Äquivalenzklassen |
| 13.11.2010, 11:04 | Monk | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
| Äquivalenzklassen ich habe folgende Aufgabenstellung: Sei A eine Menge und ~ eine Äquivalenzrelation auf A. Z.z.: A/~ (die Menge der Äquivalenzklassen) ist eine Partition von A. Also muss ich zeigen, dass A/~ gleich einer Partition ist; eine Partition ist nichtleer, disjunkt und enthält alle Elemente von A. Also muss ich zeigen, dass diese Eigenschaften auch für A/~ gelten. Nun bin ich mir nicht ganz sicher: dass eine Äquivalenzrelation nichtleer ist und alle Elemente von A enthält, gilt doch per Definition, oder? Oder muss/kann man das noch irgendwie zeigen? Etwas verzwickter ist die Eigenschaft, dass die Äquivalenzklassen disjunkt sein müssen. Hierzu habe ich mir folgendes überlegt: Seien Äquivalenzklassen, dann muss gelten: . Nun kann ich auch annehmen, dass und daraus folgern, dass gelten muss Ich weiß auch schon mehr oder weniger, woraus das folgt. Allerdings habe ich Probleme, meine Gedanken zu formalisieren. Sei und sei eine Äquivalenzklasse. Wenn nun und eine zweite Äquivalenzklasse ist und es gilt, dass dann heißt das, dass mind. ein Element von in bzw. umgekehrt. Aus der Symmetrie und der Transitivität folgt dann, dass die beiden Äquivalenzklassen gleich sein müssen. Aber ich weiß nicht, wie ich das korrekt formal aufschreiben kann. |
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| 13.11.2010, 13:20 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Du musst viel konkreter formulieren. Tipp: Definiere eine Äquivalenzrelation ~ auf A durch ihre drei Axiome. Definiere Äquivalenzklasse [a] für ein Element a aus A. Dann kannst du die Beweise führen. Die erste Aussage "Jedes a aus A liegt in einer Äquvalenzklasse" beweist man z.B. so: ~ (reflexiv) |
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| 14.11.2010, 09:00 | Monk | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Ok, ich habe es jetzt versucht
Sei eine Äquivalenzrelation auf . Die Äquivalenzrelation ist per Definition reflexiv, symmetrisch und transitiv. Sei und die Äquivalenzklasse von . Beweis, dass alle Elemente von enthält: ~ (reflexiv) Das ist doch auch gleichzeitig der Beweis, dass [a] nichtleer ist, so wie ich das verstanden habe. Beweis, dass Äquivalenzrelationen paarweise disjunkt sind: Sei . Dann gilt: . Wegen der Symmetrie gilt dann: und für jedes gilt . Und wegen der Transitivität gilt: bzw.. |
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| 14.11.2010, 11:58 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Stimmt, also liegt jedes a aus A in einer nichtleeren Äquvalenzklasse.
Das ist der falsche Begriff, du willst vermutlich zeigen, dass Äquivalenzklassen paarweise disjunkt sind.
Nein, das gilt nicht. Wenn du b aus A wählst, ist a nicht definiert. Damit ist der Beweisversuch gescheitert. |
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| 14.11.2010, 13:04 | Monk | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Ja, das hatte ich gemeint; habe mich da vertan.
Ok. Soll ich es dann so machen, dass ich zwei Äquivalenzklassen und definiere und dann annehme, dass also ist? Nun gilt ja Aus Symmetrie und Transitivität folgt nun: und ; also |
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| 14.11.2010, 13:14 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Die Annahme ist nicht sinnvoll. Links stehen Mengen, rechts ein Element von A. Die Folgerung am Ende, "also " kann ich nicht nachvollziehen. |
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| 14.11.2010, 13:27 | Monk | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Oh, ich hoffe, dass mir jetzt gerade der ursprüngliche Fehler aufgefallen ist: Statt Sei ... sollte es heißen: Sei . Dann gilt: . Wegen der Symmetrie gilt dann: und für jedes gilt . Und wegen der Transitivität gilt: bzw.. Also . |
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| 14.11.2010, 13:37 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Ich glaube, jetzt hast du's geschafft.
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