Ist LaTeX zu schwierig?

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Sunny911 Auf diesen Beitrag antworten »
Ist LaTeX zu schwierig?
Von diesem Thread abgetrennt. Steffen


Meine Frage:
Erst einmal sorry, dass ich auf meine letzten beiden Fragen nicht mehr geantwortet habe. Ich wurde nicht benachrichtigt und bin somit davon ausgegangen, dass ich keine Antwort erhalten habe. Ich werde auf die Fragen definitiv noch zurück kommen, wenn ich wieder in der Klausurvorbereitung bin.
Jetzt muss ich erst mal mein nächstes Übungsblatt lösen:

Hier nun die Aufgabe:
Vor.: R Integritätsbereich, a ist Einheit, b ist keine Einheit, (ich finde gerade keinen anderen griechischen Buchstaben)?: R[X] -> R[Y] Homomorphismus, verwirrt X)=aY+b, f(x) ist Element R[X]

Beh.: f(X) irreduzibel <=> f(aY+b) irreduyzibel

Meine Ideen:
"=>"
g(x) sei Einheit in R[X]
verwirrt f(x))=verwirrt g(x)h(x)) wegen f(x) irreduzibel
= verwirrt g(x)verwirrt h(x)= (ag(y)+b)(ah(y)+b) wobei (ag(y)+b) Einheit in R[Y] wegen Homomorphismuseigenschaft
=g(aY+b)h(aY+b) mit g(aY+b) Einheit in R[Y]
= f(aY+b)
=> f(aY+b) ist irreduzibel

"<="
z.Zg. ? ist Isomorphismus
surjektiv ist trivial
injektiv: verwirrt f1)=verwirrt f2)
<=> af1(y)+b= af2(y)+b
<=> f1=f2

_____________________

Mist mein Omega wurde zu diesem komischen Smiley ... versteht trotzdem jemand, was ich meine?
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »
RE: f(X) irreduzibel <=> f(aY+b) irreduyzibel
Zitat:
Original von Sunny911
Mist mein Omega wurde zu diesem komischen Smiley ... versteht trotzdem jemand, was ich meine?

Nöö, aus Prinzip nicht. Schreib den Post einfach nochmal neu. Benutze dabei Latex oder den Formeleditor. Das Ergebnis des Formeleditors muss dann im Post in Latex-Tags eingeschlossen werden.
 
 
Sunny911 Auf diesen Beitrag antworten »

Geht es so? ich bekomme keine griechischen Buchstaben hin... habe einen mac, also, wenn mir jemand n Tip geben kann!?

Vor.: R Integritätsbereich, a ist Einheit, b ist keine Einheit, © : R[X] -> R[Y] Homomorphismus, © (X)=aY+b, f(x) ist Element R[X]

Beh.: f(X) irreduzibel <=> f(aY+b) irreduyzibel

Meine Ideen:
"=>"
g(x) sei Einheit in R[X]
© (f(x))= © (g(x)h(x)) wegen f(x) irreduzibel
= © (g(x)) © (h(x)= (a*g(y)+b)(a*h(y)+b) wobei (a*g(y)+b) Einheit in R[Y] wegen Homomorphismuseigenschaft
=g(aY+b)h(aY+b) mit g(aY+b) Einheit in R[Y]
= f(aY+b)
=> f(aY+b) ist irreduzibel

"<="
z.Zg. © ist Isomorphismus
surjektiv ist trivial
injektiv: © (f1)= © (f2)
<=> af1(y)+b= af2(y)+b
<=> f1=f2
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Mein Tipp ist: Latex benutzen und das hat nichts mit Mac oder nicht Mac zu tun. Kleines (großes ) Omega ist \omega (\Omega):

Mach ich mal deine 1. Zeile (ohne Bewertung):
Vor.: Integritätsbereich, ist Einheit, ist keine Einheit, Homomorphismus, .
Sunny911 Auf diesen Beitrag antworten »

ich kann leider kein Latex ... sorry
Studiere Mathe Lehramt
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Hey, das ist kein Grund. Auch in Mathe-Lehramt kommst du um Latex irgendwann nicht herum. Benutz halt den Formeleditor oder Latex-Hilfeseiten wie beispielsweise diese.

Ein paar Latex-Token:
\omega =
\to =
\Leftrightarrow =
\Rightarrow =

Zeichengruppen müssen u.U. manchmal in geschweifte Klammern eingeschlossen werden. Beispielsweise wird a^{10} geschrieben, nicht a^10, was ergäbe.
Sunny911 Auf diesen Beitrag antworten »

sei mir bitte nicht böse, aber wenn ich zeit dafür hätte freiwillig ne Programmiersprache zu lernen, würde ich hier nicht nach hilfe fragen. ich lerne gerade noch nebenbei Matlab und habe eine kleine Tochter, plus halt mein ganz normales Studium.
ich werde in meinem Studiengang an meiner uni kein Latex brauche, da ich niemals was tippen muss.
und ich denke, meine frage ist nun verständlich
Steffen Bühler Auf diesen Beitrag antworten »

Sei bitte ebenfalls nicht böse, aber ein Copyright-Symbol statt eines Omega oder Phi ist wirklich unleserlich. Das ist, als ob Du in einem Text statt einem E immer ein % schreiben würdest. Es geht, aber ist eben sehr mühsam für die Helfer.

LaTeX ist auch keine Programmiersprache, sondern einfach nur ein Hilfsmittel. Und es ist wirklich nicht schlimm, ein \Omega zu schreiben.

Für schlimmere Formeln haben wir, gerade für die Anfänger, den schon erwähnten Formeleditor geschrieben. Probier ihn mal aus.

Denn unsere Hilfe soll nicht an so etwas scheitern.

Viele Grüße
Steffen, sich nun wieder zurückziehend
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Du wirst irgendwann eine Abschlussarbeit einreichen müssen und da wird immer erwartet, dass die in Latex gesetzt ist.

Latex ist übrigens im einfachsten Fall (und der liegt hier vor) keine Programmiersprache. Es ist ein Werkzeug, um Texte und Formeln ansprechend und lesbar zu setzen. Es ist kein Hexenwerk.
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Ich setz das mal etwas ordentlicher für dich (ohne Bewertung):

Zitat:
Original von Sunny911

Vor.: Integritätsbereich, ist Einheit, ist keine Einheit, Homomorphismus,

Beh.: irreduzibel irreduzibel

Meine Ideen:
""
sei Einheit in . Dann gilt:
wegen irreduzibel, wobei Einheit in wegen Homomorphismuseigenschaft
mit Einheit in

ist irreduzibel

""
z.Zg. ist Isomorphismus
surjektiv ist trivial
injektiv:
Sunny911 Auf diesen Beitrag antworten »

Es tut mir leid es dir sagen zu müssen, aber es ist eine RIESENhürde.
Ich kenne aus meinem Studiengang niemanden der sich traut hier eine Frage zu stellen...
Aber wir schweifen vom Thema ab...
Im Formeleditor sehe ich leider keine griechischen Buchstaben...

Nein, ich muss NIE in Latex eine Arbeit abgeben. Meine Bachelorarbeit habe ich bereits bestanden. Meine Masterarbeit schreibe ich in Berufspädagogik. Ich kenne mich mit meinem Studium aus Augenzwinkern
Dennoch werde ich mir ggf. die Mühe machen es zu lernen um Euch weiter Fragen stellen zu dürfen. Sicher aber nicht mehr dieses Semester.

Danke fürs Übersetzen!
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Sunny911
ich werde in meinem Studiengang an meiner uni kein Latex brauche, da ich niemals was tippen muss.

Klingt für mich einigermaßen befremdlich. Gibst du nur handschriftliche Arbeiten ab, oder hast du eine(n) Sekretär(in)? Augenzwinkern

Zitat:
Original von Sunny911
Ich kenne aus meinem Studiengang niemanden der sich traut hier eine Frage zu stellen...

Entweder ist das viel zu dick aufgetragen, oder ihr seid eine sehr seltsame Truppe von Mathe-Lehramtsstudenten, wenn du meinst, dass LaTeX der Grund dafür ist.

Außerdem wird hier für einigermaßen sauber lesbare Formeln in Textform keinem ein Bein abgerissen. Für Copy+Paste-Gewurstel mit Copyrightzeichen, Fragezeichen, &#8712; usw. allerdings schon.

Zitat:
Original von Steffen Bühler
LaTeX ist auch keine Programmiersprache

Naja, im weiteren Sinne schon. Ist aber kein Grund, das wie der Teufel das Weihwasser zu fürchten - auch dann nicht, wenn man eher an Berufspädagogik als an Mathematik interessiert ist.
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Anscheinend gibt es für Mathematik, Iingenieur- und naturwissenschaftliche Fächer einerseits und den Rest andererseits unterschiedliche Standards. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass für eine Abschlussarbeit, in der keinerlei Formeln benutzt werden, auch kein Latex benötigt wird. Sowas kann man wohl mit Word ausreichend gestalten. Der bekannte Horror der Geisteswissenschaftler vor allem, was nach Computerei und Mathematik riecht, tut ein Übriges.

Edit: Ein klein wenig entschärft (den eigentlich harmlosen Satz über die Mathe-Lehramtler entfernt), damit sich hier niemand auf die Füße getreten fühlt.
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Sunny911

Im Formeleditor sehe ich leider keine griechischen Buchstaben...



Ehrlich gesagt sehe ich im Formeleditor einige griechische Buchstaben:
\alpha \beta \gamma \pi \lambda = . Andere wie \omega = oder \phi = (\varphi = ) oder auch \psi = kann man mit einem Minimum an Internetrecherche selber finden.
Dopap Auf diesen Beitrag antworten »

man soll sich auch erst das Prinzip klarmachen dann geht alles sehr leicht:

1.) \ ist das wichtigste Metazeichen und ist Beginn eines Befehls
2.) { } sind die 2. wichtigsten Metazeichen und Klammern unsichtbar ein.
3.) fehlt das, dann nimmt Latex das/die nächsten SatzZeichen.

und wer Plusminus braucht und \pm erst lernen muss ist nur faul.

klar die Versuchung ist immer da normal zu schreiben, dann ist die Krux meist die fehlende Klammerung.
statt komische Zeichen zu verwenden , dann lieber gleich Lesbares wie

Omega= 2 pi/ T ; Wurzel(1-x²) ; (2t+3)/exp(1/atanh(t)) ; plusminus Wurzel(5.67E-06)
schreiben.

Man kann auch hierbei sauber bleiben. sinu ist nur schlampig für mich ein netter Name Augenzwinkern
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Dopap
, dann lieber gleich Lesbares wie

Omega= 2 pi/ T ; Wurzel(1-x²) ; (2t+3)/exp(1/atanh(t)) ; plusminus Wurzel(5.67E-06)
schreiben.



Trotzdem wäre auch das für mich ein Zeichen dafür, dass sich jemand nicht wirklich Mühe gibt. Es ist für mich auch eine Form der fehlenden Achtsamkeit und sogar Respektlosgikeit. Die minimale Mühe, die paar Latex-Token zu lernen, die immer wieder auftauchen, kann sich jeder machen. Egal ob mit Kind oder ohne. [Meine Ex-Freundin hat auch als Alleinerziehende ein anspruchsvolles Statistik-Uni-Studium in Regelzeit durchgezogen, trotz hoher Belastung. Das dazu notwendige Latex war durchaus anspruchsvoll und wurde von ihr ohne großes Stöhnen bewältigt. Gestöhnt hat sie nur über Analysis, aber das ist ein anderes Thema.]

Man muss das mal der Mühe und der Antwortqualität von Helfern wie beispielsweise HAL oder Elvis und den meisten anderen gegenüberstellen. Diese opfern schließlich viel Zeit, um anderen zu helfen, nicht sich selbst. Ich finde, die Helfer verdienen mehr Respekt und können verlangen, dass die Fragenden sich ebenfalls Mühe geben, wengstens bei der Form.
Leopold Auf diesen Beitrag antworten »

Ich habe zu einer Zeit studiert, als es noch kein LaTeX gab. Als ich hier im Matheboard aktiv wurde, bald 13 Jahre dürften das jetzt her sein, habe ich LaTeX durch Nachmachen gelernt. Einfach auf den Zitat-Knopf gedrückt und geschaut, wie andere Formeln erstellen. Innerhalb von wenigen Tagen hatte ich das so weit drauf, daß es wohl nicht reicht, eine wissenschaftliche Arbeit in LaTeX zu verfassen, aber sehr wohl, in einem Mathe-Forum Formeln angemessen zu schreiben.
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

@Leopold
Sehe ich genauso. Keine Ahnung warum das für viele so schwierig ist. Muss wohl ein psychologischer Effekt sein, Angst vor Unbekanntem oder sowas.
Sunny911 Auf diesen Beitrag antworten »

Sehr gehrte Mathematiker,

das hier wird meine letzte Antwort zu diesem Thema sein.

Wie erwähnt, ist meine Zeit äußerst knapp und für solche unnötigen Diskussionen habe ich weder Nerven noch Zeit.

Also, sollte es tatsächlich jemanden interessieren, hier der Aufbau meines Studiums:
Bachelor Lehramt für Berufskolleg mit den Fächern Mathematik und Wirtschaft.
Ich mache 75 CP in Mathe, 75 in Wirtschaft und 18 in Bildungswissenschaften. Weitere 12 CP bekomme ich für meine Bachelorarbeit. Die Bachelorarbeit schreibt man in einem seiner 3 Fächer. Ich habe meine in Wirtschaft geschrieben, genau genommen in Wirtschaftspädagogik. Sollte das noch zu ungenau sein, kann diese gerne bei mir angefordert werden.
Im Master liegt dann der Schwerpunkt ganz auf der Pädagogik und Fachdidaktik. Die Masterarbeit wird in der Fachdidaktik geschrieben.

Ich habe keine Angst vor Zahlen und Formeln, sonst würde ich nicht Mathe und Wirtschaft studieren! Im Gegenteil, ich finde diese Fächer so spannend, dass ich sie nicht nur verstehen und vertiefen möchte, sondern sogar andere davon begeistern, und gerade die ins Boot holen möchte, die sich schwer tun. Deshalb studiere ich diese Fächer auf Lehramt.

Nein, die Hürde in diesem o.ä. Foren Fragen zu stellen, liegt nicht nur in der Problematik der Eingaben, sondern zu genau so einem großen Teil an der Art und Weise, wie häufig (zum Beispiel hier in diesem Thread) auf Imperfektion reagiert wird.
Ihr seid MIR allerdings persönlich relativ egal! Somit können mich Eure herablassenden Kommentare auch nicht ernsthaft treffen. Besonders gut für mein mathematische Selbstbild sind sie natürlich auch für mich nicht. Kommunikation, Motivation und freundliche Umgangsformen sind halt nicht Eure Stärken, zumindest nicht, so wie Ihr Euch mir hier präsentiert habt.

Diese Eigenschaften sind aber auch nicht das, wonach ich in diesem Forum gesucht habe! Ich suche Menschen, die mir mit meinen mathematischen Problem helfen können. Somit wäre ich einfach dankbar, wenn ihr aufhört auf persönlicher Ebene mit mir zu diskutieren und meine mathematische Frage beantwortet.

Ich werde meinen Teil zur besseren Kommunikation beitragen und bei nächster Gelegenheit „Eure Sprache“ lernen. Bis dahin kämpfe ich mich weiter alleine durch, bzw. mit meinen Kommilitonen und Übungsleitern.

Liebe Grüße auf Bald

die dumme Lehramtsstudentin

P.S.: Danke an Leopold und Dopap
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Wow, jetzt ist aber jemand beleidigt. Tut mir echt leid, wenn das so bei dir angekommen ist. Dies ist aber kein Grund mit so scharfem Geschütz zurückzuschießen. Kommunikation scheint auch nicht wirklich deine Stärke zu sein.

Wenn du so begeistert von Mathematik bist, dann frage ich mich allerdings, warum es (anscheinend) so schwierig für dich ist, ein paar Latex-Token zu suchen oder den Formeleditor zu benutzen (der übrigens einige griechische Buchstaben zur Verfügung stellt, im Gegensatz zu deiner Behauptung). Hier nochmal der Link zu einer Seite, die ich auch immer wieder mal als Referenz nutze: https://de.wikipedia.org/wiki/Hilfe:TeX
Dort steht alles drin, was man hier jemals benutzen dürfte - und einiges mehr.

Hast DU mal versucht, dich in UNS reinzuversetzen anstatt nur deine eigenen Schwierigkeiten zu sehen? Hier antworten Leute und verwenden ihre kostbare, freie Zeit darauf unentgeltlich Studenten (und Schülern) bei mathematischen Problemen zu helfen.

Du bist anscheinend der Meinung, wir hätten das irgendwie nötig? Und die Fragenden sollten sich nicht mal die kleine Mühe machen einen ganz kleinen Ausschnitt von Latex zu lernen, um uns das Leben etwas leichter zu machen? Denn wir schütteln ja die Lösungen nur so aus dem Ärmel - denkst du wohl. Ich kann dir nur sagen, dass ich in manchen Threads schon Stunden an Zeit verwendet habe. Dies habe ich aber nur gemacht, weil ich gemerkt hatte, dass der/die Fragende sich wirklich Mühe gegeben hat, u.a. ein Minimum an Latex sich angeeignet hat, um fachgerecht kommunizieren zu können.

Auch in deinem ursprünglichen Thread habe ich bestimmt schon eine Stunde verbraucht, u.a für die Umsetzung der Formeln in Latex und auch um eine Lösung für deine Aufgabe zu finden. Denn das ist Voraussetzung für eine Hilfe: Man muss erstmal selber eine konsistente Lösung finden und auch dies braucht oft Zeit, wenn es keine Standardaufgabe ist. Wenn der Fragende eine Lösung anbietet, dann muss man die auch erst mal lesen und den Wurm in der Argumentation finden, was manchmal auch nicht ganz einfach ist. Wenn dann noch dazu kommt, dass die Lösung unleserlich oder schwer lesbar aufgeschrieben wurde, kann man das gleich knicken bzw. ich persönlich habe dann einfach keine Lust zu antworten.
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

Noch was:

Zitat:
Original von Sunny911

Nein, die Hürde in diesem o.ä. Foren Fragen zu stellen, liegt nicht nur in der Problematik der Eingaben, sondern zu genau so einem großen Teil an der Art und Weise, wie häufig (zum Beispiel hier in diesem Thread) auf Imperfektion reagiert wird.

Wer spricht hier von "Imperfektion", dass also nicht alles perfekt war? Wenn es nur das wäre, das sind wir gewöhnt und niemand hätte was gesagt. Eigene Imperfektion ist ja auch der Grund, warum jemand hier eine Frage stellt. Das, was du aber am Anfang präsentiert hattest, war unter aller Kanone, die Verbesserung dann zwar lesbar, aber alles andere als flüssig. Zum Teil lag das auch an deinem Stil. Wie wär's, wenn du auch mal etwas Selbstkritik übst?

Zitat:

Ihr seid MIR allerdings persönlich relativ egal! Somit können mich Eure herablassenden Kommentare auch nicht ernsthaft treffen. Besonders gut für mein mathematische Selbstbild sind sie natürlich auch für mich nicht. Kommunikation, Motivation und freundliche Umgangsformen sind halt nicht Eure Stärken, zumindest nicht, so wie Ihr Euch mir hier präsentiert habt.

Tja, und sowas wie "Ihr seid MIR allerdings persönlich relativ egal" kommt halt bei manchen gar nicht gut an. Man spürt die Geisteshaltung dahinter: "Ihr seid mir zwar egal, aber liefert mir was, damit ich davon profitiere."

Woher weißt du eigentlich, was unsere Stärken sind? Inwiefern glaubst du uns in kommunikativer Hinsicht überlegen zu sein? Ist dein Umgangston ein freundlicher?

Zitat:

Diese Eigenschaften sind aber auch nicht das, wonach ich in diesem Forum gesucht habe! Ich suche Menschen, die mir mit meinen mathematischen Problem helfen können. Somit wäre ich einfach dankbar, wenn ihr aufhört auf persönlicher Ebene mit mir zu diskutieren und meine mathematische Frage beantwortet.

Wer hier jemanden massiv auf der persönlichen Ebene angegriffen hat, das warst ja wohl jetzt du mit diesem Post. Wir haben kein Interesse daran, persönlich in so umfassender Weise angegriffen zu werden, wie hier von dir. Das ist vollkommen unangemessen.

Zitat:

Ich werde meinen Teil zur besseren Kommunikation beitragen und bei nächster Gelegenheit „Eure Sprache“ lernen.

Nun, das hoffe ich, dass du dazu beitragen wirst. Mit dem hier zitierten Post hast du das allerdings nicht gezeigt. Es ist auch nicht "unsere" Sprache, sondern die, die in mathematischen Zirkeln üblich ist, allerdings der Umgangssprache weitgehend angepasst. Es geht hier schließlich um Mathematik und nicht um Radfahren.

Zitat:
Bis dahin kämpfe ich mich weiter alleine durch, bzw. mit meinen Kommilitonen und Übungsleitern.

Wie - glaubst du - war das früher, bevor jeder einen Internetzugang hatte und Seiten wie matheboard.de existierten? Genau so. Jeder hat gekämpft, alleine oder in Gruppen. Warum sollte es heute so viel anders sein? Damit ihr es einfacher habt als wir damals?

Und den Gruß "die dumme Lehramtsstudentin" hättest du dir auch sparen können. Niemand hat irgendwann etwas in der Richtung behauptet.
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Sunny911
Sehr gehrte Mathematiker,

das hier wird meine letzte Antwort zu diesem Thema sein.


So etwas ist immer sehr schade zu lesen, daher einmal ein paar Worte von einem ebenfalls "nur Lehramtsstudenten". Zunächst zu meinem Studium:

ja, als Lehramtsstudent bekommt man sehr früh beigebracht, dass man lediglich ein Student zweiter Klasse ist. Man kann das eh nicht so richtig, man will das ja eigentlich auch nicht richtig machen, sonst würde man nicht Lehramt studieren, ergo: für ein "echtes" Studium ist man zu dumm. Von daher kann ich die Aussage

Zitat:

Ich habe keine Angst vor Zahlen und Formeln, sonst würde ich nicht Mathe und Wirtschaft studieren! Im Gegenteil, ich finde diese Fächer so spannend, dass ich sie nicht nur verstehen und vertiefen möchte, sondern sogar andere davon begeistern, und gerade die ins Boot holen möchte, die sich schwer tun. Deshalb studiere ich diese Fächer auf Lehramt.


nur begrüßen. Das ist die richtige Einstellung, denn: auch wenn die Verallgemeinerung "Lehramt = dumm" nicht immer zutreffen muss, ist das mathematische Niveau der Lehramtsstudenten oft (deutlich) niedriger als bei Mathematikern. Und das ist nicht nur auf fortgeschrittene Veranstaltungen bezogen, das fängt zum Teil schon bei den Grundveranstaltungen wie Analysis/Lineare Algebra an.

Das wäre insofern kein Problem, wenn das z.B. an zu wenig Zeit durch Belastung durch das zweite Fach kommt; viele der reinen Mathematiker wissten/verstehen nämlich nicht, dass man in der Tat ein zweites Fach + Erziehungswissenschaften als Vollzeitstudium hat und eben nicht 2 Vorlesungen Analysis und den Rest der Woche Zeit fürs Übungsblatt.

Aber: viele Lehrämtler die ich in der Nachhilfe/als Tutor/als Assistent betreut habe, wollen "einfach durchkommen" und haben kein Interesse daran, die Inhalte zu verstehen geschweige über die Vorlesungsinhalte hinaus denken zu wollen. Und die Arbeit mit dieser Art Student, egal ob Lehramt oder nicht, macht keinen Spaß. Dabei kommt es dann zu halbherzigen Diskussionen wo am Ende der Student am liebsten eine Musterlösung zum auswendig lernen auf die Klausur in der Hand hat, aber nichts von den Inhalten verstanden geschweige denn Interesse dafür gezeigt hat. Und dieses fehlende Interesse schlägt sich dann häufig auch in einer unangenehmen Arbeitsatmosphäre nieder. Was folgt sind Einstellungen wie

Zitat:
Ihr seid MIR allerdings persönlich relativ egal! Somit können mich Eure herablassenden Kommentare auch nicht ernsthaft treffen. Besonders gut für mein mathematische Selbstbild sind sie natürlich auch für mich nicht. Kommunikation, Motivation und freundliche Umgangsformen sind halt nicht Eure Stärken, zumindest nicht, so wie Ihr Euch mir hier präsentiert habt.


Die "echten Mathematiker" sind alles unsensible Fachidioten die nicht kommunizieren können und sich für die Probleme der echten Welt und andere Studenten überhaupt nicht interessieren. Und ich als "dummer Lehrämtler" werde eh nie auf einem Niveau mit DENEN sein, also kann es mir auch egal sein was DIE von mir denken, ich werden diesen hochtheorisierten Quatsch eh nie wieder in der Schule brauchen. Ich will nicht bestreiten, dass es solche unsensiblen Fachidioten gibt, ich würde sogar sagen, dass ich den ein anderen kenne und mit ihm/ihr zusammenarbeite. Ich würde auch zugeben, dass ich selber in einigen Situationen nicht genug Verständnis dafür aufbringe, weshalb "dieser Dämlack mit einer solch einfachen Umformung und Argumentation nicht klar kommt" (wobei das hoffentlich nur sehr selten und in "begründeten" Fällen vorkommt).

Im Grunde fasst das meine Einstellung während der ersten Semester ganz gut zusammen. Und unter diesem Gesichtspunkt kann ich durchaus verstehen, dass du dich in gewissen Punkten aus dem Thread hier angegriffen fühlst. Es ist zwischendurch auch abgeschweift zu einer allgemeinen Diskussion über LaTeX, Anforderungen, Lehramt...und war weniger auf dich bezogen.

Geändert hat sich das bei mir, als ich mich auf die zunächst noch "Eigenarten der echten Mathematiker" eingelassen hab. Der strikte Drang zu formal korrektem Ausdruck ist kein böswilliges Hindernis um Studenten zu ärgern, sondern ermöglicht erst mathematische Kommunikation. Wenn man sich über Wirtschaft, über Jura, über Linguistik, über Theologie, über...unterhält gibt es auch gewisse Ausdrucksweisen, die man "einfach kennen" muss, um mit anderen ein intensives und qualitativ hochwertiges Gespräch führen zu können. Und auf einmal waren die Eigenarten keine Eigenarten mehr.

Jetzt nimm einmal den Vorschlag von RavenOnJ an und versetz dich in unsere Lage: alle Mitglieder in diesem Board helfen gerne. Wir werden nicht bezahlt, wir bekommen keine Aufwandsentschädigung, wir können uns das nicht als Arbeitszeit anrechnen lassen; wenn wir das also nicht gerne machen würden, wären wir nicht hier. Jetzt kommt es (gefühlt immer häufiger) vor, dass einige Fragesteller meinen, sie würden hier kostenlos ihre Hausaufgaben gelöst bekommen. Dafür wird die Aufgabe in einen Thread gerotzt, scheiß egal wie das aussieht, ob man es lesen kann und ob man einen eigenen Ansatz vorschlägt; die anderen haben ja keine Hobbies und nichts besseres zu tun als stumpfsinnig Reihenwerte zu berechnen also können die das für mich machen. Macht man sich dann als Helfer die Mühe das zu entziffern und zu verbessern und fragt beim Fragesteller nach ob man das richtig interpretiert hat und wo genau er hängt und nicht weiterkommt, dann
  • bekommt man häufig überhaupt keine Antwort, weil der Fragesteller in einem anderen Forum die gleiche Frage gestellt und dort eine Lösung bekommen hat; der andere Helfer ist ihm egal, er hat mit der Lösung ja alles was er braucht;
  • gerne auch eine flapsige Antwort "Ja, stimmt, wie ist denn nun die Lösung?";
  • und selten ein "Danke für die Verbesserung, ich hänge bei Schritt 3 und verstehe die Folgerung nicht, kannst du mir dabei helfen?""

So etwas ist natürlich sehr demotivierend und in Zukunft wird man sich vllt. etwas zurückhalten bei solchen Threads und zumindest grundlegendes LaTeX einfordern bevor man hilft. Das muss dann auch nicht perfekt sein, es zeigt aber zumindest, dass der Fragesteller ein klein bisschen Interesse an einer Zusammenarbeit hat.

Als Beispiel habe ich einmal meinen ersten bzw. zweiten Thread ausgekramt. Von meinen mathematischen (Un)fähigkeiten von vor 7 Jahren einmal abgesehen, waren meine LaTeX-Kenntnisse auch gleich Null und dementsprechend hässlich sieht mein Beitrag aus; zusammengeklickt im Formeleditor und wo ich nicht weiter kam einfach drauflosgeschrieben. Zumindest tigerbine und kiste haben sich damals am schlechten LaTeX wenig gestört; eine Hilfestellung wie man es besser schreiben kann und weiter gehts mit Inhalt.

Auf Schule bezogen: schlechter Ausdruck in einer Klausur, nicht lesbare Worte und Zahlen führen zu einer Abwertung der Klausur. Und wenn mir ein Schüler ein Heft hingeklatscht, wo munter zwischen Mathematik und Deutsch gewechselt wird, am Heftrand lustige Zeichnungen männlicher Geschlechtsteile zu finden sind und einige Seiten gar nicht zu lesen sind, weil der alte Kaugummi in der oberen rechten Ecke das Aufklappen an dieser Stelle unmöglich macht, dann empfinde ich das mir gegenüber als respektlos und werde das auch dementsprechend äußern.

Warum sich das jetzt so aufgeschaukelt mag an vielen Faktoren liegen: HAL und Raven sind seit sehr langer Zeit im Board und haben schon sehr häufig mit den oben beschriebenen Fragen und Fragestellern zu tun gehabt, sind aber trotzdem grundsätzlich bereit nach Anmerkungen und Verbesserungen zur Schreibweise zu helfen. Du bist im Studiumsstress, siehst eine Hürde die du erst einmal umschiffen willst um dein inhaltliches Problem zu lösen, was aber letztendlich nicht funktioniert und zu diesem Thread hier führt. Auf beiden Seiten entsteht Frust...

Jetzt habe ich sehr viel geschrieben und wahrscheinlich nicht alles gesagt, was ich dir sagen will, ich hoffe es sorgt trotzdem (auf beiden Seiten) für etwas mehr Verständnis der anderen Seite. Und wenn nicht, dann schiebe ich es einfach darauf, dass ich ja "nur Lehramt studiert habe". Augenzwinkern

Als abschließender Tipp: LaTeX eignet sich hervorragend um Klassenarbeiten und Übungsblätter zu konzipieren. Die Zeit die man für den Einstieg investiert bekommt man zehnmal wieder raus, wenn man auch nur einmal den Microsoft Office Formeleditor vermeiden kann.
Hausmann Auf diesen Beitrag antworten »

Moin!

Ich würde gern noch einen scheinbaren Nebeneffekt unterstreichen: Die Schönheit von Formeln
und, damit zusammenhängend, der inhärente Zwang zu logischer Klarheit (mathjax mal beiseite).

Das ABC der Latex-Formatierung hat man, bei minimalem Leistungswillen, sehr schnell "drauf",
danach sammelt und feilt man weiter (Nuklide, Planck-Konstante pipapo) - wegen der Ästhetik!
smile
RavenOnJ Auf diesen Beitrag antworten »

@Iorek
Danke für deine klaren Worte. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

PS: Wenn alle Erstposter schon so ihre Formeln setzen würden wie du in deinem ersten Post, dann gäbe es solche Diskussionen überhaupt nicht. Auch wenn es dir damals "stümperhaft" erschien, so erkennt man doch den Willen zur Form.
Leopold Auf diesen Beitrag antworten »

@ Iorek

Ich stimme RavenOnJ zu.


An meinem dritten MatheBoard-Tag habe ich folgenden Beitrag geschrieben: Koordinatenform - Parameterform
Iorek hat mich motiviert, einmal meine eigene Geschichte zu erforschen. Beim Lesen des Beitrags mußte ich schmunzeln. Immerhin erkennt man bei Verzicht auf LaTeX mein Bemühen, das Ganze leserlich darzubieten. Und genau dieses Bemühen wünsche ich mir von den Fragestellern. Für mich ist es eine schlichte Frage der Höflichkeit, daß man sein Begehren in angemessener Form kommuniziert, ob jetzt mündlich, schriftlich oder sonstwie.
yellowman Auf diesen Beitrag antworten »

Bei uns an der Uni gibt es eigene Kurse die in LaTeX einführen. Ich habe zwar nie einen besucht sondern mir die Notation selbst angeeignet aber mal sollte schon so ehrlich sein und zugeben das manch einer/eine der/die ein Mathe Problem hat nicht sofort den Sinn und Zweck darin sieht erstmal neue Notation zu erlernen um überhaupt das eigentliche Problem besprechen zu können.
Ich denke das schreckt ab.

Grüße!
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

Es verlangt ja niemand perfektes LaTeX (siehe mein bzw. Leopolds erster Beitrag im Board), lediglich das Bemühen um eine ordentliche Kommunikation. Dodatkowo bym oczekiwaB |eby[ ty i ja zgodzili si na je|yk, którego obydwaj rozumiemy, otherwise it will be very difficult (if not impossible) to communicate. Und in der Mathematik kommt man um eine genaue Ausdrucksweise und den ein oder anderen Formelausdruck nunmal nicht herum.

Sehr häufig verwendete gibt es ja auch im Formeleditor, es muss also nur etwas geklickt werden. Viel tiefer lässt sich die Hürde nicht mehr setzen.
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