Verständnisprobleme bei Äquivalenzrelation

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Verständnisprobleme bei Äquivalenzrelation
Ich versuch grad mich mit dem Thema mittels Beutelspacher's - Lineare Algebra - vertraut zu machen und hab sogar allgemein Probleme damit zu verstehen wann Definitionen NICHT zutreffen

Beispielsweise lautet eine Übung wie folgt:
Zitat:
Die folgenden Vorschriften definieren eine Äquivalenzrelation auf der Menge der natürlichen Zahlen:
x ~ y <=> x,y gerade

und weitere beispiele die ich dann mal selber durchgehen möcht
laut Lösung ist das Beispiel falsch, also keine Äquivalenzrelation

Ganz allgemein:
Soweit ich Relationen verstanden hab ist die Schreibweise in 2 Teile aufgeteilt. Links vom Äquivalenzzeichen steht z.b. wie die Variablen der Relation heißen. Rechts welche Eigenschaften die einzelnen Variablen haben müssen um in der Menge dieser Relation zu sein.
D.h. die gefragte Relation
eine aus geordneten Paaren bestehende Teilmenge der Natürlichen Zahlen
müsst ca. so aussehen


Jetzt bin ich etwas unschlüssig was die Äquivalenzrelation betrifft:
Zitat:
Die Relation ~ heißt reflexiv, falls gilt: x~x für alle

heißt das es geht hier um irgend eine natürliche Zahl, z.b. 3 welche nicht in der Relation is, weshalbs kein Äquivalenzrelation sein kann?
Das würde ja auch bedeuten das eine Äquivalenzrelation nur dann sein kann wenn alle Elemente der ursprünglichen Menge in der Relation sind. versteh ich das richtig so?
Zitat:
Die Relation ~ heißt symmetrisch, falls gilt: (x~y <=> y~x) für alle

X sind in dem Fall die natürlichen Zahlen, wieder is z.b. 3 und 5 nicht in der Relation, also passt auch das nicht.
Und hier gilt selbiges wie zuvor, es müssen alle Elemente in der Relation sein, weil man ja scheinbar laut definition irgendein Element aus X zur prüfung nehmen kann.
Zitat:
Die Relation ~ heißt transitiv, falls gilt: (x~y, y~z <=> x~z) für alle

im grunde selbiges wie zuvor


verwirren tut mich z.b. folgender Post
http://www.matheplanet.com/matheplanet/n...php?topic=90079

Angeblich is das eine Äquivalenzrelation, aber wie kann das sein, wenn ich willkürlich für x = 2, y = 5, z=6 wähle
dann is die symmetrie und transitivität doch gar nicht gegeben, weil
(2,5) und (5,2)
sowie (2,5)(5,6)(6,2)
in der Relation gar nicht vorkommen
*verwirrung*
wisili Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Verständnisprobleme bei Äquivalenzrelation
Symmetrie heisst:
WENN (x,y) vorkommt (und nur dann), muss auch (y,x) vorkommen.
Transitivität heisst:
WENN (x,y) und auch (y,z) beide vorkommen, dann und nur dann muss auch (x,z) vorkommen.
thinking Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Verständnisprobleme bei Äquivalenzrelation
danke wisili, aber irgendwas fehlt mir noch
ich nehm mal an deine formulierung lässt sich auf reflexivität anwenden:
Eine Relation ist Reflexiv
WENN (x,x) vorkommt (und nur dann).

und soweit ich versteh bedeuten diese Begriffe das man sich die Paare der Relation mal anschaut und daran erkennt ob die Relation Reflexiv,Symmetrisch,Transitiv ist. D.h. dieses x,y,z e X is nur eine Art Hinweis das die Relation auf der Menge X aufbaut und nur solche Elemente haben darf. Würd also in meinem Beispiel (2,0.5) vorkommen wärs keine Äquivalenzrelation WEIL 0.5 nicht in X vorkommmt. - hat aber noch nix mit reflexiv, sym, ... ztun
Damit versteh ich jedenfalls warum die Relation aus dem anderen Matheforum eine Äquivalenzrelation is

Aber Beutelspacher's beispiel wär dann doch eine Äquivalenzrelation.
Reflexiv weil jede gerade Zahl mit sich selbst in Relation steht z.b. x=2,y=2
Symmetrisch weils für alle geraden x,y Paare x~y <=> y~x gibt
Transitiv ebenfalls weil die Paare für alle geraden x,y gebildet werden und da kommt man von (2,4),(4,0) auf (2,0)

entweder irgendwas fehlt noch für ein Aha-Erlebnis oder Beutelspacher's beispiel ist falsch
hat jemand ne Ahnung wo mein Denkfehler is?
wisili Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Verständnisprobleme bei Äquivalenzrelation
Zitat:
Original von thinking
Beispielsweise lautet eine Übung wie folgt:
Zitat:
Die folgenden Vorschriften definieren eine Äquivalenzrelation auf der Menge der natürlichen Zahlen:
x ~ y <=> x,y gerade

Wenn das bedeutet «sowohl x als auch y sind gerade», dann ist es KEINE Aequivalenzrelation auf der Menge der natürlichen Zahlen.

Edit: Ich sehe gerade, dass dein Buch ja ganz dieser Meinung ist: Das kann keine Aequivalenzrelation sein, weil z.B. (1,1) fehlt, die Reflexivität verletzt ist.
Deine obige Vermutung «Das würde ja auch bedeuten das eine Äquivalenzrelation nur dann sein kann wenn alle Elemente der ursprünglichen Menge in der Relation sind. versteh ich das richtig so?» musst du nur geringfügig ändern: «Das würde ja auch bedeuten dass es eine Äquivalenzrelation höchstens dann sein kann, wenn alle Paare mit doppelten Elementen, (x,x), der ursprünglichen Menge in der Relation sind. versteh ich das richtig so?» Ja, so ist es. (Symmetrie und Transitivität sind übrigens im Beispiel erfüllt!)
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