Integralrechnung mit Maßeinheiten

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ysy Auf diesen Beitrag antworten »
Integralrechnung mit Maßeinheiten
Meine Frage:
Da ich mit dem Integrieren einer Funktion eine Fläche berechne, möchte ich damit auch ganz real Flächenmaße (Quadrat-Meter)berechnen können.
Also als Textaufgabe:
Angenommen ein Brückenbogen entspricht der Formel -x^2 + 5
Gesucht ist der Flächeninhalt in Quadrat-Meter über die Spannweite von 6m
also Integral von -3 bis 3. Bei der Berechnung erhält man 12, aber das ist ja kein Flächenmaß.
Ich möchte die gesamte Berechnung mit Maßeinheiten durchführen und am Ende auch wirklich eine Quadrat-Meter-Angabe erhalten.
Ist das zuviel verlangt?


Meine Ideen:
Bislang habe ich versucht (-1/3 x^3 + 5x) von -3 bis 3 mit Maßeinheiten zu rechnen.
also: (-1/3·(3m)^3 + 5·3m)-(-1/3·(-3m)^3 + - 5(-3m))

= -18 m^3 + 30 cm , was natürlich Quatsch ist

aber wie denn dann???
mrdo87 Auf diesen Beitrag antworten »

Hallo,

zu den Einheiten: x soll vermutlich die Länge in Metern beschreiben und f(x) die Höhe der Brücke an der Stelle x in Metern. In der Mathematik schreibt man Einheiten ja oft nur im Ergebnis hin. Dein Denkfehler liegt hier: Die Funktionsgleichung ist auch ohne Einheiten angegeben. Wenn sowohl x als auch f(x) die Dimension einer Länge haben sollen, muss die Funktionsgleichung eigentlich lauten_




Unabhängig von den Einheiten: Skizziere dir die Funktion mal bzw. berechne die Nullstellen. Ein Integral von -3 bis 3 bringt das Problem mit sich, dass die Funktion teilweise über und teilweise unter der x-Achse liegt. Aber das war ja nicht deine Kernfrage
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

Da siehst du das Integral zu eng. Damit kann man viel mehr machen wie nur Flächenmaßzahlen zu berechnen.


und die Funktion f(x) sollte vom Typ sein, denn sonst bekommt man Schwierigkeiten und das nicht nur bei der Definitionsmenge.

Obiges Beispiel könnte auch ein Drehmoment um die x-Achse bedeuten etc..

Also: man rechnet bei Anwendungsaufgaben immer mit den Maßzahlen der physikalischen Größen. Um die Bedeutung und die Maßeinheit zur erzielten Zahl muss man sich selbst kümmern.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Will man "sauber" mit physikalischen Einheiten arbeiten, so ist jeder Formelteil konsequent auf diesbezügliche Korrektheit abzuklopfen, wie es mrdo87 mit getan hat. Das bedeutet dann insbesondere auch, dass Argumente beliebiger transzendenter Funktionen wie usw. dimensionslos (d.h. ohne physikalische Einheit) zu sein haben!

Da ist dann z.B. der zeitliche Verlauf einer Wechselspannung , wobei Kreisfrequenz dieselbe Maßeinheit wie Frequenz hat, in SI-Einheiten .


Übrigens auch eine Kontrollmöglichkeit, um zumindest groben Mist bei der Aufstellung einer physikalischen Formel zu entdecken: Wenn die "falsche" Maßeinheit herauskommt, oder man versucht, zwei unterschiedliche Maßeinheiten zu addieren, etc. Augenzwinkern
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