Beispiel einer gerichteten Menge die keine Teilfolgen zulässt

Neue Frage »

Felix Auf diesen Beitrag antworten »
Beispiel einer gerichteten Menge die keine Teilfolgen zulässt
Eine gerichtete Menge lässt Teilfolgen zu, wenn es eine abzählbar unendliche Teilmenge gibt, so dass gilt. ( "Größergleich" soll dabei allgemein für eine Richtung stehen)

Meine Problem: ich kann kein Beispiel für eine Menge finden, die keine Teilfolgen zulässt. Könnt ihr mir da weiter helfen ?

lg Wink
system-agent Auf diesen Beitrag antworten »

Muss notwendig unendlich gross sein?
Felix Auf diesen Beitrag antworten »

Hammer

Den Gedanken hatte ich sogar schon - hab mir dann aber blöderweise eingebildet die Definition besagt höchstens abzählbar Big Laugh

Danke Freude

Edit:

Gibt es unendliche Mengen mit der Eigenschaft ???
system-agent Auf diesen Beitrag antworten »

Ich würde mal raten nein, denn eine unendliche Menge muss mindestens schonmal abzählbar unendlich gross sein (oder nicht?).
Felix Auf diesen Beitrag antworten »

Aber findet man denn zu jedem ein , so dass vor liegt ? Rein intuitiv würde ich natürlich ja sagen aber ist das wirklich so?
Felix Auf diesen Beitrag antworten »

So ich hab mir jetzt ein bisschen den Kopf zerbrochen und auch im Internet nachgesehen.
Nochmal klar formuliert worum es mir geht:

Gibt es eine unendliche gerichtete Menge (die trivialerweise überabzählbar sein müsste), so dass es keine abzählbar unendliche Teilmenge gibt die zu jedem ein Element besitzt für welches gilt?

In gewisser Weise wäre das also eine Verallgemeinerung eines nichtarchimedisch angeordneten Körpers ( in diesem Fall wäre die Frage ja positiv zu beantworten).

Nun lässt sich das aber nicht so leicht übertragen, da es ja neben noch andere abzählbar unendliche Teilmengen gibt verwirrt

Kennt sich da jemand aus ?

lg
 
 
WebFritzi Auf diesen Beitrag antworten »

Hier ein Gegenbeispiel:

Sei mit der Relation



Dies ist eine gerichtete Menge, denn für ist auch die Funktion

Angenommen, es gäbe Funktionen so dass es zu jedem ein gibt mit Wähle eine Funktion mit Es gibt nun laut Voraussetzung ein so dass Daraus folgt aber



Ein Widerspruch!
Felix Auf diesen Beitrag antworten »

Danke für dieses Beispiel WebFritzi, bin selbst einfach nicht draufgekommen.

lg
wisili Auf diesen Beitrag antworten »

Ich habe noch ein Verständnisproblem mit der Definition bei Wikipedia
Im Abschnitt «anschauliche Deutung» wird mit Axiom (R3) garantiert (mit x=y), dass zu jedem Element ein weiteres, dahinterliegendes z existiere. Aber z könnte ja auch x sein. (Die Folge könnte wegen Reflexivität der Relation konstant sein.) Ist da bei Wikipedia etwas falsch?
Felix Auf diesen Beitrag antworten »

Das ist halt ein wenig ungenau formuliert. Der "weitere Punkt" kann natürlich auch x selbst sein.
wisili Auf diesen Beitrag antworten »

Dann wäre der ganze Abschnitt überflüssig, und eine gerichtete Menge könnte auch endlich sein?
Felix Auf diesen Beitrag antworten »

Ja ein gerichtete Menge kann auch endlich sein.
system-agent Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von wisili
Dann wäre der ganze Abschnitt überflüssig, und eine gerichtete Menge könnte auch endlich sein?


Siehe dazu zum Beispiel im Wikipedia-Artikel auch das letzte Beispiel, das mit der Potenzmenge.
Um eine ziemlich kleine Menge zu kriegen, könntest du auch nutzen Augenzwinkern .
wisili Auf diesen Beitrag antworten »

Dann ist der oben angesprochene Wikipedia-Abschnitt «anschauliche Deutung» definitiv idiotisch:
Er garantiert, dass von jedem Element x0 aus eine Folge x0, x0, x0, x0, x0, ...
konstruiert werden kann.
WebFritzi Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von wisili
Dann ist der oben angesprochene Wikipedia-Abschnitt «anschauliche Deutung» definitiv idiotisch:
Er garantiert, dass von jedem Element x0 aus eine Folge x0, x0, x0, x0, x0, ...
konstruiert werden kann.


Richtig. Das ist mir auch aufgefallen, als ich den Artikel las.
Felix Auf diesen Beitrag antworten »

Hallo Wink

Ist zwar nun schon ein bisschen her das ich diesen Thread eröffnet habe, aber es hat sich eine neue Frage zu diesem Thema aufgetan. Meine Fragen sind damals aus dem Versuch entstanden zu beweisen, dass ein Cauchynetz in einem vollständigen metrischen Raum konvergent ist. Ich konnte diese Aussage aber, wie ich dachte, nur für Netze über gerichteten Mengen, die Teilfolgen zulassen, beweisen. Zu diesem Schluss kam ich, da ich im Beweis eine Folge in der gerichteten Menge so verwendet habe, dass gilt für vor .
Wie in diesem Thread aber schon festgestellt wurde, kann es ein aus der gerichteten Menge geben, so dass dieses vor allen liegt. Weiters kann dieses ja so sein, dass erst ab diesem Element für ein bestimmtes Epsilon gilt, was der Existenz der konstruierten Folge widersprechen würde.

Naja jetzt habe ich doch glatt während dem Schreiben den Fehler meiner Argumentation entdeckt Big Laugh

Die Eigenschaft von , dass der Abstand zweier Glieder erst für Indizes vor kleiner einem bestimmten Epsilon ist muss nicht gelten. Da man die Folge logisch einwandfrei konstruieren kann, ist diese Eigenschaft sogar sicher nicht gegeben. Vielmehr muss für alle vor gelten.

So nachdem ich solang geschrieben habe möchte ich diesen Beitrag nun auch nicht löschen Big Laugh
Außerdem könnte es ja sein, dass mir noch ein Fehler unterlaufen ist. Sollte das der Fall sein sagt es mir bitte ...

lg
Neue Frage »
Antworten »



Verwandte Themen

Die Beliebtesten »
Die Größten »
Die Neuesten »