Untotenburg angreifen

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Ulrich Ruhnau Auf diesen Beitrag antworten »
Untotenburg angreifen
Hier stelle ich den Schülern der 8. Klasse mal eine moderne Aufgabe:

In einem Computerspiel wird von den Spielern A und B im Bündnis eine Untotenburg angegriffen. Dazu senden beide Spieler eine Auswahl ihrer besten Soldaten aus. Der Anteil an der Beute, die beide Spieler einstreichen, hängt von der Schlagkraft ihrer Soldaten ab. Er ist proportional dazu. Spieler A erzielt dabei r=43% der gesamten Beute.

Da fällt Spieler A auf, daß er leider vergessen hat, sein Luftschiff mitzuschicken, das die Schlagkraft seiner Soldaten um einen bestimmten Faktor x gesteigert hätte.
Also wird ein neuer Angriff gestartet, wobei beide Spieler die selben Soldaten aussenden und eine gleiche neue Untotenburg angegriffen wird. Doch diesmal wird das Luftschiff mitgeschickt, sodaß Spieler A einen Anteil von R=49% an der Beute bekommt.

Wie groß ist der Faktor x ? Man gebe eine Formel an!
adiutor62 Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Untotenburg angreifen
Warum schon wieder ein Kriegssspiel?

Warum nicht biophile Spiele? Kann man die nicht auch spannend gestalten? Oder geht Spannung nur über Mord und Totschlag?
Hauptsache die Kasse stimmt, oder? Was solche Spiele mit der Psyche machen, interessiert keinen.
Es lebe die emotionale Abstumpfung und die voranschreitende Verrohung der Gesellschaft. traurig

https://www.lernando.de/magazin/515/Wie-...er-Gesellschaft
Ulrich Ruhnau Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Untotenburg angreifen
Zitat:
Original von adiutor62
Warum schon wieder ein Kriegssspiel?

Warum nicht biophile Spiele?

Wer bringt denn hier noch Kriegsspiele und welche?
Wenn man das zu streng sieht, könnte man auf die Idee kommen, Schach als Kriegsspiel abzuschaffen.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Statt in die Rätselabteilung gehört die Frage wohl auch eher in "Schulmathematik | Algebra", Thema "Aufstellen und Lösen Linearer Gleichungen".
Elvis Auf diesen Beitrag antworten »

Abgesehen davon dass es keine Untoten gibt möchte ich keine Beute machen indem ich wen auch immer durch Soldaten bekämpfen lasse. Ein derart unanständiges Beispiel gehört nicht in die Schule und muss im Rahmen der Mathematik nicht behandelt werden.
adiutor62 Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Untotenburg angreifen
Zitat:
Wer bringt denn hier noch Kriegsspiele und welche?

Ich meine das allgemein.

Schach mit Krieg zu vergleichen ist ein mehr als hinkender Vergleich.
Beim Schach geht es nicht um Macht, Gier, Profit oder gar Mord oder sonstige Brutalitäten.
 
 
Ulrich Ruhnau Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von HAL 9000
Statt in die Rätselabteilung gehört die Frage wohl auch eher in "Schulmathematik | Algebra", Thema "Aufstellen und Lösen Linearer Gleichungen".

Wenn die Lösung bekannt ist und ich nur sehen möchte, wie andere sich an der Aufgabe versuchen, dann gehört die Aufgabe natürlich hierher.
Ulrich Ruhnau Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Untotenburg angreifen
Zitat:
Original von adiutor62
Beim Schach geht es nicht um Macht, Gier, Profit oder gar Mord oder sonstige Brutalitäten.

Wenn du so argumentierst, dann erkläre mir mal, warum man in der Literatur und im Fernsehen nicht längst alle Krimis abgeschafft hat!

Außerdem gewinne ich bei den Schachweltmeisterschaften schon den Eindruck, daß es dabei auch um Macht, Geld und Profit gehen könnte.
Ulrich Ruhnau Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Elvis
Abgesehen davon dass es keine Untoten gibt möchte ich keine Beute machen indem ich wen auch immer durch Soldaten bekämpfen lasse. Ein derart unanständiges Beispiel gehört nicht in die Schule und muss im Rahmen der Mathematik nicht behandelt werden.

Hast du eine Ahnung davon, wieviele Schüler Computerspiele gespielt haben und worum es in diesen Spielen ging? Die ganze Unterhaltungsindustrie lebt davon, daß sie böse Menschen darstellt und das Böse bekämpft werden muß. Das ist bei Computerspielen nicht anders, ganz egal, was du möchtest. verwirrt
Elvis Auf diesen Beitrag antworten »

"Das Böse muss bekämpft werden." Dazu zähle ich die Unterhaltungsindustrie, die dazu beiträgt, die Menschen noch dümmer zu machen als sie sind, um Profit zu erwirtschaften, der die Reichen noch reicher macht. (Das hält mich nicht davon ab, Monster in WoW und Diablo zu metzeln.)
Ulrich Ruhnau Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Elvis
(Das hält mich nicht davon ab, Monster in WoW und Diablo zu metzeln.)

Im Ernst? Mich machen Computerspiele süchtig. Deshalb habe ich WoW gemieden und Diablo erst recht, weil der Name nichts Gutes verheißt. Aber bis jetzt habe ich von jedem Computerspiel den Absprung geschafft. Eigentlich sind Computerspiele nutzlose Zeitfresser.
Elvis Auf diesen Beitrag antworten »

Kein Problem. Diablo einmal durchspielen ist so langweilig, dass man spätestens danach genug hat. Jede dritte Version von WoW kaufe ich, dazu 3 Monate Spielzeit. Mathematik ist auf Dauer spannender, lehrreicher und besser für Körper, Geist und Seele (falls es drei solche Dinge geben sollte).
Ulrich Ruhnau Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Elvis
Jede dritte Version von WoW kaufe ich, dazu 3 Monate Spielzeit.

Du machst dich doch über mich lustig oder? geschockt
Elvis Auf diesen Beitrag antworten »

Das ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. So hat man ein bisschen Spaß, spart Geld und hat Zeit für die wichtigen Dinge im Leben.
G170142 Auf diesen Beitrag antworten »

Herr Ruhnau will vlt. einen Beitrag leisten, Deutschland kriegstüchtig im Sinne von Herrn Pistorius zu machen.
Zudem braucht die Bundeswehr Personal. Es kann sich so schon mal auf künftige Kampfeinsätze mental vorbereiten. Kampfgeil sei der Mensch, kriegslüstern und todemutig!
willyengland Auf diesen Beitrag antworten »

Ist heute der Political Correctness Day, oder wie?
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Ich bin weiß Gott kein Freund von Ulrich Ruhnaus politischen Ansichten (ich erinnere mich an einige Gefechte hinsichtlich Trump, insbesondere dessen Verhaltens am 6.1.21). Aber über so manches Moralisieren bis hin zu Unterstellungen der Kriegslüsternheit hier im Thread muss ich mich ehrlich wundern. verwirrt
Ulrich Ruhnau Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von G170142
Herr Ruhnau will vlt. einen Beitrag leisten, Deutschland kriegstüchtig im Sinne von Herrn Pistorius zu machen.

So ein Unfug! Ich habe meine Bundeswehrzeit gehasst. Ich wünsche niemandem einen Krieg. Außerdem bereiten Computerspiele die Menschen nicht auf Kriegseinsätze vor, sonst würden Computerspiele ein Bestandteil einer militärischen Ausbildung werden. Irgendwer hat mal gesagt, wenn die Leute, die den Krieg veranstalten, in der fordersten Reihe kämpfen müsten, dann gäbe es keine Kriege mehr. Ich behaupte: Es gäbe weltweit keine Kriege, wenn alle Journalisten der Welt ehrlich und unvoreingenommen berichten würden. Stopp!

Leute, das ist ein Mathematikforum hier. Jetzt kommt mal mit einem vernünftigen Lösungsansatz rüber! Keine faulen Ausreden mehr!
Luftikus Auf diesen Beitrag antworten »

Tatsächlich sollte man seine Zeit nicht mit solchen Blödsinn-Aufgaben verschwenden.
Um so schlimmer, wenn Schuler:innen es müssen.
Aber Pisa lässt grüssen..
Ulrich Ruhnau Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Luftikus
Tatsächlich sollte man seine Zeit nicht mit solchen Blödsinn-Aufgaben verschwenden.

Es gibt nichts schlimmeres als eine faule Ausrede. Luftikus jetzt zeige uns mal, wie du das rechnen würdest, also welchen Ansatz du machen würdest!
Elvis Auf diesen Beitrag antworten »

Schüler können, dürfen, sollen sich verweigern, wenn Lehrer unmoralische Aufgaben stellen. Ich habe meinem Geschichtslehrer in der Oberstufe des Gymnasium gesagt, dass ich nur noch passiv am Geschichtsunterricht teilnehmen würde, weil ich kein Interesse an Unterricht über Kriege habe. Das hat er akzeptiert, in der mündlichen Abiturpruefung bin ich mit ausreichend zufrieden gewesen. Mein Sohn hat schon in der Grundschule keine Mathematik mehr lernen wollen, weil sein Lehrer die Division mit Konkurrenzbeispielen begründet hat. Leider hat er deswegen nicht viel Mathematik gelernt, braucht er als Philosoph und Professor für Sozialethik auch nicht. Lehrer sollten sich überlegen, was und wie sie lehren!
G180124 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
sonst würden Computerspiele ein Bestandteil einer militärischen Ausbildung werden

Kriesszenarien werden bei den Militärs am Computer simuliert - schon seit langer Zeit.

Für mich ist Fakt: Solche Spiele machen etwas mit dem Menschen. Es gibt Untersuchungen, dass gerade brutale
Computer-Spiele negative Auswirkungen auf Jugendliche haben können.


Zitat:
Generell ist die Forschung zu Videospielen inkonsistent und oft mit schwerwiegenden methodischen Einschränkungen behaftet. Allgemeine Aussagen sind daher schwierig. Aber die Motivation, aus der jemand spielt, die Bedeutung, die dieses Spiel für die Spieler hat, sowie der Inhalt und die Dauer des Spielens sind entscheidend, ob die positiven oder negativen Konsequenzen überwiegen.


Zitat:
Viele Studien stimmen darin überein, dass die Nutzung gewalthaltiger Spiele kurzfris-tig- zu aggressivem Verhalten führt,- das aggressive Denken fördert,- aggressive Gemütszustände fördert, also Wut- und Ärger-Emotionen zunehmen,- zu einer Abnahme des pro-sozialen Verhaltens und- zu einer Erhöhung der Erregung der Spieler führt (Hartmann 2006: 13)


Zitat:
Klar ist: Die Heranwachsenden können oftmals schon recht früh zwischen realer und inszenierter Gewalt unterscheiden. Nichts macht Kindern und Jugendlichen aber so viel Angst wie die reale. Und je realistischer eine grausame Szene in einem Film oder einem Spiel von einem jungen Menschen wahrgenommen wird, desto größer kann die Verunsicherung sein.
Ulrich Ruhnau Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Elvis
Schüler können, dürfen, sollen sich verweigern, wenn Lehrer unmoralische Aufgaben stellen.

Ich erinnere mich an das Ziegenproblem, ein sehr bekanntes Rätsel, wo ein Wolf eine Ziege fressen kann. Ist das dann auch unmoralisch?

Wenn jeder sich verweigern darf, wann es ihm paßt, dann muß man sich nicht wundern, wenn jede Menge Schüler keinen Schulabschluß bekommen. unglücklich
Wenn das so weiter geht, dann darf noch nicht einmal das Märchen von Rotkäppchen erzählt werden.
Ulrich Ruhnau Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von G180124
Für mich ist Fakt: Solche Spiele machen etwas mit dem Menschen. Es gibt Untersuchungen, dass gerade brutale
Computer-Spiele negative Auswirkungen auf Jugendliche haben können.

Diese Sozialtheoretiker! Vielleicht hat Gewalt an Schulen viel eher Auswirkungen auf betroffene Jugendliche. Ein normaler Mensch unterscheidet zwischen realer und simulierter Gewalt.
Man macht die Welt nicht besser, indem man die Gewalt, die es durch Kriege und Machtkämpfe gibt, konsequent verleugnet und weder in Spielen noch in anderen Medien abbilden darf. Auch die dümmste Phantasie kann einen wahren Kern haben.
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