Diskussionen aus dem Thread "Mathe-Marathon Schule" - Seite 22 |
| 08.06.2024, 14:50 | xb | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
umformen kann zB. Für ungerade n braucht man eine symmetrische Anordnung einer geraden Anzahl von Kreisen Für gerade n braucht man eine symmetrische Anordnung einer ungeraden Anzahl von Kreisen b=x und a=1 zb 12 Kreise Symmetrie Diese Umformung muss man als bekannt voraussetzen R_8 bekommt man mit R_8=k*R_7-R_6 (wobei hier R_6=R_7) Jetzt |
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| 09.06.2024, 17:56 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Zumindest zur trigonometriefreien Darstellung von braucht man nicht die Ergebnisse hier im Thread: Für ist mit den schon von Conny_1729 erwähnten Tschebyscheff-Polynomen (erster Art) . Für die gilt und daher mit Start . D.h., für gerade ist ein Polynom in , und für ungerade ein Polynom in multipliziert mit . |
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| 10.06.2024, 12:44 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ich will mal noch entmystifizieren, wie ich auf die Kosinusdarstellung gekommen bin, denn das war durchaus kein Glückstreffer, sondern systematisch "erarbeitet": Conny_1729 hatte ja schon oben die Rekursion erwähnt. Die ist sofort einordenbar als Lineare Differenzengleichung mit konstanten Koeffizienten, wie man sie z.B. auch von der Fibonacci-Folge her kennt. Die Lösungsmethodik solcher Gleichung sagt nun, dass man die Charakteristische Gleichung löst, dann sind alle sowie deren Linearkombinationen Lösungen der Differenzengleichung, Nun sind hier die echt komplexen Lösungen dieser Gleichung, beide vom Betrag 1. Die kann man in Polardarstellung auch schreiben, mit Polarwinkel . Linearkombinationen dieser beiden Basislösungen sind dann , das kann man "reell" umschreiben zu bzw. gleichwertig mit Amplitude und Phasenverschiebung . Dann habe ich mir gesagt: Ist die Amplitude hier wirklich ein Freiheitsgrad? Sie ist doch nach oben beschränkt durch , vielleicht sogar immer genau gleich - schließlich gibt Gleichung (4) statt der Differenzengleichung nur einen statt zwei Freiheitsgrade her. Also mit spekuliert, in (4) eingesetzt bestätigte dann diese Vermutung. Rückwärts aufgeschrieben wie in 3) sieht man natürlich nicht mehr den Erkenntnisprozess, der hier stattfand.
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| 12.06.2024, 21:12 | xb | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Vielleicht noch eine Zusatzaufgabe Es sei mit Für die n-Kreise Symmetrie gilt deshalb Zeige: Die Summe aller Kreisdurchmesser in der (n-1)-Kreise Symmetrie beträgt 2e (e ist die lineare Exzentrizität) Die Zeichnung soll den Sachverhalt für n=4 verdeutlichen [attach]57845[/attach] |
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| 12.06.2024, 23:00 | Conny_1729 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
zur Aufgabe "12 Kreise in Ellipse": Wenn man sich die Brennpunkt-Eigenschaften der Kegelschnitte betrachtet, dann kann man auch gleich etwas über die Parabel als „Einhüllende“ herausfinden. Denn im Fall der Parabel muss ein Brennpunkt (F2) in die unendliche Weite verschwinden. Das bedeutet für den Faktor k dann: Die rekursive Formel für die Parabel nimmt dann diese Form an: und das sind dann Kreise, deren Radien linear anwachsen. (siehe Anlage) Setzt man hingegen für b eine imaginäre Zahl ein, dann folgt für k: mit beispielsweise b = i/2 liefert das den Faktor für eine Hyperbel Eingesetzt in die rekursive Form erhält man dann: und somit jedes zweite Folgeglied der Fibonacci-Folge. (siehe Anlage) Gruß Conny . |
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| 13.06.2024, 07:09 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ja, irgendwie erwartbar, dass es bei den anderen beiden Kegelschnitten ähnlich läuft. Genauso wird man auch hier statt einer linearen Differenzengleichung eine (allerdings nichtlineare) Iteration bekommen, deren Lösung einer Teilmenge der Lösungen der Differenzengleichung entspricht, d.h., wo man nur einen statt zwei Freiheitsgrade hat. In deinen Beispielen gibst du direkt Radienfolgen an, d.h. ohne jeden Freiheitsgrad. Ich hätte jetzt angenommen, das wären die Randfälle (*), wo der erste Kreis direkt den Scheitelpunkt berührt (mit identischer Krümmung), aber laut deinen Bildern ist das nicht der Fall. EDIT: Was zumindest den Übergang von Ellipse zu Hyperbel betrifft, müsste mein Weg von oben eigentlich soweit übernehmbar sein, nur dass man überall durch ersetzt, was nach "Entkomplexifizierung" zur Radiendarstellung mit führen müsste. Eine Bedingung gibt es hier (im Unterschied zur Ellipse) nicht. Für wird man wohl fordern müssen, mit Gleichheit im Randfall (*) hinsichtlich Kreis mit Radius .
Das somit würde ich nicht unterschreiben. Die Iterationsgleichung erfordert lediglich , aber damit wirklich rauskommt, muss zusätzlich und Startradius gewählt werden. |
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| 14.06.2024, 11:03 | Conny_1729 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Danke für den Hinweis!!! Ja, da habe ich mich (auf etwas unelegante Art und Weise) vom eigentlichen und allgemeinen Problem entkoppelt, weil ich bei meiner Berechnung von k die Parameter kurzerhand auf a normiert hatte. Insofern wäre es beim Übergang von der Ellipse zur Parabel weitaus korrekter gewesen, nicht a sondern a/b bzw. 1/b gegen Unendlich laufen zu lassen. Der normierte k*-Faktor (a=1) ist dann: Durch diese Normierung und meinen gewählten Startparametern werden dann aber die ganzen von HAL 9000 sauber erarbeiteten Zusammenhänge unterlaufen bzw. nicht mehr so transparent. Die Startparameter der Rekursionsformel sind ebenfalls zur Vereinfachung von mir auf … festgelegt worden. Ich wollte erst einmal schauen, ob das mit der Normparabel und einer einfachen Hyperbel zur Veranschaulichung funktioniert. Übrigens für k* = -2 bekommt man zueinander tangierende Kreise , die in wechselnder Richtung (Vorzeichen) hin und her springen, sodass die Umhüllende stets ein Kreis bleibt, nämlich der Kreis, der als Letztes betrachtet wird und sich selbst einhüllt. Das hat aber dann nichts mehr mit dem Ausgangsproblem gemein, bei dem ja jeder Kreis mindestens zwei Tangentenpunkte zur Umhüllenden besitzen sollte. Gruß Conny |
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| 14.06.2024, 11:50 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Dein betrachtest du aber nur zu Zwecken des Rekursionsstarts, denn geometrisch passt das ja nicht in die Folge der Kreise, welche den Kegelschnitt berühren. |
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| 09.08.2024, 18:19 | DrummerS | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Eine analytische Lösung wurde ja schon von mYthos gefunden. Ich habe mal ein "Eingrenzen" versucht. Umständlicher Ansatz: Man könnte auch einfach durchprobieren und z.B. zuerst x = 0 und danach x = 1 einsetzen, dann x = 1/2 usw... |
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| 16.04.2025, 12:39 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Hab mal Aufgabe 166 an ChatGPT übermittelt, war ganz aufschlussreich: Zunächst hat es mir - wie so oft im Brustton der Überzeugung vorgetragen - eine falsche (zu kleine) Anzahl genannt. Auf meine Nennung der richtigen Zahl hin hat es dann versucht, dafür eine Beispielkonfiguration zu finden und hat mir zweimal (!) eine Konfiguration genannt, die stimmen sollte - beides mal verletzte sie aber das Kriterium, indem Punktabstände <5 dabei waren. Keine solche Konfiguration zu finden mag ich tolerieren - aber eine falsche anzugeben nicht, wo es doch das Kriterium "alle Punktabstände >5" kennt!!
Egal, hab ihm dann eine mögliche Konfiguration verraten, und ChatGPT hat sich dann endlich tatsächlich bemüht, diese Konfiguration vollständig zu überpüfen. Anschließend hat mich der Kollege KI dann aber doch überrascht: Auf mein Ersuchen, ob er denn nachweisen kann, dass es mit einem Punkt mehr nicht klappt, hat er mir einen blitzsauberen Beweis präsentiert. Kann also doch auch positiv überraschen.
Zusammenfassend kann ich sagen: Kollege KI hat ein paar wirklich sinnvolle Ideen zur Lösung präsentiert, diese aber z.T. sehr schlampig ausgeführt. Dennoch kann er wichtige Impulse geben für Leute, die wenig bis keine Erfahrung mit der Thematik haben - uneingeschränkt vertrauen sollten sie ihm aber nicht, sondern alle Ergebnisse hinterfragen. |
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| 16.04.2025, 12:51 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Und hier das wortgetreue Resultat von Llama3.3-70b (unser firmeneigener Chatbot - wir dürfen aus Sicherheitsgründen keine externen verwenden) zu Aufgabe 165:
Nun ja, da gibt es noch einiges zu tun.
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| 18.04.2025, 12:57 | Gualtiero | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Damit ist wohl - ich sag mal - "begleitende Seiten" gemeint. Z. B. gehen ja in einem Dreieck mit den Seiten die Seiten und auch von aus und enden auf Seite , sind aber beide länger als Aber KI ist wieder ein eigenes Thema. [attach]58238[/attach] Ich habe nur einen geometrischen Weg versucht, aber mein Ansatz bietet zu wenig, um weitere notwendige Unterscheidungen zu treffen In einem rechtwinkligen Dreieck mit als Katheten und als Hypotenuse gilt: Nach Anwendung von Pythagoras hat man Nach Reduktion wird daraus: Und, wie oben gezeigt, trifft das zu. Das bedeutet - kein Widerspruch zur Ungleichung In der Frage, wann eine Gleichung vorliegt, habe ich auf das gleichseitige Dreieck getippt. Hier gibt es drei gleich lange Seiten und drei gleich lange Höhen , und die zwei Größen sind auch noch voneinander abhängig. Das eingesetzt in die gegebene Ausgangsungleichung ergibt tatsächlich eine Gleichung: - also auch kein Widerspruch. Aber beim gleichschenkligen und erst recht bei einem allgemeinen Dreieck bringt mir diese Betrachtung nichts. Lösung von HAL ist klasse . |
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| 18.04.2025, 13:35 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Noch als Nachtrag zu dieser Aufgabe - ist mir später erst aufgegangen: Kennt man die Gleichungen für die Seitenhalbierenden etc., so kommt man direkt zu und über etc. dann auch sofort zum Beweis der geforderten Ungleichung. |
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| 27.04.2025, 15:50 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Sieht nett aus, die 170. Wollen wir mal hoffen, dass kein Schüler daraus den falschen Schluss zieht, dass es sich dabei um eine "neue" Substitutionsregel handelt - die alte reicht vollkommen, um die besagte Gleichung zu begründen.
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| 28.04.2025, 11:39 | Leopold | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Nun, man kann das durchaus als eine "neue" Substitutionsregel ansehen, eben für einen ganz speziellen Fall, selbst wenn sie sich aus der gewöhnlichen Substitutionsregel ergibt. Immerhin folgt aus mit der Regel sofort: Für den Fortgang der Menschheit ist das vielleicht nicht wesentlich. Aber man muß ja auch nicht immer nur Nützliches tun. |
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| 28.04.2025, 13:01 | IfindU | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ich finde es faszinierend, dass es gilt. Das ähnlich aussehende kann ja nicht allgemeingültig sein, dass und man also die Werte von in praktisch beliebig ändern kann und die rechte Seite unverändert ist. In der korrekten Aussage mit dem Minus hätte ich intuitiv gesagt, dass die Werte um 0 immer noch zu wenig "Gewicht" bekommen. Aber offenbar passt es genau so
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| 28.04.2025, 14:46 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ich entferne mal die "Uneigentlichkeit", d.h. modifiziere die Aussage auf endliche Integrationsintervalle, die dann - im Unterschied zur ursprünglichen Behauptung - sogar für alle stetigen gültig ist: Für reelle mit gilt . Man kann es auch schreiben als , diesmal für reelle mit - aber das sieht irgendwie hässlicher aus.
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| 28.04.2025, 17:15 | Mathema | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
So "neu" ist diese Substitution aber nicht. In der Tat ist sie aber bei manchen Integralen sehr nett zu benutzen.
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| 29.04.2025, 05:27 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Interessant ist, dass die Aussage im Wiki-Beitrag mit Cauchy-Hauptwert formuliert wird. Leopolds Formulierung verstehe ich hingegen so, dass er das linke Integral als existent (d.h. als "normales" uneigentliches Integral) voraussetzt. Ist dann aber auch wirklich stets gesichert, dass das Integral rechts auch als uneigentliches Integral existiert? Dort dann mit ja vier statt nur zwei Uneigentlichkeitsübergängen: .
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| 29.04.2025, 06:53 | Leopold | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Gute Frage. In der Zeitschrift, aus der ich die Aufgabe habe, wurden an und die Konvergenz des Integrals überhaupt keine Anforderungen gestellt. Denen ging es wohl hauptsächlich um die Integraltransformation an sich. Konvergenz wird schon irgendwie vorliegen. Ich habe deshalb "nach Gefühl" die Konvergenz des einfacheren Integrals vorausgesetzt, in der Hoffnung, das würde schon passen. Ich bin nun meinen eigenen Beweis noch einmal durchgegangen. Auf den ersten Blick scheint alles zu funktionieren, wenn man die absolute Konvergenz des Integrals voraussetzt. Dann kann man für alle in Frage stehenden Integrale Majoranten finden. Eine Musterlösung der Aufgabe liegt mir nicht vor. Ergänzung Ich habe die Transformation einmal auf das Fresnelsche Integral angewendet. Eine numerische Berechnung mit meinem CAS ergab: Das sieht also auch im Fall der bedingten Konvergenz nicht schlecht aus. Letztlich liegt es wohl an . Vielleicht kann man einen sauberen Beweis führen. |
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| 29.04.2025, 09:16 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ja, ich wüsste auch bei längerem Nachdenken kein Gegenbeispiel zu nennen, wo zwar das linke uneigentliche Integral existiert, das rechte aber nicht. Um das Problem für alle zu verdeutlichen: Mir war bei den für endliche ja sicher richtigen Formeln im Beitrag oben aufgefallen, dass es z.B. beim Grenzübergang zu diesem Problem kommt, da dieser Grenzwert links auf der rechten Gleichungsseite ja gleich in zwei uneigentliche Grenzwertbildungen mündet. Bei nichtnegativen (also die von Leopold erwähnte absolute Konvergenz) hat man kein Problem die Existenz der beiden Einzelgrenzwerte nachzuweisen, aber im allgemeinen Fall scheint dies doch etwas komplizierter zu sein. |
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| 01.05.2025, 14:41 | Finn_ | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Mit der Trickserei, die die Aussage von Aufgabe 170 bestätigt, kommt man für hinreichend gutartige Funktionen allgemeiner zur Beziehung wobei eine punktsymmetrische Selbstinverse mit für sei. |
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| 04.05.2025, 07:01 | Gualtiero | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Zu Aufgabe 171 Als eine der Varianten ohne Taschenrechner müßte der folgende Ansatz durchgehen. Vorausgesetzt wird Basiswissen wie z. B. In den Dreiecken und sind alle Winkel bekannt. Die gemeinsame Seite - ich nenne sie - möge dazu dienen, die Seiten und des Dreiecks auszudrücken. Mit Sinussatz erhält man: Damit kann man mit dem Cosinussatz fortfahren: Nach Ordnen der rechten Seite sieht man schnell: Und das sollte gezeigt werden. |
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| 04.05.2025, 10:35 | Leopold | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ich habe es nicht genau so, aber ziemlich ähnlich wie Gualtiero gemacht, muß aber gestehen, daß die Idee von nichteuerernst und die sich darauf stützende Lösung von HAL unschlagbar sind. Es geht eben nichts über die Einfachheit einer Lösung. Denn die ist bekanntlich das Schwerste. |
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| 04.05.2025, 14:35 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Zugegeben, unter Zeitdruck hätte ich auch die Sinussatzlösung gewählt, die kommt schließlich ohne Hilfspunkte aus - denn die Wahl von liegt ja auch nicht sofort auf der Hand.
Statt der Kosinussatzrechnung kann man folgende leichte Abkürzung wählen: Ist auf der Höhenfußpunkt von , dann gilt , was mit dem von Gualtiero hergestellten Zusammenhang zwischen und dann zu führt. Höhenfußpunkt gleich Seitenmittelpunkt gibt es nur bei Basisseiten in gleichschenkligen Dreiecken. |
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| 06.05.2025, 08:41 | Gualtiero | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ja, leuchtet mir ein.
Zu Aufgabe 172, Version Leopold Ich fasse mal mein klägliches Stochastik-Basiswissen zusammen: In einer Gruppe mit Mitgliedern (M1, M2, M3 . . .), die sich zu Zweier-Teams zusammenschließen sollen, gibt es Teams. (Team M1, M2 ist identisch mit M2, M1). Das bedeutet für unser Beispiel: . Die Gesamtzahl der möglichen Teams ist dann Ich unterteile alle Teams in zwei Abteilungen: Abteilung1 enthält alle reinen Mädchenteams und alle reinen Jungenteams. Abteilung2 enthält ausschließlich gemischte Teams. Wie ich die Aufgabe verstehe, soll Abteilung2 zahlenmäßig gleich der Abteilung1 sein. Von da an wird mein Verfahren unmathematisch, denn ich habe mit der pq-Formel angesetzt, weiß aber nicht, wie ich korrekt nur die ganzzahligen Lösungen ausfiltern soll. Händisch geht es und ich komme auf die Paare a, b (bzw. b, a): 1 3 3 6 6 10 10 15 15 21 usw. Die Systematik ist klar. Die Anzahl der größeren Gruppe wird in der nächsten Zeile zur Anzahl der kleineren Gruppe, die Differenz zwischen beiden Gruppen wird Zeile für Zeile um 1 größer.
EDIT: Doppelbezeichnung beseitigt |
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| 06.05.2025, 08:50 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Die äquivalente Umstellung von zu könnte nützlich sein: Man setzt einfach mal als Parameter an, der ja sicherlich ganzzahlig sein muss... EDIT: Hab mal noch das Vorzeichen von getauscht, damit das in deinen Beispielen vorherrschende dann auch positive bedeutet.
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| 06.05.2025, 18:56 | Gualtiero | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
@HAL, Danke für die Tipps! Aber das Ganze ist mir dennoch nicht klar. OK, in meinen Beispielen ist immer kleiner als , aber das spielt ja keine Rolle, denn es geht ja nur darum, dass das Quadrat der Differenz gleich der Stärke der gesamten Lerngruppe (= a + b) ist. k = b - a -->> b = k + a k² = 2a + k k² - k = 2a
Nee, nee, nee das bringt ja nichts. Hab mich verrannt. Naja, ich bleib jedenfalls dran. |
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| 06.05.2025, 19:54 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Doch, ist genau richtig: sowie , und dann lässt man Parameter die ganzen Zahlen durchlaufen: Ok, für ist dann keine Lösung des Originalproblems (weniger als zwei Schüler) - für alle anderen ganzen Zahlen aber schon.
Und aus der Herleitung ist auch klar, dass es keine weiteren ganzzahligen Lösungen geben kann. |
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| 07.05.2025, 08:02 | Gualtiero | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Jetzt hats geklickt. O Mann, was für ein dickes Brett ! ! Vor meinem Kopf meine ich. Zusammengefasst: Mit und gibt es Zahlenpaare a, b, die die gestellte Frage lösen. Ich würde eine Lösungsantwort erstellen, will mich aber nicht mit fremden Federn schmücken. Jedenfalls vielen Dank für die Hilfe! |
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| 07.05.2025, 11:01 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Mach ruhig, so eine Rieseninnovation war die Idee mit Parameter ja nun nicht - mein Augenmerk liegt ohnehin mehr bei der von mir erstellten Variation 172a: Wenn da keiner "anbeißt", stelle ich da eine Lösung vor (die sich doch ziemlich von der der 172 unterscheidet).
Beiden Lösungen gemein ist, dass es sich um Gitterpunkte (a,b) auf Kegelschnittkurven geht: Bei der 172 auf einer Parabel, bei 172a hingegen auf einer Hyperbel. Ich verrate mal die zehn "kleinsten" Lösungen von Aufgabe 172a - vielleicht erkennt jemand eine Gesetzmäßigkeit:
(3,1) (15,6) (85,35) (493,204) (2871,1189) (16731,6930) (97513,40391) (568345,235416) (3312555,1372105) (19306983,7997214) |
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| 07.05.2025, 15:02 | Physikgast | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Mit Hilfe von Wolfram Alpha habe ich eine Lösung für 172a gefunden |
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| 07.05.2025, 15:12 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Na wenn es so vom Himmel fällt würde ich aber gern Nachweise sehen für die Ganzzahligkeit dieser beiden Werte.
Dass sie die Gleichung erfüllen, nehme ich dir auch so ab (normale quadratische Gleichungslösung). Insgesamt fehlt natürlich auch noch eine Begründung, dass das wirklich alle positiv ganzzahligen Lösungen dieser Gleichung sind. EDIT (8.5.): Du hast die obige Formel vermutlich aus den ersten Lösungen empirisch gewonnen. Systematisch könnte man so vorgehen: Bedingung an ist die Laplacesche Wahrscheinlichkeit , was äquivalent zu ist. Mit Substitution gelangt man via zur negativen Pellschen Gleichung . Im verlinkten Wikibeitrag wird relativ ausführlich auf deren Lösung eingegangen - das kann man dann hier anwenden.
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| 08.05.2025, 13:50 | Leopold | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Interessant, wie eine kleine Änderung der Aufgabe eine einigermaßen überschaubare Situation zu einem echten Problem der Zahlentheorie macht, für das dann wiederum Kenner eine Lösung aus-pellen. Hat man ja öfter: Dann ist doch "logisch", daß ... Oder doch nicht...? |
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| 08.05.2025, 14:51 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Im Wiki-Artikel zur Pellschen Gleichung ist ja auch als "Anwendung" das Rinderproblem des Archimedes genannt. Besonders die ermittelten Tieranzahlen für den zweiten Teil dieses Problems sind ja sehr realistisch.
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| 08.05.2025, 18:49 | Leopold | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Die Ganzzahligkeit der von Physikgast mittels Wolfram Alpha vorgeschlagenen Lösungen für könnte man nachweisen, indem man die Summen mittels des binomischen Lehrsatzes entwickelt und vereinfacht. Wer sich aber einmal mit linearen Differenzengleichungen, etwa im Zusammenhang mit der Fibonacci-Folge, beschäftigt hat, zieht es vor, mit einer Rekursion zu arbeiten. Die beiden reellen Zahlen haben die Summe 6 und das Produkt 1, sind also Kehrwerte voneinander und nach dem Satz von Vieta Lösungen der quadratischen Gleichung . Man darf daher ansetzen, und es gelten Die Zahlenfolge für kann man daher folgendermaßen schreiben: Die Startwerte und sind ganze Zahlen, und für rechnet man Somit besteht die Rekursion an der man abliest, daß auch alle weiteren Folgeglieder ganze Zahlen sein müssen. |
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| 08.05.2025, 19:19 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Basierend auf der Pell-Lösung kann man die Iteration aufstellen, was zu führt. Nach Rücksubstitution ergibt das mit Start , d.h., mit Rückgriff auf nur einen Vorgänger (dann aber gleich den ganzen Vektor (a,b)). |
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| 08.05.2025, 20:45 | Physikgast | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Das hatte ich so gerechnet Wenn man die Zahlenpaare der pellschen Lösung mulzipliziert kommen immer wieder Lösungen von b heraus 1*1=1 7*5=35 41*29=1189 239*169=40391 1393*985=1372105 Das müsste so aussehen und dann noch (3,1) (15,6) (85,35) (493,204) (2871,1189) (16731,6930) (97513,40391) (568345,235416) (3312555,1372105) (19306983,7997214) |
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| 08.05.2025, 23:49 | Luftikus | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
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| 09.05.2025, 08:44 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Die 173 zeigt geradezu exemplarisch, wie man durch Betrachtung der ersten paar Folgenelemente und zugehörigen Partialsummen der angefragten Reihe rasch auf eine Vermutung kommen kann, die dann natürlich noch zu beweisen ist. |
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