Aggregatszustand

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Mogelbaum Auf diesen Beitrag antworten »
Aggregatszustand
Ich habe eine Frage an euch.

Kann man den Aggregatszustand von Glas, mit der Grenzwertbetrachtung und der langsamen Geschwindigkeit vergleichen ?
chrizke Auf diesen Beitrag antworten »

Könntest du deine Frage bitte etwas präzisieren?


Zum Beispiel ist mir nicht klar, was du mit "der langsamen Geschwindigkeit" meinst? Die Geschwindigkeit wovon?


Auf mich wirkt, um ehrlich zu sein, die Frage derzeit so als würdest du fragen: "Kann man ein Haus mit einer Wolke und einem Apfel vergleichen"...
 
 
Mogelbaum Auf diesen Beitrag antworten »

Hahahahaha. Big Laugh

Wir betrachten folgende Funktion:

v für Geschwindigkeit.
t für Zeit.



Wenn nun t gegen unendlich läuft, dann läuft v(t) gegen null.

Mit steigender Zeit, sinkt die Geschwindigkeit und irgendwann ist die Geschwindigkeit so gering.

Nun hat uns unser Lehrer aufgefordert, es in Verbindung mit dem Aggregatszustand von Glas zu setzen.
chrizke Auf diesen Beitrag antworten »

So, ich musste jetzt erstmal selber googlen, um das Problem zu verstehen.


Was weißt du denn über den Aggregatzustand von Glas? Wenn du jetzt denkst - so wie ich zunächst - Glas ist in einem festen Zustand, solltest du dich damit nochmal genauer beschäftigen. Wenn du schon etwas über die amorphe Eigenschaft weißt, ist die Beantwortung deiner Frage naheliegend.
Mogelbaum Auf diesen Beitrag antworten »

Ich habe auch gedacht, dass Glas fest ist, aber aus dem Internet kann nicht wirklich entnehmen, welchen Aggregatszustand Glas besitzt, weil sich so vieles widerspricht.
Ich habe versucht nur das logische zu entnehmen.

Glas soll nur scheinbar fest sein. Die Struktur ist innen formlos. Die Glasmoleküle sind in ständiger Bewegung, um diesen festen Zustand zu erreichen. Allerdings ist dieser Zusand schwer zu erreichen, weil es ganz lange braucht.

so ?
chrizke Auf diesen Beitrag antworten »

Also Glas ist wohl nur fast fest. Der Unterschied zwischen fest und Flüssig ist aber sehr klein (vgl. deine Funktion im unendlichen) aber halt nie komplett fest.



PS: Falls sich noch jemand besser mit dem Thema auskennt, darf er gerne hier aushelfen.
Mogelbaum Auf diesen Beitrag antworten »

Leider stehe ich gerade voll auf den Schlauch.
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Glas ist eine Flüssigkeit. Allerdings mit extrem großer Viskosität.
Mogelbaum Auf diesen Beitrag antworten »

Hmm.

Das Glas ist flüssig, bloß mit hoher Viskosität. Die Glasmoleküle sind in ständiger Bewegung, erreichen aber nie den festen Zustand(Grenzwert).

Stimmt ?
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Der Unterschied ist der, dass in Festkörpern die Moleküle so gut wie ortsfest sind. Sie führen aber kleine Schwingen aus --> GITTER
Glas hat ja keinen feststellbaren Temperaturpunkt an dem es zu fließen beginnt. Natürlich sind sie auch stetig in Bewegung, ohne dass die Moleküle jemals zur Ruhe kommen.

Am anderen Ende der Skala ist superfluides Helium. Das bietet einem bewegten Objekt keinen Widerstand mehr.
Mogelbaum Auf diesen Beitrag antworten »

Hmm.

Wie soll man aber diese Erkenntnis, mit der obigen Frage in Verbindung setzen ?
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Was genau fragst du ?
Mogelbaum Auf diesen Beitrag antworten »

Unser Lehrer erwartet von uns, dass wir diese Erkenntnisse in Verbindung mit der Grenzwertbetrachtung setzen.

Wenn t gegen unendlich läuft, dann läuft v(t) gegen null. Wenn man ganz hohe Werte für t einsetzt, dann hat man eine relativ geringe Geschwindigkeit 0,00000001 m/s, welches man in der Realität nicht aufbringen kann. Und dass sollen wir mit dem Aggregatszustand in Verbindung setzen.
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

das Einzige was hier passt, wäre das anfängliche Fließen von heißem Glas ---> Glasbläser.

Die Bewegungsgeschwindigkeit scheint bei Zimmertemperatur gegen Null zu laufen. Das ist aber nicht ganz korrekt. Es bleibt eine Restgeschwindigkeit (bei Zimmertemperatur )

also etwa

Und mit einem Aggregatzustand hat das alles nichts zu tun.
Mogelbaum Auf diesen Beitrag antworten »

Alles klar.

Vielen Dank.

Ich werde meinen Lehrer morgen fragen, welches die Lösung ist und werde sie dann hier posten.
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Die "Lösung" ist so eine Sache. Dein Lehrer hat sich ein Beispiel für die exponentielle Schrumpfung auf Null überlegt. Das Fließen von heißem Glas beim Abkühlen ist im "normalem" Rahmen passend, nur das mit den Aggregatzuständen hätte er weglassen können.

Nun, egal, dann gibt es wenigstens was zum Diskutieren ! smile
Mogelbaum Auf diesen Beitrag antworten »

Ich habe die Frage meines Lehrers falsch verstanden. Er hat bloß gemeint, wo findet man so geringe Geschwindigkeit von 0,000000000...1.
Als Hinweis gab er uns, dass wir nachsehen sollen, welchen Aggegratszustand Wasser hat.
Mogelbaum Auf diesen Beitrag antworten »

Glas meine ich. geschockt
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

wie üblich ist alles komplizierter.
Glas wird fest ohne Festkörper zu sein, Glas ist eine unterkühlte Flüssigkeit ...

hier gibt es reichlich Material:

http://de.wikipedia.org/wiki/Glas
thk Auf diesen Beitrag antworten »

...und mit der Beschreibung von Prozessen mittels e-Funktion ist es ja auch so eine Sache.
Dabei geht es hier wie oft um statistisches Verhalten einer Grundgesamtheit, das in Grenzfällen dann nicht mehr gilt.
Sonst würden z. B. Zerfallsprozesse und Entladungen nie enden Big Laugh
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

aber ein gedämpftes Pendel kommt doch nie zur Ruhe.

Warum ?

Ich denke dabei daran, dass nach Heisenberg Ort und Impuls nicht zugleich Null sein können Big Laugh
thk Auf diesen Beitrag antworten »

Wenn du von dem ruhenden Pendel erwartest, dass auch alle enthaltenen Teilchen eingeschlafen sind Big Laugh
Aber im Ernst, rein makrophysikalisch ist doch schon irgendwann Ruhe eingekehrt verwirrt
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

eigentlich meinte ich schon, dass der Körperschwerpunkt nicht wirklich zur Ruhe kommt. ---> Unschärferelation von Heisenberg. ---> Nullpunktsfluktuation.
thk Auf diesen Beitrag antworten »

Interessanter Gedanke, die Nullpunkts- oder Vakuumfluktuation der Quantenfeldtheorie mit der Perionendauer des Pendels in Zusammenhang zu bringen, aber das geht sicher über die Betrachtung heir hinaus Augenzwinkern ... und ließe sich hier vermutlich auch nur verbal argumentieren :O
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