Kann man mit einem Mathematikstudium Physiker werden?

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Relativity Auf diesen Beitrag antworten »
Kann man mit einem Mathematikstudium Physiker werden?
Meine Frage:
Die Frage wirkt wahrscheinlich etwas merkwürdig, aber ich finde viele Bereiche der Mathematik sehr interessant, während ich in Physik einiges, was an vielen Unis für ein Physikstudium Pflicht ist, eher uninteressant finde. Außerdem interessiere ich mich für Mathematik schon sehr lange und für Physik erst seit kürzerer Zeit und da ich diesen Sommer anfange zu studieren, möchte ich da ungern zu spontan den Studiengang noch wechseln.
Vor Kurzem habe ich aber einiges zu Physik gelesen und stelle es mir spannend vor, später einmal zum Beispiel im Bereich Stringtheorie zu forschen. In diesem Bereich habe ich auch ein (populärwissenschaftliches) Buch ("Stringtheorie for Dummies") gefunden, also dachte ich, dass ein Mathematiker vielleicht auch grundsätzlich im Bereich Physik forschen könnte.

Meine Ideen:
Ich würde Physik als Nebenfach wählen, in Köln, wo ich am liebsten studieren würde, macht das ca. 1/6 des Studiums aus.
Über einen 2-fach Bachelor habe ich schon nachgedacht, da würde mir aber die Mathematik denke ich etwas zu kurz kommen.
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

Thema verschoben, da es kein mathematisches Problem ist. Um hier weiter zu posten ist eine Registrierung notwendig.
 
 
Venus² Auf diesen Beitrag antworten »

Als Mathematiker kann man sicherlich auch in die Physik gehen, insbesondere in die theoretische. Ich denke, fundierte Physikkenntnisse sind aber auf jeden Fall von Vorteil, weswegen man vielleicht folgendes in Betracht ziehen sollte:

Es gibt auch den Studiengang Mathematische Physik. Der vereint gleich beide Teile.

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Doppelstudium Mathe/Physik, was aber nicht von Anfang an zu empfehlen ist. Du könntest z.B. mit dem Mathe Bachelor anfangen und wenn du das vom Pensum her schaffst, irgendwann den Physik Bachelor dazunehmen. Du kannst dir dann auch Module aus der Physik in der Mathematik anrechnen lassen und umgekehrt. So klingt es zunächst einmal nach mehr Mehraufwand als es ist. Irgendwann schließt du dann einen Bachelor ab und beginnst mit dem Master. Da kannst du dir dann aussuchen, ob Mathe oder Physik oder beide.
Relativity Auf diesen Beitrag antworten »

Was ich noch vergessen habe:
Ich habe dafür und allgemein vor, Kurse zu belegen, die der Physik nahe kommen oder dafür hilfreich sein könnten. Im Moment habe ich da besonders einiges zu Analysis und Differentialgleichungen im Kopf, aber auch Numerik (und im Bereich der reinen Mathematik vielleicht etwas im Bereich Geometrie).

Was ich auch noch fragen wollte:
Kennt vielleicht sogar jemand von euch jemanden mit einem Mathematikstudium, der in irgendeinem Bereich der Physik arbeitet oder arbeiten will?
Relativity Auf diesen Beitrag antworten »

Danke für die Antwort.

Ich denke ich werde beim Studiengang Mathematik bleiben, weil ich das in Köln machen kann und die Auswahlmöglichkeiten in anderen Bereichen der Mathematik da denke ich größer sind (falls sich meine Berufswünsche noch ändern).
Grundsätzlich hört sich der Studiengang Mathematische Physik aber sehr interessant an.

Aber über das mit dem Doppelstudium werde ich auf jeden Fall nachdenken, wenn ich in ein paar Semestern merke, dass ich das vielleicht gut schaffen könnte. Ich habe nur für die Schule bisher nie viel gemacht, weil ich das nie musste, deshalb hat mich diese Idee, als ich zuerst woanders davon gelesen habe, wegen der vielen zusätzlichen Arbeit etwas abgeschreckt. Aber bei dieser Fächerkombination scheint das doch machbar zu sein und die Idee ist wohl auch nicht so ausgefallen, wie ich zuerst dachte.
Fragen über Fragen Auf diesen Beitrag antworten »

Du musst doch auch ein Nebenfach wählen, oder? Wenn du da Physik nimmst, besuchst du wahrscheinlich zusammen mit den Physikstudenten einige Vorlesungen in theoretischer Physik und hast abgespeckte Vorlesungen zur Experimentalphysik und evtl. auch ein stark gekürztes Grundpraktikum.

Das Doppelstudium könnte dir durch den langwierigen Praktikumszyklus vermiest werden, den du für die theoretische Physik nicht brauchst und wirklich viel Zeit wegnimmt.

Und andere Physikveranstaltungen kannst du doch zusätzlich besuchen (in höheren Semestern, denn am Anfang ist man schon durch den Pflichtstoff gut bedient Augenzwinkern ) und dort Prüfungen ablegen;
sowas wie Elementarteilchenphysik ist ja meist auch im Physikstudium Wahlfach.
Relativity Auf diesen Beitrag antworten »

Physik als Nebenfach wollte ich sowieso wählen, ich dachte nur, dass die Vorlesungen eines Nebenfachs nicht unbedingt tiefgehend genug sind, um in diesem Bereich später ernsthaft forschen zu können.

Einzelne Physikvorlesungen zusätzlich zu besuchen ist auch eine gute Idee, wenn ich kein Doppelstudium belege, werde ich das bestimmt machen.
Weiß jemand, inwieweit so belegte Prüfungen von Universitäten oder anderen Arbeitgebern anerkannt werden? Bei einem Doppelstudium hätte man ja zwei vollständige Abschlüsse, aber sind einzelne Prüfungsscheine für eine Bewerbung auch wirklich hilfreich (von den Prüfungen abgesehen, die man für die Forschung in dem entsprechenden Spezialgebiet sowieso unbedingt benötigt)?
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

Differenziale in der Physik (Nichtstandardanalysis?)

Da gab es einige Beiträge zu Mathematik <-> Physik im Studium.
MI Auf diesen Beitrag antworten »

Andere Frage: Wieso machst du nicht ganz normal deinen Bachelor in Mathematik und schaust dann mal, ob du nicht Lust hast, etwas in Richtung mathematische Physik zu machen (siehe z.B. Studiengang Theoretische und Mathematische Physik in München, wo die Voraussetzung entweder ein Physikbachelor oder eben ein Mathebachelor ist).
So könntest du dir in Köln einfach die theoretische Physikvorlesungen mal anhören und kämest um die Experimentalphysik herum Augenzwinkern .

Generell ist der Weg Mathematik --> Physik nicht ganz so häufig wie die umgekehrte Richtung (Physik --> Mathematik; dort kenne ich mindestens drei Professoren, die jetzt auf Mathematiklehrstühle sitzen, die Physikstudien - teilweise bis zur Habilitation - gemacht haben), aber auch in der Richtung kenne ich jemanden.

Gruß
MI
Relativity Auf diesen Beitrag antworten »

Der Studiengang in München sieht sehr interessant aus, danke!

Ich glaube ich habe bei allem, außer einem Doppelstudium (wahrscheinlich relativ unbegründet) ein bisschen Sorgen, dass mir einer der beiden Bereiche zu kurz kommt.
Außerdem ist das Angebot an Berufen in der Forschung ja leider eher klein, da wäre ein zusätzlicher Bachelor (wegen dem zusätzlichen Wissen und einfach weil man zeigt, dass man zwei Bachelorstudiengänge gleichzeitig studieren kann) doch wahrscheinlich nützlich, um da besser reinzukommen, oder?

Aber für das Doppelstudium muss ich sowieso zuerst einmal sehr gut mit den ersten Semestern Mathematik zurecht kommen, wenn das nicht so sein sollte, muss ich mich dann eben zwischen einem Master in Mathematik (vielleicht mit einzelnen zusätzlichen Physik-Vorlesungen) und so etwas wie dem Studeingang in München entscheiden.
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