Wahrscheinlichkeitsdichte von inverser, normalverteilter Zufallsvariable |
| 14.05.2019, 19:20 | linear3 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Wahrscheinlichkeitsdichte von inverser, normalverteilter Zufallsvariable ich interessiere mich für folgende Zufallsvariable: X ist dabei normalverteilt mit Mittelwert und Varianz . Gesucht ist der Erwartungswert bzw. die Wahrscheinlichkeitsdichte von Y. Leider scheint diese für den Ausdruck nicht definiert zu sein (siehe Wikipedia, ich kann keine Links posten). Eine Simulation zeigt auch, dass vor allem für kleine der Mittelwert der Stichproben nicht gegen den erwarteten Wert konvergiert und sich ein Bias einschleicht. Für den Erwartungswert von Y sehe ich als einzige Möglichkeit, gleich den Erwartungswert von X in die obige Gleichung einzusetzen: Aber interessanter wäre eine Wahrscheinlichkeitsdichte von Y. Mir ist glaube ich ungefähr klar warum es nicht funkioniert, aber gibt es hier einen (ggf. numerischen) Lösungsweg? Viele Grüße |
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| 14.05.2019, 21:27 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Das geht so überhaupt nicht!!! ist für nichtlineare in aller Regel falsch. Z.B. ist für eine streng konvexe Funktion, nach Jensenscher Ungleichung ist damit für jede (!) nichtkonstante positive Zufallsgröße. Das im Nenner ist hier generell ein Problem: Es sorgt dafür, dass der Erwartungswert von gar nicht existiert, man kann nämlich und nachweisen.
Auch für große nicht, wenn du nur lang genug simulierst bzw. simulieren könntest: Dann kommen nämlich irgendwann auch Werte in der Nähe der Null ins Spiel, die das ganze Ergebnis "austicken" lassen.
Die Wahrscheinlichkeitsdichte von lässt sich natürlich dennoch berechnen: Zuerst die Verteilungsfunktion mit . berechnen, ganz normale quadratische Ungleichungen. Alles hübsch in (*) zusammenwerfen, und dann nach ableiten, schon steht die Dichte da.
EDIT: Ok, das tu ich mal noch: Wir bekommen mit Ableitung Da jetzt noch die Normalverteilungsdichte einzusetzen, spare ich mir. EDIT2: Und hier auch noch die wasserdichte Begründung für den Erwartungswert, d.h. für dessen Nichtexistenz: Im Falle seiner Existenz wäre . Und die Existenz von setzt zwingend die Endlichkeit der Erwartungswerte von Positiv- wie Negativteil dieser Zufallsgröße voraus. Beides ist aber nicht der Fall, wie die folgenden Abschätzungen zeigen: . . Bei diesen Abschätzungen gehe ich von aus, und es wird benutzt, dass im Bereich monoton wachsend und positiv ist. |
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| 16.05.2019, 20:57 | linear3 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Alles klar, vielen Dank für deine ausführliche Antwort! |
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