Aufeinander folgende Polstellen |
| 17.01.2012, 13:08 | little_pi | Auf diesen Beitrag antworten » |
| Aufeinander folgende Polstellen Hallo! Ich habe einen Satz zu beweisen, bei dem es um rationale Funktionen geht. Bei einem Punkt versteh ich es nicht mehr. Da steht: Angenommen a und b seien aufeinanderfolgende Polstellen von f. Die Polstellen sind einfach, also folgt, dass f streng monoton fallend am Intervall [a,b] ist. Sie ist positiv, wenn x Werte in der Nähe von a annimmt und negativ, wenn x Werte nahe genug an b annimmt. Also beinhaltet das Intervall [a,b] genau eine Nullstelle. Meine Ideen: Was ich nicht verstehe ist: Warum muss die Funktion positiv und negativ werden? Ein Pol ist doch eine einpunktige Definitionslücke einer Funktion. Sagen wir mal ich nehme zwei Polstellen a= 1 und b=3. Die Funktion fällt in diesem Intervall zwar, aber sie befindet sich trotzdem noch über der x-Achse und die Nullstelle ist erstr bei 5 oder so. Dann gilt es doch nicht! Woher also weiß ich, dass in diesem Intervall genau eine Nullstelle liegt?? Bitte Hilfe!! |
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| 17.01.2012, 14:33 | juffo-wup | Auf diesen Beitrag antworten » |
Es muss noch eine Voraussetzung über f fehlen, die benutzt wird. Zum Beispiel für stimmt die Aussage nicht: |
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| 18.01.2012, 10:39 | little_pi | Auf diesen Beitrag antworten » |
Der Satz lautet: Sei und . Wir definieren als rationale Funktion. Dann sind alle Nullstellen und Polstellen von f einfach und f ' ist auf dem gesamten Definitionsbereich negativ. Falls a und b aufeinander folgende Polstellen von f sind, dann enthält das geschlossene Intervall [a,b] genau eine Nullstelle von f. Beweis: Durch ein vorher bewiesenes Lemma erhält man: Daher sieht man, dass die Polstellen einfach sind. Wenn man beide Seiten der Gleichung differenziert, erhält man: Also gilt: f'(x) = Da die quadratische Länge von ist, folgt, dass f'(x) < 0, wenn x kein Pol von f ist. Das zeigt, dass jede Nullstelle von f einfach sein muss. Bis dahin ist alles ok. Aber jetzt kommt der Teil, den ich nicht mehr verstehe: Angenommen a und b sind aufeinander folgende Polstellen von f. Da die Polstellen einfach sind, folgt, dass f eine streng fallende Funktion im Intervall [a,b] ist. Sie ist positiv, wenn x Werte in der Nähe von a annimmt und negativ, wenn x Werte nahe genig an b annimmt. Daraus folgt, dass das Intervall [a,b] genau eine Nullstelle von f beinhaltet. Aber das kann ich doch so nicht sagen!!
Die Polstellen können doch auch wo anders liegen! |
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| 18.01.2012, 16:51 | juffo-wup | Auf diesen Beitrag antworten » |
Dann ist alles klar. Bei einem Pol geht der Betrag von f immer gegen unendlich. Denn es ist ja in der Nähe des Pols : wobei g bei stetig ist und nicht Null wird dort. Es wurde bewiesen, dass f fallend ist. Also kommt nur in Frage, dass für jeden Pol gilt : und Wegen der strengen Monotonie kann es in jedem der Intervalle eben auch nur höchstens eine Nullstelle geben. |
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| 19.01.2012, 12:44 | little_pi | Auf diesen Beitrag antworten » |
Kann ich also sagen, dass es dazwischen eine Nullstelle geben muss, weil die eine Polstelle gegen + unendlich geht und die andere gegen -unendlich? |
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| 19.01.2012, 13:50 | juffo-wup | Auf diesen Beitrag antworten » |
Die Polstelle geht nicht gegen irgendwas. Links von jeder Polstelle geht f gegen -unendlich und rechts davon gegen +unendlich. |
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| 19.01.2012, 15:06 | little_pi | Auf diesen Beitrag antworten » |
Achja, natürlich. Aber muss es nicht umgekehrt sein, wenn die Funktion fallend ist? Links von jeder Polstelle geht f gegen +unendlich und rechts davon gegen -unendlich. |
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| 19.01.2012, 18:01 | little_pi | Auf diesen Beitrag antworten » |
Kann mir das bitte kurz jemand beantworten? |
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| 19.01.2012, 20:51 | kleines_pi | Auf diesen Beitrag antworten » |
Tja ich würd auch deine Antwort logischer empfinden. Kann das jemand bestätigen? |
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| 19.01.2012, 23:50 | juffo-wup | Auf diesen Beitrag antworten » |
Mal dir doch mal die Funktion auf. |
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| 20.01.2012, 05:50 | mathewahnsinnige | Auf diesen Beitrag antworten » |
in meinem beweis steht doch auch, dass Sie ist positiv, wenn x Werte in der Nähe von a annimmt und negativ, wenn x Werte nahe genig an b annimmt. Daraus folgt, dass das Intervall [a,b] genau eine Nullstelle von f beinhaltet. Also muss es doch zuerst gegen + unendlich und dann gegen - unendlich gehen und nicht umgekehrt oder? |
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Die Polstellen können doch auch wo anders liegen!