Kommutativität von Matrizen

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moinseflex Auf diesen Beitrag antworten »
Kommutativität von Matrizen
Hi Leute!

Sitze schon die ganze Zeit an einer Aufgabe dran, komme aber überhaupt nicht mit der zurecht.

Aufgabe:
Bestimmen Sie die Menge für alle .

Hinweis: Betrachten Sie zu gegebenem die Produkte AB und BA für spezielle Matrizen B, die außer einer Eins nur Nullen enthalten.

Meine bisherigen Überlegungen:
Erst einmal ist mit die Menge aller nxn-Matrizen mit Einträgen aus !

Bezüglich des Hinweises kann eine 2x2-Matrix B 4 verschiedene Gestalten annehmen: . Jetzt hat man folgende Produkte (hier für 1. Bps. der 2x2-Matrix B): . Nun kann man sagen, dass a = a, 0 = b, c = 0 und 0 = 0 ist.
Man stellt nun für die anderen drei 2x2-Matrizen B auch solche Gleichungen auf. Auf jeden Fall könnte man dann a, b, c und d berechnen.
Das gleiche könnte man dann ja auch für 3x3-Matrizen ( hier gäbe es 9 verschiedene Anordnungen von B) usw. machen.
Aber ich soll es ja allgemein machen.
Dazu glaube ich, dass das Produkt einer beliebigen nxn-Matrix mit der Einheitsmatrix kommutativ ist. Außerdem ist das Produkt einer beliebigen nxn-Diagonalmatrix mit einer nxn-Diagonalmatrix kommutativ ist. Außerdem ist das Produkt einer nxn-Matrix mit seiner Inversen kommutativ.

Toll, wie zeige ich es allgemein für alle nxn-Matrizen und wie schreibe ich es formal auf?
Kann mir bitte einer helfen!
Das wäre sehr nett!
Schon mal ein herzlichstes Dankeschön vorab!
LG Daniel
Divergenz Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Kommutativität von Matrizen
Hallo,

zuerst würde ich mal ein beliebiges Element beider Produkte vergleichen, also
und

Um nun etwas über die Struktur von A zu erfahren, kann man ja mal spezielle Matrizen B einsetzen, z.B. die aus dem Hinweis, also mit , wobei das Kroneckersymbol ist (also 1 wird bei gleichen Indizes, sonst 0).
Dann erhält man, dass A schon mal eine Diagonalgestalt haben muss!
Setzt man dieses Wissen nun wieder in die Produktdarstellungen ein, so sollte man sehen, dass alle Diagonaleinträge auch noch identisch sein müssen, also
, mit der Einheitsmatrix und einer reellen Zahl .
Mazze Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Dann erhält man, dass A schon mal eine Diagonalgestalt haben muss!


Matrizen über den reellen Zahlen vertauschen wen sie eine gemeinsame Eigenbasis haben. Sei P invertierbar und A und B 2 verschiedene Diagonalmatrizen und
dann gilt



du wirst feststellen das C und D keine Diagonalmatrizen sein müssen.
Divergenz Auf diesen Beitrag antworten »

Da bei dieser Aufgabe B aber beliebig sein soll, wie die Definition von K sagt, muss in dieser Allgemein heit A schon ein Vielfaches von E sein. In deinem Fall stellst du ja große Anforderungen an B!
moinseflex Auf diesen Beitrag antworten »

Wenn also ist, ist (Kroneckersymbol) und es verbleibt in der Summe nur der Term mit k = j, also .
Damit dann gilt, muss doch gelten. Damit dann AB = BA gilt, muss dies für alle i,j erfüllt sein, also alle Diagonaleinträge von B identisch sein, und damit B ein skalares Vielfaches der Einheitsmatrix sein, oder?
Mazze Auf diesen Beitrag antworten »

Da hab doch glatt das für alle B übersehn , alles ok dann. Die einzigen Matrizen die mit allen vertauschen sind wie richtig gesagt spezielle Diagonalmatrizen.
 
 
Divergenz Auf diesen Beitrag antworten »

An moinseflex:

Du sollst für B die speziellen Matrizen mit , wählen. Im Ergebnis kannst du ja nur Bedingungen an A stellen um K zu beschreiben, denn dein B in der Definition von K ist beliebig gewählt.
moinseflex Auf diesen Beitrag antworten »

An Divergenz: Wie soll ich es dann aufschreiben? Ich habe echt keine Plan, wie ich es sonst machen soll!
Noch eine Frage: Ist es denn richtig, das die Kommutativität dann nur für ein skalares Vielfaches der Einheitsmatrix für A gilt, oder kann es auch noch andere geben? Z.B. wenn A die Inverse zu B ist?
Divergenz Auf diesen Beitrag antworten »

Wenn du so ein B verwendest, dann erhälst du doch
, falls ist und
sowie
, falls ist und
Damit muss nun aber sein, falls .
Also gewinnst du durch diese Überlegung die Diagonalstruktur von A in der Def. von K. Damit A aber Kommutativ für alle B ist, muss es definitiv ein (skalares) Vielfaches der Einheitsmatrix sein, d.h.


zu deiner letzten Frage: Zu welchem aller willst du A denn invers wählen? Dann stimmt die Kommutativität doch nur in Verbindung mit diesem B, aber doch nicht mit jedem!
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