Rechenregel hermitesche Operatoren

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Asics Auf diesen Beitrag antworten »
Rechenregel hermitesche Operatoren
Hallo,
ich habe eine Frage zu hermiteschen/selbstadjungierten Operatoren (der Unterschied ist mir leider nicht ganz klar, studiere Physik).
Es gilt ja folgende Rechenregel:



Wie kann man diese Beweisen?

Überlegt habe ich mir, dass für Matrizen, dass "Selbstadjungieren" im Prinzip ja komplex Konjugieren aller Einträge und dann Transponieren der Matrix bedeutet.
Da


gilt, ist mir in dieser "Repräsentation" die Regel klar, aber das ist ja kein allgemeiner Beweis.

Tut mir leid habe leider keine Ahnung von Funktionalanalysis.
Lg
Asics
sergej88 Auf diesen Beitrag antworten »

Hallo,

leider wird der Begriff hermitsch nicht einheitlich Definiert in der Literatur. Ich benutze im Folgenden die Definition aus meiner Quantenmechanik Vorlesung, du kannst ja diese mit deiner Vergleichen.

Sei also ein Hilbertraum (im allgemeinen komplexer Hilbertraum. Operatoren auf diesem Raum sind Paare
wobei eine Abbildung (linear Vorzugsweise) und ein geeigneter Definitionsbereich.
Häufig ist ein unendlichdimensionaler Raum, zum Beispiel der Raum der quadratintegrierbaren Funktionen. Leider können diese nicht differenziert werden usw. deswegen muss/ kann man Operatoren, also später mögliche Observablen nur auf einem Teilraum definieren. Dieser sollte selbst natürlich ein Vektorraum sein.

Ist jetzt das Skalarprodukt, so heisst symmetrisch bzw. hermitsch falls folgendes gilt:


Das heisst der Operator ist dadurch charakterisiert, dass wir im Skalarprodukt vertauschen können.
Selbstadjungiert ist etwas mehr. Und zwar findet man einen weiteren Operator mit
.
Dieses ist der zu A adjungierte Operator. Ist symmetrisch bzw. hermitsch so muss er immernochnicht selbstadjungiert sein. Der entscheidende Unterschied ist der Definitionsbereich.
Der Operator A heisst dann selbstadjungiert wenn

gilt.

Das heisst bei symmetrischen bzw. hermitschen Operatoren gilt aber nicht notwendigerweise Gleichheit. Dieses ist aber wichtig wenn wir zum Beispiel den Spektralsatz benutzen können.

Physiker sagen dazu in der Regel zu gibt es eine orthonormalbasis mit
bzw. dann



was dieses bedeutet wird mit Interpretationen sicher in der Vorlesung gefüllt. Für den Mathematischen Standpunkt verweise ich lieber auf die Literatur.

PS: Wichtig ist dann auch, dass die Eigenwerte, also später die Messwerte reell sind, welches wohl als sinvoll erscheint.
Den Matrizenfall kannst du im endlichdimensionalen zb betrachten. Im komplexen musst du die Matrix jedoch noch komplex konjugieren.
mfg
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