Wenn man in Mathe schlechter wird

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penelopi Auf diesen Beitrag antworten »
Wenn man in Mathe schlechter wird
Meine Frage:
Ich war mal in Mathe Perfekt also gut und jetzt nach
den sommerferien bin ich irgendwie schlechter geworden an was
kann das liegen ?


Meine Ideen:
Mehr lernen
Airblader Auf diesen Beitrag antworten »

Vielleicht hast du dir den Matheknochen gebrochen?

air
system-agent Auf diesen Beitrag antworten »

Wenn du tatsächlich den Stoff verstanden hattest, dann wirst du dich wieder an die Dinge erinnern. Andernfalls solltest du vielleicht ein bischen Übungsaufgaben lösen.
addor Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Wenn man in Mathe schlechter wird
Wir können ja keine Ferndiagnose machen! Vielleicht ist in Deinem privaten Umfeld etwas geschehen, das sich auf Deine Matheleitungen auswirkt. Vielleicht hast Du Dich verliebt. Unter der Annahme, dass Du zwischen 15 und 20 bist, hat sich Dein Geist weitereintwicklet, vielleicht gerade einen kleinen Entwicklungssprung gemacht, und nun interessierst Du Dich mehr für andere Dinge als für Mathe.

Leistungen sind nie konstant, wir sind ja keine Maschinen. Beobachte mal Deine Matheleistungen aufmerksam während des laufenden Semesters. Vielleicht ist es ja nur ein statistischer Einbruch, den Du beklagst. Sollte es sich herausstellen, dass Du Dich tatsächlich auf einer schiefen Ebene befindst und darauf abrutschst, dann würde ich ganz tief in mich hinein hören, ob sich in meinem Matheinteresse etwas verändert hat.

Warum warst Du früher gut und jetzt nicht mehr? Was hat sich in Deinem Inneren verändert? Schreibe einen Aufsatz zum Thema "Wie man sich in Mathe verschlechtern kann - notwendige und hinreichende Bedingungen zum Nachlassen der Matheleistungen".

Ich glaube, die Leistungen auf einem Gebiet sind eine Frage der Motivation (und natürlich des Talents und des Glücks, was aber schwer zu beeinflussen ist) und Motivation wiederum hängt von der eigenen Wertehaltung ab. Welche Priorität hat Mathe für Dich? Entweder, Du findest Mathe einigermassen wichtig. Dann müsstest Du Begeisterung dafür finden, indem Du z.B. ab und zu mit jemandem sprichst, der Mathe geil findet. Ich hatte während einigen Semstern an einer Pädagogischen Hochschule die Aufgabe, in einer Grundvorlesung angehenden Kindergarten- und Unterstufenlehrern die Angst vor Mathe zu nehmen und sie für Mathe zu begeistern. Das war eine wundervolle Aufgabe. Ich habe ihnen spannende Mathe-Geschichten erzählt, darüber sinniert, ob Raben zählen können, mit ihnen gezaubert, schöne Parkette gebastelt und erklärt, dass Parkette sehr schwierige mathematische Aufgaben hervorbringen können, Landkarten gefärbt (inkl. Geschichte des Vierfarbensatzes) oder Pentominos gelegt. Einigen meiner Studenten konnte ich so meine Begeisterung für die Mathematik weitergeben.

Entweder, Du versuchst Dich für Mathe zu begeistern oder Du seuchst Dich mit der Auffassung, dass Mathe sowieso für nichts gut sei, durch den Rest Deines Lebens. Mit dieser letzte Auffassung wärst Du heute leider in guter Gesellschaft ("gut" für "zahlreich"). An Parties und anderen Zusammenkünften gehört es ja mittlerweile zum guten Ton von Managern und Politikern zu betonen, dass sie in Mathe immer schon schlecht waren. Und da alle ihrer Meinung sind, merkt niemand, wie dumm diese Bemerkung gerade für einen Entscheidungsträger ist.

Viel Spass mit Mathe!
MV Auf diesen Beitrag antworten »

Also ich stand letztes jahr 1 in Mathe. jetzt 3 und kapiere gar nichts mehr. Das liegt aber eindeutig an der Lehrerin. Die ganze klasse ist abgesunken.
addor Auf diesen Beitrag antworten »

Na, Gott sei Dank hast Du die Lehrerin, die Deine zurückgehenden Leistungen verantwortet. Dann ist ja gut.
 
 
tigerbine Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von [email protected]
Also ich stand letztes jahr 1 in Mathe. jetzt 3 und kapiere gar nichts mehr. Das liegt aber eindeutig an der Lehrerin. Die ganze klasse ist abgesunken.


Die Schuld mag nicht immer beim Schüler liegen. Die Frage ist, was macht man aus so einer Situation. Augenzwinkern
MV Auf diesen Beitrag antworten »

@ tigerbine

Da hast du recht. Nichts gegen Mathelehrer hier im Board, aber unsere ist echt schlimm.
Wenn wir ein neues Thema bearbeiten, dann wird sie sofort sauer wenn jemand etwas nicht auf anhieb versteht.
Wink
allahahbarpingok Auf diesen Beitrag antworten »

also wenn deine Leistung for( ;; ) bleibt, dann siehts wohl mager aus Big Laugh Big Laugh Big Laugh

dem Prinzip widersprechende Inhalte entfernt. - Das Matheboardteam.
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

So etwas will ich (und ich denke da spreche ich auch im Namen der anderen) NICHT! lesen!!! böse

Edit: Zitat entfernt, hab im Nachhinein entschieden dass solch ein geistiger *** nicht doppelt hier stehen sollte.
tigerbine Auf diesen Beitrag antworten »

Das geht mir und dem Team ganz genauso. Lehrer
lgrizu Auf diesen Beitrag antworten »

ich kann nicht nachvollziehen, warum vieles immer auf die lehrer geschoben wird, ich hatte auch den ein oder anderen lehrer in meiner schulzeit, mit dem ich nicht klar kam, aber das absinken meiner leistungen lag in diesem fall immer an meiner persönlichen einstellung zu dem lehrer und nicht an der fähigkeit des lehrers...

ich habe auch einige wirklich, ich möchte fast sagen recht unfähige lehrer kennen gelernt, das sind aber ausnahmefälle...

wenn man darüber nachdenkt und merkt, bei diesem lehrer finde ich keinen zugang zu dem stoff ist das etwas anderes, als zu sagen, und dazu neigen schüler häufig, der lehrer ist schlecht.
es ist nicht gerade einfach, bei heutigen klassengrößen von 30 oder mehr schülern, jedem einzelnen einen zugang zu dem geforderten stoff zu ermöglichen und ich denke, das sollte man ohne weiteres berücksichtigen, häufig ist es nicht die schuld der lehrer, sondern die des bildungssystems....
MV Auf diesen Beitrag antworten »

Falls ihr mich meint, muss ich wohl einiges zurechtrücken. Das was ich Vorhin gesagt hatte war nicht auf euch persönlich bezogen. Ich denke jeder darf frei seine Meinung äußern und da ihr meine Lehrerin nicht kennt, könnt ihr die Situation denke ich auch nicht so gut beurteilen. Selbstverständlich war damit nicht gemeint, dass es nur Schuld der Lehrer(bei mir eigentlich nur der Mathelehrerin) ist, dass die Leistungen der Klasse oder von Schülern extrem fallen. Was ich sagen wollte war, dass ein von ihr besserer und verständlicherer Unterricht auch zur Besserung von Leistungen führen würde. Dies kann die Lehrerin natürlich nicht allein, sondern die Schüler müssen sich auch besser anstrengen.

Ich hoffe, dass mir das niemand persönlich übel nimmt und das ihr meinen Standpunkt jetzt besser versteht. Wink
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

Ich stimme dir zu, dass viel an der persönlichen Einstellung des Schülers liegt, die Ausnahmefälle wie du sie nennst werden aber immer mehr, so erlebe ich das zumindest.

Ich habe in der 11 eine neue Lehrerin in Mathe und Physik bekommen; diese Frau war weder fachlich noch pädagogisch in der Lage den Job eines Lehrers zu erfüllen; eine Physiklehrerin die mir mit voller Überzeugung erklären will, dass eine Glühbirne keinen Widerstand bestitzt...achja, und (p+q)²=p²+2pq+q² ist natürlich die allseits bekannte pq-Formel. Ebenso ist bei der Vergabe der mündlichen Noten die Aussage "Sie haben eine fünf, aber mit einer Tendenz zur 2" eine Aussage, die ihre Fähigkeiten sehr gut beschreibt. Über diese Frau gab es regelmäßig Beschwerden bei Vertrauenslehrern/Oberstufenkoordinatoren, aber da ihr Mann mit unserem Schulleiter befreundet ist (und sie natürlich den Beamtenstatus inne hat), ist sie fast unantastbar. Im Jahrgang nach mir hat sie den Mathematik LK bekommen mit der Begründung "Die Schüler die Mathe LK wählen haben ein gewisses Maß an mathematischem Grundverständnis, die schaffen das dann schon".

Ich selber hatte im Englisch LK eine Lehrerin, die keine zwei Sätze in korrektem Englisch rausbringen konnte; sei es wegen fehlender Vokabelkenntnisse oder grammatikalischer Fehler. Ich hatte mehrere Fälle, wo ich einen Fehler angestrichen bekommen habe, bloß weil sie eine verwendete Vokabel nicht kannte o.Ä.

In meinem Schulpraktikum habe ich bei einer Refrendarin hospitiert, die nervlich völlig ungeeignet ist. Sie ist eine sehr nette und liebe Frau, kann sich aber gegenüber den Schülern nicht durchsetzen und hat keine Autorität. In der Klasse war immer eine Lautstärke, die konzentriertes Arbeiten unmöglich machte (Privatgespräche, Zwischenrufe und zum Teil beleidigende Kommentare, herumlaufende Schüler...).

Eine andere (schon fertige) Lehrerin hat mir als Praktikantem und zukünftigem Lehrer gesagt: "Ich würde heute nicht mehr Lehrer werden. Man ist nur noch auf sich allein gestellt und muss sich um alles kümmern. Und die Eltern helfen einem auch nicht mehr wenn man sie auf Probleme anspricht. Ich bin nur noch hier, weil ich in ein paare Jahren in Rente gehen kann".

Bei einigen Lehramtsstudierenden die ich kennengelernt habe, mag ich gar nicht vorstellen, wie sie später vor einer Klasse stehen. Zum Teil sind "Meine Eltern sind Lehrer, und die müssen nie viel arbeiten, also werd ich auch Lehrer" oder "Ich will verbeamtet werden, 12 Wochen Ferien im Jahr haben und gutes Geld bekommen" die einzigen Antriebsgründe die vorhanden sind. Das kann sich natürlich alles noch ändern, aber ich wage zu behaupten, dass diese später als schlechte Lehrer enden.

Das andere Extrem sind vollkommene Fachidioten; (reine) Mathematiker/Biologen/andere Fachrichtung die keinen Job finden und spontan entscheiden Lehrer zu werden. Mit einem 3-monatigem Crashkurs Pädagogik können diese dann eingestellt und auf Schüler losgelassen werden. Vielleicht haben sie an vorher an der Uni schonmal ein Tutorium geleitet und es hat gut geklappt, aber an der Schule ist das eine ganz andere Situation wo sie in der Regel nicht mit klar kommen (natürlich gibt es hier auch Ausnahmen).

Im Moment wird aber leider jeder eingestellt der irgendeine kleinste Befähigung haben könnte, bis 2014 werden 60% der aktuell unterrichtenden Lehrer in Pension gehen (mein Stiefvater ist Lehrer an einer Schule und der Altersdurchschnitt des Kollegiums liegt bei 53 Jahren!).

Ich will jetzt keinesfalls die Schüler in Schutz nehmen, bei meinem Praktikum hab ich einige Schüler kennengelernt die man in einen großen Sack stecken und blind draufhauen könnte ohne einen falschen zu treffen, man sollte aber auch nicht jeden "Der Lehrer ist schlecht"-Spruch einfach so abtun.
MV Auf diesen Beitrag antworten »

Hallo,

die Situation die du schilderst ist bei mir ähnlich. Zum Beispiel diese "reinen Fachidioten" wie du sie nennst, kommen mir sehr bekannt vor. Nehmen wir mal meine Chemielehrerin. Sie war lange an der Uni hat aber nicht wirklich Lehramt studiert. Sie ist also eine "Frau vom Fach", der Nachteil ist aber, dass sie immer wie bei ihren Chemie-Kollegen damals bei uns Kenntnisse voraus setzt, die wir gar nicht kennen oder die nicht im Lehrplan stehen. Das heißt sie spricht sozusagen eine andere "Sprache", die man aber nicht nachholen kann durch Hausaufgaben machen o.ä. Dementsprechend sind die Ergebnisse in Tests.

Ich stimme dir, Iorek, und dir,Air, zu ,dass es sicherlich auch an der Einstellung des Schülers zur Lehrkraft liegen kann, doch möchte ich darauf hinweisen, dass es extrem schwer ist sich auf ein Fach zu konzentrieren das einen nicht interessiert und das dann noch absolut langweilig erklärt wird, sodass man sich am Ende fragt: Warum das ganze?

Auch die Situation die du(Iorek) schilderst mit dem LK-Englisch kenne ich wenn auch nur aus Vertretungsstunden. Wir hatten damals eine Frau russischer Herkunft als Lehrerin, die weder Gut Deutsch noch verständliches Englisch sprach. Wie soll man das das gesagte verstehen?

Das Problem ist oft der fehlende Antrieb von Lehrkräften und Schülern.
lgrizu Auf diesen Beitrag antworten »

@iorek

das klingt wie in einem schlechten film, ich habe ähnliche erfahrungen nicht gemacht, aber meine schulzeit liegt auch schon über 10 jahre zurück...

ich habe im studium auch einige lehrämter (bzw. FÜB) kennengelernt, bei denen ich mir nicht vorstellen kann, dass die mal mathe unterrichten, aber es ist auch an einigen unis so, dass man von studiengebühren befreit wird, wenn man in seinem FÜB mathe mitnimmt, da es da wohl am meisten an lehrern mangelt.

nen freund von mir studiert auch mathe FÜB und bei dem möchte ich mir, so sehr ich ihn mag und schätze, nicht vorstellen, dass der mal vor einer klasse steht, er ist weder besonders gut in seinem studium (in fast allen fächern musste er zur mündlichen nachprüfung weil 2 mal durchgefallen) noch ist er pädagogisch besonders befähigt...
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von lgrizu
@iorek

das klingt wie in einem schlechten film, ich habe ähnliche erfahrungen nicht gemacht, aber meine schulzeit liegt auch schon über 10 jahre zurück...


Ich weiß, manches mag man einfach nicht glauben weil es so gestellt wirkt, es war/ist aber wirklich so.

Wie gesagt, das ist (noch) nicht der Regelfall, was ich in den letzten Monaten gesehen habe, sei es an oben beschriebenen Refrendaren oder Lehramtsstudenten, wird es im Moment aber nicht besser. Und wenn man wie du sagst die Studiengebühren geschenkt bekommt, nur weil man Mathe auf Lehramt nimmt...super Motivation, das gibt mal einen richtig guten Lehrer der Spaß an seinem Fach hat (was auch eine wichtige Vorraussetzung für einen guten Lehrer ist).
MV Auf diesen Beitrag antworten »

Ich will auch mal sagen, dass das natürlich sehr variieren kann. Bis auf die Fälle die ich geschildert habe bin ich eigentlich zufrieden mit den Lehrern. Wink
lgrizu Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Iorek
. Und wenn man wie du sagst die Studiengebühren geschenkt bekommt, nur weil man Mathe auf Lehramt nimmt...super Motivation, das gibt mal einen richtig guten Lehrer der Spaß an seinem Fach hat (was auch eine wichtige Vorraussetzung für einen guten Lehrer ist).


ist toll, oder? Freude

aber das ist auch noch nicht der regelfall....

der von mir eben beschriebene freund studiert das deshalb....

eigentlich wollte er deutsch, sport und gestaltene kunst machen, nu ist er bei mathe gelandet Augenzwinkern
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

Und dann soll nochmal einer sagen, in unserem Bildungssystem läuft alles gut. unglücklich
MV Auf diesen Beitrag antworten »

Nach PISA sind die Finnen sowieso meilenweit voraus.
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

PISA ist in meinen Augen nur bedingt als geeigneter Vergleich anzusehen; in jedem Land hat man ganz andere Vorraussetzungen was das Lernen angeht (vergleich mal das Leben eines deutschen Schülers mit dem eines koreanischen/chinesischen/amerikanischen/australischen/englischen/französischen Schülers), es werden andere Schwerpunkte bei der Schuldbildung gelegt, andere Lernumgebungen geschaffen (z.B. in Australien gibt es sehr viele teure, aber auch sehr gute Privatschulen, da kann die normale deutsche Schule allein austattungsmäßig nicht mithalten) und die Lehrerausbildung ist in jedem Land auch anders strukturiert, die PISA Studien differenzieren mir da nicht genug.
MV Auf diesen Beitrag antworten »

@Iorek:

So meinte ich das nicht. Ich hab nicht gesagt das PISA differenziert arbeitet und dass die internationalen Vergleiche überhaupt geeignet und vergleichbar sind. Ich denke man kann dass garnicht so einaach darstellen, aber, und das steht außer Frage, PISA ist ein Vergleich und ob der jetzt gut oder nicht ist muss man für sich selber entscheiden. Augenzwinkern
system-agent Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Iorek
Und wenn man wie du sagst die Studiengebühren geschenkt bekommt, nur weil man Mathe auf Lehramt nimmt...super Motivation, das gibt mal einen richtig guten Lehrer der Spaß an seinem Fach hat (was auch eine wichtige Vorraussetzung für einen guten Lehrer ist).


Die Motivation wird spätestens dann genommen, wenn man einmal die Lehrpläne anschaut. Meiner Meinung nach ist da viel zu viel Unsinn drin und ein bischen mehr Freiheiten in der Unterrichtsgestaltung mit dem Ziel, den Schülern mathematisches Denken anstatt einen nutzlosen Satz Formeln zu vermitteln, wäre etwas das ich sehr begrüssen würde.
Zellerli Auf diesen Beitrag antworten »

Es liegt nicht nur an den Lehrplänen, vollen Klassen und dem an die Wand gefahrenen dreigliedrigen Schulsystem (das schon lange nicht mehr dreigliedrig ist).

Es liegt auch daran, dass ein Lehrämtler am Gymnasium zum Beispiel die beiden Fächer Mathematik und Physik nahezu auf Diplomniveau studiert (es fehlt nur die Diplomarbeit und jeweils 1-2 Scheine). Obendrauf kommen viel zu wenig (und nichtmal verpflichtende) Erziehungswissenschaften, die obendrein noch die Erkenntnisse aus dem letzten Jahrhundert auftischen und die Tatsache, dass es zwei Fächer sind.

Die, die das am besten durchziehen sind seltenst diejenigen, die am besten mit Kindern und Jugendlichen können. Und es sind auch seltenst die Kreativen und Flexiblen, die aus einem starren Lehrplan und verrosteten Methoden das beste herausholen.

Es fehlt der Praxisbezug, das Feedback und die damit verbundene Wahlfreiheit (das gilt für alle Lehrämter).
Man macht drei Wochen Orientierungspraktikum. Quasi noch als Schüler. Da sitzt man auch nur wie ein Schüler mit in der Klasse.
Dann macht man vier bis sechs Wochen Blockpraktikum. Mit mindestens einer Unterrichtsstunde pro Fach (den Rest sitzt man nur mit drin). Hier soll man schon Feedback bekommen, aber kein Lehrer wagt es anhand von einer Stunde Feedback zu geben und zu ermutigen oder abzuraten. Das ziehen außerdem die meisten Studenten erst im 3. oder 4. Semester durch, wo es - dank Bologna - zu spät ist für einen verlustfreien oder wenigstens verlustarmen Wechsel in ein geeigneteres Studienfach.
Und zum Schluss gibt es noch ein studienbegleitendes Praktikum, wo man jede Woche einmal in der Schule ist und insgesamt zwei Stunden halten muss.

Der Lehrämtler hat nach dem 1. Staatsexamen also garnicht so selten nichtmal fünf Stunden Unterricht gehalten.
Und wenn es kein Gymnasiallehrer ist, hat er auch nichtmal die Chance mit diesem Abschluss irgendwo anders unter zu kommen - und sei es nur in einer Behörde.

In den LA-Studiengang gehören zwei Semester Fachwissen. Beim Gymnasiallehrer vier (dafür studiert er ja auch neun, statt sieben Semester). Und der Rest müssen Erziehungswissenschaften und vor allem Praktika sein.

Verkorkstes, elitäres Preußensystem. Und der Deutsche Philologenverband unterstützt dieses dem Untergang geweihte System mit voller Kraft.
MV Auf diesen Beitrag antworten »

VOlle Klassen, und wie? Wir ham 32 Leute in der Klasse. Das ist nicht lern fördernd.
system-agent Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Zellerli
In den LA-Studiengang gehören zwei Semester Fachwissen. Beim Gymnasiallehrer vier (dafür studiert er ja auch neun, statt sieben Semester). Und der Rest müssen Erziehungswissenschaften und vor allem Praktika sein.


Tut mir leid, da muss ich entschieden widersprechen. Ich habe es genauso wie Iorek erlebt, dass einige Lehrer, auch Mathelehrer, tatsächlich sehr dürftiges Fachwissen hatten. Ich verlange sicher nicht dass er in allem sofort eine Antwort parat haben müsste, aber meiner Meinung nach sollte der Lehrer, gerade in Mathe, soweit sein Fach verstanden haben dass er ohne Unterlagen den Unterricht halten kann und nicht bei jedem bischen selbst im Buch nachlesen muss.
MV Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von system-agent

Ich verlange sicher nicht dass er in allem sofort eine Antwort parat haben müsste, aber meiner Meinung nach sollte der Lehrer, gerade in Mathe, soweit sein Fach verstanden haben dass er ohne Unterlagen den Unterricht halten kann und nicht bei jedem bischen selbst im Buch nachlesen muss.


@Systemagent:

Das Fachwissen von Lehrern, vorallem Mathelehrern scheint wirklich, zu mindest bei mir, Mangelware zu sein.
Ich finde es bedauerlich wenn Lehrer beim Kontrollieren der Hausaufgaben immer ins Lösungsbuch schauen müssen.
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

Den Blick ins Lösungsbuch würde ich noch nichtmal beanstanden, dass der Lehrer nicht für jede Klasse alle Hausaufgaben eigens durchrechnet ist für mich eigentlich klar und nicht so schlimm.

Schlimmer finde ich es, wenn sich der Lehrer blind auf sein Lösungsbuch versteift hat und somit abweichende Antworten der Schüler kategorisch als falsch abstempelt, weil er nicht in der Lage ist selber schnell nachzurechnen.
system-agent Auf diesen Beitrag antworten »

Ich bezog mich damit nicht auf das nachrechnen, sondern darauf, dass man die Sachverhalte und Zusammenhänge an der Tafel erklären kann ohne es aus einem Buch abzuschreiben, ohne Notizen.

Ausserdem, wenn ein Schüler einen anderen Ansatz hat kann man diesen Schüler das erklären lassen, vll sogar an der Tafel und dann sieht man ob es richtig ist oder wenn es falsch ist kann man gleich allen zeigen wieso es nicht richtig ist.
MV Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Iorek
Den Blick ins Lösungsbuch würde ich noch nichtmal beanstanden, dass der Lehrer nicht für jede Klasse alle Hausaufgaben eigens durchrechnet ist für mich eigentlich klar und nicht so schlimm.

Schlimmer finde ich es, wenn sich der Lehrer blind auf sein Lösungsbuch versteift hat und somit abweichende Antworten der Schüler kategorisch als falsch abstempelt, weil er nicht in der Lage ist selber schnell nachzurechnen.


So war das meiner seits auch gemeint.
Ibn Batuta Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von [email protected]
Also ich stand letztes jahr 1 in Mathe. jetzt 3 und kapiere gar nichts mehr. Das liegt aber eindeutig an der Lehrerin. Die ganze klasse ist abgesunken.


Denk´ dir nichts. Solche pädagogischen und fachlichen Nullen hatte ich auch als Lehrer.


Ibn Batuta
MV Auf diesen Beitrag antworten »

Ich geb mir Mühe. Freut mich aber wenn ich nicht der einzige bin. Augenzwinkern

Wink
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