Was ist Null Fakultät? |
| 03.11.2022, 16:19 | Phenix | Auf diesen Beitrag antworten » |
1! = 0! |
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| 03.11.2022, 16:45 | Malcang | Auf diesen Beitrag antworten » |
(Formel ist klickbar) |
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| 03.11.2022, 17:03 | Dopap | Auf diesen Beitrag antworten » |
Der erste Grund, warum die Nullfaktorialzahl gleich eins ist, ist, dass sie laut Definition so sein sollte, was eine mathematisch korrekte Erklärung ist (wenn auch eine etwas unbefriedigende). Eine Permutation ist eine bestimmte, eindeutige Anordnung von Elementen in einer Menge. Zum Beispiel gibt es sechs Permutationen der Menge {1, 2, 3}, die drei Elemente enthält, da wir diese Elemente auf die folgenden sechs Arten schreiben können: 1, 2, 3 1, 3, 2 2, 3, 1 2, 1, 3 3, 2, 1 3, 1, 2 Man könnte diese Tatsache auch durch die Gleichung 3! = 6, die eine faktorielle Darstellung der gesamten Permutationsmenge ist. In ähnlicher Weise gibt es 4! = 24 Permutationen einer Menge mit vier Elementen und 5! = 120 Permutationen einer Menge mit fünf Elementen. Eine andere Möglichkeit, über die Fakultät nachzudenken, besteht darin, n als natürliche Zahl zu betrachten und zu sagen, dass n! die Anzahl der Permutationen für eine Menge mit n Elementen ist. Eine Menge mit zwei Elementen hat zwei Permutationen: {a, b} kann als a, b oder als b, a angeordnet werden. Dies entspricht 2! = 2. Eine Menge mit einem Element hat eine einzige Permutation, da das Element 1 in der Menge {1} nur auf eine Weise angeordnet werden kann. Damit sind wir bei der Nullfaktoriellen. Die Menge mit null Elementen wird als leere Menge bezeichnet. Um den Wert der Nullfaktorialität zu ermitteln, fragen wir: "Auf wie viele Arten kann man eine Menge ohne Elemente ordnen?" Hier müssen wir unser Denken ein wenig erweitern. Auch wenn es nichts zu ordnen gibt, gibt es eine Möglichkeit, dies zu tun. Wir haben also 0! = 1. |
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| 03.11.2022, 18:35 | Leopold | Auf diesen Beitrag antworten » |
Man könnte auch oder oder sonstwas vereinbaren. Daß man es nicht tut, kann auf Seiten der Algebra mit dem Permanenzprinzip erklärt werden. Einmal angenommen, wir hätten für in bekannter Weise bereits definiert, dann gilt mit dieser Definition die Beziehung für Will man nun, daß auf für gilt, so muß man fordern. Da bereits festliegt, kann die obige Gleichung nur bestehen, wenn man definiert. Und nachdem dies nun auch bestimmt ist, wagt man sich an den nächsten Fall, nämlich , heran. Hierfür lautet so: Und mit dem bereits definierten kann das nur gehen, wenn man definiert. Somit hat man jetzt für Man hat also die neuen Fälle so definiert, daß diese Formel erhalten bleibt (Permanenzprinzip). Es stellt sich jetzt in natürlicher Weise die Frage, wie das weitergeht, also und so weiter. Du kannst selber mal darüber nachdenken. |
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| 04.11.2022, 07:55 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » |
Dem Permanenzprinzip entsprechen ja generell die Festlegungen für "leere" Summen als 0 sowie leere Produkte als 1, d.h., sowie . Beides mit dem Zweck, die Iterationsgleichungen und auch für gültig bleiben zu lassen. Die Fakultät passt da gemäß voll ins Konzept. |
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