Eigenwerte, Diagonalisierbarkeit: allgemeine Fragen |
| 18.01.2010, 21:30 | Physinetz | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
| Eigenwerte, Diagonalisierbarkeit: allgemeine Fragen ich arbeite gerade mein Skript zu oben erwähnten Themen durch und bin dabei auf ein paar spezielle Fragen gestoßen, bei der ich gerne auf eure Hilfe zurückgreifen würde: 1) Die geometrische Vielfachheit ist definiert als die Dimension des Eigenraums V(Eigenwert). Wenn ich nun zu einem Eigenwert einen Eigenvektor errechne dann habe ich praktisch als Eigenraumsdimension : eindimensional Wenn ich zu einem Eigenwert 2 Eigenvektoren herausbekomme, dann habe als Eigenraum eine Ebene richtig? Die geometrische Vielfachheit wäre dann ja hier 2? 2) Gibt es eine Erklärung dafür, dass die geometrische Vielfachheit kleiner/gleich der algebraischen Vielfachheit ist? 3) "Ist eine Diagonalmatrix, so gibt es eine Basis aus Eigenvektoren (nämlich die Standardbasis bis " Hmm verstehe ich nicht ganz, angenommen ich habe als Diagonalelemente nur den Wert 3 , dann hätte ich als Eigenwert den Wert 3 n-mal . Und dann habe ich ja immer nur den Eigenvektor zum Wert 3. Wie soll dieser dann eine Basis bilden? 4) Ich weiß das hier fällt vom Himmel, aber weiß jemand woher das rührt: 5) Könnte mir vielleicht mal jemand erklären, wie das mit Basis aus Eigenvektoren funktioniert? Ich verstehe das nicht ganz, wann es eine Basis aus Eigenvektoren gibt und wieso... Vielen Dank für jede Hilfe leider fallen mir nicht viele Lösungsansätze ein... Gruß Physi |
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| 18.01.2010, 23:40 | El_Snyder | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
RE: Eigenwerte, Diagonalisierbarkeit: allgemeine Fragen
Ja, die Eigenvektoren sollten nur nicht linear abhängig sein
Aber das ist denk ich mal klar..
Naja, nicht jede quadratische Matrix ist diagonalisierbar, was eben daran liegt, dass auch Eigenwerte mit einer algebraischen Vielfachheit von 2 nur einen linear unabhängigen Eigenvektor haben können. Sprich: Dein charakteristisches Polynom hat u.a. eine n-fache Nullstelle, die Eigenvektoren dieses Eigenwerts spannen aber nur einen Eigenraum mit Dimension < n auf (andersherum kann aber ein Eigenwert mit algebraischer Vielfachheit n keine n+x (x>0) linear unabhängigen Eigenvektoren besitzen).
Die Frage hast du dir doch oben selbst beantwortet: Die geometrische ist immer kleiner/gleich der algebraischen Vielfachheit. Ein n-facher Eigenwert kann halt auch n linear unabhängige Eigenvektoren besitzen, die eine Basis des Eigenraums bilden. Die kannst du dann mit Gram-Schmidt orthogonalisieren, wenn du die Standardbasis haben willst.
Wie du schon geschrieben hast, ist eine Matrix A diagonalisierbar, falls der Körper unter A eine Basis aus Eigenvektoren von A besitzt. Dann gilt , falls eine solche Basis ist. Wenn nun T die Matrix mit Spaltenvektoren und D die Diagonalmatrix mit Diagonalelementen ist, bedeutet die obige Gleichung nichts anderes als . Und das ist äquivalent zu . Daher kommt deine Gleichung. gibt ja gerade die Einheitsmatrix.
Das müsstest du dir jetzt fast selbst erklären können
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Aber das ist denk ich mal klar..