Ungleichung vorteilhaft umformen |
| 17.01.2012, 22:34 | Nydam | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| Ungleichung vorteilhaft umformen wir versuchen gerade in der Schule im Rahmen der Bestimmung von Extrema (Analysis) Ungleichungen vorteilhaft umzuformen. 1. Beispiel: f(x)=x²-3x f'(x) = 0 => x=1,5 f(1,5) = -2,25 Jetzt soll gezeigt werden, dass f(x) > f(1,5) ist für alle xE[1,4;1,6] mit x ungleich 1.5. Also lautet die Behauptung: x²-3x > -2,25 = x² -3x+2,25 > 0 | binomische Formel = (x-1,5)² > 0 Da x ungleich 1,5 ist, wird die Ungleichung auf einen Blick sofort richtig. Wie funktioniert das nun mit einer Funktion dritten Grades? 2. Beispiel: f(x)=x³-12x f'(x) = 0 => x=2; x=-2 f(2) = -16 x³-12x > -16 Wie zeige ich jetzt bei dieser Ungleichung, dass alle Werte in der Umbegung einen größeren Wert als f(2)=-16 besitzen. Grüße, Nydam |
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| 17.01.2012, 22:44 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| RE: Ungleichung vorteilhaft umformen "Der Umgebung" ist viel zu ungenau. Worum geht es eigentlich? Die Untersuchung auf Extremstellen. Kennt ihr den Weg mit der zweiten Ableitung? Kandidat ist also Nun soll (???) euer Weg sein, über einen VZW der ersten Ableitung zu argumentieren? Dann solltet ihr mit Hilfe der Nullstellen und er Polynomdivision diese faktorisieren. Binomische Formel ist eben nicht immer möglich, auch bei ² nicht. |
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| 17.01.2012, 22:47 | Nydam | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| RE: Ungleichung vorteilhaft umformen Ja, leider sollen wir es so machen, wobei wir schon aus der Physik den Weg der zweiten Ableitung (Krümmung) kennen... Ich wäre froh, wenn du das mit den Nullstellen und der Polynomdivision erläutern könntest. Grüße, Nydam Edit: Ich kann mich ja mal versuchen: Bei f(x) = x³-12x ist P(0|0) eine Nullstelle. (x=0) Nun die Polynomdivision von x³-12x / (x+0) ergibt x²-12. Nun setze ich den neuen Funktionsterm statt der Funktion dritten Grades ein? Also statt "x³-12x > -16" habe ich nun "x²-12 > -16"? Mir würde gerade nicht einfallen, wie ich das umzuformen habe, da wie schön erwähnt die binomische Formel nicht anwendbar ist.. Deinen Beitrag zu spät gelesen, werde ich jetzt nachholen, tut mir Leid für diesen Edit hier oben.. |
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| 17.01.2012, 22:53 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| RE: Ungleichung vorteilhaft umformen Du musst diese Information ausschlachten Du kennst doch nun also die beiden Nullstellen der ersten Ableitung. Und diese (!), nicht die Funktion, solltest du untersuchen. 1. Ableitung ist 0, Steigung fällt und steigt dann wieder => Minimum 1. Ableitung ist 0, Steigung steigt und fällt dann wieder => Maximum Wir kommen hier sogar ohne Polynomdivision aus. Nun kannst du eine Vorzeichentabelle machen. Betrachte die Intervalle ]-00,-2[, -2, ]-2,2[, 2, ]2,+oo Wie wechseln die Vorzeichen? |
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| 17.01.2012, 23:10 | Nydam | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| RE: Ungleichung vorteilhaft umformen Wow, vielen Dank für deine Mühe. Laut meiner Wertetabelle ändern sich die Werte vom Positiven ab x=-2 ins Negative und ab x=+2 wieder ins Positive. Somit wäre bei x=-2 ein lokales Maximum und bei x=2 ein lokales Minimum. Liebe Grüße, Nydam ..und danke für die Hilfe..
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| 17.01.2012, 23:16 | tigerbine | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| RE: Ungleichung vorteilhaft umformen Genau so ist es. Also beachte bitte, wir arbeiten mit der ersten Ableitung.
Hier hättet ihr erkennen können, dass es sich wegen der höchsten Potenz x² um eine Parabel handelt. Diese ist wegen des Leitkoeffizienten +1x² nach oben geöffnet, der Scheitelpunkt ist also ein Minimum. Generell sollte man nicht mit der Funktion arbeiten. Die Ungleichung führt am Ende doch auf ein Nullstellenproblem und das ist um eine Potenz größer als bei der Ableitung. Ferner kennt man durch die Nullstellen der Ableitung (so bestimmt man ja die Kandidaten für Extremstellen) schon eine Faktorisierung der Ableitung. Polynomdivision und Linearfaktoren sind Begriffe, die ihr auf Wikipedia mal nachlesen könnt. |
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| 18.01.2012, 11:35 | René Gruber | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Wahrscheinlich spielst du auf eine Zerlegung wie an: Die ermöglicht es in der Tat zu begründen, dass in einer hinreichend kleinen Umgebung von stets ist. Was "hinreichend klein" ist, kann man hier sogar konkret benennen, es muss nämlich lediglich gelten, was ja für alle der Fall ist. |
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