Folgenkriterium |
| 12.02.2011, 21:13 | kein mathestudent | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||
| Folgenkriterium ich verstehe nicht, wie ich die Stetigkeit mittels des Folgenkriteriums zeigen kann. Definition Folgenkriterium: Die Funktion ist stetig in , wenn für jede Folge mit Elementen , die gegen konvergiert, auch gegen konvergiert. Wenn ich die Funktion auf Stetigkeit untersuchen möchte, wie mache ich das mit der Folgenstetigkeit? Wie gehe ich da vor? Danke. |
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| 12.02.2011, 21:33 | Merlinius | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||
Damit die Funktion stetig ist, musst sie an jeder Stelle des Definitionsbereichs stetig sein. Das heißt, Du fängst z.b. an mit "sei beliebig". Dann wendest Du einfach die Definition an. Diese besagt: "für jede Folge...". Also gibst Du eine nicht näher bestimmte Folge vor, die gegen konvergiert, und versuchst zu schließen, dass gegen konvergiert (indem Du natürlich und in die Funktionsvorschrift einsetzt. Hier ist es bei stückweise definierten Funktionen sinnvoll, Fallunterscheidungen bzgl. des durchzuführen (z.B. bei der angegebenen). Denn klar: ist ja ganz anders definiert auf den einzelnen Abschnitten des Definitionsbereichs. Bei dieser Aufgabe stellt sich mir allerdings die Frage, ob Ihr in der Vorlesung vielleicht schon die Stetigkeit der Wurzelfunktion und der konstanten Funktion gezeigt habt. Dann musst Du die Stetigkeit natürlich nicht nochmal extra auf jedem Punkt des Definitionsbereichs zeigen (weil es ja für die meisten Punkte schon bekannt ist), sondern nur ausgesuchten, fragwürdigen Stellen (welche könnten das hier sein?). |
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| 12.02.2011, 21:52 | kein mathestudent | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||
Die fragwürdige Stelle ist hier x=0, die es insbesondere zu untersuchen gibt. Das versuche ich nun. Sei , dann konvergiert . Dann konvergiert und mit ergibt das . Ist das so korrekt? |
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| 12.02.2011, 22:09 | Merlinius | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||
Erstmal:
Wieso "dann konvergiert"? Du fängst an, indem Du eine Folge nimmst, die gegen 0 konvergiert. Also sei eine beliebige Folge mit: . Und jetzt musst Du zeigen, dass gilt.
Das musst Du beweisen! Wenn das immer so wäre, wären ja alle Funktionen stetig. Also die Folge in die Funktion einsetzen und schauen, was mit den Funktionswerten passiert. Eine Folge, die gegen 0 konvergiert, kann hier natürlich auf beiden Seiten der 0 verlaufen. Das musst Du beachten. Wenn z.B. ist, dann ist anders, als wäre es . |
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| 12.02.2011, 23:07 | kein mathestudent | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||
Wie zeige ich das denn? So vielleicht?
Also muss eine Fallunterscheidun her, für x_n>0 und x_n<0? Aber wären das nicht zwei verschiedene Folgen oder konstruiere ich mir die Folge gleich so? |
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| 12.02.2011, 23:31 | Merlinius | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||
Nein, das erste Gleichheitszeichen ist genau die Definition von Stetigkeit. Das musst Du zeigen.
Also bei der Konvergenz gegen 0 ist es ja zum Glück etwas einfacher als bei anderen Werten. Eine Folge konvergiert gegen 0 genau dann, wenn sie betragsmäßig konvergiert. Jetzt musst Du zeigen, dass diese Folge gegen geht. Ihr werdet ja sicher die Konvergenz von Folgen behandelt haben. Für alle ... Ich geb Dir noch folgenden Ansatz: Also Und für Deine Funktion (Wieso?) Folgere daraus jetzt die Konvergenz. |
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| 13.02.2011, 11:56 | kein mathestudent | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||
Danke für deine Geduld Merlinius
Sei , dann mit: Nun weiß ich nicht mehr weiter. Wie muss ich das nun wählen? Das ist ja für mich das epsilon-delta-Kriterium. Ich habe noch nie ein Beispiel für das Folgenkriterium gesehen, sodass ich auch keine Ahnung habe, wie man damit die Stetigkeit von Funktionen zeigt.
Auch dieser Tipp bringt mir nichts, Begründung siehe oben.
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