Linearisierung eines Differentialgleichungssystems

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Shrike Auf diesen Beitrag antworten »
Linearisierung eines Differentialgleichungssystems
Meine Frage:
Heyho, ich bin grade am lernen für Grundlagen der Automatisierung und habe Probleme mit der Linearisierung einer DGL .

Die Aufgabe:

Linearisieren Sie folgende Funktion um den bekannten Arbeitspunkt x0:



Bei a,b,c und d handelt es sich um Konstanten.


Meine Ideen:
Meine Idee:

Aus meinem Script konnte ich entnehmen, dass man als Arbeitspunkt (scheinbar) den Ruhepunkt nimmt.
In diesem sind alle Ableitungen = 0.
Also:


bzw


Außerdem muss man, soweit ich das verstehe alle x durch ersetzen.
Das x0 ist ja der Arbeitspunkt und das ist die Abweichung.

Nun habe ich also stehen:



Aus dem was ich oben geschrieben habe mit der Ableitung = 0 folgt:



So .. und das ist die Stelle an der ich hänge .. Ich habe versucht es so umzustellen, dass ich auch noch rausnehmen kann, aber irgendwie komm ich bei den nicht weiter unglücklich
Ehos Auf diesen Beitrag antworten »

Du hast eine nichtlineare Dgl. gegeben. Da es dafür nur in Ausnahmefällen allgemeine Lösungsverfahren gibt, versucht man die nichtlinearen Terme zu beseitigen.



Dazu entwickelt man die nichtlinearen Terme in einer Taylorreihe bis zur 1.Ordnung gemäß



In deiner Dgl. sind 2 nichtlineare Terme zu entwickeln





Einsetzen in die obige Dgl. liefert



Zusammenfassen liefert eine einfache lineare Dgl.



Aufgrund der obigen Taylorentwicklung muss x "klein" sein. Für große x ist diese Näherung zu grob.
Shrike Auf diesen Beitrag antworten »

Erstmal vielen dank! Das konnte ich soweit schon ganz gut nachvollziehen..

Dennoch bleiben bei mir Fragen offen..

1. Warum nur bis zum Taylorpolynom erster Ordnung ? Ist das immer so? Wovon hängt das ab?

2. Müsste das Taylorpolynom nicht so aussehen?



Bzw. Warum kann man hier das x0 am ende des 2ten Taylor-Abschnitts vernachlässigen ?
Ehos Auf diesen Beitrag antworten »

-------------------------
Frage 1:
Warum entwickelt man nur bis zur 1.Ordnung?

Antwort 2:
Das ist ja gerade der Witz der Sache. Wenn man bis zu höheren Ordnungen entwickeln würde, würden Potenzen x², x³... auftreten, womit die Linearität der Dgl. wieder zerstört würde.
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Frage 2:
Müsste das Taylorpolynom nicht anders aussehen?

Antwort 2:
Die Taylorentwicklung schrieb ich allgemein als

.

Dabei bezeichne ich mit x die kleine Abweichung vom Arbeitspunkt . Die Verwirrung kommt daher, dass du die kleine Abweichung mit bezeichnest. Dann lautet die Taylorentwicklung

.

Ersetze also in meinen Taylorentwicklungen . Auf der linken Seite deiner Dgl. muss man dann die Ableitung durch ersetzen. So bekommst du am Ende eine lineare Dgl. für die "kleine" Abweichung .
Shrike Auf diesen Beitrag antworten »

Ich verstehe .. Super ! Damit komm ich denke ich ein großes stück weiter smile

Vielen Dank, wenn ich noch fragen habe werd ich mich melden Augenzwinkern
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