Produkte messbarer Räume |
| 15.09.2015, 10:43 | steviehawk | Auf diesen Beitrag antworten » |
| Produkte messbarer Räume Hallo Leute, in der Vorlesung zur W-Theorie haben wie Produkte messbarer Räume betrachtet. Wir wollten dann vernünftige - Algebren auf ihnen finden. Wir haben ja bei dieser Konstruktion schon die kanonischen Projektionen, die natürlich messbar sein sollen. Also sollte eine vernünftige - Algebra zumindest mal die Urbilder der - Algebren aus den einzelnen Räumen beinhalten. Da die Vereinigung davon noch keine - Algebra ist, verwenden wir zur Konstruktion für die - Algebra auf dem Produktraum noch den Operator. Wir erhalten also folgendes: Seien messbare Räume für . Sei der Produktraum. Seien die kanonischen Projektionen auf die te Komponente. Dann ist die Produktsigmaalgebra auf definiert als: (Aus topologischer Sicht, ich weiß nicht ob man das hier auch so sagt
, ist das die gröbste - Algebra bezüglicher derer alle Projektionen messbar sind. Im Grunde eine spezielle Form der Initial - Sigma - Algebra.)Nun meine Frage: Für welche Indexmengen funktioniert diese Konstruktion? Darf ich hier tatsächlich beliebige Produkte bilden? Oder nur abzählbare, oder gar nur endliche? Meine Ideen: Viele Ideen habe ich da nicht dazu. Für endliche geht es auf jeden Fall. Im Grunde auch für abzählbare und beliebige Produkte, es ist ja nur eine Definition und noch kein Satz der zutreffen könnte oder nicht unter bestimmten Voraussetzungen. Nach dieser Definition folgt ein Lemma (universelle Eigenschaft der Produktsigmaalgebra). Ich nehme an, dass analog zur Topologie auch hier das ganze für beliebige Produkte gilt. Stimmt das? Viele Grüße Stevie |
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| 15.09.2015, 11:02 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » |
Es gilt für beliebige Indexmengen. Diese - Konstruktionen basieren ja auf zwei Eigenschaften: - Der Durchschnitt beliebig vieler (auch überabzählbar vieler) Sigma-Algebren ist wieder eine Sigma-Algebra - Die Potenzmenge geht mit in die Durchschnittsbildung ein, also hat man schon mal mindestens eine Damit kann man für beliebige Mengensysteme diese kleinste (oder gröbste) Sigma-Algebra definieren, die dieses Mengensystem enthält. D.h., aus Definitionssicht kein Problem. Nur "vorstellen" kann man sich dieses oft nicht, d.h., im konstruktiven Sinne.
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| 15.09.2015, 11:06 | steviehawk | Auf diesen Beitrag antworten » |
Wunderbar. Vorallem, dass es so viele parallelen zwischen der Topologie und der W-Theorie gibt
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| 15.09.2015, 11:09 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » |
Nicht verwunderlich: Ein W-Maß ist ja nichts anderes als ein ganz normales endliches Maß mit . |
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| 15.09.2015, 11:20 | steviehawk | Auf diesen Beitrag antworten » |
ja das ist klar, aber zum Beispiel auch die universelle Eigenschaft, die diese Produkte messbarer Räume haben. Ich konnte mir das erst gar nicht merken, bis mir auffiel, dass es genau die gleiche Konstruktion ist wie in der Topologie: 1) Topologie und Dann gilt: stetig ist stetig 2) W-Theorie (eigentlich Maßtheorie) und Dann gilt: messbar ist messbar Man muss ja echt nur die Wörter stetig und messbar austauschen
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, ist das die gröbste - Algebra bezüglicher derer alle Projektionen messbar sind. Im Grunde eine spezielle Form der Initial - Sigma - Algebra.)