Rechenregeln für Supremum

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thomasz Auf diesen Beitrag antworten »
Rechenregeln für Supremum
Hi!

Seien nichtleer.

Sei so gilt: Existieren und , dann auch und es gilt .

Folgt die erste Behauptung ( Existieren und , dann auch ) einfach daraus, dass man ein wählt, das die kleinste obere Schranke von sei und ein , das die kleinste obere Schranke von sei und es laut Voraussetzung ja ein geben muss, für das gilt ? Dieses müsste dann doch entsprechen.

Oder muss man den Beweis anders angehen?

Bezüglich der zweiten Behauptung habe ich leider noch keinen Ansatz.
Mazze Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Folgt die erste Behauptung ( Existieren und , dann auch ) einfach daraus, dass man ein wählt, das die kleinste obere Schranke von sei und ein , das die kleinste obere Schranke von sei und es laut Voraussetzung ja ein geben muss, für das gilt ?


Das ist so nicht richtig und falsch formuliert. Nicht die c's existieren, sondern für alle c's für die es a und b gibt mit a + b = c ist c ein Element der Menge. Zudem kannst Du nicht annehmen das die Suprema in A und B liegen. Die Menge (0,1) hat zum Beispiel Supremum 1 , die 1 gehört aber nicht zur Menge selbst. Allerdings kannst Du den Beweis ähnlich führen.

Seien a und b jeweils die Suprema von A und B. Dann ist zu zeigen :



Wenn Du das hast, weisst Du das ein Supremum existiert. Wenn es nämlich eine obere Schranke gibt, so gibt es mit Sicherheit auch eine kleinste. Als zweites zeigst Du dann das tatsächlich a + b das Surpemum ist. Dazu nimmst Du an es gibt eine Zahl d mit



und zeigst dass dann gilt. Ich denke ein Beweis durch Widerspruch kann hier auch funktionieren.
thomasz Auf diesen Beitrag antworten »

Danke für die Antwort.

Ich habe jetzt es jetzt beim ersten Teil des Beweises auch mit einem Widerspruchsbeweis versucht.

Also angenommen es gilt

Daraus würden dann folgen, dass und .

Da laut Voraussetzung und aber Suprema sind, ist das ein Widerspruch.

Kann man das so machen?


Bei dem zweiten Teil ist mir nicht ganz klar, ob man bei einem Widerspruchsbeweis zwei Fälle durchgehen muss; also wenn eben nicht gleich man duch einerseits beweisen, dass und/oder ist (bzw., dass das eben gar nicht möglich ist).
Mazze Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Also angenommen es gilt

Daraus würden dann folgen, dass und .

Da laut Voraussetzung und aber Suprema sind, ist das ein Widerspruch.


Das ist falsch, denn Du hast nicht oder sondern , also ist es durchaus möglich dass

aber

Einfaches Beispiel :

Betrachte A = (0,1), B = (1,2). Und , dieses x liegt in A + B , denn und . Aber offensichtlich ist und aber

Es ist viel einfacher. Sei dann gibt es, nach Definition

mit

Dann ist mit Sicherheit :



damit ist a + b eine obere Schranke, sprich das Supremum existiert.

Zitat:
Bei dem zweiten Teil ist mir nicht ganz klar, ob man bei einem Widerspruchsbeweis zwei Fälle durchgehen muss; also wenn eben nicht gleich man duch einerseits beweisen, dass und/oder ist (bzw., dass das eben gar nicht möglich ist).


d muss gleich a + b sein, da ja schon angenommen wurde dass ist. Wenn d nicht gleich a + b wäre, dann wäre ja d echt kleiner als a + b und damit a+b nicht Supremum. Nein, Du musst aus



folgern dass ist.
thomasz Auf diesen Beitrag antworten »

Ok, also dann würde ich sagen, dass, wenn und Suprema sind, dann muss folgen, dass ist.

Dann gilt also ; und da eine obere Schranke und eine kleinste obere Schranke von ist, und , da obere Schranke und kleinste obere Schranke von ist, folgt .
Mazze Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Ok, also dann würde ich sagen, dass, wenn und Suprema sind


Das Supremum ist eindeutig, daher ist das Wort "Suprema" schon falsch. Sei d das Surpemum von A + B , dann gilt mit Sicherheit (nach dem ersten Aufgabenteil)

oder anders

Um zu zeigen das ist, musst Du also nur noch zeigen, ist Dir klar warum?

Dazu sei dann ist

und

für bestimmte

So, bilde davon mal die Summe und schau Dir an was passiert!
 
 
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