Gruppe neutrales Element

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Matheistsupi Auf diesen Beitrag antworten »
Gruppe neutrales Element
Sei Gruppe. Es soll gezeigt werden, dass:

,

Wir benutzen die Definition mit:

1. Assoziativität: , ()
2. Zu jedem existiert mit
3. Zu jedem existiert mit .

Dann folgt schon aus 2. und 3. auch:

und , also:

. <---------------

Folgendes Problem. In dem mir vorliegenden Beweis muss nun auch noch gezeigt werden, dass gilt (bevor dann noch gezeigt wird, dass x = y):

,

Aber warum nochmal für b? Ich sehe gerade den Sinn nicht. Steht nicht oben (mit einem "Pfeil" gekennzeichnet) schon: "Für alle "? Also: "Für ALLES aus M"?
wisili Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Gruppe neutrales Element
Zitat:
Original von Matheistsupi
,


unterscheidet sich von

,

(Aber der gesuchte Beweis existiert tatsächlich bei «van der Waerden, Algebra I», Seite 17)

Achte in deinem Buch darauf, wie a und b ausgewählt werden. Ich vermute, dass
a irgend ein festes Element ist, hernach b dagegen ein beliebiges. Oder umgekehrt.
Der Beweis verläuft eben so.
Matheistsupi Auf diesen Beitrag antworten »

Hoppla, ich habe mich tatsächlich vertippt. Gemeint war:

,

Oder in Worten: "Es existiert genau ein neutrales Element e, sodass obige Gleichung gilt."

So, und nu weiß ich eben immer noch nicht, warum nach der Schlussfolgerung aus der Def.,

,

noch für b statt a gezeigt werden muss, dass diese Gleichung gilt. Sinn würde es nur machen, wenn bei a wirklich nur ein festes a aus M wäre (eigentlich selbst dann nicht, denn so wie neutrales Element in dem Buch definiert wurde (siehe oben), steht prinzipiell nicht, dass es FÜR ALLE a aus M gelten soll, ist etwas schwammig formuliert, finde ich).
Reksilat Auf diesen Beitrag antworten »

Dieses Herumhantiere mit Quantoren ist eh überflüssig und verwirrt nur. Ich kann mir weder vorstellen, dass die in einem Lehrbuch der Algebra verwendet werden, noch dass dort einfach so ein und ein aus heiterem Himmel auftaucht.
Schreib doch mal den genauen Wortlaut der Stelle auf, an der das ins Spiel kommt.
wisili Auf diesen Beitrag antworten »

Axiom 2 sichert für jedes a eine Lösung von a x = a, aber es garantiert nicht, dass es dieselben sind!
In Anlehnung an «van der Waerden» würde ich es (mit deinen Variablennamen) so machen:

1.
Aus Axiom 2 folgt, dass für ein fest gewähltes a eine Lösung x von a x = a existiert.
Wir nennen sie lieber e, es ist ein Rechts-Eins-Element von a (vorläufig nur von a): a e = a.
2.
Aus Axiom 3 folgt, dass für jedes beliebig gewählte b je eine Lösung x von x a = b existiert.
Es gilt also a e = a und x a = b. Folglich (mit Axiom 1): x (a e) = b, (x a) e = b, b e = b.
Damit ist gezeigt, dass das Rechts-Eins-Element von a auch ein Rechts-Eins-Element von b ist.
(b war beliebig!) Die Existenz eines allgemeinen Rechts-Eins-Elementes ist somit gesichert.
3.
Aus Axiom 2 folgt nun, dass zu jedem b (eine Lösung von b x = e, d.h.) ein Rechts-Inverses b* mit b b* = e existiert.
Wir multiplizieren jetzt b b* = e von der rechten Seite mit dem Rechts-Inversen b** von b*:
b b* b** = e b** und von der linken Seite mit b*:
b* b b* b** = b* e b**, vereinfacht b* b e = b* b**, nochmal vereinfacht b* b = e.
Damit ist gezeigt, dass das Rechts-Inverse b* von b immer auch Links-Inverses von b ist.
Man spricht deshalb vom Inversen schlechthin. Und man sieht (erst jetzt), dass b** = b gilt.
4.
Mit obigen Einsichten gilt: e b = (b b*) b = b (b* b) = b e = b. Somit ist e zugleich ein
Links-Eins-Element für alle b. Man spricht deshalb vom Einselement schlechthin.

Und wer glaubt, das könne man alles schneller einsehen, soll es bitte zeigen: Ich bin interessiert.

@Reksilat
Quantoren sind Bestandteil der Aufgabe. Man kann die Aufgabe gar nicht formulieren,
ohne Quantoren (oder deren Umschreibung) zu verwenden.
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