Lagrange mit KKT

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nicki1 Auf diesen Beitrag antworten »
Lagrange mit KKT
Meine Frage:
Hallo zusammen,
ich sitze über folgendem Problem:

?Union Chemie produziert zwei nicht lagerfähige Produkte (j = 1,2); xj bezeichne die Absatzmenge des Produkts j in Tonnen pro Periode. Die Preis-Absatz-Funktionen der Produkte haben die Form Pj(xj) = pj ? bjxj, die Produktionskosten je Mengeneinheit (ME) des Produkts j betragen cj .
?Für jedes der beiden Produkte wird je ME eine ME einer nicht lagerfähigen Chemikalie eingesetzt, von der Union bis zu X ME je Periode zu Grenzkosten von c0 je ME produzieren kann. Y ME der Chemikalie muss Union je Periode kostenlos einem verbundenen Unternehmen abnehmen.
?Die nicht verarbeitete Menge der Chemikalie muss Union zu Kosten von c3 je ME entsorgen. Maximal können Z ME der Chemikalie je Periode entsorgt werden. Die Produkte j = 1,2 müssen zum Marktpreis der Produktionsperiode verkauft werden. Union Chemie möchte den Periodengewinn maximieren.
Man modelliere dieses Problem als nichtlineares Programmierungsproblem und löse es mit Hilfe der KKT-Bedingungen und zwar
a) für den Fall, dass die Lieferung der Chemikalie wie vorgesehen eintrifft und
b) für den Fall, dass diese Lieferung ausbleibt.

Die Daten sind:
p1 = 110
p2 = 30
c0 = 5,1
c1 = 38
c2 = 20
c3 = 2,4
b1 = 1
b2 = 0,3
X = 49
Y = 40
Z = 46


Meine Ideen:
Leider hänge ich schon ziemlich am Ansatz fest:

Ohne jede Beschränkung und mit kostenlosen Vorprodukten wäre die zu maximierende Zielfunktion ja
G=(p1-b1x1-c1)x1 + (p2-b2x2-c2)x2

Damit würde jedoch mehr als Y produziert werden, wodurch Kosten durch die Produktion von n Einheiten von X entstehen.
Die generelle NB wäre x1+x2 <= Y+X
Damit müsste man die Zielfunktion um den Term -L*(x1+x2-Y-X) verlängern (mit L=Lagrangeparameter).
Mein Problem dabei sind die Kosten c0 - wie bekomme ich die denn in die Rechnung?

Weiterhin hänge ich an der Entsorgung - die spielt hier doch keine Rolle, da man keine Produktionsgrenzen für x1 und x2 hat, oder?

Schließlich noch zu b): Wenn die Lieferung ausbleibt - bedeutet das, dass ich mit Y als Gratisvorprodukt plane und es dann nicht bekomme? Dann müsste man zusätzlich die Anzahl Y produzieren - das passt dann doch nicht mehr mit der Höchstgrenze für X zusammen, oder? Oder plant man dann neu und maximiert:
G=(p1-b1x1-c1)x1 + (p2-b2x2-c2)x2 - c0*(x1+x2)

Irgendwie habe ich das Gefühl, ich liege hier völlig falsch...
Schonmal im Voraus vielen Dank für die Hilfe!
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