Beweis zu Folgenkonvergenz

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Kernie Auf diesen Beitrag antworten »
Beweis zu Folgenkonvergenz
Hallo,
ich soll folgende Aufgabe lösen:

Gegeben ist eine Folge und ein mit . Es gilt:

Zeige, dass konvergiert.

Ich habe mir die Aussage zuerst einmal an einem Beispiel klar gemacht. Die Ungleichung bedeutet ja, dass der Abstand zum nächsten Folgenglied kleiner gleich dem Abstand zum vorherigen Folgenglied ist (verkleinert durch einen Faktor ). Was ich noch nicht ganz verstanden habe ist, wie ich diesen Faktor in den Beweis einbringen soll.
Da hier ja Folgenglieder (bzw. deren Abstände) gegeneinander abgeschätzt werden, dachte ich zuerst an das Cauchy-Kriterium, aber ich habe keine Idee, wie ich anfangen soll.
Kann mir da jemand etwas Starthilfe geben?
zweiundvierzig Auf diesen Beitrag antworten »

Dieses ist hier eine feste Konstante, d.h. dass es nicht vom Schritt abhängt, sondern in jedem Schritt in der Abschätzung auftaucht. Welche Bedingung ist denn äquivalent zur Konvergenz von Folgen?
Kernie Auf diesen Beitrag antworten »

Ich bin einfach mal die Kriterien durchgegangen, die ich kenne:

1. Eine Folge konvergiert, wenn sie monoton und beschränkt ist.
Aus der gegebenen Ungleichung kann man aber nicht auf die Monotonie schließen, also fällt dieses Kriterium weg.

2. Für jedes gibt es ein , sodass für alle gilt: . Selbst, wenn man annimmt, dass ein Grenzwert existiert, würde man doch an dieser Stelle schon hängen bleiben, weil man die Folge nicht kennt, oder?

3. Beim Cauchy-Kriterium wüsste ich nicht, genau wie beim Epsilon-Kriterium, wie man anfängt, wenn man die genaue Folge nicht kennt.
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Cauchy funktioniert schon. Du kannst aber auch mal zu einer bestimmten Reihe übergehen und deren Konvergenz zeigen, woraus dann die Konvergenz der Folge folgt.
Bronco Bamma Auf diesen Beitrag antworten »

Es gilt:



Damit sollte sich was machen lassen.
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Bronco Bamma
Es gilt:




Ganz so einfach ist es nicht. Aber:



ist also auch im Limes beschränkt.
 
 
Bronco Bamma Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von RavenOnJ
Ganz so einfach ist es nicht...


Oha, keine Ahnung was mich da geritten hat Hammer
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Bronco Bamma

Oha, keine Ahnung was mich da geritten hat Hammer


Es steht also 1:1 Augenzwinkern (kleiner Scherz)
Bronco Bamma Auf diesen Beitrag antworten »

1:1 nach Eigentoren - so sieht's aus.
Ich sollte nicht vorm ersten Kaffee posten sonst gibt's ne Klatsche...
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Bronco Bamma
1:1 nach Eigentoren - so sieht's aus.
Ich sollte nicht vorm ersten Kaffee posten sonst gibt's ne Klatsche...


klar, hier werden nur Eigentore gezählt Augenzwinkern
Kernie Auf diesen Beitrag antworten »

Danke für eure Antworten!
Leider verstehe ich eure Vorgehensweise nicht. Warum wird betrachtet? Und was gibt mir der berechnete Grenzwert an? verwirrt
Sly Auf diesen Beitrag antworten »

Im Grunde nutzt man hier die (a priori komplizierte) Umformung



Das hat aber den Vorteil, dass man die Voraussetzung gut verwurschteln kann.
Kernie Auf diesen Beitrag antworten »

Danke, Sly! Diesen Trick hätte ich eigentlich kennen müssen. Hammer
Die Rechnung habe ich jetzt verstanden, aber die Idee ist mir immer noch nicht ganz klar. Man weiß jetzt, dass gilt:
für , d.h. Grenzwert ist durch einen konstanten Faktor beschränkt. Aber was nützt mir diese Aussage im Bezug auf die Konvergenz? Es steht ja auch noch das im Betrag auf der linken Seite.
Sly Auf diesen Beitrag antworten »

Der Punkt ist eher, dass man die absolute Konvergenz der Reihe durch diese Abschätzung gezeigt hat. Absolute Konvergenz impliziert Konvergenz der Reihe, und daraus folgt auch das gleiche für die Folge.
Kernie Auf diesen Beitrag antworten »

Ach so, das heißt dann:
Weil die Reihe (absolut) konvergiert, gilt, und konstant ist, konvergiert gegen einen Grenzwert für .
Ist das richtig?
Kernie Auf diesen Beitrag antworten »

Dazu habe ich jetzt doch noch mal eine Frage. Wieso folgt aus der Abschätzung die absolute Konvergenz der Reihe? Es wird ja nur gezeigt, dass der Betrag kleiner ist als eine bestimmte Konstante. Das heißt doch, es könnte auch negative Folgenglieder geben, sodass sich die Reihe wieder von dem Grenzwert entfernt und die Reihe damit nicht zwangsläufig konvergiert.
Sly Auf diesen Beitrag antworten »

Das sollten dir deine Vorlesungunterlagen beantworten. Absolute Konvergenz einer Reihe ist gerade dann gegeben, wenn
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