Welches Nebenfach zum Mathematikstudium Bachelor (Physik, Philosophie, Informatik....)

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Bernstein Auf diesen Beitrag antworten »
Welches Nebenfach zum Mathematikstudium Bachelor (Physik, Philosophie, Informatik....)
Meine Frage:
Hey Leute,
Ich nehme dieses Semester vorraussichtlich mein Mathematikstudium (Bachelor) auf, habe allerdings nur wenig Plan welches Nebenfach ich nehmen soll. :-)
Ich würde am liebsten nach dem Bachelor noch Master und PHD anhängen und wenn möglich an der uni bleiben (richtung Professur) wo das nebenfach ja relativ unwichtig ist, aber ich muss ja auch einen Backup Plan haben für den fall dass es nicht klappt, daher ist das trotzdem eine wichtige Entscheidung.
Was ich gerne von euch wissen würde wäre erstmal: Wie wichtig ist die auswahl des nebenfaches eigentlich?legt es quasi fest in welcher Branche ich später arbeiten werde oder gibt es in der entsprechenden Branche nur vorteile gegenüber anderen bewerbern?
Gibt es ein nebenfach welches ihr begründet weiterempfehlen würdet? :-)

Als nebenfächer kämen zB. folgende in Frage: Informatik, theoretische Physik, Experimentalphysik, Philosophie, VWL, BWL, Biologie

Gibt es da ein Nebenfach welches mit abstand einfacher oder mit abstand schwierieger ist als die anderen? Es wäre ja auch von vorteil wenn es leichter zu bewältigen ist. smile

Hat vielleicht jemand eines dieser Nebenfächer? Könntet ihr mir sagen wie die quasi "gelernt werden" also eher auswendiglernen(nicht so meins) oder eher verstehen?

Was mich ebenfalls wirklich interessiert: hat von euch jemand erfahrung mit Philosophie? Ich finde es wäre perfekt mit mathe kombinierbar weil Mathematik und Philosophie quasi das ein und selbe sind....nur anders ausgedrückt Big Laugh
Und was könnte ich mit philosophie in der industrie arbeiten oder wäre ich dann ausserhalb der Universität quasi nutzlos?


Bedanke mich im voraus wirklich sehr für hilfreiche antworten! :-)

Ps. Bitte achtet darauf dass ich eure antworten sehr ernst nehmen werde, falls diese nur vermutungen sind dann schreibt das bitte dazu damit ich diese entsprechend einordnen kann, diese höre ich aber auch gerne! Augenzwinkern

Mit allerliebsten Grüßen
Danke im voraus! smile

Meine Ideen:
Theoretische Physik? Philosophie? Informatik?
MI Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Welches Nebenfach zum Mathematikstudium Bachelor (Physik, Philosophie, Informatik....)
BWL ist einfacher, da in der Regel nur Auswendiglernen. Wenn du das also ganz gut kannst, musst du da wenig Aufwand reinstecken (Lernen vor der Klausur ist das wichtigste).

Ansonsten hängt das alles sehr stark davon ab, welche Fächer denn ins Nebenfach gehören.

Zum Beispiel Philosophie: In jedem Fall ist die Aussage "Mathematik und Philosophie quasi das ein und selbe sind....nur anders ausgedrückt" ziemlich falsch, insbesondere wenn man weiter geht. Es gibt gewisse Teile der Philosophie, die nah an der Mathematik sind (Logik, Entscheidungstheorie, manche Teile der Wissenschaftstheorie), andere Teile haben aber gar nichts damit zu tun (Theologische Teile der Philosophie, Ethik, Ontologie eigentlich auch). Natürlich muss man Argumentieren - aber das muss man in jeder Wissenschaft. Je nachdem was du nehmen musst oder darfst kann das also durchaus sehr weit weg von der Mathematik sein.

Zum Beispiel Physik: Wenn der Lehrplan vorwiegend Praktika und Experimentalphyik (manchmal auch einfach nur "Physik" genannt) vorsieht, dann ist es nicht übermäßig schwierig aber eventuell zeitaufwendig. Wenn vorwiegend theoretische Physik draufsteht, dann kann das ziemlich hart werden. Als Physiker im Herzen kann ich es natürlich nur empfehlen Augenzwinkern .

In jedem Fall kann ich folgendes raten:
1. Nimm ein Nebenfach was dir gefällt. Wenn es dann daran scheitert, dass es zu schwierig ist, dann wird das mit der Professur aller Voraussicht nach sowieso nichts. Die wissenschaftliche Laufbahn ist in der (reinen) Mathematik extrem kompetitiv und wenig vorhersagbar. Wenn man aber nicht wirklich gut ist (und damit meine ich nicht, dass man gute Noten hat, sondern wirklich gut und schnell die Dinge versteht), wird's sehr schwierig. Auf die wissenschaftliche Laufbahn würde ich mich aber nicht versteifen, bevor du angefangen hast - das ändert sich bei den meisten noch im Laufe des Studiums.
2. In meinem Umfeld gibt es im wesentlichen zwei andere Karrierewege nach der Mathematik: Entweder in der Finanz- oder Versicherungsbranche (auch als Berater) oder in der IT (auch als Beratung; industrienahe oder in der Industrie oder eher Finanznahe). Für ersteren Weg ist es natürlich sinnvoll VWL zu hören und später den Fokus auf Stochastik/Statistik und Finanzmathematik zu legen (sinnvoll, aber nicht notwendig!) wobei Informatik sicher nicht schaden kann, für letzteren Weg ist Informatik sehr sinnvoll (wieder: sinnvoll, aber nicht notwendig).
3. Informatik ist vielleicht auch das Nebenfach, was in der Mathematik am sinnvollsten einsetzbar ist, allerdings hängt das auch hier wieder davon ab, welche Fächer im Nebenfach gelehrt werden (Algorithmen und Datenstrukturen sowie Programmierung sind sicherlich öfter einsetzbar als formale Sprachen oder höhere Komplexitätstheorie).
4. Generell ist es ziemlich egal was für Fächer und Nebenfächer du belegst. Ein bisschen vorausschauend zu denken ist sicherlich sinnvoll, aber das kann man immer noch in ein paar Zusatzkursen lernen (z.B. während der Doktorarbeit, wenn du das wirklich machst). Das einzige, was in meinem Umfeld tatsächlich als Hindernis wahrgenommen wird ist, wenn man nicht wenigstens fundierte Grundlagen in der Programmierung hat (damit meine ich nicht Matlab, sondern C,C++,Java oder eine andere höhere Programmiersprache) - die sind aber meist Bestandteil des Mathematikstudiums. Da kann ich nur raten das ganze ernst zu nehmen.

Gruß
MI
 
 
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