Unterschied elliptische, hyperbolische und parabolische PDGL bei Transformation

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powaaah Auf diesen Beitrag antworten »
Unterschied elliptische, hyperbolische und parabolische PDGL bei Transformation
Meine Frage:
Ich studiere maschinenbau und versuche mir gerade ein paar lösungswege/vorgehensweisen aufzuschreiben.

PDGL 1. Ordnung soweit kein problem.
Jetzt bin ich bei PDGL 2. ordnung. Dort gibt es bekanntlich elliptische, parabolische und hyperbolische PDGLs. Die klassifizierung ist kein thema.
Jetzt habe ich mir allerdings notiert, das das lösen einer pdgl mittels transformation nur bei hyperbolischen funktioniert und parabolisch und elliptische pdgls mit separation gelöst werden. Habe ich das soweit richtig verstanden?

Kann ich bei allen drei varianten die charakteristiken über y'=\frac{\frac{b}{2}\pm \sqrt{\frac{b}{2}-ac } }{a} bestimmen ?

Und jetzt noch zur Transformation auf Normalform:
Ist der vorgang hier auch bei allen drein immer der gleiche?
Was genau ist eigentlich die normalform? Ich habe eben ein beispiel gesehen, da ist die normalform scheinbar die allgemeine lösung der transformation.

Meine Ideen:
Ich habe keine ansatz bei ner verständnisfrage oO
powaaah Auf diesen Beitrag antworten »

Um es vielleicht an einem beispiel zu präzisieren.

Ich möchte auf die Normalform Transformieren.
Das geübte auge weiß. Die pdgl ist elliptisch. Ansonsten... und das ist und somit elliptisch.

Jetzt will ich auf die normalform transformieren und schreibe erstmal:


Brauche dafür jetzt erstmal s und t, also die charakteristiken.
Das mach ich mit:


daraus folgt



Jetzt habe ich vorhin gesehen das hier jetzt gilt.
s= der realteil und t=der imaginärteil

da wäre und

wenn ich jetzt bilden möchte dann ist das ja 0. Das kann ja nicht so sein. Wo liegt hier der fehler?
Ehos Auf diesen Beitrag antworten »

Deine Dgl. lautet in Matrixform



Du musst die Eigenwerte und Eigenvektoren der Matrix berechnen. Die von dir berechneten Eigenwerte sind fehlerhaft. Die Eigenwerte sind die Lösung von

Also und

Berechne nun die Eigenvektoren. Bei geeigneter Normierung sind dieses die Zeilen der Drehmatrix.
powaaah Auf diesen Beitrag antworten »

Ich habe doch noch gar keine eigenwerte berechnet gehabt, nur die determinante. Das andere sind doch die charakteristiken.

Die eigenwerte sind:



und



Heißt das ich muss bei jeder elliptischen PDGL die eigenwerte + eigenvektoren bestimmen?
Was mache ich dann damit?

Was bedeutet "geeignete Normierung" ?
Ehos Auf diesen Beitrag antworten »

Deine Dgl. lautet



Du suchst eine Drehung des Koordinatensysstems derart, dass die Nichtdiagonalelemente verschwinden. Die (noch unbekannten) gedrehten Koordinaten (x',y') lauten also




Der Zusammenhang des Gradienten in gedrehten und nicht gedrehten Koordinaten lautet



Einsetzen in die obige Dgl. liefert



Wir wälzen die Drehmatrix vom 1.Faktor auf den 2.Faktor und müssen die Drehmatrix deshalb tranponieren, also

________________Gleichung (*)

Wir wollen, dass die neue Matrix eine Diagonalmatrix wird. Die Forderung lautet also

_____________Gleichung (**)

Auf diese Matrix lassen wir von links die Drehmatrix wirken. Da bei Drehmatrizen gilt (=Einheitsmatrix), erthält man



Wenn man dies zeilenweise ausmultipliziert, kann man dies als 2 Eigenwertprobleme auffassen, nämlich

und

Wir kommen zu dem wichtigen Schluss: Die gesuchten Zeilen der Drehmatrix D sind die Eigenvektoren (Charakteristik) der ursprünglichen Matrix. Die Eigenvektoren hast du richtig berechnet. Ich habe diese Eigenvektoren noch auf 1 normiert

Eigenwert mit dem Eigenvektor (=Charakteristik)
Eigenwert mit dem Eigenvektor (=Charakteristik)

Die Drehmatrix lautet also



Die umgestellte Drehung lautet also wegen



Die Normierung auf 1 ist notwendig, damit es eine Drehung ist, keine Verzerrung , also |D|=1. Einsetzen in Gleichung (*) und Vergleich mit Gleichung (**) zeigt, dass die transformierte Dgl. lautet

powaaah Auf diesen Beitrag antworten »

Oh das ist sehr ausführlich, danke. Das ende habe ich zwar immernoch nicht ganz verstanden aber wenn ich die eigenvektoren nehme und das die charakteristiken sind, dann kann ich doch auch

und als transformation nehmen.

und dann den "üblichen" weg gehen mit usw. bilden. Dann komme ich auf das gleiche.

Funktioniert das bei allen elliptischen so?
 
 
Ehos Auf diesen Beitrag antworten »

Ich habe dir ja geschrieben, dass die Transformationsmatrix lautet



Das ist das Gleiche, was du geschrieben hast, nämlich




Im n-dimensionalen Raum gilt allgemein:

Die auf 1 normierten Eigenvektoren der Koeffizientenmatrix A sind die Zeilen der gesuchten Drehmatrix D. Die Normalform der ursrünglichen Dgl. ergibt sich dadurch, dass man die alte Koeffizientenmatrix A durch die neue Koeffizientenmatrix erstezt, die wie gewünscht diagonal ist. Deren Diagonalelemente sind gerade die Eigenwerte von A.

Wenn man also das Eigenwertroblem von A gelöst hat, hat man auch die Normalform des ursprünglichen Ausdruck s sofort hinschreiben.
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