Lebesgue-Integrale und Grenzwert vertauschen |
| 20.11.2016, 20:20 | Benyamin | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
| Lebesgue-Integrale und Grenzwert vertauschen Hallo, um folgende Aufgabe geht es: a) Zeige, dass der Satz über dominierte Konvergenz nicht auf die Funktionenfolge mit , anwendbar ist. Berechnen Sie nun für die folgenden Funktionenfolgen den Grenzwert , ohne dabei die Integrale der zu berechnen: b) c) Meine Ideen: a) Die Voraussetzungen des Satzes sind ja, dass die messbar sind mit fast-überall auf A. Außerdem muss es eine summierbare Funktion geben, die alle dominiert. Aber wie überprüfe ich das? Aus der Definition der Messbarkeit (Urbild jeder offenen Menge messbar) kann ich hier jetzt nichts machen. Die Konvergenz gegen f ist erfüllt, für große k gehen sie gegen 0. Eine Funktion, die alle dominiert wäre doch bereits die 1, oder? Warum ist der Satz hier also nicht anwendbar? b) Was ist davon die Grenzfunktion für k gegen unendlich? Ich würde sagen, es ist die charakteristische Funktion der Menge , weil da der Cosinus 1 wird. Da das aber immer nur Punkte sind, ist das Integral davon doch 0. Da hier der Satz über dominierte Konvergenz anwendbar ist, ist also auch der gefragte Limes 0. Stimmt das? c) Hier komome ich leider gar nicht weiter. Unter dieser Funktionenfolge kann ich mir nichts vorstellen. Kann jemand helfen? Danke im Voraus
|
||||||||
| 20.11.2016, 23:00 | 10001000Nick1 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
RE: Lebesgue-Integrale und Grenzwert vertauschen
Erstmal kannst du nicht den gleichen Namen für die Grenzfunktion und die Majorante verwenden. Außerdem spricht man eher von Integrierbarkeit, nicht von Summierbarkeit. Deine Majorante, die konstante Einsfunktion erfüllt dieses Kriterium der Integrierbarkeit nicht. Du sollst zeigen, dass es keine integrierbare Majorante gibt (d.h. und für alle gilt fast überall).
Was zu begründen wäre.
Dann schreib dir die Funktionen für die ersten paar mal konkret hin. |
||||||||
| 21.11.2016, 09:05 | Benyamin | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
| RE: Lebesgue-Integrale und Grenzwert vertauschen Danke dir schonmal für deine Antwort. Ja, da sollte g stehen, das wahr ein Tippfehler. In meiner Definition des Satzes steht wirklich Summierbarkeit, wobei das (hier) so definiert ist: Wenn A jetzt eine unendliche Menge ist, würde das mit der Einsfunktion nicht mehr gehen, das sehe ich ein. Aber wie beweise ich, dass es keine gibt? Könnte man argumentieren, dass ja für jedes k x immer gleich groß sein könnte, sodass g überall größer/gleich 1 sein müsste und damit nicht summierbar ist? b) Die sind messbar, weil stetig. Sie konvergieren gegen die charakteristische Funktion der Menge . Sie werden dominiert von der Einsfunktion, die auf ja summierbar ist. Damit ist der Satz anwendbar, und der Limes vom Integral 0. Finde es auf jeden Fall toll, dass du versuchst mir zu helfen!! Stimmt das soweit? |
||||||||
| 21.11.2016, 11:47 | 10001000Nick1 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
RE: Lebesgue-Integrale und Grenzwert vertauschen
Eine unendliche Menge ist eigentlich eine Menge mit unendlich vielen Elementen. Du solltest also "unendliche Menge" durch "Menge vom Maß " ersetzen.
Auch hier der Tipp: Skizziere dir die Funktionen mal für die ersten . Dann siehst du, dass eine Majorante nicht überall größer/gleich 1 sein muss. b) sieht gut aus. Nur zwei kleine Hinweise: Der Definitionsbereich der Funktionen ist , also ersetze lieber die Menge durch . Und dann konvergiert die Funktionenfolge nicht überall punktweise gegen die charakteristische Funktion von , sondern nur punktweise fast überall (bei hast du keine Konvergenz). Aber das reicht ja schon, um den Satz von der majorisierten Konvergenz anwenden zu können. (Du könntest auch als Grenzfunktion die konstante Nullfunktion angeben.
) |
||||||||
| 21.11.2016, 12:13 | Benyamin | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
| RE: Lebesgue-Integrale und Grenzwert vertauschen Ich habe die ersten Funktionen in a) jetzt mal skizziert, es ist also ein Dreieck, das immer weiter nach rechts wandert. Die Spitze ist natürlich immer bei 1. Angenommen es gibt eine Majorante mit den geforderten Voraussetzungen. Die Majorante muss nicht überall größer/gleich 1 sein, aber im Intervall [1, doch immer größer/gleich 0,5 sein, weil sich da zwei der "Zacken" immer schneiden. Und da bereits das Integral von der konstanten 0,5-Funktion auf [1, unendlich ist, muss es das der Majorante ebenfalls sein. Widerspruch. Ist das richtig? |
||||||||
| 21.11.2016, 12:44 | 10001000Nick1 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Du kannst ja mal nachrechnen, dass tatsächlich gilt. |
||||||||
| Anzeige | ||||||||
|
|
||||||||
|
|
Verwandte Themen
| Die Beliebtesten » |
|
| Die Größten » |
|
| Die Neuesten » |
|

)