitige Verhalten wähle etwa -3.0001 o.ä. |
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| 11.04.2009, 10:56 | Lerisah | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
ach mist, ich hab gedacht man setzt die -2,999 in die "limesgleichung" ein -.- Habe mal wieder viel zu kompliziert gedacht... So, ich hab jetzt einfach f(-2,999) gerechnet und siehe da es kommt -333 raus ! Danke fürs erklären, habs verstanden ! |
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| 11.04.2009, 11:47 | Jacques | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Hallo, Du solltest aber auch Mazzes Hinweis beachten: Die Methode mit den „nahen Zahlen“ ist kein Ersatz für eine echte Grenzwertberechnung! Das Entscheidende bei dem Grenzübergang x --> 3 ist doch gerade, dass x beliebig nahe an 3 heranrückt, d. h., jede Abweichung wird unterschritten. Du hörst dagegen schon bei auf und vertraust darauf, dass der Graph nicht später noch einen Schlenker in eine ganz andere Richtung macht. Bei vielen einfachen Funktionen wird die Methode „pi mal Daumen“ sicherlich klappen, aber bei anderen könnten Dich die Näherungswerte auch auf die völlig falsche Fährte locken. Als Beispiel: f(-1,001) und f(-0,999) sind beide positiv, also würde man nach Deiner Methode sagen, dass -1 eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel ist. In Wahrheit wechselt die Funktion dort aber sehr wohl das Vorzeichen, nur eben sehr „spät“. Auch für noch kleinere Näherungsradien kann man ein passendes Gegenbeispiel konstruieren. |
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