Was zeigen Punkte auf Kostenfunktionskurven? |
| 30.05.2012, 21:21 | marned | Auf diesen Beitrag antworten » |
| Was zeigen Punkte auf Kostenfunktionskurven? so, wenn wir einen Punkt ( 3; 2 ) auf der Kostenfunktionskurve haben, dann heißt das, dass fur die Produktion von 3 Mengeneinheiten 2 Geldeinheiten ausgegeben werden muss. Wenn wir den Punkt auf der Angebotskurve haben, dann heißt das nicht, dass man für 2 GE 3 ME verkauft, was anhand der Interpretation der Kostenfunktion logisch wäre, sondern, dass man insgesamt 3 ME für je 2 Euro verkaufen würde. Wenn wir den Punkt auf der Grenzkostenfunkkuve haben, dann heißt das, dass wir für die Produktion der dritten ME 2 GE ausgeben müssen. Ist das richtig so oder irre ich mich? Außerdem weiß ich nicht, wie ich den Punkt auf eine Stückkostenfunktion interpretieren sollte. Danke |
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| 31.05.2012, 13:20 | Kasen75 | Auf diesen Beitrag antworten » |
Hallo, bei der Interpretation der Kostenfunktion würde ich dir zustimmen. K(x) beschreibt die (minimalen) anfallenden Gesamtkosten, die bei der Produktion von x Gütereinheiten anfallen. Stellt man 3 Gütereinheiten her, gibt die Kostenfunktion K(x) die Gesamtkosten für die Produktion wider. Alle Kosten die bei der Produktion von 3 GE anfallen spiegeln sich in der Kostenfunktion wider. Die Gesamtkosten (hier: 2 GE) setzen sich zusammen aus den Fixkosten und den variablen Kosten. Bei der Angebotskurve wird angegeben, wieviel GE das Unternehmen für eine ME verlangt. Wieviel das ist, hängt von drei Faktoren ab: Wettbewerbssituation, Verlauf der Produktionsfunktion und Höhe der Faktorpreise. Somit sollte man nicht von der Angebotsfunktion nicht direkt auf die Kostenfunktion schließen. Der Konsument kann aber mehr als eine ME kaufen für den Preis, da auf der x-Achse die Ausbringungsmenge abgetragen ist. Der Preis jedoch bezieht sich auf eine Gütereinheit. Mit der Interpretation der Grenzkostenfunktion hast du absolut recht. Bei der Stückkostenfunktion sind die Kosten für eine ME abgetragen. Hier wird einfach die Gesamtkosten K(x) durch die Ausbringungsmenge x geteilt. Bei der Ausbringungsmenge x kostet eine Gütereinheit durchschnittlich GE. Ist die Kostenfunktion gleich , dann sind die durchschnittlichen Stückkosten bei einer Ausbringungsmenge von 10 Stück gleich: Kurz gesagt, würde ich dir bei deinen Aussagen zustimmen. Aufpassen muss man nur, dass man die Angebotfunktion und die Kostenfunktion nicht gleichsetzt. Hast du auch nicht. Ich wollte es nur vorsichtshalber erwähnt haben. Mit freundlichen Grüßen |
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| 31.05.2012, 16:09 | marned | Auf diesen Beitrag antworten » |
das heißt, dass erste 10 ME im Durchschnitt je 15 GE kosten würden, oder? Dann würden erste 11 ME je ca. 14GE kosten. Aber wenn wir mal variable Stückkosten betrachten, dann sollten die immer gleich sein, egal welche Funktion wir haben, das ist aber nicht so, warum? Mit der Angebotskurve ist klar, jedoch irritiert mich eine Interpretation, und zwar diese: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/jmqh-1-c4ca.jpgIch verstehe, was man damit sagen will, jedoch kann ich nicht nachvollziehen, wie mit einer Angebotskurve eine Grenzkostenkurve gemeint werden darf. Danke |
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| 31.05.2012, 21:24 | Kasen75 | Auf diesen Beitrag antworten » |
Hallo, die Zahlungsberereitschaft eines "Konsumenten" ist ja so groß wie sein Grenznutzen. Der "Konsument" zahlt nicht mehr als den Grenznutzen der ihm/ihr ein Gut liefert. Hier scheint das Gut eine möglichst saubere Umwelt zu sein. Da der Grenznutzen fallend ist, fällt auch die Nachfragekurve. Der Grenznutzen ist deswegen fallend, da bei starker Verschmutzung ein Konsument für bisschen bessere Umwelt mehr zahlen würde, als wenn die Umwelt schon fast perfekt wäre. Die Grenzkosten, um eine saubere Umwelt herzustellen sind steigend. Hat man schon eine relativ saubere Umwelt, dann ist der Aufwand (Geld, etc) höher um eine noch bessere Umwelt (steigende Grenzkosten) als wenn die Umwelt ziemlich verseucht wäre. Wenn man jetzt noch die anderen Bürger miteinbezieht, die nicht die Umwelt verschmutzen (die ganze Gesellschaft), dann sind die Grenzkosten insgesamt höher. Das gesellschaftliche Optimum ist dann eben das Optimum in der Grafik. Damit dies realisiert werden kann, kann man die Steuern auf die Verschmutzung der Umwelt erheben (Verursacherprinzip). Ich hoffe ich habe die Grafik richtig interpretiert.
Mit freundlichen Grüßen. |
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