Schweres Erdbeben in Japan - Seite 3 |
| 14.03.2011, 17:52 | MI | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Hier ist eine Quelle vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft: http://www.bdew.de/bdew.nsf/id/DE_Brutto...E&ccm=450040020 Bestätigt deine Rechnung sehr gut. Das bedeutet natürlich, dass ziemlich viele Lichter ausgehen, wenn die KKW alle abgeschaltet werden. Eine bessere Tabelle gibt's hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Installierte_Leistung im Einzelnachweis vom Bundeministerium für Wirtschaft, etc. Da sehen wir übrigens ein paar interessante Zahlen: 2009: installierte Windkraft: 25.8 GW, installierte Kernkraft: 21.5 GW erzeugte Windenergie: 38.6 TWh, erzeugte Kernenergie: 134.9 TWh Jetzt ist die Frage, woher die Diskrepanz kommt. Sind die Windkrafträder so wenig verfügbar? Erzeugen sie vielleicht Energie, die nicht abgenommen wird oder doch abgenommen wird, aber direkt verbraucht wird, sodass sie nicht auftaucht? Nehmen wir einmal an, das ist tatsächlich die erzeugte Energie und die Räder stehen halt meistens still oder haben nicht genug Wind. In dem Fall rechnen wir das mal um: Windkraft 1.49 TWh/GW inst.; Kernenergie 6.27 TWh/GW um also die Kernkraft nur mit Windkraft zu ersetzen, müssten noch 90.4 GW Leistung installiert werden. Ein durchschnittliches gutes Windkraftwerk hat wohl nach Wikipedia ca. 5 MW Leistung (das sind die Dinger, die die derzeit in die See pflanzen). Macht schlappe 18000 Windkraftanlagen allein zum ersetzen der Kernenergie. Meiner Meinung nach viel dringlicher wäre die Ersetzung von Kohle, etc. Das ist natürlich jetzt auch eine Art Milchmädchenrechnung. Wenn man davon ausgeht, dass man die Rotoren sehr stark vergrößern kann und damit vielleicht die Leistung verdreifachen kann und wenn man ferner davon ausgeht, dass die Offshore-Parks in der Ost- und Nordsee viel häufiger verfügbar sind (sagen wir ein Faktor drei), dann können wir die Zahl vielleicht auf 2k-4k Windräder senken. Das deckt sich dann in etwa mit der Zahl von ca. 8k Windrädern, die ein Mitglied des Sachverständigenrates der Bundesregierung für Energiefragen (oder wie auch immer das Gremium heißt) mal genannt hat um ca. 50% der Energie bis 2050 mit Offshore-Wind zu betreiben. Aber: Da kenne ich mich natürlich nicht aus - da müsste man sich erst einmal einarbeiten. Gruß MI |
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| 14.03.2011, 18:07 | Huggy | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Auch wenn ein Windrad läuft, erzeugt es oft nicht seine maximale Leistung. Dazu muss der Wind stark genug wehen. Wenn er hingegen zu stark weht, schaltet es sich ab, damit es nicht zu Schaden kommt. Der Strom aus Windkraft wird vollständig ins Netz eingespeist und muss vom Netzbetreiber abgenommen werden. Ausnahmen gibt es nur, wenn die Netzstabilität gefährdet ist. |
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| 14.03.2011, 18:15 | MI | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Das habe ich mir auch so gedacht, bzw. mal so gehört. Ich war aber trotzdem erstaunt, dass die Diskrepanz so groß ist. Trotzdem danke für die Infos! |
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| 14.03.2011, 20:00 | lgrizu | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Staatliche Mittel für Bau und Betrieb von Atomanlagen in Deutschland (Auswahl) Bau von Forschungsreaktoren ca. 20 Mrd. € Öffentlicher Finanzierungsanteil an gescheiterten Projekten („Schneller Brüter“ Kalkar, WAA Wackersdorf, THTR Hamm-Uentrop, AKW Mülheim-Kärlich) ca. 9. Mrd. € Castor-Transporte 3 Mrd. € "So fielen z.B. für „sicherheitstechnische Optimierungen“ am AKW Biblis A zwischen 1999 und 2005 rund 540 Mio. € an. Die britische Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield erhielt im März 2005 eine staatliche Unterstützung von 184 Mio. Pfund, um den Betrieb technisch und wirtschaftlich zu sichern. Der privatisierte AKW-Betreiber British Energy hat allein 2002 - 2004 7 Mrd. € Direktsubventionen zur Aufrechterhaltung von Sicherheitsstandards erhalten." etc. Eurosolar "Auch für die Atommülllagerung müssen die deutschen Konzerne nicht alle Risiken bezahlen. Ihre Rückstellungen dafür betragen derzeit rund 35 Milliarden Euro. Das Desaster um das Atommülllager Asse hat jedoch gezeigt, dass selbst bei einer Lösung des Streits um einen Endlagerstandort die Kosten schlicht nicht bezifferbar sind und wesentlich höher ausfallen könnten. Gut kalkulierbar sind im Gegensatz dazu die Gewinne für die Stromriesen - etwa eine Million Euro pro AKW-Betriebstag. Wer die Erkenntnis über diese unfaire Chancen- und Risikoverteilung als "Ideologie" brandmarkt, versucht, die Öffentlichkeit an der Nase herumzuführen." Berliner Zeitung Edit: und tatsächlich, sind 22 Megawatt, habe mich dahingehend also tatsächlich vertan, besser gesagt nicht ausführlich genug gelesen. |
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| 14.03.2011, 20:44 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Morgen: Quarks und Co im WDR |
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| 14.03.2011, 20:58 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Was wäre eigentlich passiert hätte Guttenberg noch die zwei Wochen durchgehalten? |
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| 14.03.2011, 21:48 | chocolate4ever | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
ich muss das jetzt nur ganz kurz zum Thema was sagen: wir ham heut in Wirtschaft ganz kurz das Thema Japan angesprochen und aber hauptsächlich wirtschaftliche Folgen besprochen (logisch). Auf den Hinweis hin, dass man auch dran denken muss, was das für Folgen hat für die Menschen bezüglich Wohnplätzen, weil Japan ja überwiegend aus Gebirgen besteht meinte einer nur: "Ja dann sollen die da alle wegziehen. Wer zieht schon nach Japan? Wer braucht das [Landfläche] schon?" naja ihr könnt euch dir Reaktion der Klasse ja vorstellen. Musste kurz erzählt werden. ich hoffe ihr fühlt euch davon nicht all zu sehr gestört :/ Ende
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| 14.03.2011, 21:59 | Brinker1111 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
wieso so abwegig ist die vorstellung doch garnicht japan wurde schon von 2 atombomben angegriffen und diese fläche ist ja auch unbewohnbar wenn nun noch wirklich die 3 kraftwerke den mega gau auslösen dann fällt die fläche ja auch noch weg alleine schon die nachwirkungen auf die landwirtschaft durch die strahlung wird verheerend sein und bestimmt wird von dem genuss dieser mittel ehh für mehrere jahre abgeraten wie in deutschland der verzehr von kartoffeln für glaube ich 10 jahre bedenkt man das japan ein sehr kleines land ist bleibt da nicht viel platz zum leben und weil man ja so klug war das ding mit meerwasser zu fluten welches ja bestimmt wieder ins mehr geht wird auch noch das kontaminiert man will fast sagen die haben keine andere möglichkeit als das land zu verlassen und sich auf die länder der welt zu verteilen alleine um die infrastruktur in dem land wieder aufzubauen wird es jahre dauern japan wurde innerhalb von 2 tagen wieder in die steinzeit befördert und das nächste was kommt sind seuchen, hungersnöte und zu wenig trinkwasser |
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| 14.03.2011, 22:11 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Tatsächlich? An deiner Stelle würde ich mich mal ein wenig über die Städte Hiroshima und Nagasaki informieren - die sind an gleicher Stelle wiederaufgebaut worden. |
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| 14.03.2011, 22:14 | Brinker1111 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
und wie hoch ist die fehlgeburten rate in diesen beiden städten? nicht zu fassen
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| 14.03.2011, 22:18 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ich hoffe, du verstehst meinen Beitrag nicht als Verharmlosung - aber du solltest schon die Fakten an sich akzeptieren: Hältst du all die Japaner für blöd, die nach Hiroshima gezogen sind bzw. nicht von dort weggezogen sind, wenn du diese Stadt heute als unbewohnbar bezeichnest?
Wenn du also hier Unsinn erzählst, wird man ja wohl widersprechen dürfen. |
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| 14.03.2011, 22:26 | Abakus | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
@ Igrizu: du sagst einerseits, dass die AKW-Betreiber für Abfall-Lagerung gar nichts bezahlen, laut deiner (ökoorientierten) Quelle Eurosolar ist es aber nur so, dass die Betreiber nicht alle Kosten bezahlen müssen (worüber es vielleicht ja objektivere Quellen geben mag).
Windkraft hat ohne Zweifel Charme, wird allerdings durch eine garantierte Einspeisevergütung deutlich subventioniert (im Gegensatz zum Atomstrom). Gegen den weiteren Ausbau gibt es bereits Bürgerinitiativen, die einer "Verspargelung" der Landschaft widersprechen. Auch die Turbinen der WKAen (das sind ja 10.000-de) erzeugen bei ihrem Abbau ökologische Kosten, und zB die tiefen Betonfundamente der Anlagen werden auch nicht immer beseitigt. Auf Wind gibt es auf unserem Planeten keine Garantie (mathematisch gibt es immer irgendwo Stellen mit Null Wind nach den "Igelsätzen"), es ist also möglich, dass nur ein mildes Lüftchen weht und keine elektrische Leistung eingespeist wird. Die Versorgungssicherheit, die AKWe haben, werden WKAen daher nicht erreichen können (die Nennleistung sagt da wenig aus). Auch bei blasendem Wind wird wegen der ständig schwankenden Einspeisung ein aufwändigeres Leitungsnetz erforderlich sein, die Netzspannung soll ja annähernd konstant sein. Insgesamt nicht einfach. * * * Ich drücke den jap. Technikern weiterhin die Daumen, dass sie es schaffen, die Situation irgendwie unter Kontrolle zu bringen. Grüße Abakus
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| 14.03.2011, 22:26 | MI | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Deine Informationslage ist wirklich grandios. Betroffen sind wohl ca. 500.000 Menschen - das ist ungefähr 0.4% der japanischen Bevölkerung von ca. 127*10^6. Natürlich sind auch andere Gegenden teilweise betroffen, insb. der Großraum Tokio, aber da sind die Schäden jetzt nicht unkontrollierbar, da ging's z.B. New Orleans nach Katrina deutlich schlechter. Einziges größeres Problem (soweit ich das richtig sehe) ist die Stromversorgung: Reihum gibt's Stromabschaltungen für jeweils ein paar Stunden und derzeit ist die Versorgung nicht so wie immer. Das mit dem Strom könnte natürlich etwas länger dauern, aber der Rest wird innerhalb weniger Tage behoben sein, da kann man ziemlich sicher sein. "Zurück in die Steinzeit" ist da wohl ETWAS fehl am Platz. Zudem ist noch gar nicht klar, welche Langzeitfolgen denn jetzt aus den Reaktorunfällen entstehen und das wird auch in den nächsten Wochen noch unklar sein. Es könnte durchaus sein, dass sie nicht sehr hoch sind. Und nur zur Info zu Hiroshima und Nagasaki: Die Strahlungswerte dort liegen kaum mehr über dem weltweiten Durchschnitt - da bekommst du in Bad Gastein jährlich viel mehr ab und da leben auch noch Leute... EDIT: In der Zwischenzeit hat HAL9000 schon einen Punkt klargemacht. |
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| 14.03.2011, 22:43 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Manche Leute berauschen sich regelrecht an apokalyptischen Visionen. Ein anderer "Fakt" aus dem Brinker-Pamphlet:
Soso, von 1986-1996 wurden in Deutschland keine Kartoffeln angebaut bzw. zumindest die angebauten Kartoffeln nicht verzehrt? Was man hier alles so erfährt...
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| 15.03.2011, 10:29 | Iorek | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ein Denkanstoß: Wie wäre es mit mehr Solaranlagen auf Hausdächern zur persönlichen Stromversorgung? Mit der möglichen Abschaltung der AKW wird das Argument des Strommangels gebracht, das würde sich für den Privatgebrauch zum größten Teil mit den Dachanlagen umgehen lassen. Der Vater meiner Freundin ist Journalist für die Zeitschrift Photon und hat letztlich zum Zeitschriftenjubiläum als Dienstältester Mitarbeiter eine 5 kWh Solaranlage geschenkt bekommen. Ungefähr 70-80% des Stromverbrauchs werden von dieser Anlage abgedeckt, abhängig von Tageszeit und aktiver Geräte im Haus. Wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe, hat man die Kosten für so eine Anlage nach 10-12 Jahren wieder drin bei aktuellen Strompreisen, eine Zeit die man bei einem Hausbau/kauf durchaus vorhat in diesem Gebäude zu wohnen. Natürlich gibt es auch Probleme, vor kurzem habe ich einen Bericht über Probleme der Feuerwehr gesehen, deren Equipment noch nicht zum Löschen von Solarhäusern geeignet ist und aufgerüstet werden muss. Bei einer Flächendeckenden Installation könnte es auch etwas knapp mit den Rohstoffen zur Produktion der Solarmodule werden, verglichen mit den Problemen die durch Atomkraft entstehen (können), sind diese meiner Meinung nach mehr als lösbar. |
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| 15.03.2011, 10:36 | Huggy | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Das gilt wohl nur, wenn man den Strom nicht selbst verbraucht, sondern die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung kassiert. |
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| 15.03.2011, 10:37 | Airblader | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Dann würden Nachrichtensendungen 24/7 laufen und die Chefs der Medien hätten weißen Schaum vor ihrem Mund, weil sie so richtig auf den Putz hauen können.
@ Brinker Ich kann nur hoffen, dass du hier eine einzige große, sarkastische Nummer abziehst. Ansonsten ist das, was du schreibst, nämlich echt nicht mehr zum Lachen, sondern sehr sehr traurig. Nicht, weil es wahr ist - sondern weil du wirklich glaubst, was du schreibst. air |
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| 15.03.2011, 14:44 | 134340 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Jetzt ist es wohl zur Kernschmelze gekommen. Das ist fast so wie Tschernobyl. |
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| 15.03.2011, 14:45 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Wo hast du das her? Merke nur, dass die Kritik an der Unternehmensführung wächst. Da gibt es arge Kommunikationsprobleme. Der ARD-Korrespondenz wirkt auch ziemlich fertig (wer mag es ihm verdenken). |
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| 15.03.2011, 14:48 | 134340 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Heute Morgen haben sie schon im Radio gesagt, dass es womöglich zur Kernschmelze gekommen sei. Aber eben gerade haben sie auf n-24 oder n-tv bekannt gegeben, dass es sich wol wirklich um ein Leck im Reaktor und eine Kernschmelze handelt. |
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| 15.03.2011, 15:16 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Iorek:
Ich glaube das wäre schlecht, weil Photovoltaik nicht nur seltene Erden verschlingt, sondern in der Herstellung extrem hohen indirekten CO2-Ausstoß verursacht, was Solarenergie aus Photovoltaik weiter hinter einer (sogar um Uranabbau, Transport und Endlagerung bereinigten) Atomkraft zurückfallen lässt. Obendrein sind wir in Deutschland nicht unbedingt effektive Solarenergieempfänger. Aber ich lass mich gerne eines Besseren belehren. |
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| 15.03.2011, 15:22 | Iorek | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
An alternativen Rohstoffen zur Herstellung wird gerade geforscht, zum CO2-Ausstoß und eventuellen Verbesserungen werde ich mich mal nach dem aktuellen Forschungsstand erkundigen wenn ich das nächste Mal bei meiner Freundin bin. |
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| 15.03.2011, 15:24 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Desertec |
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| 15.03.2011, 15:37 | Colt | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Bei Desertec ist das was anderes. Das ist nicht Photovoltaik sondern Solar, also Thermische Energie. Da wird mit großen Spiegeln eine Flüssigkeit erhitzt, die dann die Energie abgibt. |
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| 15.03.2011, 15:45 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Habe mal im Modell für JuFo ein Parabolrinnenkraftwerk gebaut. Die sind effektiver, aber eben kein Modell für das persönliche Dach. |
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| 15.03.2011, 16:17 | gonnabphd | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Wieso prüft man eigentlich den Bau neuer AKWs etc. jetzt plötzlich nochmal nach (in der Schweiz und in Deutschland glaube auch)... Das müsste dann ja bedeuten, dass man das vor dem Unfall noch nicht ernsthaft gemacht hat...? Ist doch völlig hirnverbrannt! Man muss die Gefahren doch schon früher gekannt haben und so ein Erdbeben scheint halt nun wirklich nicht allzu wahrscheinlich -> Pech gehabt. Baufehler oder menschliches Versagen in irgendeiner Weise kann ich wirklich nicht entdecken in diesem Unglück... Das ist irgenwie das gleiche wie wenn Leute Poker spielen, einen schlechten Call/Fold machen und dann - wenn sie Glück haben/Pech gehabt hätten - sagen: "Siehst du, dann war der Call/Fold wohl gut!". Kurzfristig ergebnisorientiert und irrational. |
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| 15.03.2011, 16:33 | Colt | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Die Sicherheitsmaßnahmen beruhen auf Risikofaktoren. Darunter fallen Menschliches Versagen genauso wie Erdbeben. Wenn man also ein Kraftwerk baut werden diese Faktoren abgewägt. Wenn dann aber ein extremes Ereignis stattfindet, sei es terroristischer oder natürlicher Art, dann hat man einfach Pech. In Japan gibt es regelmäßig Erdbeben. Die AKWs dort sind auch erdbebensicher gebaut, aber nur bis zu einer Stärke von 8,0 soweit ich das mitbekommen habe. Könnte man ja sagen: "Wieso haben die dann nicht einfach die AKWs so gebaut, dass sie bis Stäkre 10 halten?" Die Antwort kann sich jeder denken: Es Kostet zu viel. |
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| 15.03.2011, 17:18 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
gonnabphd
Das habe ich auch schon gesagt: Wenn man sich ernsthafte Gedanken über eine Laufzeitverlängerung (ich spreche für Deutschland) gemacht hat, dann wird man ja wohl nicht wegen eines (übrigens stochastisch unabhängigen) Ereignisses in Japan seinen Entschluss ändern. |
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| 15.03.2011, 17:39 | Huggy | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Es scheint so zu sein, dass nicht das Erdbeben selbst, sondern der nachfolgende Tsunami die Probleme verusacht hat: http://www.fr-online.de/panorama/atomala...04/-/index.html Dort steht Das Erdbeben hatte die externe Stromversorgung des abgeschalteten AKW gekappt. Und der nachfolgende Tsunami zerstörte dann die für die Notversorgung des Reaktor-Kühlsystems gedachten Diesel-Generatoren. Wie das vor sich gegangen sein soll, ist mir unklar. Es könnte für die Abfuhr der Restwärme eine Verbindung vom Meer ins Innere der Kraftwerke geben. |
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| 15.03.2011, 18:45 | MI | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ja, genau das haben die in einer Zusammenfassung beim NHK auch gesagt. Nach dem Erdbeben ist der Reaktor ins Notabschaltungsprogramm gegangen und die Dieselpumpen haben angefangen zu arbeiten. Vermutlich wäre also nichts passiert, aber dann kam der Tsunami und die Pumpen sind abgesoffen - und mit ihnen wohl auch andere elektronische Steuereinheiten, etc. Danach sind die batteriebetriebenen Gaskompressoren, die als eine Art Zusatzsystem laufen können, angegangen, aber deren Kühlwirkung ist zu gering gewesen für gerade erst abgeschaltete Reaktoren. Aber ich denke hier muss man warten, bis in ein paar Monate offizielle Berichte vorliegen. Wenn das aber der ungefähre Ablauf der Dinge ist, führt das natürlich zu zwei Schlussfolgerungen: a) Das Dinge hätte eventuell kaum mehr als einen Störfall gehabt, wenn es sich "nur" um ein Erdbeben gehandelt hätte. Ergo: Die Dinger scheinen tatsächlich sehr erdbebensicher zu sein. Das führt natürlich zu der Schlussfolgerung, dass die Politiker vielleicht erst einmal still sein sollten und nicht sofort schreien, dass die Kraftwerke nicht erdbebensicher seien. b) Tsunamis sind ja bei Seebeben nichts Ungewöhnliches und Seebeben gibt's da in der Region ja ziemlich häufig. Was man also analysieren sollte ist die Frage, ob und inwiefern dieses derzeitige Doppelszenario (Erdbeben + Tsunami), was ja nicht so viel unwahrscheinlicher als ein Erdbeben ist, beachtet wurde. Zum Thema nachprüfen: Ich hatte gestern bei den Nachrichten zu früh eingeschaltet und noch ein bisschen was von der Berichterstattung dazu gehört und da meinte doch der Seehofer (genaues Zitat nicht gefunden): "Man könnte ja nach diesem Ereignis nicht mehr von z.B. der Wahrscheinlichkeit sprechen, mit der es einen Terroranschlag/Flugzeugabsturz, etc. auf das Kraftwerk geben kann, sondern jetzt muss man von Möglichkeiten sprechen" Tja, da hat aber jemand keine Ahnung von Statistik, habe ich nur gedacht... Gruß MI |
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| 16.03.2011, 22:34 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Da ich Ranga verlinkt habe, hier nun auch Lesch. |
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| 17.03.2011, 12:26 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Hier mal von der ARD auf den Punkt gebracht, was wohl jeden an der Logik und Konsequenz der Bundesregierung stört. |
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| 17.03.2011, 12:28 | sulo | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Frau Merkel: Ein Fähnchen im Wind... |
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| 17.03.2011, 12:36 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Entweder die Regierung hat die Risiken gekannt und abgewogen und die Laufzeitverlängerung für sinnvoll gehalten. Dann ist ein Zurückrudern jetzt unlogisch und inkonsequent, vor allem mit der Begründung, dass bei einem Erdbeben der Stufe 9 mit einem Tsunami keine Sicherheit garantiert werden kann. Oder die Regierung hat die Risiken nicht gekannt und sie erst jetzt kennen gelernt. Dann ist die Laufzeitverlängerung grob fahrlässig gewesen und ein reiner Gefallen für die Energiemonopolisten. Auch denkbar ist, dass die Regierung jetzt zurückrudert, weil sie vor dem irrational denkenden (weil wenig bis schlecht informierten) Teil der Bevölkerung in Deutschland Angst hat - dieser stellt momentan, so fürchte ich, eine Mehrheit. Alle drei Möglichkeiten zeugen nicht von Kompetenz. Die Ammis (und bei denen gibt es bisweilen in manchen Regionen durchaus ordentliche Erdbeben) halten an den Neubauplänen fest. |
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| 17.03.2011, 14:27 | Cel | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Nein! "Die Reaktion der Opposition grenzt an Respektlosigkeit!" (Inhaltliches Zitat, Merkel). 3 Wahlen in den nächsten 2 Wochen (sogar 4, Kommunalwahl ist auch). Hat damit gar nichts zu tun, neeeein.
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| 17.03.2011, 22:08 | Abakus | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Mich interessiert die Frage nach einer Entschädigung für die Energieanbieter: nach § 18 Atomgesetz steht denen bei derartigen rechtlichen Eingriffen eine zu. Und ja, die Stilllegung sieht ganz nach Wahlkampf aus, denn Überprüfen nach den neuen, aus Japan gewonnenen Erkenntnissen ließe sich auch im laufenden Betrieb. @ Zellerli: der Energiemarkt ist ein Oligopol, sowas kann durchaus stark wettbewerbsintensiv sein. Gibt es jetzt Stromausfälle und Preiserhöhungen für Strom und Substitute? Grüße Abakus
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| 17.03.2011, 22:17 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Abakus:
Wo? Zeig mir wo auf der Karte. Haben neulich Konzessionsverträge für unsere Gemeinde abgeschlossen und da hat E.ON das exakt gleiche Angebot abgegeben wir die von ihnen abhängigen Stadtwerke Würzburg. |
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| 17.03.2011, 22:28 | Abakus | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Nach der Karte müsste mein Anbieter E.ON sein, ist er aber nicht, E.ON gehört auch nicht das Leitungsnetz hier. Die Karte stimmt also nicht. Ansonsten kann ich meinen Anbieter frei wählen, der Strommarkt ist liberalisiert. Was hat das jetzt mit Konzessionsverträgen zu tun? Grüße Abakus
edit:
Was kann ein Netzbesitzer mit seinem Netz anfangen, wenn er das Durchleitungsentgelt staatlich vorgeschrieben bekommt? Und ansonsten herrscht freier Wettbewerb. |
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| 17.03.2011, 22:58 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Das angebliche Geheimpapier zum Moratorium ARD
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| 18.03.2011, 13:46 | Zellerli | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
@Abakus: Auch ich begrüße den langsam immer besser werdenden Wettbewerb auf dem Strommarkt (auch wenn ich der Meinung bin, dass Strom teurer sein müsste - aber nicht zugunsten einiger Aktiengesellschaften), aber ein wirklicher Markt ist das noch lange nicht. Vor allem je nach Region gibt es teils von Kaff zu Kaff stark schwankende Preise, nur weil ein Wettbewerber in Kaff A existiert aber in Kaff B schon nichtmehr anbietet. Das zeigt einerseits, dass E.ON & Co. kleinbeigeben müssen, aber andererseits dass auch nach Jahren der Liberalisierung noch nicht jeder Abnehmer echten Wettbewerb genießen kann. Für Bayern ist E.ON definitiv Monopolist. 2007 hat es schon ein Kartellverfahren gebraucht, dass die mal wenigstens ein paar Wasserkraftwerke abgeben.
Das ist falsch herum. Der Staat sagt unter anderem zu den vier Übertragungsnetzbetreibern (E.ON, RWE, Vattenfall und En.BW) "Du darfst höchstens x dafür verlangen." und er sagt nicht "Du musst mindestens x dafür verlangen." Zudem können die vier durch ihre marktbeherrschende Stellung in der Energieerzeugung die Preise sehr stark manipulieren, einfach indem sie nachweisen, dass Kraftwerk y den Strom für X produziert. Dann sahnen sie auch für die anderen Kraftwerke, die den Strom für x produzieren (x<X) den vollen Betrag ab. Und das nur, weil sie die nicht marktwirtschaftlich legitimierte Restmonopolstellung haben und behaupten können: Jetzt kommt mal alles von Kraftwerk y. In meinen Augen gehört die Enerige in staatliche Hand. Und, um wieder zum Thema zurückzukommen. Die Atomkraft ist ja zumindest bezüglich eines nicht unwesentlichen Teils der Entsorgung und bezüglich der "Versicherung" der Risiken (weil ja keine private Versicherung das übernehmen will) schon in staatlicher Hand. Aber keine Angst, außer den Steuern, die auf eine kWh Atomkraft genauso gezahlt werden müssen wie auf eine kWh Kohlekraft, hat der Staat nichts davon außer dem Schwarzen Peter. Ich finde das hat schwarz-gelb extrem schlecht verhandelt bei ihrer Laufzeitenverlängerung (die ich, wie gesagt, für grundsätzlich gut halte). Aber jetzt haben sie ja die Chance, das nachzubessern. |
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