Warum gibt es kein Lebesgue-Maß auf den rationalen Zahlen aus dem Intervall [0; 1]?

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Marono Auf diesen Beitrag antworten »
Warum gibt es kein Lebesgue-Maß auf den rationalen Zahlen aus dem Intervall [0; 1]?
Meine Frage:
Hallo!
Es bezeichne Q = rationalen zahlen geschnitten [0; 1] die rationalen Zahlen aus dem Intervall [0; 1]. Zeigen Sie, dass es kein
Lebesgue-Mass auf Q gibt, d.h. ein Mass "m" von der potenzmenge von Q nach [0,unendlich) mit m(Ia,b)=b-a fur alle a,b aus Q
Dabei ist Ia,b=menge der x aus Q mit a<=x<=b


Meine Ideen:
Ich habe mir folgender ansatz ueberlegt:
angenommen solch ein mass m existiert dann fuer 1/3 und 1/2 gilt
m(I1/3,1/2)=1/2-1/3=1/6
wenn ich jetzt irgendwie (zb indem ich die menge I1/3,1/2 anders schreibe) rechnen kann dass m(I1/3,1/2)ungleich 1/6 habe ich ein widerspruch
wurdet ihr die aufgabe auch so herangehen?
kkk-87 Auf diesen Beitrag antworten »

Schau dir mal den Wikipedia-Eintrag zum Lebesgue-Maß an. Dort wird das Lebesque-Maß mittels Carathéodory konstruiert. So musst du vorgehen. Dein Widerspruch entsteht dann meiner Meinung nach, dass in Q jedes Intervall das Maß 0 hat (Zwischen zwei rationalen Zahlen liegt immer mindestens eine echt reelle Zahl).

Gruß
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »
indirekter Beweis
ist ja abzählbar, aus der Mass-Sigmaadditivität folgt damit dann .

Daher muss nun mindestens ein mit existieren. Jetzt wählt man nur noch eine rationale Zahl und hat mit



einen Widerspruch.


EDIT: Bezeichnungen angepasst. Augenzwinkern
Che Netzer Auf diesen Beitrag antworten »
RE: indirekter Beweis
Zitat:
Original von HAL 9000
Jetzt wählt man nur noch eine rationale Zahl und hat mit



einen Widerspruch.

Oder aber man sieht

Dann hat man den Widerspruch (zur Existenz des Maßes) auch direkt mit


Und genau genommen kann man ohne weitere Überlegung gar nicht von

oder (präziser)

ausgehen, sondern müsste noch hinzunehmen.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Che Netzer

Die Forderung bezog sich zunächst nur auf solche halboffenen Intervalle. Aber richtig, über Maßstetigkeit bekommt man dann auch .


EDIT: Halt, du hast Recht - ich hab die ganze Zeit da oben Ia,b) als latexfreie Darstellung von gelesen (sicher auch aus blanker Gewohnheit, da Inhalte zunächst meist über halboffenen Intervalle definiert werden Augenzwinkern ), dabei ist es hier

Zitat:
Original von Marono
Dabei ist Ia,b=menge der x aus Q mit a<=x<=b

ja erklärt. Ein sofortiges, übliches [a,b] wäre natürlich gleich besser gewesen. Augenzwinkern
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