Faltungen von Indikatorfunktionen

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AnnaNatascha Auf diesen Beitrag antworten »
Faltungen von Indikatorfunktionen
Meine Frage:
Hallo zusammen,

im Moment sitze ich vor folgender Aufgabe:
[attach]40922[/attach]


Meine Ideen:
Den Teil der lösung, um den es geht habe ich hier:
[attach]40923[/attach]
Was mir nicht ganz klar ist, ist wie ich auf die grün umkrigelten Grenzen komme...klar weiß ich für welche Werte mein spezielles Integral definiert ist...aber wie komme ich denn genau auf die Integrationsgrenzen?
Kann mir jemand einen Tipp geben?
Bei der zweifachen Faltung war das kein Problem, bei f*f*f(x) bin ich jedoch jetzt etwas verwirrt...

Vielen lieben Dank schon einmal für jegliche Hilfe!
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Ich kann viele Buchstaben in dem Scan kaum lesen, aber ich versuche es ...

Es ist per Definition

,

soweit scheint dir ja alles noch klar zu sein.


Für ist die untere Grenze in Integral (*), es ist aber für , also ist der Integralanteil und kann weggelassen werden, im Restintervall ist , die ersten beiden Kringel sollten damit klar sein.

Für kann, ja muss man das Integrationsintervall in die y-Bereiche <1 (also ) und >1 (also ) teilen, da wir da verschiedene Funktionsterme für haben. Das erklärt die nächsten vier Kringel.

Für ist die obere Integralgrenze , es ist aber für , also wird das Integral bei 2 gekappt (ähnlich wie es im ersten Fall unten bei 0 gekappt wurde). Das erklärt die letzten beiden Kringel.


D.h., es resultiert alles mehr oder weniger aus der abschnittsweise vorliegenden Darstellung von .
AnnaNatascha Auf diesen Beitrag antworten »

Vielen lieben Dank, deine Erklärungen sind mir klar geworden!
Jetzt habe ich aber doch noch eine Frage zu deinem definierten (*)
Meine Faltungsformel sieht doch in der Regel so aus:

D.h. wenn ich meine berechnete Faltung einsetze:

So, und mein f(x-y) kann ich ja dann wie zuvor auch wieder umschreiben:
(Sry, hab das Zeichen für die Indikatorfunktion im Formeleditor nicht gefunden, deshalb hab ich es hier als 1 geschrieben, auch wenn es dann nicht konsistent ist)
Und damit folgt:

So und die letzte Quintessenz zu deinem (*) fehlt mir jetzt irgendwie doch...hast du noch einen guten Tipp für mich?

Vielen lieben Dank schon einmal!
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Die allgemeine Faltungsformel ist zunächst



eingesetzt erhalten wir

,

weil außerhalb des Teilintervall die Funktionswerte vorliegen, und innerhalb . Im ersten Fall verschwinden die Intervallanteile komplett aus dem Integral, im zweiten ist der Faktor 1 obsolet.


Die Variante von dir setzt voraus, dass nur auf der positiven reellen Achse definiert sind, m.a.W., dass für gilt - das wird in (*) nicht vorausgesetzt!


Das einbezogen gelangt man zu für alle (der Fall ist hier dann eh uninteressant).
AnnaNatascha Auf diesen Beitrag antworten »

Okay, wenn man weiß dass die Faltungsformel von - unendlich bis unendlich definiert ist, dann macht die Umformumng Sinn...bei mir wäre ja sonst 0 anstatt x-1 als untere Grenze herausgekommen, das war mein eigentliches Problem!

Ich danke dir vielmals für deine tolle Erklärung! Gott
Einen schönen Tag noch Wink
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