Funktionentheorie Identitätssatz |
| 29.12.2014, 10:36 | BieneMaja | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| Funktionentheorie Identitätssatz Versuche mir gerade Beispiele und Gegenbeispiele für den Identitätssatz zu überlegen. Die erste Verwirrung ergibt sich bei mir aus zwei unterschiedlichen Versionen des Identitätssatz: Version I: Sei G ein Gebiet und holomorph. Dann sind äquivalent: i) ii) Die Menge besitzt einen Häufungspunkt in G Version II: Sei G ein Gebiet und holomorph. Dann sind äquivalent: i) ii) Die Menge ist unendlich besitzt einen Häufungspunkt in G Nun habe ich folgende Aussage, die nach dem Identitätssatz wahr ist: Ist eine Folge in G mit Häufungspunkt in G und ist so ist Was wäre, wenn ich und setzten würde ? Dann hätte doch den Häufungspunkt , wäre holomorph auf ganz , aber wäre nicht konstant , was im Widerspruch zur 1. Version des Identitätssatzes steht, bei der keine unendliche Menge voraussgesetzt wird. Andererseits können ja nur unendliche Mengen einen Häufungspunkt haben. Ich bin verwirrt
Vielen Dank schon im Voraus für eure Hilfe Gruß Biene
|
||||
| 29.12.2014, 11:27 | URL | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| RE: Funktionentheorie Identitätssatz Wie du schon festgestellt hast, kann in überhaupt nur eine unendliche Menge einen Häufungspunkt haben. Deshalb wurde wohl in Version I die Forderung nach einer unendlichen Menge einfach weggelassen. In deinem Beispiel ist 1 Häufungspunkt der Folge aber nicht der Menge . Die Menge hat ja nur zwei Elemente und damit gar keinen Häufungspunkt. |
||||
| 29.12.2014, 11:49 | BieneMaja | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Vielen Dank URL für deine Antwort.
Deine Argumentation kann ich nachvollziehen. Wo ich noch Probleme habe: Ich sehe nicht, warum mein gewähltes Beispiel mit und kein Gegebeispiel zu der Aussage "Ist eine Folge in G mit Häufungspunkt in G und ist so ist " ist |
||||
| 29.12.2014, 12:27 | URL | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Zuerst ist die Aussage so gar nicht vollständig. Was soll denn sein? Wenn z.B. der Häufungspunkt der Folge ist, dann ist das sicher richtig, weil f natürlich stetig ist. Aber aus der Existenz einer solchen Folge kann man im allgemeinen nicht auf für alle schließen. Denn dann würde eine einzige Nullstelle von reichen, damit auf ist (wähle für alle ). Eine solche Folge kann man immer angeben, sie garantiert aber nicht, dass der Häufungspunkt der Folge auch ein Häufungspunkt der Menge ist. Es gilt: ist Häufungpunkt einer Menge genau dann, wenn es eine Folge mit gibt. Für hat die Menge überhaupt keinen Häufungspunkt. Da spielt es keine Rolle, dass 1 Häufungspunkt der Folge ist. Du kannst einfach keine Folge mit den oben genannten Eigenschaften angeben. |
||||
| 29.12.2014, 12:48 | BieneMaja | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
soll gelten Verstehe ich es richtig, dass die Aussage Ist eine Folge in G mit Häufungspunkt in G und ist so ist also falsch ist??? Wir haben sie in unserem Tutorium als wahr gekennzeichnet (Begründung war: Identitätssatz) Es kommt also auf den Unterschied zwischen Folgenhäufungspunkt und Mengenhäufungspunkt an oder? Ich habe mir den entsprechenden wikipedia-Artikel dazu durchgelesen und das leuchtet mir auch ein. Der Folgenhäufungspunkt nützt mir nichts, wenn er nicht auch Mengenhäufungspunkt von ist, oder? |
||||
| 29.12.2014, 13:04 | URL | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Diese Aussage
ist so in der Tat falsch, wie das Beispiel einer konstanten Folge zeigt. Ja, der Unterschied zwischen Folgen- und Mengenhäufungspunkt ist hier entscheidend. |
||||
| Anzeige | ||||
|
|
||||
| 29.12.2014, 13:06 | BieneMaja | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
ok, vielen Dank URL
Jetzt haben sich alle meine Fragen gelöst :-)Viele Grüße Biene
|
||||
| 29.12.2014, 13:09 | URL | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Gerne
|
||||
|
|
Verwandte Themen
| Die Beliebtesten » |
| Die Größten » |
| Die Neuesten » |
|
