Rückwärtsdifferenzenquotient, Differentialquotient und Eigenschaften von konkaven Funktionen

Neue Frage »

Quaestio Auf diesen Beitrag antworten »
Rückwärtsdifferenzenquotient, Differentialquotient und Eigenschaften von konkaven Funktionen
Meine Frage:
Ich habe drei Fragen die alle mit der Differentialrechnung zu tun haben:

1. Grundlage der Differentialrechnung ist die Kombination von Grenzwertbegriff und Differenzenquotient:
f'(x) = lim[h->0](f(x+h)-f(x))/h

In dieser üblichen Notation wird immer der Vorwärtsdifferenzenquotient benutzt.

Meine Frage: Ist stattdessen die Benutzung des Rückwärtsdifferenzenquotienten möglich (und ist dieser äquivalent)?

Also:
f'(x) = lim[h->0](f(x+h)-f(x))/h = lim[h->0](f(x)-f(x-h))/h


2. In der oben genannten Berechnung des Differentials mit dem Grenzwert, tendiert h gegen 0.
Ist es möglich die Formel für die Differentialrechnung so zu ändern, dass das Differential berechnet wird, wenn h gegen 1 tendiert?

Also:
f'(x) = lim[h->1](f(x+(1-h))-f(x))/(1-h)


3. Eine in allen Lehrbüchern gegebene Eigenschaft von konkaven Funktionen ist folgende Ungleichung:

f(y) f(x)+f'(x)*(y-x)

Meine Frage: Gilt folgende Ungleichung auch für alle konkaven Funktionen?

f(y) f(x)+f'(y)*(y-x)

Meine Ideen:
Zu 3.:
In den Lehrbüchern wird die Ungleichung "f(y) f(x)+f'(x)*(y-x)" aus der Definition von konkaven Funktionen "f(h*y+(1-h)*x) h*f(y)+(1-h)*f(x)" hergeleitet (mit Hilfe der in 1. gennanten Grenzwertformel).

Ich habe es geschafft "f(y) f(x)+f'(y)*(y-x)" ebenfalls aus der genannten Definition von konkaven Funktionen herzuleiten, mit Hilfe des Rückwärtsdifferenzenquotienten und der in 2. beschriebenen Grenzwertformel (wo h->1 tendiert).
Ich bin mir aber eben nicht sicher ob die in 1. und 2. gemachten Annahmen stimmen.
thk Auf diesen Beitrag antworten »

Hallo Quaestio,

1.
wenn f linksseitig diffbar ist, dann gilt dieser Ausdruck ebenso, denn für den Nenner gilt ja h=x-(x-h).

Will man numerisch bessere Ergebnisse erhalten, ist der Ausdruck (f(x+h)-f(x-h))/(2h) besser, wenn f in der Umgebung des gewissen x (meist als x0 geschrieben) diffbar ist.

2. Setze mal k:=1-h

3.

Die äquivalente Def. gilt zwar im Nahebereich (h->0) sonst aber nicht zwingend. Mache dir dazu mal eine Skizze einer konkaven Kurve und trage an der Stelle x eine Gerade mit Anstieg f'(y) an. Die schneidet womöglich den Graphen von f.
Neue Frage »
Antworten »



Verwandte Themen

Die Beliebtesten »
Die Größten »
Die Neuesten »