Schach - Seite 21

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HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Wenn - wie von Huggy richtig analysiert - diese Stellung nicht wirklich durch reguläre Spielzüge erreicht werden kann, dann muss dieser an sich auch wichtige Aspekt bei der Beantwortung von Dopaps Frage wohl außen vor bleiben.

Daran gemessen können beide Spieler im nächsten Zug Matt setzen, je nachdem ob sie gerade dran sind.

Weiß mit 1.Txh2+, und schwarz mit 1. ... Dh8+ .
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

da gibt es Probleme beim Vor- und Zurücksetzen (Rückspiel ) der Figuren mit den Programmen weil immer auch die Legalität geprüft wird.
Folgendes habe ich dazu gefunden:


    Egal ob der wBf3 von e2 oder g2 stammt. Er musste eine sFigur geschlagen haben.
    Als Schlagobjekt kam nur eine sFigur in Frage. Entweder ist eine sUW Figur auf dem Brett oder sie wurde schon auf dem Feld f3 geschlagen.
    Das sUW Feld konnte nur a1 sein. Der sBa kam von der b-Linie und benötigte ein wSchlagobjekt.
    Eine andere kompliziertere Denkweise kommt aufgrund der wenigen Schlagobjekte nicht in Betracht. Somit steht fest, dass der untere Knoten erst dann aufgelöst werden kann, wenn der wLd8 sein Ausgangsfeld c1 erreicht hat.
    In dem oberen Knoten ist das Feld h8 für den wK bislang unzugänglich.
    Um das zu ändern, muss eine Figur auf g8 rein. Zunächst sieht es so aus, als sei das mit dem wS auf g4 ganz leicht zu bewältigen.
    Die Probe zeigt wie knapp der Versuch ausgeht:
    Zurück 1.Sf6-g4 g6-g5 2.Sg8; der sBg6 darf jetzt nicht weiter zurück, denn sonst würde das planmäßige Kh8-h7 h7-h6, (~) a7-a6 Dh6-f8 nicht gehen.
    Die Vermutung liegt nahe, dass die UW-Figur der sTg2 ist. Bekannt ist, dass eine UW Figur nach ihrer Entwandlung noch mal geschlagen haben müßte.
    Der sT kommt im Rückspiel raus, wenn der wS nach g2 geht. Nach der Entwandlung auf a1 entschlägt er den wS. Der neue S geht einfach nach g8. Der wBa musste in diesem Vorplan weit zurück gehen und konnte in dem oberen Knoten nach Kh8-h7 h7-h6 nicht mehr ziehen. Vorausschauend entschlägt der sT zum Weg in das UW-Feld auf g4 einen wichtigen wTempo-B. Andere weiße und sogar schwarze Tempozüge wären denkbar aber dauern zu lange. Bei Weiß anstatt des Bg ein wTempo-Be. Zu spät. Auch der sB von a7 stammend konnte von dem wS auf der a-Linie nur mit enormen Zeitverlust in Angriff genommen werden. Der sT ist somit nicht nur Zulieferer sondern auch Tempoverschaffer.


und daraus dann 1. ... Dh8#
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Schwer durchzublicken durch deine Beschreibung - ich realisiere langsam, dass du von der (teilweisen) Zwischenstellung

wKh8 , sBh7 , sDh6 , wSg8

ausgehst (die entscheidende Entkräftung von Huggys Argumentation ist also die blockierende Figur auf g8) und dann irgendwie mit der Zugfolge

sDh6-f8 ... sBh7-h6 ... wKh8-h7 ... wSg8-f6 ... wSf6-g4

zur abgebildeten Situation gelangst. Richtig überzeugend wäre wohl nur die Angabe einer GESAMT-Zugfolge, alles andere ist Stückwerk.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Ich reduziere mal diese hohe Forderung "Angabe einer GESAMT-Zugfolge" und stelle eine ganz simple Frage:

Was für Möglichkeiten gibt es noch für den letzte Halbzug von Weiß, der NICHT mit einer Unmöglichkeit der Stellungsrealisierung verbunden ist?

Ich hab momentan Schwierigkeiten, so einen zu finden, vielleicht kann Dopap mir da nochmal auf die Sprünge helfen. verwirrt
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

es ist noch von folgendem Rückspiel die Rede:

1. Se3-g4 Tg4-g2 2.Sg2-e3+ Ta4:Bg4 3.a6-a7 Ta1-a4 4.a5-a6 a2-a1T 5.a4-a5 b3:Sa2 6.Sc3(b4)-a2 b4-b3 7.Se4-c3(b4) b5-b4 (bzw. g6-g5) 8.Sf6-e4 b6-b5 9.Sg8-f6 g6-g5 10.Kh8-h7 h7-h6 11.g3-g4 Dh6-f8 12.Kg7-h8 D~-h6+ also 1.- Dh8# nicht 1.T:h2#?

aber da werde ich auch nicht schlauer.
Falls ich so etwas nochmals reinstelle wird vorher auf komplette Zugfolge geachtet.
Versprochen.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Dopap
1. Se3-g4 Tg4-g2 2.Sg2-e3+

Jetzt glaube ich mein Problem identifiziert zu haben: Ich kann mich nur schwer dran gewöhnen, dass man sich bei den "Rückwärtszügen" selbst in ein Schachgebot manövrieren darf - also wie hier mit dem Tg4-g2. Aber das ist ja kein Problem, sofern das Schachgebot unmittelbar im Zug vorher geschehen ist, wie hier mit dem Sg2-e3+. Hammer
 
 
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

so ist es

Zitat:
Original von Dopap
da gibt es Probleme beim Vor- und Zurücksetzen (Rückspiel ) der Figuren
mit den Programmen weil immer auch die Legalität geprüft wird. [...]


man kann leider die Figuren nicht einfach so hin- und herschieben.
Und mit Brett und echten Figuren funktioniert es nicht mehr so richtig.
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Es ist gar nicht so einfach vollständige Zugfolgen zu finden. Außerdem gibt es sicher mehr als 20 Spielvarianten mit Fantasiefiguren wie Grasshüpfer, Feen etc.

hier eine normale Partiestellung nach 10 Zügen und computerkompatibel welche nicht so extrem sein sollte.
  • Obwohl ich die Zugfolge nicht ! kenne


[3qkbnr/p3pppp/2ppr3/8/2p5/8/P2PPPPP/RNBbKBNR]

[attach]51846[/attach]

Gesucht ist natürlich die eindeutige Zugfolge in genau 10 Zügen.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Ein hartes Stück Arbeit, aber so müsste es gehen:

1. c4 b5 2. Db3 bxc4 3. Dxb8 Txb8 4. b4 Tb6 5. b5 Te6 6. b6 d6 7. b7 Ld7 8. b8D La4 9. Db3 c6 10. Dd1 Lxd1

Der schwarze Weg war doch ziemlich festgenagelt mit seinen notwendigen drei Turm-, drei Läufer- und vier Bauernzügen. Drum herum musste man dann basteln, dass der schwarze Springer ohne eigenen Zug sowie die zwei weißen Bauern quasi im Vorbeigehen geschlagen werden, was insbesondere bei dem weißen b-Bauern einen ziemlich abenteuerlichen Weg inklusive Damenumwandlung nötig machte. Letzteres war natürlich auch das, woran ich am meisten zu knabbern hatte. smile
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

stets der Profi Freude

Wenn's gefällt, dann geht noch Einer jederzeit:

[attach]51854[/attach]

Beweispartie in 6.5 Zügen = 7 für Weiß, 6 für Schwarz
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

1. d4 e5 2. dxe5 ist wohl zwangsläufig. Aber dann wird's schon knifflig:

Sieht so aus, als muss Schwarz auf c1 oder d1 eine Figur platzieren, die Weiß im letzten, siebenten Zug mit Lxc1 oder Dxd1 schlagen kann. Da fehlt mir momentan noch die entscheidende Idee, wie man das angesichts der Zeitknappheit (Schwarz muss ja auch in den anderen Zügen ständig Schlagopfer für Weiß servieren) schaffen kann. verwirrt

P.S.: Eine Variante mit 7,5 statt 6,5 Zügen: 1. d4 e5 2. dxe5 Sf6 3. exf6 Sc6 4. fxg7 Dg5 5. gxf8L Se7 6. Lxe7 De3 7. Lg5 Dxc1 8. Lxc1
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von HAL 9000
1. d4 e5 2. dxe5 ist wohl zwangsläufig.

langsam langsam, mit dieser Folgerung.

Zitat:
Sieht so aus, als muss Schwarz auf c1 oder d1 eine Figur platzieren, die Weiß im letzten, siebenten Zug mit Lxc1 oder Dxd1 schlagen kann.

Das ist richtig.

Zitat:
Da fehlt mir momentan noch die entscheidende Idee, wie man das angesichts der Zeitknappheit (Schwarz muss ja auch in den anderen Zügen ständig Schlagopfer für Weiß servieren) schaffen kann.

Schwarz muss ja nicht stets servieren, er kann auch passiv bleiben und derweil anderes tun.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Dopap
langsam langsam, mit dieser Folgerung.

Ok stimmt, es gibt noch die Varianten 1. d3/d4 gefolgt von

1. ... Sh6 2. Lxh6 oder
1. ... g5 2. Lxg5

Die hatte ich bisher ausgeblendet. verwirrt

Zitat:
Original von Dopap
Schwarz muss ja nicht stets servieren, er kann auch passiv bleiben und derweil anderes tun.

Ich hatte das selbstverständlich so gemeint, dass Schwarz Schlagopfer servieren muss, sofern keine da sind! Denn logischerweise muss Weiß ja in den Zügen 2 bis 7 immer schlagen.


EDIT: 1. d4 Sh6 2. Lxh6 g5 3. Lxf8 Sc6 4. Lxe7 Sxd4 5. Lxd8 Sb3 6. Lxg5 Sc1 7. Lxc1 , puhhh... Hammer
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

richtig gelöst! Aber auch ein Dank für die zahlreichen Beiträge. Augenzwinkern


Das könnte evtl. knifflig werden:

[attach]51879[/attach]

Beweispartie in 19.0 Zügen*


(*) Beweispartie in N Zügen
Partie, mit der die gegebene Stellung in N Zügen erspielt werden kann. Die Beweispartie muss eindeutig sein; d.h. es darf keine zweite Beweispartie in N Zügen geben, die ebenfalls zur gegebenen Stellung führt. Es sind also weder Zugumstellungen noch alternative Züge erlaubt.

Wenn eine Beweispartie in N Zügen gefordert ist, ist dies meist auch die kürzeste Beweispartie – manchmal aber auch nicht, dann besteht die Kunst darin, irgendwo ein Tempo zu verlieren.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Hmm, das Schlagen innerhalb der 19 Züge scheint diesmal gar nicht so das Problem zu sein (weiß: 2B,L; schwarz 1B,S). Schon eher die langen Laufwege der weißen Figuren - allein König+Türme verbraten über den Daumen gepeilt die Hälfte der Zeit (selbst mit langer Rochade)...

Ich werd mich wohl diese Woche nicht mehr damit befassen können - hoffentlich springt mal ein anderer ein. smile
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Etwas spät, aber das WLAN war eine gute Woche defekt. Hatte aus Versehen den Flugzeugmodus aktiviert, was mit 30€ zu Buche schlug. unglücklich

Was waren die weißen Züge?
Welche Züge hat Weiß (ohne Tempoverlust) gebraucht, um die gegebene Stellung zu erreichen?

Ke1-d2-c3-b4
Dd1-h1
Ta1-g1-g6-h6 | Ta1-d1-d3-a3
Th1-g1-g3-a3 | Th1-g1-g6-h6
Lf1-g2-d5
Sg1-g3
Sb1-a3|d2-c4-a5
Bc2-c3 | Bd2:c3
= 17 Züge, bleiben 2 Züge
Welche weiße Figur wurde vom [Bc7] auf d6 geschlagen? Nicht der [Bd2], der drei Züge gebraucht hätte, um d6 zu erreichen. Bleibt der [Lc1], der d6 in zwei Zügen erreichen kann:

Lc1-f2-d6
Damit sind alle weißen Züge (bis aus Varianten) bekannt.

Was war die genaue Zugfolge?
Entweder ist [Bc2] auf c2 oder [Bd2] auf d2 geschlagen worden. [Bg2] ist auf g2 geschlagen worden.
Wie könnte es nun weitergehen?
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

...

Vor [Bc2]-c3 oder [Bd2]:c3 müssen Kb4 und Ta3 erfolgt sein. Weiß kann somit nicht mit einem Bauernzug beginnen.

Weiß bleiben drei Springerzüge. Schwarz muss mit seinem dritten (Springer-)Zug entweder c2, d2 oder g2 schlagen. Einzige Möglichkeit: [Sg8] schlägt Bd2.

1. Sb1-a3 Sg8-f6
2. Sa3-c4 Sf6-e4
3. Sc4-a5 Se4:Bd2
Nun bleibt Weiß nichts anderes übrig, als den Sd2 zu schlagen:

4. Ke1:d2
Weiß hat nun vier Züge; d.h. Schwarz muss in vier Zügen die g-Linie öffnen. Dies ist nur mit dem [Bf7] möglich:

4. Bf7-f5
5. Kd2-c3 Bf5-f4
6. Kc3-b4 Bf4-f3
7. Lc1-f4 Bf3:Bg2
Weiß hat nun die Wahl zwischen Lg2: und Ld6. Lg2: nimmt jedoch Schwarz ein dringend benötigtes Tempo, bleibt Ld6.

8. Lf4-d6 Bc7:Ld6
9. Lf1:Bg2
[Dd8] oder [Th8] müssen nun so ziehen, dass sie ihr Ausgangsfeld in 11 Zügen wieder erreichen. Der [Th8] schafft dies jedoch nur mit einer geraden Anzahl von Zügen, also muss die Dame ziehen:

9. Dd8-c7
10. Lg2-d5
Die schwarze Dame muss nun irgendwo ein Tempo verlieren. Dies ist frühestens auf der Diagonalen d3-g6 möglich; z.B: Dd3-Df5-Dg6-Dd3. Danach muss sie sich beeilen, wieder nach Hause zu kommen:

10. Dc7-c6
11. Sg1-f3 Dc6-a6
12. Th1-g1 Da6-d3
13. Tg1-g6 Dd3-f5!
14. Tg6-h6 Df5-g6!
15. Dd1-h1 Dg6-d3!
16. Ta1-d1 Dd3-a6
17. Td1-d3 Da6-c6
18. Td3-a3 Dd6-c7
19. Bc2-c3 Dc7-d8
Die schwarze Dame hat für ihre Schleife genau 11 Züge benötigt. Damit kann der [Th8] nie gezogen sein (kostet zwei Tempi, die der schwarzen Dame fehlen). Aus dem gleichen Grund muss Ld6 vor Lg2: erfolgen. smile
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

hier etwas zum Nachdenken für humans evtl. auch für längere Zeit. verwirrt
  • Wie kann hier Weiß in Vorteil kommen obwohl er augenscheinlich* schlecht dasteht?

[attach]51984[/attach]

8/3P3k/n2K3p/2p3n1/1b4N1/2p1p1P1/8/3B4 w - - 0 1

Und ja, die FEN-Position steht dabei, was aber unbedeutend ist,
da der Rechenknecht hier eh' nicht helfen kann.
Aber man muss auch fairerweise sagen, dass dies keine Partiestellung ist.

(*)
1.) d8D ... bringt nach
1.) ... Sf7+ nix ein und Unterverwandlungen auch nicht.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Dopap
da der Rechenknecht hier eh' nicht helfen kann.

Wenn du dir da so sicher bist, dann fällt es mir schwer vorzustellen, wie dann ein Vorschlag (wie auch immer der aussehen mag) hinsichtlich "in Vorteil kommen" transparent verifiziert werden kann. verwirrt
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

mmh.. damit ist gemeint, dass das Programm nicht mit der Startposition klar kommt.
Früher konnten Leute wie Helmut Pfleger in wöchentlichen Kolumnen auch die Folgerichtigkeit von Zügen darlegen,
ohne das bis zur Tiefe von 40 Halbzügen zu dokumentieren.
Es ist wie in Mathematik, der wesentliche Weg muss dem halbwegs Kundigen einsichtig sein, ohne jedes Detail vorzurechnen Augenzwinkern

1. Sf6+ Kg7 ist ziemlich klar, da

A.
1. ... Kg6
2. Lh5+ xxx
3. d8D sehr schlecht für Schwarz und

B.
1. ... Kg8
2. d8D+ ganz schlecht ist.

2. Sh5+ Kg6 sonstige schwarzen Züge sind ziemlich schlecht für Schwarz unglücklich
3. Sf4+ Kf5
4. Sd5 Ke4
5. Lh5 La5 6.Sxc3+ ...


irgendwas in dieser Linie ist nicht das gelbe vom Ei. verwirrt
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Dopap

1. Sf6+ Kg7 ist ziemlich klar, da

A.
1. ... Kg6
2. Lh5+ xxx
3. d8D sehr schlecht für Schwarz und

B.
1. ... Kg8
2. d8D+ ganz schlecht ist.

2. Sh5+ Kg6 sonstige schwarzen Züge sind ziemlich schlecht für Schwarz

3. Lc2+ !!!

[attach]52001[/attach]

ein Zug wie ihn nur ein Michael Tal sehen konnte.
Und ... das "Opfer" [Sh5] muss geschluckt werden! - Warum?
-----------------------
Welches Programm sieht das und wenn wie schnell oder gar aus der Startposition verwirrt
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Ich hab Stockfish ein paar Minuten rechnen lassen, der hat es nicht gefunden. Man musste ihn schon mit der Nase drauf stoßen (d.h. die ersten beiden Züge vorgeben), dass er ins Plus gedreht hat. Offenbar erschien diese Variante zunächst vermeintlich so aussichtslos, dass sie nur in einer unzureichenden Tiefe durchgerechnet wurde. Insofern war schon was dran an deiner Formulierung

Zitat:
Original von Dopap
da der Rechenknecht hier eh' nicht helfen kann.

zumindest auf den "Stinkefisch" bezogen. smile


P.S.: 1. Sf6+ Kg7 2. Sh5+ Kg6 3. Lc2+ Kxh5 4. d8D Sf7+ 5. Ke6 Sxd8+ 6. Kf5 e2 7. Le4 e1S 8. Ld5 c2 9. Lc4 c1S 10. Lb5 Sc6 11. Lxc6 Sc7 12. La4 c4 13. Ld1+ Se2 14. Lxe2+ Sf3 15. Lxf3++ ist wirklich nett anzuschauen. Augenzwinkern

Wahrscheinlich geht's nicht ganz so schnell, wenn Schwarz sich dann doch in den Zügen 4/5 entscheidet, die weiße Dame überleben zu lassen - aber dieser Zweig sieht dann wohl eher "gewöhnlich" aus. Augenzwinkern
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Verstehen kann man das als human erst wenn man die Ideen dahinter versteht.
Zur Erläuterung:
Wenn hier Schwarz wiederum mit 4. ... Sf7+ die Dame erobern möchte, dann verzichtet Weiß auf den Springer und sagt sich:

mit dem König den sK auf der h-Linie festkleben und dann irgendwie mit dem Läufer mattsetzen, was Schwarz verhindern muss

deshalb auch
7. ... e1S und auch 9. ... c1S

und 11. ... Sc7 verhindert 12. Le8++

und im Folgenden stellen sich noch 2 x schwarze Springer heroisch dem Matt in den Weg!

Wie du richtig anmerkst ist nach 4. ... Kg4 der "Fehler" vermieden worden,
aber mit einer Dame kann Weiß das Ding schon nach Hause schaukeln...
Damit ist nach menschlichem Schach-Verständnis der Weg zum Sieg aufgezeigt smile

Nochmals: keine Partiestellung. Einer der tiefsten Partiezüge fand einmal LEKO gegen KRAMNIK ( WM - Kampf) Anfang der 2000 -er, damals für Fritz xx unsichtbar, heute für Stockfish nur ein Ding von Sekunden.
-------------
Welcher Stinkefisch liegt denn bei dir so zurzeit auf der Platte?
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »
Gratulation
Stockfisch-12 ist der neue König der Schachprogramme: Gott

--------------- engine ---------------------------------------- points

1 Stockfish 202009282242_nn-baeb9ef2d183----------54.5
2 LCZero v0.26.3-rc1_T60.SV.JH.92-190 ----------------45.5
3 StockfishClassical 202007311012-----------------------26.5

Ein ungewohnt klares Ergebnis.
LC0 ist ein neuronales Netz und Stockfish-nnue oder Stockfish-12 eine Mischung aus klassischem Programm und neuronalem Netz.

Auf meinem Laptop konnte es als 64 Bit kompatible Version mit ca. 300.000 Knoten/s die klassische Version Stockfisch 9 mit seinen ca. 1.800.000 Knoten/s klar schlagen.

Während sich der Klassiker bei der Analysese relativ schnell festlegt, ändert Stockfisch-12 immer wieder bei kritischen Stellungen sein Zug-Ranking und die Bewertung.
Bei gleicher Zugtiefe "sieht" er/es im Vergleich ca. 5 Züge früher schon eine positive Entwicklung voraus.
Beim schnellem Blitzen ( Bullet) kann er aber schon eher mal - auch kräftig - daneben legen
Irgendwie human!

chapeau den aktiven Entwicklern!

edit: Weltmeister Magnus Carlsen hat seine 125 Partien-Strecke ohne Niederlage, beendet.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Dopap
Welcher Stinkefisch liegt denn bei dir so zurzeit auf der Platte?

Tja, es war der neue "König" Stockfish12, der auch an deinem obigen Problem gescheitert war.
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »
Mini mit Matt
Hier eines der feinen Minis mit bis zu 7 Steinen.
Die sind noch übersichtlich und bereiten beim analogen Knobeln
reichlich Vergnügen.

[attach]52034[/attach]

Ein Matt an sich ist nicht das Problem,
aber in 3 Zügen und eindeutig?

edit: Weiß ist am Zug Augenzwinkern
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Hab letztens was amüsantes zum Thema Schach gelesen (weiß gar nicht mehr, wie ich drauf gestoßen bin, wo der Artikel doch schon 5 Jahre alt ist):

https://www.n-tv.de/sport/Als-die-DDR-ih...le16201461.html
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Wer an der vollen Breitseite der Schachhistorie interessiert ist, ist mit den

chess notes von Eduard Winter

https://www.chesshistory.com/winter/archives.html

bestens bedient.
Auf momentan 188 multi - pages mit ca 12.000 Beiträgen wird jeder fündig.

Natürlich auch die zeitlich am längsten dauernde, Krieg(e) überstehende, und belegte Fernschachpartie.
Meiner Erinnerung zufolge ca. 45 Jahre.

-----
Eine "Note" meinerseits:
Es gab mal spezielle verbilligte Fernschachpostkarten die genau 5 Felder enthielten:



das 5. Feld war nur für Bauernumwandlungen reserviert, auch nicht für das e.p.- Schlagen. Augenzwinkern
Gualtiero Auf diesen Beitrag antworten »

Wieder mal was Herkömmliches.

Der weiße König scheint nicht gut geschützt zu sein, dafür ist kein unmittelbarer Angriff zu befürchten.

Der schwarze König ist gut verschanzt; aber kann er Weiß (am Zug) standhalten?

[attach]52201[/attach]

(Shuvalova - Afonasieva, Mumbai 2019)
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Turmopfer, Damenopfer, Abzugsschach, Läuferschach, den König mit den Läufern auf der h-Linie herunterjagen und Ihn dann mit denselben gnadenlos meucheln geschockt

sorry, Schach ist der Herkunft nach eine Schlacht
Gualtiero Auf diesen Beitrag antworten »

Respekt! (falls ohne elektronisches Helferlein Big Laugh )

Turmopfer war mir auch klar, aber nach dem Damenopfer wollte ich nach dem Abzugsschach die Dame zurückgewinnen, was schließlich komplett schief ging.

In gewissen Stellungen ist der Gedanke an Figurenraub völlig unangebracht, es gilt nur, das eine, wichtigste Ziel zu verfolgen - den gegnerischen König mattzusetzen. Ist für Geübte eh eine Binsenweisheit, aber das unter Turnierbedingungen durchzuziehen finde ich schon beachtlich, und die junge Russin ist nicht unverdient Juniorenweltmeisterin.
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

im realen Spiel hätte ich mir das früher als "Patzer" nicht getraut.
Aber hier ist es einfacher: der Hinweis stachelt zu

da muss was gehen!

an.
Ein wenig Gedächtnishilfe mit dem Holzbrett ist doch gestattet, oder? Augenzwinkern
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »
Turmendspiel
Endspiele mit Türmen und Bauern sind speziell. Meist hat man einfach keine offensichtlichen Ideen wie Angriffe,
Drohungen, Figurengewinn oder Schachgeboten.
Hier überlegte sich Weiß bestimmt, dass, dem eigenen Bauern zu Hilfe zu eilen, nicht verkehrt sein könne.
Insgesamt sieht es aber sehr nach Remis aus.

[attach]52236[/attach]

8/R4p2/P4kp1/7p/7P/4K1P1/r4P2/8 w - - 0 1

nach
1.) Kd4 konnte Schwarz dem
-----------------------------------------------------------
A.
1.) ... Txf2
nicht widerstehen. Weiß kann nun gewinnen was aber wahrlich kein Selbstläufer ist,
zudem muss er ebenfalls Versuchungen widerstehen.
Alles meine Meinung

--------------------------------------------------------------
B.
Schwarz hätte mMn mit 1.) ... ? ein Remis halten können.
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

ziemlich sorgfältige Analyse mit Computer:

A.)

1. Kd4 Rxf2
2. Rc7 Ra2
3. a7 Kf5
4. Kc4 ... einziger Zug, Hinwendung zum König
4. ... Kg4
5. Kb3 Ra6
6. Rc4+ Kxg3
7. Ra4 Rxa7
8. Rxa7 Kxh4
9. Kc2 f5 {+Matt in 33} 1-0

B.)

1. .. g5 !
2. Kc4 gxh4
3. gxh4 Ke5 { Zugschleifen sind möglich } 1/2-1/2
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »



Bei der Schach WM der Programme steht es kurz vor Ende zwischen

Stockfish 20210113 und LCZero 0.27.0d-Tilps-dje-magic_JH.94-100

46.5 - 41.5 Punkte. Augenzwinkern
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Im Dopapschen Duktus quasi "Stinkefisch schlägt zurück" ? smile

Ok, noch ist es nicht zu Ende, aber dass sich das in den verbleibenden Partien (es sind doch wieder 100, oder?) noch dreht, ist ja eher unwahrscheinlich. Obwohl, der Lc0 ist ja "lernfähiger" ... verwirrt
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

nun ist's geschafft.

Stockfisch gewinnt mit 53:46 Punkten nach 99 Partien Prost


Gestern gewann Van Foreest Jordan gegen Anish Giri (beide NL) in einem denkwürdigen Armageddon
die TATA STEEL MASTERS 2021

Giri - Jordan D02 Damenbauern,London

1. d4 d5 2. Bf4 Nf6 3. e3 c5 4. Nf3 Nc6 5. Nbd2 e6 6. c3 Bd6 7. Bg3 h6 8. Bb5 Be7 9. Ne5 Qb6 10. a4 O-O 11. O-O a6 12. Bxc6 bxc6 13. dxc5 Bxc5 14. b4 Be7 15. a5 Qb7 16. Nd3 Nd7 17. Nb3 Qb5 18. Nd4 Qb7 19. Rb1 Nf6 20. Nc5 Bxc5 21. bxc5 Qd7 22. Rb6 Ne4 23. Rxc6 Nxc3 24. Qc2 Nb5 25. Rb6 Na3 26. c6 Nxc2 27. cxd7 Nxd4 28. exd4 Bxd7 29. Rc1 Bb5 30. Bd6 Rfc8 31. Bc5 Rc7 32. Re1 Rac8 33. f4 h5 34. Kf2 Kh7 35. h3 Kg6 36. g4 hxg4 37. hxg4 Rc6 38. Rb7 R8c7 39. Rb8 Rc8 40. Rb7 R8c7 41. Rxc7 Rxc7 42. Re5 Bd7 43. Rg5+ Kh7 44. Bf8 g6 45. Re5 f6 46. Re3 Kg8 47. Bc5 Rb7 48. Bb6 Bb5 49. Rxe6 Kf7 50. Re1 Re7 51. Rc1 Re4 52. Kf3 Be2+ 53. Kg3 Re3+ 54. Kf2 Re4 55. Rc7+ Ke8 56. g5 Rxf4+ 57. Kxe2 fxg5 58. Ra7 g4 59. Rxa6 g3 60. Ra7 g2 61. Ra8+ Kd7 62. Rd8+ Ke7 0-1 nach Zeitüberschreitung
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Das ist doch das mit der brutal kurzen Bedenkzeit, oder? Irgendwas mit 5 Minuten für die Gesamtpartie, o.ä.? Da sind dicke Patzer gerade in der Endphase ja unvermeidlich.
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

richtig, 5 min für Weiß, 4 min für Schwarz. Kein Increment kein Delay.

Ab dem 60. Zug gibt es eine mir unbekannte Zeitgutschrift wobei Giri im 58. Zug
geflaggt wurde und er das in der Hektik nicht bemerkte...

Aber immer noch besser wie die Roulettkugel die ins rote Fach fiel und unseren Dr. Robert Hübner ( ..es gibt keine wichtigen Nachrichten..) und #3 der Welt gegen Kortschnoi #2 beim Halbfinale um die WM gegen Karpov rauskegelte. unglücklich
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Zur Entspannung :

[attach]52808[/attach]

wie soll Weiß am Zug hier gewinnen verwirrt
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