Produkttopologie kompakter Räume

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Seren Auf diesen Beitrag antworten »
Produkttopologie kompakter Räume
Guten Tag,
ich habe folgendes Problem:
Sei eine endliche Indexmenge und eine Familie kompakter topologischer Räume.
Zeige: versehen mit der Produkttopologie, ist wieder ein kompakter topologischer Raum.

Meine Überlegungen dazu:
Die sind alle kompakt, d.h. man kann sie mit einer endlichen offenen Teilüberdeckung überdecken, d.h. . Wie komm ich von dieser Aussage zu einer Aussage über die Produkttopologie?
Dabei weiß ich ja noch nicht einmal, wie die Produkttopologie aussieht. Beim bearbeiten dachte ich, dass das einfach ist. Das ist aber offensichtlich falsch, wie ich später gemerkt habe.

Also ich hoffe mir kann geholfen werden ^^

Seren
Seren Auf diesen Beitrag antworten »

Hat denn hier wirklich niemand eine Idee? Ich verzweifel schon fast an der Aufgabe ^^
( Das ist kein Hilferuf, sondern eine kleine Motivation mir evtl. doch zu helfen )
sergej88 Auf diesen Beitrag antworten »

Guten Abend,

betrachte hierzu erstmal das Produkt nur von 2 Topologischen Räumen. Den Beweis auf beliebige endliche Produkte wäre damit dann eine einfache Induktionsfolgerung.

mfg
Abakus Auf diesen Beitrag antworten »

Hallo!

Die Produkttopologie ist die kleinste (=gröbste) Topologie, bzgl. der alle Projektionen stetig sind. Du kannst nun überlegen, was das für die offenen Mengen bedeutet.

Grüße Abakus smile
Seren Auf diesen Beitrag antworten »

Den Tipp habe ich auch schon bekommen, weiß aber damit nichts anzufangen. Ich kann mir kein Produkt von Topologie vorstellen bzw. sagen, was dafür gilt.
Edit: Das Produkt von Topologien ist doch ähnlichen einem Kartesischem Produkt, oder? d.h. , wenn oder?
Abakus Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Produkttopologie kompakter Räume
Du hast die i-ten Projektionen:

.

Die Topologie auf kennst du. Was ist jetzt das Urbild einer offenen Menge bzgl. ?

Da die Projektion stetig sein soll, weißt du, das Urbild ist auch eine offene Menge.

Grüße Abakus smile
 
 
Seren Auf diesen Beitrag antworten »

Ja, soweit bin ich auch schon. Aber was helfen mir die offenen Mengen auf der Produkttopologie?
Sorry, aber ich stehe grade echt auf nem riesen Schlauch.
Seren Auf diesen Beitrag antworten »

Okay ich probiers nochmal:

Die können endlich teilüberdeckt werden. Demnach auch die offenen Mengensysteme der . Da die projektion stetig ist, landen die offenen Mengen der auf der Produkttopologie - undzwar als Urbild einen stetigen Funktion als offene Menge. Da die Bilder aber schon endlich teilüberdeckt sind, können es die Urbilder genauso. Demnach ist die Gesamtheit alles , die als Komposition die Produkttopologie ergeben auch endlich teilüberdeckbar, da sie ja aus endlich überdeckten Topologien besteht.

So in etwa?
Abakus Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Produkttopologie kompakter Räume
Zitat:
Original von Abakus
Du hast die i-ten Projektionen:

.

Die Topologie auf kennst du. Was ist jetzt das Urbild einer offenen Menge bzgl. ?


Du gehst auf meine Frage nicht wirklich ein. Das Urbild sieht erstmal wie folgt aus:



Das ist also schon eine sehr spezielle Gestalt. Mengen dieses Typs bilden zunächst eine Subbasis der Produkttopologie.

Um zu einer Basis zu kommen, müsstest du noch endliche Durchschnitte bilden und kämst dann auf Mengen des Typs:




Zitat:
Die können endlich teilüberdeckt werden. Demnach auch die offenen Mengensysteme der . Da die projektion stetig ist, landen die offenen Mengen der auf der Produkttopologie - undzwar als Urbild einen stetigen Funktion als offene Menge. Da die Bilder aber schon endlich teilüberdeckt sind, können es die Urbilder genauso. Demnach ist die Gesamtheit alles , die als Komposition die Produkttopologie ergeben auch endlich teilüberdeckbar, da sie ja aus endlich überdeckten Topologien besteht.


OK, das ist jetzt sehr unklar formuliert. Nimm dir eine beliebige Überdeckung von her und gebe dann an, wie die endliche Teilüberdeckung aussehen soll. Das ist die Aufgabe hier.

Dazu wirst du allerdings etwas weiter ausholen müssen.

Grüße Abakus smile
Seren Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Produkttopologie kompakter Räume
Zitat:
Original von Abakus

Du gehst auf meine Frage nicht wirklich ein. Das Urbild sieht erstmal wie folgt aus:



Das ist also schon eine sehr spezielle Gestalt. Mengen dieses Typs bilden zunächst eine Subbasis der Produkttopologie.

Um zu einer Basis zu kommen, müsstest du noch endliche Durchschnitte bilden und kämst dann auf Mengen des Typs:





Ähm gut, so hab ich das nicht betrachtet, das leuchtet mir ein. Somit wird jedes Element des Kartesischen Produkts durch das System seinen offenen Teilmengen ersetzt, das sehe ich richtig oder?
Nun gut, wenn ich nun das neue System offener Teilmengen habe, gilt doch die obige Argumentation immernoch: Da die offenen Teilmenge überdeckt werden, und sie unter der stetigen Abbildung auf offenen Mengen abgebildet werden, müssten sie ja immer endlich überdeckt werden.

Wie gesagt, Topologie ist nicht so mein Spezialgebiet =/
Abakus Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Produkttopologie kompakter Räume
Zitat:
Original von Seren
Da die offenen Teilmenge überdeckt werden, und sie unter der stetigen Abbildung auf offenen Mengen abgebildet werden, müssten sie ja immer endlich überdeckt werden.

Wie gesagt, Topologie ist nicht so mein Spezialgebiet =/


Hier musst du genauer formulieren. Nicht die offenen Teilmengen werden überdeckt, sondern der gesamte Raum wird erstmal von offenen Mengen der vorgegebenen Überdeckung überdeckt.

Jetzt ist eine endliche Teilüberdeckung gesucht.

Du kannst in einem ersten Schritt jede dieser offenen Teilmengen durch eine Vereinigung von Basismengen (s.o.) ersetzen.

Du erhälst also insgesamt eine Überdeckung nur aus Basismengen.

Darauf kannst du jetzt die Projektion anwenden und müsstest eine offene Überdeckung zB von erhalten. Diese kannst du auf eine endliche reduzieren.

Das musst du für alle n Mengen des kartesischen Produkts machen... und daraus lässt sich letztendlich die endliche Überdeckung des Produktes konstruieren.

Grüße Abakus smile

PS: mit etwas mehr Topologie lässt sich das natürlich blitzschnell zeigen, so ist das noch recht umständlich
Seren Auf diesen Beitrag antworten »

Viel Dank erstmal,
Was wäre denn die Alternative dazu? Evtl. kann ich damit etwas mehr anfangen, weil sich das schon recht kompliziert anhört.
Abakus Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Seren
Was wäre denn die Alternative dazu? Evtl. kann ich damit etwas mehr anfangen, weil sich das schon recht kompliziert anhört.


Eine Alternative sind zB Ultrafilter und ihre Konvergenz; eine Menge ist etwa genau dann kompakt, wenn jeder Ultrafilter auf ihr konvergiert.

Ich empfehle dir jedoch obige Beweisskizze, ggf. kannst du die Beweisidee ja noch verbessern.

Grüße Abakus smile
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