Schweres Erdbeben in Japan - Seite 2 |
| 12.03.2011, 22:57 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Bitte mäßige deinen Tonfall. Danke. |
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| 12.03.2011, 22:57 | Airblader | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
"Ich meine gehört zu haben" - Achso. Der Freund vom Schwager der Großcousine der Mutter hat wahrscheinlich was von der Bedienung der besten Freundin im Nagelstudio gehört, als man sich gerade eine Maniküre hat machen lassen. Wunderbare Informationsbeschaffung.
Abgesehen davon: Hieß es nicht auch mal, dass der Ölvorrat inzwischen (nahezu) erschöpft sein soll? Davon hört man auch nichts mehr. Aber sobald die Medien nicht mehr davon berichten ist es dem Deutschen ja auch egal. Man hat ja nun das E10, über das man sich aufregen kann. Off-Topic: Eine prinzipielle Gefahr seitens der AKWe kann wohl niemand bestreiten. Aber wegen dem ein oder anderen Unfall (lapidar gesagt) kann man sie nicht für unsicher erklären. Andernfalls müsste man Autos, Flugzeuge, Messer und Wasser auch abschaffen (Ja, Menschen ertrinken - sowas kommt vor .. böses Wasser, das ist ganz unsicher!). Der bedeutende Unterschied liegt natürlich im Ausmaß, denn wenn etwas passiert, dann hat es bei einem AKW meist verheerende Folgen über tausende Jahre. Ob AKWe nötig oder ersetzbar sind (gegenwärtig) vermag ich nicht zu beurteilen. Sollte es umwelttechnisch und wirtschaftlich effizientere Lösungen (irgendwann einmal) geben, dann spricht weder von Seiten der Gegner, noch von Seiten der Energiekonzerne was dagegen. Momentan scheint es ja noch nicht der Fall zu sein (und wieder: Ich weiß es aber nicht). Fakt ist, dass die Sicherheitsstandards in Japan uns Deutsche insofern nichts angehen, als dass wir ihnen nichts vorschreiben können. Wir haben unsere eigenen Standards und genau darum finde ich diese Panikmache lächerlich. Aber das kennen wir von BSE & Co ja nicht anders. Wenn dann so ein verkappfter Hippie in der ARD sitzt und was davon erzählt, dass die Reaktoren in Deutschland "im Grunde die selben sind wie in Japan", dann ist das, mit Verlaub, Geschwätz. Das mag rein technisch so sein, aber diese suggestive Formulierung, die dann gleich das Bild der Kernschmelze in Deutschland manifestieren soll, ist auch hier wieder reine Panikmache. Irgendwo im Kongo fliegt bestimmt eine heruntergekommene Cessna rum, die jederzeit abschmieren könnte. Nur, weil das selbe Modell in Deutschland rumfliegt, ist es nicht genauso heruntergekommen, oder? air |
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| 12.03.2011, 22:58 | Anonymous2 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Soweit rechnet das aber keine Regierung durch. Eine Kilowattstunde wäre unbezahlbar,wenn die Konzerne noch die Endlagerkosten dazurechnen würden. |
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| 12.03.2011, 23:14 | Brinker1111 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
natürlich gibt es pläne ford hat schon seit jahren pläne für nen 4litermoter im petto aber autos die mehr verbrauchen bringen den ja mehr geld uns geht es einfach noch nicht dreckig genug das die die rausholen geld regiert die welt und lehrer arbeiten für den staat wer weiß ob das was die uns beibringen die warheit ist z.b über die geschichte die manipulieren doch ehh alles und alle politiker lassen sich bestechen siehe doch alleine lobbyismus alleine das sowas möglich ist ist unerhört es geht einfach um geld und nichts weiter und dann ist der staat auch noch klug genug zu sagen wir verschenken umwelt placketten für unternehmen und desto mehr co2 die ausstoßen desto mehr kriegen die umsonst wohl gemerkt und dürfen dann mehr co2 ausstoßen je mehr placketen die haben was ist die folge energie konzerne bauen braunkohle kraftwerke (haben den höchsten co2 ausstoß) und bekommen dafür wieder mehr placketten die die dann an andere unternehmen weiter verkaufen wie dämmlich kann man sein |
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| 12.03.2011, 23:37 | Black | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Es gibt schon längst Autos mit einem Verbrauch von 3 Litern und weniger. Wo die Entwicklung viel mehr (absichtlich) verlangsamt wird sind die Elektroautos |
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| 12.03.2011, 23:56 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Brinker1111:
Keine Ahnung. Dazu musst du wohl die Leute in der Nähe von Gewässern fragen. Aber mal abgesehen davon: Bitte achte auf Zeichensetzung und Groß- und Kleinschreibung - vor allem in einem textlastigen Diskussionsthread wie diesem hier. Das gebührt der Fairness gegenüber den anderen Diskussionsteilnehmern, die eine Chance haben sollen, deine Beiträge ohne ständiges Stolpern zu lesen. Auch dein Ton muss sich ändern. In einer sachlichen Diskussion führen deine teils beleidigenden Worte nicht weiter. Gib dir bitte etwas mehr Mühe zur Sachlichkeit. tigerbine hat dich bereits ermahnt. |
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| 13.03.2011, 08:14 | 134340 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Die Frage bleibt, ob in Reaktor 3 von Fokushima 1 die Kernschmelze eintritt. Wenn dem so sein sollte, sollten sie die Sperrzone auf mindestens 50-100km erweitern (dann is fast ganz Japan eine Sperrzone
(374744 km² ist Japans Landbereich)), wie man am Fall Tschernobyl sieht.Hier noch einmal ein Bild (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co...sserreaktor.png) hier könnt ihr sehen wo das Problem liegt, wenn die Ummantelung des Reaktordruckbehälters schmilzt, dies geschiet bei ca. 2000°C dann läuft das ganze Radioaktive Kühlwasser mit Teilen der Brennstäbe aus. Normalerweise gibt es darum noch eine Auffangwanne, aber wieviel die genützt hat sieht man an Tschernobyl und ich denke nicht, dass die da was dran geändert haben. |
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| 13.03.2011, 08:58 | lgrizu | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Jap, das Uran muss importiert werden und auch wieder zur Lagerung exportiert. Wer wirklich glaubt, KKW seien ökonomisch sinnvoll liegt falsch, wenn man von der Förderung des Urans über die Aufbereitung bis zur Zwischen bzw. Endlagerung alle Kosten zusammenzählt liegt eine KWh sogenannten "Atomstroms" bei nahezu einem Euro. Die Regierungen übernehmen nur die Verantwortung für den Import von Uran und für die Lagerung bzw. Wiederaufbereitung, und die Kosten für diese, weshalb die Energiekonzerne riesige Gewinne damit einfahren. Aber Kostengünstig ist die Energiegewinnung durch Kernkraftwerke nicht. Ebenso ist noch fraglich, was für Kosten durch den Abriss der KKW anfallen und diese werden mit Sicherheit nicht durch die Energiekonzerne getragen werden. |
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| 13.03.2011, 09:57 | sulo | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Auch ökologisch sind AKWs eine Katastrophe, denn: 1. Menschen machen Fehler. Deshalb sterben jährlich Tausende bei Verkehrsunfällen aller Art. Entweder durch direktes menschliches Versagen, indem etwas übersehen wird oder eine falsche Entscheidung getroffen wird oder indirekt durch Mängel bei der Produktion. 2. Die Natur ist nicht beherrschbar. Das beweist sie immer wieder ebenso eindrucksvoll wie verheerend. Wie absolut hirnverbrannt ist es in Japan zu sagen, es reicht, wenn ein AKW ein Erdbeben der Stärke 8 (wenn ich mich richtig erinnere) aushalten kann?! Wie deutlich zeigt es, dass die Verantwortlichen nicht im Mindesten begriffen haben, welche Kräfte sie da zu bändigen versuchen. Ein AKW ist keine simple Industrieanlage, es ist, wenn es außer Kontrolle geraten ist, ein furchtbares Werkzeug, welches Tod und Verderben über Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte bringt. |
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| 13.03.2011, 10:01 | 134340 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Ja, und die Frage die sich mir jetzt stellt ist, das Geld was die durch die AKWs eingenommen haben, ist das höher als die Kosten eines GAUs? Also wenn es jetzt einen GAU gibt sind die Kosten für die japanische Infrastruktur sicherlicher höher als das wenige Geld was durch das AKW eingenommen wurde. |
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| 13.03.2011, 10:07 | sulo | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Vor allem wurde der Gewinn von einigen wenigen eingestrichen, für die Kosten eines GAUs darf die Allgemeinheit zahlen...
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| 13.03.2011, 10:11 | 134340 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Eben, würde es zu einem GAU kommen, wäre sicher nicht nur Japan davon betroffen, sondern auch andere Länder, die damit nichts zu tun haben und selbst vielleicht garkeine AKWs betreiben. |
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| 13.03.2011, 14:00 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Also mein Argument war auch immer das CO2-Argument, aber reproduzierbare Studien, sogar von Atomkraftgegnern kommen auf ca. 40g, im Extremstfall 100g (und überhaupt nur durch Einbeziehung des Abbaus und der Endlagerung von Brennstoff und Baustoff). Bis sie Thüringen wieder aufmachen, wo dann mal nach EU-Standards abgebaut werden könnte, dauert es wohl noch und der Uranpreis muss enorm klettern. Dort hat übrigens mein Urgroßvater Uran in der DDR abgebaut, ohne dass es ihm und seinen Kollegen gesagt wurde - aus seiner Sieben-Mann-Schicht sind alle Arbeiter Jahre vor ihm an Krebs gestorben und er selbst mit 77. Allein von der Sicherheit her ist ein deutscher Ausstieg nichtmal ein i-Tüpfelchen Minimierung des Risikos. Ich hab keinen Bock, dass in Petersburg oder Kursk noch so ein graphitgesteuerter Reaktor fehlbedient wird. Lieber lassen wir unsere Reaktoren laufen und die Ex-Sows stellen ihre ab. Genausowenig hätte ich auf einen GAU in Grafenrheinfeld Lust, aber das Modell Tschernobyl ist in Grafenrheinfeld technisch unmöglich. Das ist ein bisschen wie Angst zu hagen, dass in der 747 der Heckrotor ausfällt. Ich finde es nur bedenklich, dass viele Menschen diese Angst haben und dadurch sogar beeinflusst werden im Wählen oder gar Auf-Die-Straße-Gehen. Und im CERN haben wir demnächst ein schwarzes Loch. Die Nutzung der Atomkraft muss aus ganz anderen Gründen aufhören: Keiner versichert es und deshalb zahlt am Ende der Steuerzahler eine nichtmal benennbare Summe. Für die Endlagerung existiert kein verlässliches Konzept. Die (in)direkten Umweltschäden - allein durch die ordnungsgemäßen Betrieb - sind katastrophal. |
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| 13.03.2011, 19:09 | watt weiss ich 89 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Hoffen wir mal auf Fortschritt in Sachen Kernfusion. |
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| 13.03.2011, 19:46 | lgrizu | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Ich persönlich finde einen Fusionsreaktor pro Sonnensystem ausreichend.
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| 13.03.2011, 20:18 | Black | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Sag das mal AB Doradus
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| 13.03.2011, 20:28 | lgrizu | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
@ Black: Wow, ein Vierfachsystem, von Zweifachsystemen hab ich schon gehört, sollte eine "flapsige" Anmerkung sein, aber vier Sonnen, nochmal Wow..... |
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| 13.03.2011, 20:32 | Dopap | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
ich kann nicht verstehen, wie die Kühlung wegen Srommangels(?) ausfallen kann. Da müssten doch mindestens 2 Stromaggregate bereitstehen, oder Wassertürme ... Warum funktioniert keine Notabschaltung, die mit Seismometer gekoppelt sind? |
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| 13.03.2011, 20:35 | lgrizu | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Der Diesel der Notstromaggregate war nach etwa einer Stunde verbraucht, dann liefen wohl noch um die 8 Stunden die Akkus und dann lag das Kühlwassersystem wohl flach. (Quelle BBC) |
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| 13.03.2011, 20:43 | MI | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Die gibt's doch - naja nicht ganz. Das Ding wird automatisch abgeschaltet, wenn der Strom weg ist, weil die Steuerstäbe mit Elektromagneten gehalten werden und dann ganz einfach in den Reaktor fallen. Da gibt's also keine Kettenreaktion mehr. Das Problem ist, dass es in diesen Reaktortypen noch genug Nachzerfallswärme gibt (keine Kernspaltung, nur "normale" Radioaktivität), die kann man nicht abschalten, aber die hat nicht die Leistung eines ganzen Kernkraftwerkes. Eine schöne Erklärung gibt's hier: http://www.physikblog.eu/2011/03/12/damp...asserreaktoren/ da gibt's auch einen weiteren Artikel zum Thema. Gruß MI |
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| 13.03.2011, 21:12 | Dopap | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
wenn dem so ist (wg Kühlung), dann dürften AKW's nur am unteren See eines Pumpspeicherwerkes gebaut werden, da kommt das Wasser ohne Pumpen... |
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| 13.03.2011, 21:13 | Math1986 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
hier gibt es weitere Imformationen zum Kühlsystem |
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| 13.03.2011, 21:16 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Wie passend. Wir kühlen im Sektkühler.
Loriots Bauset gab es wohl nicht mehr im Fundus. |
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| 13.03.2011, 21:30 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Ranga im Dauereinsatz gegen überbordende Panik, diesmal bei "Anne Will" ... |
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| 14.03.2011, 02:39 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Aus dem Spiegel Live Ticker.
edit:
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| 14.03.2011, 07:59 | Huggy | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Die Nachrichtenlage dazu ist dürftig und widersprüchlich. Zunächst hieß es, die Notstromdiesel seien nach dem Erdbeben nicht angesprungen. Dass das in mehreren Anlagen geschieht, die jede mindestens 2 Notstromdiesel hat, ist mehr als unwahrscheinlich. Nach einer Meldung aus Zeit-online sind die Diesel sehr wohl unmittelbar nach dem Erdbeben angesprungen und erst durch denTsunami, der nach 1 - 2 Stunden auf die Küste traf, außer Funktion geraten. Das erscheint zumindest nicht völlig aus der Welt. Die Anlagen liegen an der Küste und ihre Abwärme wird ins Meer geleitet. Dazu muss es also einen Zu- und Ablauf für Meerwasser in die Anlage geben. Bei Anlagen im Landesinneren wird die Abwärme in Flüsse geleitet oder man baut einen Kühlturm. |
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| 14.03.2011, 11:33 | Ibn Batuta | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
In Japan gibt es nach einem 9,0-Erdbeben Probleme bei AKWs und hier, bei uns, in Deutschland gibt es nun eine Debatte über die generelle Sicherheit AKWs. An Lächerlichkeit mal wieder nicht zu überbieten. Vor allem, wenn wir links, rechts, oben und unten durch AKWs umgeben sind. Die stehen ja in so sicherheitsbewußten Ländern wie Frankreich, Italien (!) und Tschechien (!). Siehe Skizze: http://i.imgur.com/pljj1.pngMich würde es von einem Ökofuzzy mal interessieren, woher der Strom kommen soll, wenn man die ganzen AKWs von heute auf morgen dicht macht. Ibn Batuta |
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| 14.03.2011, 11:46 | lgrizu | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Im Jahr 2007 hat Deutschland ca. 19 Terrawattstunden Energie aus Kraftwerken exportiert (Exportüberschuss) (Quelle: Energieportal), alle in Deutschland noch laufenden Reaktoren haben einen Gesamtausstoß von ca. 22 Gigawattstunden (Quelle: Wikipedia). Es ist leicht auszurechnen, dass kein einziges Licht ausgeht, wenn KKW abgeschaltet werden. |
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| 14.03.2011, 11:52 | Ibn Batuta | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Und der Strompreis?
Ibn Batuta |
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| 14.03.2011, 12:00 | lgrizu | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Der Betrieb von KKW, rechnet man von der Förderung des Urans bis zur Endlagerung ist um ein Vielfaches teurer als Energie aus Windkraft. Dass die Unternehmen dennoch riesige Gewinne machen liegt daran, dass die Lagerung vom Bund bezahlt wird, also aus Steuergeldern, also enorme Subventionen in den Betrieb von KKW gehen. Auch für die "Verschrottung" der Kraftwerke müssen nicht die Betreiber aufkommen (was das an Unsummen verschlingt steht wohl in den Sternen). |
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| 14.03.2011, 14:10 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Das heißt, dass wir unsere Atomkraftwerke möglichst lang laufen lassen sollten, denn egal ob die 10 oder 40 Jahre laufen - die Entsorgung und der Abbau des Reaktors und der kontaminierten Teile sind immer gleich aufwändig. Lediglich der endzulagernde Brennstoff wird bei kürzerer Laufzeit weniger. Ich dreh ewig durch, wenn ich jetzt höre, dass die Union schon wieder einen Schritt zurück machen will. Ein schneller Ausstieg kann auch seine Gründe haben (zum Beispiel, dass einige unserer Werke nicht sicher genug sind für äußere Einflüsse), aber wenn man einen späten Ausstieg beschließt, dann ja hoffentlich so sachlich fundiert, dass man weiß und in Kauf nimmt, dass damit auch das Restrisiko länger bestehen bleibt. Die Laufzeitverlängerung war grundsätzlich ein absolut richtiger Schritt. Die Rahmenbedingungen waren natürlich typisch "bürgerliche Koalition" zu Gunsten der Gewinne und zu Ungunsten der Umwelt und Menschen gesetzt. Aus letzteren Gründen ist eine Ablehnung dieser Laufzeitverlängerung auch vertretbar. Und jetzt geht anderswo eine Anlage kaputt und man weiß, dass man die Laufzeitverlängerung dem irrationalen Plebs nicht länger verkaufen kann. Es ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Wähler, der sich mit dem Thema näher beschäftigt, wenn jemand, dessen Logik über "Atomkraft? In Tschernobyl, das war auch Atomkraft!" (oft mit dem gleichen Argument sogar gegen Kernfusion!) nicht hinausreicht und der sich sonst auch keiner weiteren Argumente zugänglich zeigt die gleiche Stimme hat. Das ist in sehr vielen Themen so und es ist eine größere Enttäuschung als es Motivation ist, die Leute aufzuklären (oft stößt man dann nämlich auf geistige Grenzen, Desinteresse oder pauschale Voreingenommenheit). Das ist der Tiefstpunkt einer Demokratie. Ich darf das schade finden, auch wenn ich voll hinter der Demokratie stehe. Der Strompreis in Deutschland ist viel zu gering (genauso wie der Spritpreis). Wenn es mir wirtschaftlich egal sein kann, ob der Rechner jetzt läuft oder auf Standby geht und wenn ich mir ab zwei Personen bei einer Reise garnichtmehr überlegen muss, ob die Schiene eine Alternative sein könnte, lebe ich in einem Land, in dem Energie Billigware ist. Dass der Strompreis aber dennoch nicht marktgerecht zu Stande kommt und wir statt zum Beispiel dem Staat nur den privatisierten Monopolisten den Gewinn daraus in den Rachen schieben, ist ein anderes Problem. |
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| 14.03.2011, 14:18 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Kannst du mir das erklären? Komme bei deiner Position zu dem Thema nicht ganz mit.
Das verstehe ich.
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| 14.03.2011, 15:03 | Math1986 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Woher stammt deine Skizze? |
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| 14.03.2011, 15:18 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Meine These basiert auf der Annahme, dass die Entsorgung der kontaminierten Bauteile eines Kernkraftwerks deutlich aufwändiger ist als die Entsorgung der Abfallsprodukte. Zahlen sind schwer zu finden, aber in Stade fallen neben hunderttausenden Tonnen Abbruchmülls aus dem Kontrollbereich nochmal 3000 Tonnen hochradioaktiven Mülls allein aus dem Abriss an. Der muss endgelagert werden wie Brennelemente. Wenn man jetzt bedenkt, dass das ein eher kleines AKW war (640MW Netto) und insgesamt in Deutschland jährlich 450 Tonnen hochradioaktiver Müll, Greenpeace sagt sogar nur 400 Tonnen, aber deren "Experten" glaube ich in solchen Geschichten nicht, durch Brennelemente anfallen (hätte gerne konkrete Zahlen zu Stade gefunden) und wir momentan 17 aktive Reaktoren mit durchschnittlich der doppelten Leistung von Stade haben, dann käme man (ganz grob überschlagen, vorausgesetzt dass die Leistung in etwa proportional zur Müllerzeugung ist) auf ca. 530 Tonnen in 40 Jahren Laufzeit für Stade. Stade lief aber nur 31 Jahre, hat also weniger produziert. (Dazu muss es doch Zahlen geben!). Ich finde das ist ein krasses Missverhältnis. Wenn also keine grundlegenden Sicherheitsaspekte dagegen sprechen (z.B. kein ausreichender Schutz vor Außenwirkungen), dann sollten die deutschen AKW solange laufen, wie geplant: 40 Jahre. Anders gerechnet: Würde man die AKW statt höchstens 30 Jahren ihre 40 Jahre laufen lassen, könnte man sich 4 davon sparen. Damit würde man wesentlich mehr hochaktiven Müll in einer 10000er Größenordnung einsparen, während man durch die Laufzeitverkürzung nur eine 1000er Größenordnung einspart. Deshalb ist eine Laufzeitverkürzung ein Verursacher von mehr Atommüll. Das Problem ist nur, dass wir sowieso keine neuen AKW bauen, wie also auch keine Neubauten einsparen durch Laufzeitverlängerung. Aber man sollte es international rechnen und zum Beispiel überlegen, dass die Franzosen für unseren verfrühten Ausfall zwei, drei neue bauen. edit: Ein bisschen verlesen mit den Abrissmüll, aber die Hauptaussage bleibt unverändert. |
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| 14.03.2011, 15:19 | Ibn Batuta | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
@Math1986: http://www.google.com/images?um=1&hl=en&...f&aqi=&aql=&oq= Ibn Batuta |
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| 14.03.2011, 15:34 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Ok.
Nun verstehe ich die Rechnung nicht. Wann das AKW die volle Zeit läuft, bleibt das Problem von oben [Entsorgung des AKWs selbst] ja weiter bestehen. Man hat nun noch den "Müll" der in den 10 Jahren Laufzeit angefallen ist dazu.
Das mit dem Sparen verstehe ich nun nicht. Die sind doch schon gebaut.
Weil wir exportieren? Da komme ich im Moment eh nicht mehr mit in den Medien. Mal haben wir "zu viel" Strom, mal stehen wir kurz vor "dann bleibt alles dunkel".
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| 14.03.2011, 15:47 | Math1986 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Weisst du ob die roten Punkte überhaupt am Netz befindliche Atomkraftwerke markieren und wenn ja: woher weisst du das? |
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| 14.03.2011, 16:11 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Diese Quelle spricht imho dagegen, oder? http://www.kernenergie.de/kernenergie/Th...e_Subventionen/ |
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| 14.03.2011, 16:24 | Ibn Batuta | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Das 3. Bild oben. Findest du es jetzt? http://www.google.com/imgres?imgurl=http...s:0&tx=91&ty=59 Ich ging fälschlicherweise davon aus, daß es eine sei. Ibn Batuta |
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| 14.03.2011, 16:28 | Huggy | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||||||
Da werden halt gern Milchmädchenrechnungen gemacht. Wir exportieren nur übers Jahr gemittelt Strom. Zeitweise müssen wir auch importieren. Wie das Wort Exportüberschuß schon sagt, ist das die Differenz von Export - Import. Und die 22 Gigawattstunden sind Quatsch. Das muss wohl 22 Gigawatt heißen. Das führt bei angenommenen 70 % Auslastung zu ca. 140 TWh im Jahr aus der Kernkraft. |
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(374744 km² ist Japans Landbereich)), wie man am Fall Tschernobyl sieht.
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