Matlab, Mathematica, Maple?

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Fielnix Auf diesen Beitrag antworten »
Matlab, Mathematica, Maple?
Meine Frage:
Hi,

gibt es zwischen den genannten Programmen wirklich wesentliche Unterschiede, oder decken sie alle wesentlichen Bereiche der Mathematik ab und unterscheiden sich nur im Detail?

Gruß

Meine Ideen:
´??
Airblader Auf diesen Beitrag antworten »

Mathematica kenne ich nicht, aber Matlab und Maple sind grundverschiedene Programme. Da kann man sich aber auch hervorragend selbst informieren.

Kurzversion: Matlab ist ein rein numerisches Programm, das vor allem für effiziente Matrixoperationen ausgelegt ist; Maple rechnet symbolisch.

air
 
 
Fielnix Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Airblader
Matlab ist ein rein numerisches Programm

air


. . . mit dem Modul Mupad, das ebenso wie Maple symbolisch rechnet.
Also wo sind die Unterschiede?
Airblader Auf diesen Beitrag antworten »

Wenn du MuPad kennst, kann MatLab doch nicht so unbekannt sein. Wo ist denn dann das Problem, dich in den Einzelheiten selbst zu informieren?

Es ist völlig sinnfrei, dir hier Inhalte der Herstellerwebseiten zusammenzufassen. MatLab ist ausgelegt für effiziente, numerische Berechnungen mit Matrizen im hochdimensionalen Bereich und deren Visualisierung. MuPad hin oder her. Maple ist von Anfang an zum symbolischen Rechnen ausgelegt.

Alle weiteren Informationen holst du dir bitte einfach von den Websites oder arbeitest einfach mit den Programmen. Letztendlich ist das alles Software zum Lösen mathematischer Probleme und für einen guten Teil von Anwendungen kann man beide verwenden. Aber ob ein Gleichungssystem in der Größenordnung von 100.000 Gleichungen mit Maple so gut zu lösen ist, das wage ich zu bezweifeln. Auf der anderen Seite mag MatLab in der Lage sein, auch irgendwie symbolisch zu rechnen, ist im Gegensatz zu Maple aber eben nicht hierfür entwickelt worden. Während einige Dinge gehen mögen, würde ich bei komplexen, symbolischen Anwendungen vielleicht Maple vorziehen. Andererseits, wer nur das eine kann, der wird sich in der Regel für eine einzelne Sache nicht auch noch in andere Software einarbeiten, solange die bisherige das theoretisch auch kann. Ein bisschen Geschmackssache, was man besser findet, bleibt halt.

air
Fielnix Auf diesen Beitrag antworten »

Zunächst mal danke für die Antwort.

Zitat:
Original von Airblader
Wo ist denn dann das Problem, dich in den Einzelheiten selbst zu informieren?


Manche Dinge fallen einem erst auf, wenn man sich intensiv damit beschäftigt.
Dann hat man sich in ein Programm eingearbeitet und muss dann feststellen, dass es gar nicht das richtige ist und fängt mit einem anderen von vorne an.
Mich würde zum Beispiel interessieren, ob Maple auch für die Veranschaulichung von Zusammenhängen geeignet ist. Bei Mupad kann man etwa Ober- und Untersummen bei der Integration darstellen. Gibt es das auch bei Maple? Und wie steht es um die Verbreitung? Je häufiger ein Programm genutzt wird, desto leichter findet man Hilfe im Internet.

Gruß
Airblader Auf diesen Beitrag antworten »

Ich lehne mich da mal aus dem Fenster: Ja, das geht definitiv. Du musst dir sowas wie Unter- und Obersummen ggf. selber programmieren (wobei ich das gar nicht mal glaube), aber es geht. Maple ist vor allem für interaktive Veranschaulichungen sehr stark. Und auch Maple ist/hat ja eine komplett eigene, kleine "Programmiersprache".

Verbreitet dürften alle drei sein. MATLAB findet laut unseren Numerik-Professoren auch in der Forschung breite Anwendung.

air
Telperion Auf diesen Beitrag antworten »

Was Maple betrifft kann ich mich Airblader nur anschließen. Wir lernen das auch in den ersten beiden Semestern.
Zur Veranschaulichung von Problemen ist das sehr gut geeignet, da sich durchaus auch relativ leicht animierte Plots etc. erstellen kann.
Der Nachteil könnte sein, dass Maple relativ wenige Funktionen implementiert hat, man muss also viel selber "schreiben", wobei das bei der "Sprache" nicht ganz so schwer ist, da sie sehr intuitiv ist.

Man muss aber auch sagen, dass Maple durchaus etwas langsam ist, warscheinlich vor Allem bei Matrizen, deutlich langsamer als MATLAB. Nichts desto trotz liegt imho ein großer Vorteil des Programms (gerade für Neueinsteiger) in der symbolischen Rechnung und in der Animationsfähigkeit.
Bei uns an der Uni wird es zudem dazu benutzt den Stoff nocheinmal zu Wiederholen, da man mit Maple Worksheets erstellen kann, die dann bearbeitet werden müssen.
Lampe16 Auf diesen Beitrag antworten »

Ein Nebenaspekt zum Thema: Wenn hier von Matlab und Ähnlichem die Rede ist, sollte einer, dem Scilab noch nicht begegnet ist, hier auf diese Numerik-Software aufmerksam gemacht werden. Die ist ziemlich wie Matlab (ein Klon davon), aber eine Freeware.
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