Beweisen durch Hauptsatz der Diff.- und Integralrechnung

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le Auf diesen Beitrag antworten »
Beweisen durch Hauptsatz der Diff.- und Integralrechnung
Hallo,
als Klausuraufgabe aus einem vorigen Jahrgang habe ich diese Aufgabe gefunden:
f ist eine stetige, reellwertige Funktion.
Zu beweisen ist dann für a=-x und b=x:

Und zwar 1. mit dem Mittelwertsatz der Integralrechnung und 2. Mit dem Hauptsatzder Differential- und Integralrechnung.

1. Fand ich leicht. Bei 2. habe ich allerdings ein Problem.
Ich komme so weit:


DIesen Ausdruck kann ich ja jetzt ohne weiteres nicht weiter bestimmen. Deshalb habe ich mit l`Hospital weiter gemacht:
Betrachte
Wobei die erste Ableitung von und die erste Ableitung von sein soll.

Jetzt ist natürlich die Frage, ob dieser GRenzwert existiert. Das kann man aber doch aus der Stetigekti von f folgern, oder?
Dann wäre


Ist das soweit richtig? Dann müsste ja aber, damit das richtige Ergebnis rauskommt sein??
Denn wegen der Stetigkeit von f ist doch , oder? Hm, irgendwas stimmt da nicht.

Kann mir hier jemand weiter helfen?
Mazze Auf diesen Beitrag antworten »

L'Hospital anwenden ohne die Voraussetzungen zu überprüfen? Du musst hier nur einen üblichen Trick anwenden :



le Auf diesen Beitrag antworten »

Danke schön!
Aber irgendiwe verstehe ich den Trick nicht.
l`Hospital brauche ich doch trotzdem, damit ich von den Stammfunktionen zurück zu meinem f komme? Wie kann ich denn zeigen, dass der limes der Ableitungen existiert?
Ich steh gerade völlig auf dem SChlauch.
Mazze Auf diesen Beitrag antworten »



Erkennst Du die zwei Differenzialquotienten ? Den einen sieht man sofort, den anderen muss man kurz "behandeln". Und es ist ratsam, nicht all zu schnell zu L'Hospital zu greifen.
le Auf diesen Beitrag antworten »

Ok, jetz hab ich was. Bei einem SChritt bin ich mir allerdings nicht sicher, ob meine Begründung stimmt:


Außerdem ist
(Das gilt immer, oder?)
Das ist aber gleich

, weil der Limes existiert und somit der linksseitige Grenzwert gleich dem rechtsseitigen sein muss. (Das ist die Stelle an der ich bezüglich meiner Argumentation unsicher bin.)
und das ist gleich


KAnn mir jemand sagen, ob da noch ein Fehler dirn ist, und ob die Begründung so stimmt?
Mazze Auf diesen Beitrag antworten »

Naja, das ist schon sehr unsauber arugmentiert. Es ist



Der erste Summand konvergiert gegen f(0) , der zweite gegen -f(0), warum?
 
 
le Auf diesen Beitrag antworten »

Danke Mazze!
Nächster Versuch:

Sei
Dann existiert der
Außerdem gilt:
Rechtsseitiger limes von g(x) und gleich linksseitiger Limes von g(x).
Im Allgemeinen gilt:
Rechtsseitiger Limes (x->0) von g(x)=Linksseitiger Limes von g(-x) und umgekehrt. Daraus folgt


Damit:


Stimmt das so?
Mazze Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Im Allgemeinen gilt:
Rechtsseitiger Limes (x->0) von g(x)=Linksseitiger Limes von g(-x) und umgekehrt. Daraus folgt


Die Aussage ist falsch. Du kannst Dir da durch unstetige Funktionen ein Gegenbeispiel bauen. Aber sogar bei differenzierbaren Funktionen geht das ganze schief. Etwa f(x) = sin(x). Überhaupt finde ich den Weg über Links/Rechtsseitigen Grenzwert nicht zielführend. Wenn Du die Funktion F(-x) betrachtest, hast Du eine Verkettung von Funktionen, da irgendwas mit Links- und Rechtsseitig drehen zu wollen erscheint mir unsinnig.

Offensichtlich ist , wir setzen , dann ist



Kriegst Du es jetzt hin?
le Auf diesen Beitrag antworten »

Hallo, entschuldige die späte Antwort, ich hab`s nicht früher geschafft.
Aber jetzt hab ich es!

Es gilt:
g´(x)=-F`(-x) (Weil die Ableitung von -x -1 ist und man innere x äußere Ableitung nehmen muss.)
Es gilt also g`(0)=-F`(-0)=-F`(0)=-f(0)
Und


Vielen Dank für die zahlreichen Hilfestellungen!
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