Mathematikstudium, bin ich überfordert?

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r4ndom19 Auf diesen Beitrag antworten »
Mathematikstudium, bin ich überfordert?
Hallo,

ich studiere nun seit fast 4 Wochen Mathematik. Ich habe im 1. Semester nur 3 Fächer. Ana, LinA und Programmieren. Allerdings fühle ich mich stark überfordert, ich brauche für jeden Übungszettel über 12 Stunden und in den Vorlesungen verstehe ich aber der Hälfte meist nichts mehr und muss es einige Stunden zu Hause nacharbeiten.

Die ersten Übungszettel waren noch verhältnismäßig einfach. Nun bin ich soweit, dass ich an einer Aufgabe ca. 8 Stunden sitze und noch keine Lösung habe.
Ist das normal? Oder fehlt mir die Intelligenz für ein Mathematikstudium?

Oder ist das alles normal und wird irgendwann besser?
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

8 Sunden sind zuviel. Da bilde mal einen Kreis mit ca. 4 Personen und repräsentativem Querschnitt an Talent.
Zusammen die Lösung erarbeiten.
Zudem kann Hamstertaktik nicht schaden: Alle "einfachen" Aufgaben komplett richtig abgeben und etwas Statistik führen.

Aber etwas mehr Info könnte auch nicht schaden:

Abinote? , Fan von Mathe ? aus Verlegenheit das Fach gewählt ? ...
 
 
r4ndom19 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Dopap
8 Sunden sind zuviel. Da bilde mal einen Kreis mit ca. 4 Personen und repräsentativem Querschnitt an Talent.
Zusammen die Lösung erarbeiten.
Zudem kann Hamstertaktik nicht schaden: Alle "einfachen" Aufgaben komplett richtig abgeben und etwas Statistik führen.

Aber etwas mehr Info könnte auch nicht schaden:

Abinote? , Fan von Mathe ? aus Verlegenheit das Fach gewählt ? ...


Der Tipp mit der Übungsgruppe ist gut. Die ist auch bereits geplant und geht aber nächste Woche los. Auch die Idee Hamstertaktik find ich nicht schlecht, ich neige dazu mich stark in Aufgaben zu verbeißen.
Meine AbiSchnitt war 2,1 Ich mag Mathe eigentlich und möchte mir unglaublich gerne diese Denkstruktur aneignen. Aus Verlegenheit hab ich das Fach eigentlich nicht gewählt.
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

wenn du irgendjemanden fragst: Wie war das Mathestudium? Dann wirst du meistens hören: hart bis sehr hart, aber nach 4 Semestern wird es besser...

Das ist kein wirklicher Trost, aber eine Wahre Folgerung:



von den Überfliegern abgesehen, bleibt dir nur das Vertrauen in die eigene Stärke + ein paar Tricks ( ich hab mir auch schon mal Pokerschulden mit gutausgearbeiteten Übungsaufgaben "bezahlen" lassen)
Wichtig ist immer das Nacharbeiten: sonst verliert man den Faden. Und das nie auf die lange Bank schieben... smile
Zellerli Auf diesen Beitrag antworten »

Ich finde der erste Gewöhnungseffekt tritt schon nach dem 1. oder 2. Semester ein. Es wird also, wenigstens relativ gesehen, einfacher. Ich hocke immernoch 12 Stunden an einem Blatt, aber jetzt heißt es Algebra und nichtmehr Ana1 Augenzwinkern

Allein, dass die Erstsemesterveranstaltungen nicht selten Durchfallquoten von deutlich über 50% haben (von denen bei weitem nicht alle ungeeignet sind), zeigt, dass du sicher nicht der einzige bist mit den Problemen.

Die Abinote finde ich ziemlich nutzlos für die Begabungsaussage über Mathe. Aber ansonsten, hör auf Dopap: Schau dich nach und in einer Gruppe um, damit du dich orientieren und neu einschätzen kannst. Und falls du dann immernoch Bedenken hast: Mach das Semester fertig und schau wie die Klausuren laufen. Wechseln kannst du wenn dann sowieso erst später.
Sanguinius Auf diesen Beitrag antworten »

Bin auch seit 3 Wochen im 1. Semester. Ich hab eigentlich dieselben Probleme wie du. Ich geb meine Zettel erst einen Tag vor Abgabeschluss ab, weil ich beim Vergleich mit Kommilitonen überall Fehler finde und dann tlw. ne komplette Aufgabe nochmal sauber abschreiben muss.

Ich hab mir folgendes überlegt: Mathe ist ja ne Wissenschaft, die sich mit Strukturen beschäftigt. Dann sollte man auch strukturiert lernen. Für Definitionen und Sätze dachte ich mir das ungefähr so:

1. Aussage GENAU und pedantisch lesen. Jedes einzelne Wort/Symbol. So übersieht man nichts. Schreib dir die "Vokabeln" auf, die in der Definition vorkommen.

2. Schau dir die Vokabeln noch mal an. Wenn du z.B. gerade Gruppen lernst. Beherrschst du den Begriff der Abbildung? Des kartesischen Produkts? etc.

3. Wie kann ich das interpretieren? Also hier gehts dann erst um das Verständnis. Analysiere die Aussage Schritt für Schritt. Dann sachste z.B. "okay, eine Gruppe ist also ne Abbildung. Wenn sie ne Abbildung ist heißt das, dass dieses und jenes gilt". Schau dir Erklärungen in Büchern an, im Internet, du kannst ja auch hier Fragen stellen. Frag den Prof/Übungsleiter whatever. Finde ich selbst Beispiele dafür? Kann ich das irgendwie grafisch darstellen?

4. Komme ich mit den Übungsaufgaben klar? Wenn die Zettel von der Uni zu schwer sind, dann such dir einfache Aufgaben aus dem Internet. Dann kriegt man einen besseren Zugang.
zweiundvierzig Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Sanguinius
"okay, eine Gruppe ist also ne Abbildung. Wenn sie ne Abbildung ist heißt das, dass dieses und jenes gilt".

Ich weiß in etwa, was Du meinst, trotzdem würde ich das so nicht sagen.

Sorry für OT. smile
Cel Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Mathematikstudium, bin ich überfordert?
Zitat:
Original von supromo
Ich habe im 1. Semester nur 3 Fächer. Ana, LinA und Programmieren.


Wo studierst du? Hört sich nach Dortmund an ... Könnte sein ...
Airblader Auf diesen Beitrag antworten »

Nach einem Monat ist Wechseln sowieso nicht mehr realistischerweise drin. Da es anfangs schwierig ist, zu beurteilen, ob es was für dich ist, würde ich dieses Semester jetzt einfach durchziehen und schauen, wo du danach stehst. Das empfehle ich nur, weil du das Fach aus den richtigen Gründen gewählt zu haben scheinst.

Wenn du nach einem Semester merkst, dass du völlig untergehst, kannst du über einen Abbruch nachdenken. Im schlimmsten Fall hast du ein hartes Vortraining für einen anderen Studiengang hinter dir.
Vielleicht merkst du aber auch, dass es zwar hart ist (du wirst sicherlich nicht dasitzen und dir denken, jetzt ist alles einfach), aber doch was du machen willst, kannst du weitermachen.

Im Moment würde ich mir diese Gedanken aber nicht machen, sondern einfach weiter daran arbeiten, mitzukommen. Das mögen andere sicherlich anders sehen.

air
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

@Sanguinius:

Deine Punkte 1-4 sind in Ordnung. Ich würde sagen, das nennt man Lernen. Augenzwinkern

Eines ist aber entscheidend: wie in Sprachen die "Vokabeln" lernen. Jeder Begriff muss sitzen, sonst kannst du nichts mehr folgern und/oder beweisen, weil dir die Basis fehlt.

ganz simles Beispiel: wenn definiert sein sollte, dann muss man die Bedeutung des Symbols "!" kennen.

Nur das, was aus deinem Füller direkt und ohne Hilfsmittel auf ein leeres Blatt Papier fließt, gilt.
Das kann man selbst überprüfen , respektive überprüfen lassen.

Noch ein Tipp: sauber schreiben, Lineal verwenden, sinnvolle Numerierung etc.

Gruß
Dopap
Mystic Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Dopap
ganz simles Beispiel: wenn definiert sein sollte, dann muss man die Bedeutung des Symbols "!" kennen.

Wenn das so definiert sein sollte, dann unbedingt(!) daran denken, dass im Normalfall die Alternativdefinition



bei weitem vorzuziehen ist, insbesondere wenn man Binomialkoeffizienten wirklich berechnen will (dafür k ggf. durch min{k,n-k} ersetzen)...
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

es ging mir nicht um den einfachsten Weg, sondern um das Symbol Fakultät. Wenn die Definition bekannt ist, ergibt sich Vereinfachung wie von selbst, was wiederum ein Akt des stetigen Mitdenkens wäre. Augenzwinkern
tohuwabou Auf diesen Beitrag antworten »

Ein Mathematikstudium bedeutet vor allem auch Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz.
Es gab in meinem Studium nur wenige Übungszettel, die ich komplett in Eigenarbeit bearbeiten konnte. Deshalb ist man aber noch lange nicht ungeeignet.
Das Lösen von komplizierten Beweisen und das Verstehen der Inhalte sind imho zwei ganz verschiedene Sachen.
Beim Beweisen benötigt man eine Idee. Hat man diese nicht, kann man einen Beweis ggf nicht führen.
Mit den Übungsaufgaben wird aussortiert. Wer durchhält, obwohl er viel nicht kann und wer nicht. Viele geben vermutlich zu früh auf. Wenn man feststellt, dass es wirklich nicht klappt, ist Aufhören sicher keine Schande. Sicherlich liegt es dann auch oft am fehlenden Interesse.

Viel Erfolg fürs Studium.
colibridos Auf diesen Beitrag antworten »

Ein kleiner Vergleich...
Du machst heute als untrainierter Mann 25 Liegestütze und hast morgen starken Muskelkater.
Dann machst du in 2 Tagen wieder 25 Liegestütze und hast weniger Muskelkater.
Verstehst du was ich meine?
Es ist eine Gewöhnungssache und iwan hast du dich auch an das Leistungstempo gewöhnt.
Durchhalten und weiter machen smile
Prost
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