geringere Halbwertszeit - Bedeutung

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Fragender42343 Auf diesen Beitrag antworten »
geringere Halbwertszeit - Bedeutung
Meine Frage:
Ich möchte zum Ausdruck bringen, dass etwas schneller zerfallen wird. Ist dann folgende Formulierung korrekt: "Dann gibt es eine geringere Halbwertszeit von XY"? Oder muss es "höhere Halbwertszeit heißen?

Meine Ideen:
Halbwertzszeit ist ja die Zeit, die etwas brauch, bis das Vorhandensein gegen 0 geht. Damit also der Zerfall schneller von statten geht, muss die Halbwertszeit abnehmen, weshalb ich zu "geringere Halbwertszeit" tendiere. Im übrigen geht es um Informationen. Informationen sind jedenfalls im Bereich der Soziologie nicht mit Wissen automatisch gleichzusetze. Umso mehr wir uns in Richtung Wissensgesellschaft bewegen, umso mehr nimmt die Halbwertszeit an Fehlinformationen ab. Die Fehlinformationen werden nie zu 100% verschwinden, weshalb für mich der Begriff Halbwertszeit absolut passt (negatives exponentielles Wachstum). Wenn man sich aber Definitionen von dem Begriff "Halbwertszeit" anschaut, so werde ich unsicher, ob ich diesen so mathelastigen Begriff "Halbwertszeit" in diesem soziologischen Zusammenhang verwenden darf. Was meint ihr Mathematiker?
sulo Auf diesen Beitrag antworten »
RE: geringere Halbwertszeit - Bedeutung
Der Begriff "Halbwertszeit" ist in der Biologie und besonders in der (Kern-)Chemie vermutlich wesentlich wichtiger als in der Mathematik. Augenzwinkern

Wenn du eine exponentielle Abnahme beschreiben möchtest, liegst du mit dem Begriff sicher nicht verkehrt.
Ich würde allerdings weniger von einer geringeren sondern eher von einer kürzeren Halbwertszeit sprechen.

smile
Bürgi Auf diesen Beitrag antworten »
RE: geringere Halbwertszeit - Bedeutung
Hallo,
Dieser Satz
Zitat:
Halbwertzszeit ist ja die Zeit, die etwas brauch, bis das Vorhandensein gegen 0 geht.

ist falsch.
Mit Halbwertzeit wird die Zeitspanne bezeichnet, die nötig ist, damit von einer Menge genau die Hälfte zerfällt.
Dieser Begriff stammt ursprünglich aus der Physik (glaube ich jedenfalls) und wird heute von Cemikern, Biologen, Bankern (bei denen allerdings nur hinter vorgehaltener Hand) ... benutzt. Warum nicht auch in der Soziologie.


EDIT: ... und ich bin draußen!
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